| 1 |
Welches sind die 3 dünnsten Bücher dieser Welt? Israelische Küche, italienische Heldensagen, Schweizer Humor. |
Johannes Gross, Publizist |
| 2 |
Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen. |
Oskar Wilde, Schriftsteller |
| 3 |
Man gibt seine Kinder auf die Schule, damit sie still werden - und auf die Hochschule, daß sie laut werden. |
Jean Paul, Schriftsteller |
| 4 |
Der Schäfer versucht immer die Schafe davon zu überzeugen, daß ihre Interessen und sie seinen dieselben sind. |
M. h. Stendal, Autor |
| 5 |
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße. |
Franz Kafka, Schriftsteller |
| 6 |
Die glücklichste Frau ist nicht diejenige, die den besten Mann geheiratet hat, sondern diejenige, die das beste aus dem Mann gemacht hat , den sie geheiratet hat. |
Isaac Newton, Physiker |
| 7 |
Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. |
Konrad Adenauer Konrad Adenauer, deutscher Politiker (1876 - 1967) |
| 8 |
Wer einen großen Skandal verheimlichen will, der inszeniere am besten einen kleinen. |
Friedrich Dürrenmatt, Autor |
| 9 |
Es gibt Leute, die haben eine Bibliothek, wie Eunuchen einen Harem. |
Victor Hugo, Schriftsteller |
| 10 |
Wenn ich Leute bei einer Cocktailparty langweile, so glauben sie, es sei ihr Fehler. |
Henry Kissinger, Politiker |
| 11 |
Der Politiker muß voraussehen, was morgen, nächste Woche, im kommenden Monat, und im nächsten Jahr passiert. Außerdem muß er später erklären können, warum das Vorausgesagte nicht eintraf. |
Sir Winston Churchill |
| 12 |
Geizhälse sind die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entzücken ihrer Erben. |
Theodor Fontane, Autor |
| 13 |
Unsere Freunde wissen nicht viel, doch wissen sie immer, was sie an unserer Stelle täten. |
Folco Masucci, Schriftsteller |
| 14 |
Eine Frau soll sich stets nur aus Liebe verheiraten - und dies solange weiter tun, bis sie Liebe gefunden hat. |
Zsa Zsa Gabor, Filmdiva |
| 15 |
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen. |
Friedrich Schiller |
| 16 |
Man soll nicht das Kind ins Buch eintragen, ehe es geboren ist. |
Norwegisches Sprichwort |
| 17 |
Man soll nie einen Menschen aufgeben, bevor er an einer Aufgabe versagt hat, die ihm Freude bereitet. |
Lewis E. Lawes |
| 18 |
Man soll sich immer mehr auf die eigene Tüchtigkeit als auf die Zuneigung anderer verlassen. |
Niccolò Machiavelli |
| 19 |
Man sollte die leichte Muse öfters wiegen. Noch mehr abnehmen darf sie nicht. |
Unbekannter Autor |
| 20 |
Man spricht entweder zum Volk oder zur Sache. |
Hans Kasper |
| 21 |
Man spricht gern von Problemen, "die Marx auch nicht löste" um abzulenken von jenen, die er gelöst hat. |
Karlheinz Deschner |
| 22 |
Man wähle von zwei Politikern das kleinere Übel. |
Roda Roda |
| 23 |
Man war lange Zeit der Meinung, daß es in der Natur keinen leeren Raum gäbe. Diese Behauptung jedoch wurde durch verschiedene Menschenköpfe widerlegt, in denen sich ganz leerer Raum vorgefunden. |
Johann Nestroy |
| 24 |
Man wäre ja gar kein solcher Egoist, wenn es nur nicht so nützlich wäre. |
Raimund Vidráni |
| 25 |
Man würde sich leicht an die Kümmernisse gewöhnen, wenn die Vernunft oder die Leber ihnen nicht erlägen. |
É. M. Cioran |
| 26 |
Manche fortschrittliche Frauen verwechseln Erektion mit Reaktion weil sie beides nur aus den Büchern kennen. |
Gabriel Laub |
| 27 |
Manche Gedanken weisen bei näherer Betrachtung ganz erhebliche Sprünge auf. |
Unbekannter Autor |
| 28 |
Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht. |
Winston Churchill |
| 29 |
Manche Leute braucht man nicht zu parodieren. Es genügt, wenn man sie zitiert. |
Robert Neumann |
| 30 |
Manche Männer wählen ihre Frau fürs Leben bei einer Beleuchtung, bei der sie nicht einmal eine Krawatte auswählen würden. |
Maurice Chevalier |
| 31 |
Manche Menschen haben eine so virtuose Nervosität, daß man diese für Temperament halten könnte. |
Peter Horton |
| 32 |
Manche sagen ihre Meinung nur, weil sie zu schwach sind, sie zurückzuhalten. |
Unbekannter Autor |
| 33 |
Manche Schauspieler sind so begabt, daß sie selbst im Leben wie echt wirken. |
Roda Roda |
| 34 |
Manche werden jünger, indem sie altern; es sind diejenigen, die an nichts mehr glauben. |
Unbekannter Autor |
| 35 |
Mancher hält sich für taub, weil nicht mehr über ihn gesprochen wird. |
Talleyrand |
| 36 |
Manches schlummernde Talent sollte man ruhig weiterschlafen lassen. |
Unbekannter Autor |
| 37 |
Männer heiraten aus Liebe, Frauen mit Liebe. |
Unbekannter Autor |
| 38 |
Männer sind zwar oft so jung, aber niemals so bedeutend, wie sie sich fühlen. |
Simone de Beauvoir |
| 39 |
Männer werden müde und matt. |
Jesaja 40,30 |
| 40 |
Männer, die behaupten, sie seien die uneingeschränkten Herren im Haus, lügen auch bei anderer Gelegenheit. |
Mark Twain |
| 41 |
Mehr Leute sind durch Schulung als durch Naturanlage tüchtig. |
Kritias |
| 42 |
Meine Freunde teile ich ein in solche, die ich bewundere, solche, die ich verehre, solche, die ich liebe, und solche, mit denen ich Mitleid habe. |
Francesco Petrarca |
| 43 |
Meiner Ansicht nach wird das Lernen stark überschätzt. Zumindest hat man es in der Schule nie ernst genommen, wo alles getan wurde, um einen deutlich darauf aufmerksam zu machen. Alles Wissenswerte bringt man sich eigentlich selbst bei, und der Rest gerät |
Saki |
| 44 |
Meinerseits mißtraue ich allen Verallgemeinerungen über Frauen, günstig und ungünstig, männlich und weiblich, alt und modern. |
Bertrand Russel |
| 45 |
Mensch: heruntergekommenes Tier. |
Unbekannter Autor |
| 46 |
Menschen werden nicht gehängt, weil sie Pferde gestohlen haben, sondern damit die Pferde nicht gestohlen werden. |
Lord Halifax |
| 47 |
Minister fallen wie Butterbrote: gewöhnlich auf die gute Seite. |
Ludwig Börne (1786 - 1837) |
| 48 |
Mir ist es lieber, daß man fragt, warum man mir kein Denkmal gesetzt hat, als daß man sich erkundigt, warum man es getan hat. |
Cato |
| 49 |
Mir ist es unmöglich, mir so etwas wie eine Seele vorzustellen. Ich mag mich irren, und der Mensch mag eine Seele haben. Aber ich glaube es einfach nicht. |
Thomas Alva Edison |
| 50 |
Mir sind alle Bücher zu lang. |
Voltaire |
| 51 |
Mir tut es allemal weh, wenn ein Mann von Talent stirbt, denn die Welt hat dergleichen nötiger als der Himmel. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 52 |
Mit dem Geld ist es wie mit dem Toilettenpapier. Wenn man es braucht, braucht man es dringend. |
Upton Sinclair |
| 53 |
Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt. |
Seneca |
| 54 |
Mit der Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens. |
Friedrich Schiller |
| 55 |
Mit der Zeit bewerten wir unsere Freunde nach der Feinheit ihres Taktgefühls. |
Paul Valéry |
| 56 |
Mit des Auges Gesundheit, des Herzens heiliger Unschuld zu entlarven den Trug, der sich als Wahrheit versucht. |
Friedrich Schiller |
| 57 |
Mit Entzücken möchte ich manchmal alle Schelme umarmen, wenn man diejenigen betrachtet, welche die Welt rechtschaffen nennt. |
Ernst v. Feuchtersleben |
| 58 |
Mit jedem Pedanten stirbt auch ein Stück Chaos. |
Unbekannter Autor |
| 59 |
Mit jeder neu gelernten Sprache erwirbst du eine neue Seele. |
Tschechisches Sprichwort |
| 60 |
Mit Zurückhaltung muß man vorschreiten, wo tiefer Grund zu fürchten ist. |
Balthasar Gracian |
| 61 |
Mode: jene kurze Zeitspanne, in der das völlig Verrückte als normal gilt. |
Oscar Wilde |
| 62 |
Moderne Regierungen brauchen keine Hofnarren mehr. |
Unbekannter Autor |
| 63 |
Mögen sie hassen, wenn sie nur fürchten! |
Accius |
| 64 |
Nach einem guten Essen könnte man allen vergeben, selbst seinen eigenen Verwandten. |
Oscar Wilde |
| 65 |
Nach Golde drängt, Am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen! |
J. W. von Goethe (1749 - 1832) Faust |
| 66 |
Nach meiner Ansicht ist der Herr am besten gekleidet, dessen Kleidung niemand bemerkt. |
Antony Trollope |
| 67 |
Nachdem der Mensch das Feuer entdeckt hatte, traute er sich auch zu, es zu erfinden. |
Unbekannter Autor |
| 68 |
Nachdem sich die Anzahl der Autos stark vermehrt hat, hält man die vielen Unfälle für Schicksal. |
Unbekannter Autor |
| 69 |
Nationale Planlosigkeit in Wirtschaftsangelegenheiten ergibt internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. |
Aldous Huxley |
| 70 |
Natürlich muß man lesen, was man nicht versteht, um zu verstehen, was man lesen kann. |
Martin Walser |
| 71 |
Neben den gesteckten gibt es vor allem die versteckten Ziele. |
Unbekannter Autor |
| 72 |
Nicht durch Alter, sondern durch Fähigkeit erreicht man Weisheit. |
Plautus |
| 73 |
Nicht im Vergessen, sondern im Sich erinnern besteht das Geheimnis der Erlösung. |
Baal Schem Tov |
| 74 |
Nicht jedem steht jeder Fehler. |
Unbekannter Autor |
| 75 |
Nicht kann ich mit dir, nicht ohne dich leben. |
Martial |
| 76 |
Nicht weil es dort Sonne gibt, reizt mich der Süden, sondern weil es dort angenehm ist, im Schatten zu sitzen. |
Martin Kessel |
| 77 |
Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. |
Niccoló Machiavelli |
| 78 |
Nichts amüsiert mich mehr, als wenn ich über mich selbst lache. |
Mark Twain |
| 79 |
Nichts gereicht einem Staate mehr zum Schaden, als daß die Schlauen für klug gelten. |
Francis Bacon |
| 80 |
Nichts in der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind. |
Albert Einstein |
| 81 |
Nichts ist so ungewiß oder so wertlos wie das Urteil des Pöbels. |
Livius |
| 82 |
Nichts nehmen die Menschen so übel, als wenn sie keine Einladungen bekommen. |
Oscar Wilde |
| 83 |
Nichts vergoldet die Vergangenheit so sehr wie ein schlechtes Gedächtnis. |
John Steinbeck |
| 84 |
Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir; du weißt es, daß sie lügt, und dennoch glaubst du ihr. |
Friedrich Rückert |
| 85 |
Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat. |
Martin Luther |
| 86 |
Nichtstun ist besser, als mit vieler Mühe nichts schaffen. |
Lao Dse |
| 87 |
Nie verzeiht eine Frau dem Mann, den sie liebt, das Glück, das sie ihm nicht zu schenken vermochte. |
Delphine de Girardin |
| 88 |
Niemals sollt Ihr Euch rechtfertigen. |
Lew Nikolajewitsch Tolstoi |
| 89 |
Niemand ist nutzlos auf der Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht. |
Charles Dickens |
| 90 |
Niemand ist stolzer auf ein Genie als die Nachkommen derer, die es kaputtgehen ließen. |
Unbekannter Autor |
| 91 |
Niemand spricht in unserer Gegenwart so von uns, wie in unserer Abwesenheit. |
Blaise Pascal |
| 92 |
Niemand wird fehlerfrei geboren; wer die wenigsten Mängel besitzt, ist der Beste. |
Horaz |
| 93 |
Niemand zählt die Stufen, die er mühelos ersteigen kann. |
Unbekannter Autor |
| 94 |
Nieten halten alles und immer zusammen. |
Unbekannter Autor |
| 95 |
Nimm dir Zeit. Dann vergiß sie. So hast du Ewigkeit. |
Friedrich Kayssler |
| 96 |
Nimm kein Wort weg, und füge keines hinzu, und setze auch keines an die Stelle eines anderen. |
Ptahhotep |
| 97 |
Noch nie gab es so viel Freizeit, soviel Urlaub, soviel Entspannung. Noch nie gab es soviel Genußmittel, soviel Alkohol, soviel Drogen. Noch nie gab es so bequeme Verkehrsmittel, so gut eingerichtete Wohnungen, so hohen Lebensstandard. Und noch nie gab es |
Phil Bosmans |
| 98 |
Nun haben wir bald keinen Hunger mehr, sagte die Katze zur Maus. |
Peter Tille |
| 99 |
Nur der Jugend nicht durch Rat zu helfen suchen! Erfahrung und Wissen sind nur für den mitteilbar, der erfahren hat und weiß. Das Beispiel, die Tatsache ohne alles Beiwerk von Räsonnement ist, neben der ursprünglichen Anregung, alles, was man hier geben k |
Ernst v. Feuchtersleben |
| 100 |
Nur die Unwissenden verachten die Bildung. |
Publilius Syrus |
| 101 |
Nur ein Narr feiert, daß er älter wird. |
George Bernard Shaw |
| 102 |
Nur ein Unvorsichtiger wagt vor Leuten, die er nicht kennt, Geist zu haben. |
Helvétius |
| 103 |
Nur ein vollkommen unbedeutender Mensch, eine unverbesserliche Null, wird sich damit begnügen, im Leben immer ein und dieselbe Rolle zu spielen, immer den gleichen Platz in der Gesellschaft einzunehmen und dieselben Dinge zu tun. |
Boris Pasternak |
| 104 |
Nur nicht auf den Leim, dachte die Fliege und flog der Schwalbe in den Mund. |
Unbekannter Autor |
| 105 |
Nur weil wir die Gegenwart nicht recht zu erkennen und zu erforschen verstehen, bemühen wir uns geistreich um Einsicht in die Zukunft. |
Blaise Pascal |
| 106 |
Nur wenige Menschen besitzen ihr Weltbild im Original. |
Unbekannter Autor |
| 107 |
Nur wer das Fallen selber kennt, verzeiht. |
Viktor Suchy |
| 108 |
Nur wer seine Rechnungen nicht bezahlt, darf hoffen, im Gedächtnis der Kaufleute weiterzuleben. |
Oscar Wilde |
| 109 |
Nur zwei große Strömungen gibt es in der Geschichte: die Niedertracht, die die Konservativen macht, und den Neid, der die Revolutionäre macht. |
Edmond & Jules de Goncourt |
| 110 |
O wackrer Apotheker! Dein Trank wirkt schnell. |
William Shakespeare (1564 - 1616) Romeo und Julia |
| 111 |
Ob die Weiber so viel Vernunft haben wie die Männer, mag ich nicht entscheiden; aber sie haben gewiß nicht so viel Unvernunft. |
Johann Gottfried Seume |
| 112 |
Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen, als an seinen Antworten. |
Antoine de Levis |
| 113 |
Ob einer Skeptiker ist oder nicht, hängt wesentlich davon ab, ob ihm sein Leben gelungen ist oder mißlungen. |
Hans A. Moser |
| 114 |
Ob Janus wirklich immer wußte, was hinter seinem Rücken vor sich ging? |
Unbekannter Autor |
| 115 |
Oben wird immer geleitet, aber unten wird meistens gelitten. |
Martin Kessel |
| 116 |
Objektivität. Es hat alles zwei Seiten. Aber erst wenn man erkennt, daß es drei sind, erfaßt man die Sache. |
Heimito v. Doderer |
| 117 |
Öffentliche Meinung: falsche Perlen vor echte Säue werfen. |
Johannes Gross |
| 118 |
Oft gehen zwei Idioten eine Vernunftehe ein. |
Wieslaw Brudzinski |
| 119 |
Oft nennt man Güte, was nur ein Mangel an Geistesgegenwart ist. |
Carmen Sylva |
| 120 |
Ohne Brot und Wein friert die Venus. |
Terenz |
| 121 |
Ohne den Glauben daran, daß es grundsätzlich möglich ist, die Wirklichkeit durch unsere theoretischen Konstruktionen begreiflich zu machen, ohne den Glauben an die innere Harmonie unserer Welt, könnte es keine Naturwissenschaft geben. |
Albert Einstein |
| 122 |
Ohne ein bißchen Bosheit kann man unmöglich witzig sein. |
Rose Macaulay |
| 123 |
Ohne Geld ist die Ehre nur eine Krankheit. |
Jean Baptiste Racine |
| 124 |
Ohn |
Macht: die Macht des kleinen Mannes. |
| 125 |
Optimist: ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind. |
Karl Valentin |
| 126 |
Originalität? Mut zu sich selbst |
falls es lohnt. |
| 127 |
Party: eine Zusammenkunft von Leuten, die sich nichts zu sagen haben und das sehr ausgiebig tun. |
Bob Hope |
| 128 |
Phantasie ist nicht, sich etwas vorzustellen, was die Dinge nicht sind, sondern etwas zu tun, was sie sein könnten. |
Karel Capek |
| 129 |
Politik ist der Streit der Interessen, der sich als Streit der Prinzipien maskiert hat. |
Ambrose Bierce |
| 130 |
Politik: Fortsetzung des Krieges mit gefährlichen Drohungen. |
Roda Roda |
| 131 |
Politiker versuchen immer nur, mit der Masse fertig zu werden, nicht mit ihren Problemen. |
Unbekannter Autor |
| 132 |
Popularität wird in dem Augenblick zu einem Vergehen, in dem man sie sucht. Sie ist nur eine Tugend, wenn Menschen sie besitzen, ob sie wollen oder nicht. |
Lord Halifax |
| 133 |
Prediger absoluter Wahrheiten sind immer absolute Lügner. |
Unbekannter Autor |
| 134 |
Problematisch am Fernsehen ist nicht, daß es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, daß es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert. |
Neil Postman |
| 135 |
Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält. |
Karl Kraus |
| 136 |
Psychologie ist Philosophie nach dem Sündenfall. |
Rudolf Alexander Schröder |
| 137 |
Pünktlich sind die Gewissenhaften und die Neugierigen. |
Arthur Schopenhauer |
| 138 |
Ratten und Eroberer dürfen im Unglück keine Gnade erwarten. |
Charles C. Colton |
| 139 |
Rebell ist man, wenn man unterliegt. Die Sieger sind nie Rebellen. |
Anatole France |
| 140 |
Recht und Freiheit sind ein paar bedeutungsvolle Worte, aber nur in der einfachen Zahl unendlich groß, drum hat man sie uns auch immer nur in der wertlosen vielfachen Zahl gegeben. |
Johann Nestroy |
| 141 |
Recht: ein anderes Wort für Macht. |
Unbekannter Autor |
| 142 |
Regieren ist kein Ding für Leute von Charakter und Erziehung. |
Aristophanes |
| 143 |
Reisen war früher ein Vergnügen, heute ist es ein Gewerbe. |
Lin Yutang |
| 144 |
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann. |
Joseph Joubert |
| 145 |
Religionen sind Fertighäuser für arme Seelen. |
Unbekannter Autor |
| 146 |
Reue ist der feste Vorsatz, beim nächsten Mal keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. |
Marcel Achard |
| 147 |
Rom hat gesprochen, die Sache ist erledigt. |
Augustinus |
| 148 |
Ruhm: wenn dich diejenigen kennen, die du nicht kennst, und die du kennst, dich nicht kennen wollen. |
Wieslaw Brudzinski |
| 149 |
Satiriker sind die schlimmsten Konkurrenten der Wissenschaftler sie wissen alles früher. |
Gabriel Laub |
| 150 |
Schau den Ernst Gottes... |
Römerbrief 11,22 |
| 151 |
Schlafen ist bequem, aber Erwachen ist interessant. |
Hazrat Inayat Khan |
| 152 |
Schlechter Geschmack kennt keine Grenzen. |
Unbekannter Autor |
| 153 |
Schon als Knabe hatte er an der Quelle gesessen. Sollte er als alter Mann noch zum Wanderstabe greifen? |
Unbekannter Autor |
| 154 |
Schönheit wirkt auf den ersten Blick angenehm, aber wem fällt sie auf, wenn sie drei Tage im Hause ist? |
George Bernard Shaw |
| 155 |
Schriftsteller, die ihrem Weltbild sprachlich nicht gewachsen sind, nennt man in Deutschland Seher. |
Gottfried Benn |
| 156 |
Schwache Naturen rächen gern die Folgen ihrer Fehler an anderen. |
M. Herbert |
| 157 |
Schwanger werden die Dummen, nicht die Galanten. |
Terenz |
| 158 |
Schweigen bedeutet für einen großen Teil der Menschheit Gewinn. |
Aischylos |
| 159 |
Schweigen ist eine Form der Kritik, die sich schwer zu Papier bringen läßt. |
Unbekannter Autor |
| 160 |
Sehenswürdigkeiten sind Dinge, die man gesehen haben muß, weil andere Leute sie auch gesehen haben. |
A. v. Czibulka |
| 161 |
Sehr oft verlangt der Feigling von den anderen, daß sie zu seinen Ansichten stehen. |
Jacques Prévert |
| 162 |
Sei nicht stolz auf dein Wissen und vertraue nicht darauf, daß du weise seiest. Hole dir Rat bei den Unwissenden wie bei den Wissenden, denn es gibt keine Schranke für die Kunst und kein Künstler besitzt die volle Erleuchtung. |
Lehre des Ptahhotep (um 2400 v. Chr.) |
| 163 |
Die Menschen sind wie die Geldbörsen: Es kommt nicht auf das Aussehen an, sondern auf den Inhalt. |
Portugiesisches Sprichwort |
| 164 |
Ist es nicht erschreckend, das menschliche Weisheit beschränkt ist und Dummheit nicht? |
Konrad Adenauer, Kanzler |
| 165 |
Bush traf sich mit Schröder. Der Kanzler hat zugesagt: Deutschland unterstützt den Wiederaufbau im Irak, bildet Polizisten aus und richtet dort ein Mautsystem ein. |
Harald Schmidt, Kabarettist |
| 166 |
Da? Alter vor Torheit schützt, das könnte man noch hinnehmen. Aber das die Torheit nicht vor Alter schützt,das ist tragisch! |
Georg Christoph Lichtenberg, Schriftsteller |
| 167 |
Dummheit ist keine Schande. Hauptsache man hält den Mund dabei! |
Werner Mitsch, Autor |
| 168 |
Ich glaube der Mensch ist irgendwie hohl. Aber was herauskommt, muß ja auch drin sein. Darum glaube ich, daß er schlecht gefüllt ist, wie eine vergiftete Praline. |
Dieter Hildebrandt, Kabarettist, über Dieter Bohlen |
| 169 |
Bei einem Ausverkauf hat ein Gentleman nur dann eine Chance, wenn er sich wie eine Dame benimmt. |
Peter Ustinov, Multitalent |
| 170 |
Man kann es auf zweierlei Art zu etwas bringen: durch eigenes Können und durch die Dummheit der anderen! |
Jean de La Bruyère |
| 171 |
Das Filmgeschäft ist die zweitgrößte kriminelle Vereinigung. Wenn du einmal was umsonst machst, werden sie dir nie wieder die volle Gage zahlen! |
Heinz Hoenig, Schauspieler |
| 172 |
Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst. |
Mark Twain, Schriftsteller |
| 173 |
Die autoritäre Erziehung können nur Leute erfunden haben, die selber keine Kinder haben. |
Liselotte Pulver |
| 174 |
Geschichte ist die Adddition von Ereignissen, die besser nicht stattgefunden hätten. |
Unbekannt |
| 175 |
Der Diplomat ist ein Mensch, der zwei Mal denkt, bevor er nichts tut! |
Charles de Gaulle |
| 176 |
Wie schade, daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und der, wo man zu alt ist. |
Charles de Montesquieu, Philosoph |
| 177 |
Die Menschchen sind nicht so schlecht, wie sie gemalt werden! |
Pablo Picasso, Maler |
| 178 |
Eine Mutter braucht 20 Jahre, um aus ihrem Sohn einen Mann zu machen - eine wildfremde Frau macht in 20 Minuten einen Idioten aus ihm. |
Robert Lee Frost, Lyriker |
| 179 |
Ich vergessen nie ein Gesicht - aber in ihrem Falle mache ich eine Ausnahme. |
Groucho Marx, Komiker |
| 180 |
Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will! |
John Steinbeck, Autor |
| 181 |
Ein Pessimist ist einer, der , wenn er die Wahl zwischen zwei Übeln hat, beide wählt. |
Oscar Wilde |
| 182 |
Moral ist die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, die wir nicht leiden können! |
Oscar Wilde, Autor |
| 183 |
Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird. |
Anatole France, Autor |
| 184 |
Am liebsten erinnere ich mich an die Arbeit, die hinter mir liegt. |
Philosoph Euripides |
| 185 |
Wer sich mit der Kunst verheiratet, bekommt die Kritik als Schwiegermutter. |
Hildegard Knef, Schauspielerin |
| 186 |
Die Medizin benennt unsere Leiden mit derart häßlichen Namen, daß man darob alle Lust verlieren könnte, krank zu werden. |
Kurt Martl, Autor |
| 187 |
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten. |
Thoedor Heuss, Politiker |
| 188 |
Ich habe mir die Zeit vertrieben, aber jetzt vertreibt mich die Zeit. |
William Shakespeare, Autor |
| 189 |
Die Masse ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. |
Hans Kasper, Aphoristiker |
| 190 |
Wenn ein Mann will, daß eine Frau ihm zuhört, braucht er nur mit einer anderen zu reden. |
Liza Minelli, Schauspielerin |
| 191 |
Ein junger Mensch, der niemals weint, ist ein Ungeheuer. Ein alter Mensch, der niemals lacht, ein Narr. |
George Santayana, Dichter |
| 192 |
Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern! |
Coco Chanel, Modezarin |
| 193 |
Wenn man im Leben keinen Erfolg hat, braucht man sich deshalb ohne weiteres für einen Idealisten zu halten. |
Henry Miller, Autor |
| 194 |
Männer tun eine Menge, um ihr Gesicht zu wahren; Frauene gehen dazu zum Kosmetiker. |
Robert Lembke, Entertainer |
| 195 |
Die Ehe ist die bedingungslose Kapitulation des Eroberers. |
Vittorio de Sica, Filmstar |
| 196 |
Ein Optimist ist ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind. |
Karl Valentin, Kabarettist |
| 197 |
Takt besteht darin, daß man weiß, wie weit man zu weit gehen darf. |
Jean Cocteau, Dichter |
| 198 |
Ein Pessimist ist ein Mensch, der sich den Kuss vom Bakteriologen erklären läßt. |
Paul Hubschid, Schweizer Schauspieler |
| 199 |
Originell ist ein Autor nur dann, wenn man nicht feststellen kann, von wem er abgeschrieben hat. |
Max Nunes, Autor |
| 200 |
Ja, ich glaube an den Kommunismus. Ich denke, wir sollten alle gleich sein. Und zwar alle reich. |
Salma Hayek, Hollywood-Schauspielerin |
| 201 |
Nicht alle, die gestern jung waren, sind auch von gestern. |
Gustav Knut, Schauspieler |
| 202 |
Es gibt keinen traurigeren Anblick als den eines jungen Pessimisten. |
Mark Twain, Schriftsteller |
| 203 |
Der größte Nachteil von Neuerscheinungen ist, daß sie einen hindern, gute und alte Bücher zu lesen. |
Joseph Joubert, Autor |
| 204 |
Je größer die Zahl der Gesetze, desto größer die Zahl der Gauner. |
Laotse, Philosoph |
| 205 |
Olympische Spiele sind eine wundervolle Gelegenheit, Zwietracht auch unter jenen Nationen zu stiften, die sonst keine Reibungsflächen haben. |
George Benard Shaw, Autor |
| 206 |
Die meisten Menschen kommen mit ärztlicher Unterstützung auf die Welt und verlassen sie auf die selbe Weise. |
George Benard Shaw, Autor |
| 207 |
Man kann die Menschen in drei Klassen einteilen: solche, die sich zu Tode arbeiten, die sich zu Tode sorgen, und solche, die sich zu Tode langweilen. |
Sir Winston Churchill |
| 208 |
Jockeys sind Reiter, die manchmal früher über ein Hindernis kommen, als das Pferd. |
Danny Kaye, Komiker |
| 209 |
Jeder junge Mensch macht früher oder später die Entdeckung, daß auch Eltern gelegentlich recht haben können. |
André Malraux, Schriftsteller |
| 210 |
Bei dem Gedanken, kein Wort mehr über Bohlens Bücher oder Frau Juhnkes Bekenntnisse verlieren zu müssen, kommt eher Erleichterung auf. |
Axel Bulthaupt, Brisant-Moderator |
| 211 |
Faulheit ist die Begabung, sich auszuruhen, bevor man müde wird. |
Jules Renard, Autor |
| 212 |
Wer keinen Biographen findet, ,uß sein Leben eben selbst erfinden. |
Giovanni Guareschi, Autor |
| 213 |
Nichts beschleunigt die Genesung so sehr wie regelmäßige Arztrechnungen. |
Alec Guiness, Schauspieler |
| 214 |
Bücherschreiben ist das einzige Verbrechen, bei dem sich der Täter bemüht, Spuren zu hinterlassen. |
Gabriel Laub, Autor |
| 215 |
Es ist besser, zu wollen, was man nicht hat,als zu haben, was man nicht will. |
Werner Finck. Kabarettist |
| 216 |
Ein Optimist ist ein Mensch, der sich ein Dutzend Austern bestellt, dies in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können. |
Theodor Fontane, Autor |
| 217 |
Es gibt Abende, an denen nicht das Schauspiel, sondern das Publikum durchfällt. |
Max Reinhardt, Regisseur |
| 218 |
Optimist ist der Mann, der seine Sekretärin heiratet und glaubt, er könne weiter diktieren. |
Unbekannt |
| 219 |
Man ist in den besten Jahren, wenn man die guten hinter sich hat. |
André Maurois, Autor |
| 220 |
Wer den Verstand verloren hat, ist keineswegs verrückt. Wer aber alles hat außer dem Verstande - der wird verrückt. |
Gibert Keith Chesterton, ´Schauspieler |
| 221 |
Wo das Prestige anfäng, hört bekanntlich der Verstand auf. |
Norbert Blüm, Politiker |
| 222 |
Man müßte sich die Unbestechlichkeit bezahlen lassen können. |
Werner Schneyder, Moderator und Kabarettist |
| 223 |
Jeder Mensch ist wie der Himmel ihn gemacht hat,- und manchmal eine gehörige Portion schlechter. |
Miguel de Cervantes |
| 224 |
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen. |
Arthur Schoppenhauer, Philosoph |
| 225 |
Ein Mann mit einem hohen Bankkonto kann gar nicht häßlich sein. |
Zsa Zsa Gabor, Schauspielerin |
| 226 |
Körperliche Bewegung ist Quatsch. Bist du gesund, so brauchst du sie nicht, bist du krank, sollst du sie vermeiden. |
Henry Ford, Industrieller |
| 227 |
Die Klugheit gibt nur Rat, die Tat entscheidet. |
Franz Grillparzer |
| 228 |
Der Mensch, der nur gut ist,ist bloß für sich gut. |
Jean-Jaques Rousseau |
| 229 |
Schmutzige Arbeit, blankes Geld. |
unbekannt |
| 230 |
Es ist gut, sich aus Verhältnissen herauszulösen, die einem die Luft nehmen. |
Paula Modersohn-Becker |
| 231 |
Der Unterschied zwischen einem Job und einer Karriere ist der Unterschied zwischen vierzig und sechzig Stunden in der Woche. |
Robert Frost, amerikanischer Lyriker, 1874-1963 |
| 232 |
Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 233 |
Der Mensch jagt nach Rätseln und kaum hat er die Auflösung entdeckt, so ärgert er sich über sich selbst. |
Ludwig Tieck |
| 234 |
Frau und Mann sind niemals frei. Stets ist ein Gefühl dabei. |
Kurt Tucholski |
| 235 |
Im Angesicht großer Gefahr erwächst Rettung nur aus Größe. |
Charles de Gaulle |
| 236 |
Die Vorsicht hält den ehrlichen Mann immer schadlos. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 237 |
Ein Herz muß dann und wann an einem Glück sich laben, es muß der Liebe viel und etwas Frohsinn haben. |
Carl Spitteler |
| 238 |
Der eitle schwache Mensch sieht in jedem einen Richter, der stolze, starke hat keinen Richter als sich selbst. |
Marie von Eber-Eschenbach |
| 239 |
Ein Geschenk ist genau so viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht wurde. |
Thyde Monnier |
| 240 |
Ein Quäntchen wirklicher Freundschaft ist viel mehr als eine ganze Wagenladung Verehrung. |
Carl Hilty |
| 241 |
Kein Kunde darf jemals unser Büro unzufrieden verlassen. |
unbekannt |
| 242 |
Die Leiter wird ja immer kürzer! |
klagte der Narr beim Aufwärtssteigen. |
| 243 |
Es gibt nur eine Moral, genau wie es nur eine Geometrie gibt. |
sagt Voltaire. Spätestens seit Lobatschewski und Gauss wissen wir es besser. |
| 244 |
Guter Rat ist teuer |
sagte der Advokat und gab schlechten. - Erwin Chargaff |
| 245 |
Ich bin schließlich eine Metapher, und ich lege keinen Wert darauf, daß mich jeder Dahergelaufene versteht! |
Unbekannter Autor |
| 246 |
Ich hole Dir sämtliche Sterne vom Himmel! |
hatte er einst versprochen. Noch heute baut er an der Leiter. |
| 247 |
Ihr Mann ist tot und läßt sie grüßen! |
J. W. von Geothe (1749-1832) - Faust |
| 248 |
Nur für den Dienstgebrauch bezieht sich nicht auf Sekretärinnen... |
unbekannter Autor |
| 249 |
Schwachheiten schaden uns nicht mehr, sobald wir sie kennen. |
Hier irrt Lichtenberg. |
| 250 |
Um Gottes willen! |
- bedeutet das je etwas Gutes? |
| 251 |
Achtung verdient, wer vollbringt, was er vermag. |
Sophokles |
| 252 |
Alle charmanten Leute sind verdorben. Es ist das Geheimnis ihres Charmes. |
Oscar Wilde |
| 253 |
Alle Dinge müssen; der Mensch allein ist das Wesen, welches will. |
Meister Eckehart |
| 254 |
Alle Dinge, die das Ebenmaß halten, sind schön; alle Dinge, die größer sind als ihr Ebenmaß, gehen zugrunde. |
Weisheitsbuch des Phibis (um 100 v. Chr.) |
| 255 |
Alle Genüsse sind schließlich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den größten Genuß. Nur das Unwirkliche macht den Wert aus und ist eigentlich das einzig Reale. |
Theodor Fontane |
| 256 |
Alle glauben, Talent zu haben, sei eine Frage des Glücks. Niemand glaubt, daß Glück eine Frage des Talents sei. |
Jacinto Benavente |
| 257 |
Alle großen Verführer wissen, daß man Frauen erst die Augen öffnen muß, damit sie sie schließen können. |
Henry Miller |
| 258 |
Alle Männer sind gleich bis auf den, den man gerade kennengelernt hat. |
Mae West |
| 259 |
Alle Menschen haben die Anlage, schöpferisch zu arbeiten. Nur merken es die meisten nie. |
Truman Capote |
| 260 |
Alle Menschen sind Brüder. Daher der ewige Zank unter ihnen. |
Roda Roda |
| 261 |
Alle Russen sind sonderbar. Es ist nicht zu begreifen, was sie wollen eine Republik oder die Sintflut. |
Maksim Gorkij |
| 262 |
Alle Schönheit des Lebens wurzelt im Geheimnis des Weibes und in der Neugier des Mannes. |
Jurij Brezan |
| 263 |
Alle Selbstverständlichkeit ist Mythos. |
Unbekannter Autor |
| 264 |
Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. |
Ambrose Bierce |
| 265 |
Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die... heute viele beherrschen. |
Unbekannter Autor |
| 266 |
Aller Geist geht aus der Selbstbeherrschung hervor. |
Bettina von Arnim |
| 267 |
Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muß man es immer wieder sagen. |
André Gide |
| 268 |
Alles ist schwer, bevor es leicht ist. |
Thomas Fuller |
| 269 |
Alles ist verloren, nur die Ehre nicht. |
François I. von Frankreich |
| 270 |
Alles muß ein Ende haben. |
Frédéric Mistral |
| 271 |
Alles stieg: das Wachstum, die Spekulation, die Dividende, der Profit. Jetzt steigen die Kriminalität und die Armut |
als wäre da ein Zusammenhang. |
| 272 |
Alles tiefe Denken beginnt mit dem Zweifel und endet darin. |
Unbekannter Autor |
| 273 |
Alles was ihr nicht aus Überzeugung tut, ist Sünde. |
Paulus |
| 274 |
Alles, was uns wirklich nützt, ist für wenig Geld zu haben. Nur das Überflüssige kostet viel. |
Axel Munthe |
| 275 |
Allzeit: wie kann dieses besser gemacht werden. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 276 |
Als das Wort Lebensqualität publik wurde, merkten viele, was sie nicht haben. |
Oliver Hassencamp |
| 277 |
Als der Meister am Strom stand, sprach er: "Alles fließt dahin wie dieser, Tag und Nacht ohn' Unterlaß". |
Die Weisheit des Konfuzius |
| 278 |
Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben. |
Pablo Picasso |
| 279 |
Als wenn man nur, die Leser klug zu machen, schriebe! Genug, wenn man zeigt, daß man selbst klug ist. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 280 |
Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus. |
Solon |
| 281 |
Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag. |
Friedrich Rückert |
| 282 |
Am Anfang steht der Glaube, am Ziel die Schau. |
Augustinus |
| 283 |
Am ehesten sind noch die Blinden bereit, der Wahrheit ins Auge zu blicken. |
Unbekannter Autor |
| 284 |
An der Psychoanalyse ist nichts wahr als ihre Übertreibungen. |
Theodor W. Adorno |
| 285 |
An die Stelle des Rezensenten, der immer noch liest und schreibt, obwohl ihm weder das eine noch das andere gelingen will, treten andere Zirkulationsagenten, denen diese Qual erspart bleibt, als da sind: Medienkontakter, Showmaster, Videodesigner |
Unbekannter Autor |
| 286 |
An dünnen, unmerkbaren Seilen hängen oft fürchterliche Gewichte. |
Friedrich Schiller |
| 287 |
An etwas zu glauben, was wir nicht lieben können, ist die größte Tragödie unseres Verstandes. |
Jacinto Benavente |
| 288 |
Ängste erlebt, wer Sünde auf Sünde häuft. |
Ben Sira 3,27 |
| 289 |
Anständige Skepsis will glauben. |
Otto Buchinger |
| 290 |
Anstatt deine Feinde zu lieben, behandle deine Freunde etwas besser. |
Edgar W. Howe |
| 291 |
Aphorismen sind Weltliteratur als Droge. |
nach Gottfried Edel |
| 292 |
Asketen sind Menschen, die begriffen haben, daß eine völlige Enthaltsamkeit meist leichter ist als eine vernünftige Mäßigkeit. |
André Gide |
| 293 |
Atheismus ist ein Zeichen, daß man die Religion ernst nimmt. |
Karl Raimund Popper |
| 294 |
Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wäre es nicht einmal als Chaos da. |
Arthur Schnitzler |
| 295 |
Auch der Aberglaube profitiert vom jeweiligen Stand der Wissenschaft. |
J.W. von Goethe |
| 296 |
Auch der abstrakteste Künstler ißt ganz normal. |
Unbekannter Autor |
| 297 |
Auch der unscheinbarste Mensch hat seine Geschichte, und die Geschichte der unscheinbaren Menschen wäre interessanter und lehrreicher als die Geschichte berühmter Menschen, zumal diese für den öffentlichen Gebrauch zurechtgemacht wird. |
Johannes R. Becher |
| 298 |
Auch der Zufall ist nicht unergründlich er hat seine Regelmäßigkeit. |
Novalis |
| 299 |
Auch die Tätigkeit des Henkers ist eine Arbeit. |
Hans Brändli |
| 300 |
Auch ein Dummkopf pflegt manchmal nachzudenken; aber immer erst nach der Dummheit. |
Jean Jacques Russeau |
| 301 |
Auch im Netz der Spinner ist man verloren. |
Unbekannter Autor |
| 302 |
Auch in dieser Hinsicht ist die Welt den Weibern ähnlich: Mit Schüchternheit und Zurückhaltung erreicht man nichts. |
Giacomo Leopardi |
| 303 |
Auch Religion ist nur eine Frage der Geographie. Und des Datums. |
Unbekannter Autor |
| 304 |
Auch verschämte Armut ist die Folge unverschämten Reichtums. |
Unbekannter Autor |
| 305 |
Auch vom Stammbaum fallen die Früchte. |
Ernst Kappeler |
| 306 |
Auch zwei Nullen sind sich nicht gleich. |
Pamphilius Pfyffer |
| 307 |
Auf der Bühne der Welt sind wir alle Dilettanten. |
Unbekannter Autor |
| 308 |
Auf einen verspäteten Gast lange warten, ist eine Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Gästen. |
J. A. Brillat Savarin |
| 309 |
Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln. |
Unbekannter Autor |
| 310 |
Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. |
Johann Wolfgang Goethe |
| 311 |
Aus dem Klang eines Gefäßes kann man entnehmen, ob es einen Riß hat oder nicht. Genauso erweist sich aus den Reden der Menschen, ob sie weise oder dumm sind. |
Demosthenes |
| 312 |
Aus einer Theorie kann man aufwachen wie aus einer Krankheit. |
Hans Kasper |
| 313 |
Aus Gefälligkeit werden weit mehr Schurken als aus schlechten Grundsätzen. |
Johann Gottfried Seume |
| 314 |
Aus Schaden wird man klug, sagte der Narr und zündete sein Haus an. |
Unbekannter Autor |
| 315 |
Aus Spöttern werden oft Propheten. |
William Shakespeare (1564 -1616) König Lear |
| 316 |
Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel; sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein. |
Marie von Ebner Eschenbach |
| 317 |
Autorität wird nur dann nicht angezweifelt, wenn sie sich auf fachliche Leistung und untadelige menschliche Haltung gründet. |
Gustav Heinemann |
| 318 |
Bedauerlicher Weise kann man den Sturz aus großer Höhe nicht trainieren. |
Unbekannter Autor |
| 319 |
Begreiflich, daß man Juristen im höheren Postdienst verwendet. Ich verstehe am Ende noch, daß man ihnen die leitenden Stellen im Sanitätswesen einräumt. Die richterliche Laufbahn aber sollte den Juristen bestimmt verschlossen bleiben. |
Roda Roda |
| 320 |
Behalte, was du hast. Das Übel, das man kennt, ist das erträglichste. |
Plautus |
| 321 |
Beherrsche die Sache, die Worte folgen. |
Cato |
| 322 |
Bei allen Dingen liegt der letzte Maßstab für die Beurteilung nicht in den Handlungen selbst, sondern in den Motiven und Absichten der Handelnden. |
Polybios |
| 323 |
Bei Berühmtheiten empfiehlt es sich, zunächst Kleinigkeiten aus ihrem Privatleben zu kritisieren, um sie dann endlich ganz und gar zu verdammen. |
Gustave Flaubert |
| 324 |
Bei den Leuten, die nichts haben, ist immer alles in Ordnung. |
Honoré de Balzac |
| 325 |
Bei einem Diner sollte man weise, aber nicht zu gut essen, und gut, aber nicht zu weise sprechen. |
William Somerset Maugham |
| 326 |
Bei Geldfragen hört die Gemütlichkeit auf. |
D. Hansemann im preußischen Landtag 1847 |
| 327 |
Beim Griff in die Klamottenkiste kann man sich kaum die Finger verbrennen. |
Unbekannter Autor |
| 328 |
Beim Wettkampf ist nicht mehr der Mensch, sondern sind Uhren des Menschen Maß. Dem Griechen lag der Gedanke fern, daß Sekunden Wert haben. Er wollte sich mit Menschen, vielleicht sogar mit Göttern messen, nicht aber gegenüber der abstrakten Zeit. |
Ernst Jünger |
| 329 |
Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden. |
Honoré de Balzac |
| 330 |
Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, so säßen Donald Duck und die Muppets schon längst im US Senat. |
Orson Welles |
| 331 |
Benehmen kommt von nehmen. Wer nahm, wurde vornehm. Nur wer zu wenig nahm, verriet schlechte Kinderstube und endete im Kerker oder am Galgen. |
Unbekannter Autor |
| 332 |
Berühmte sind Leute, die man etwas später vergißt. |
Unbekannter Autor |
| 333 |
Bescheidenes Mißtrauen zu sich selbst ist zwar immer das Kennzeichen des wahren Talents, aber auch der Mut steht ihm gut an. |
Friedrich von Schiller |
| 334 |
Bescheidenheit, die beliebteste Form der Anmaßung. |
Peter Tille |
| 335 |
Besonders merkwürdig ist, daß Europa von asiatischer Herkunft war... |
Herodot |
| 336 |
Besser ist es, ein Volk zu ernähren, als es mit Worten abzuspeisen. |
Schu Schuemou |
| 337 |
Besser, es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei. |
Karl Kraus |
| 338 |
Besuche machen immer Freude: wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen. |
Spanisches Sprichwort |
| 339 |
Bezüglich unmöglicher Leistung besteht kein rechtlicher Verpflichtungsgrund. |
Justinian |
| 340 |
Bin ich der Hüter meines Bruders? Ja, ich bin es. Aber ist er mein Bruder? |
Werner Bukofzer |
| 341 |
Bringt man den Priestern Geld, so weiß Gott allein, was sie damit tun. |
Michelangelo |
| 342 |
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück. |
Theodor Fontane |
| 343 |
Bürokraten sind Menschen mit einem bedrohlichen Hang zur Selbstverwirklichung. |
Unbekannter Autor |
| 344 |
Bürokratie ist ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird. |
Honoré de Balzac |
| 345 |
Christentum ist die Religion der Frohen Botschaft mit der Kriegsbemalung. Die Liaison eines Gesangsvereins mit einer Feuersbrunst. |
Unbekannter Autor |
| 346 |
Da führte mich der Geist fort... |
Hesekiel 8,3 |
| 347 |
Dabei fällt mir manchmal ein alter dänischer Pastor ein, der mir einmal versicherte, er glaube nicht, daß Gott das neunzehnte Jahrhundert erschaffen habe. |
Tania Blixen |
| 348 |
Darf man sich wundern, daß Geschöpfe, die der Gesetze bedürfen, um gerecht zu sein, auch fähig sind, sie zu verletzen? |
Vauvenargues |
| 349 |
Darum hilft alles Schreiben nicht mehr, weil niemand mehr lesen kann. |
Johann Gottlieb Fichte |
| 350 |
Das Böse ist immer und überall. |
Unbekannter Autor |
| 351 |
Das Credo des heutigen Menschen lautet: Ich glaube an das Image, den Computer und die Demoskopie. |
Vittorio de Sica |
| 352 |
Das Delirium ist gewiß schöner als der Zweifel, aber der Zweifel ist fester. |
E. M. Cioran |
| 353 |
Das einzige Bindeglied zwischen Literatur und Theater, das wir heute noch haben, ist das Programmheft. |
Oscar Wilde |
| 354 |
Das Erstaunlichste war jedoch, daß ein Stein, der ohne Kraft von der Spitze des Mastes aus geworfen wurde, vom Mast nicht gegen den Bug abwich, noch das Heck erreichte, sondern er fiel in gleichem Abstand parallel zum Mast. |
Pierre Gassendi |
| 355 |
Das ertrage, wem's gefällt. |
W.A.Mozart (1756 - 1791). Don Giovanni, I , 1 |
| 356 |
Das Essen ist einer der vier Zwecke des Daseins. Welches die drei anderen sind, darauf bin ich noch nicht gekommen. |
Montesquieu |
| 357 |
Das Fernsehen hat die Welt wieder zur Scheibe gemacht. |
Herbert Eisenreich |
| 358 |
Das Gefährlichste an der Technik ist, daß sie ablenkt von dem, was den Menschen wirklich ausmacht, von dem, was er wirklich braucht. |
Elias Canetti |
| 359 |
Das gelobte Land liegt immer jenseits der Berge. |
Washington Irwing |
| 360 |
Das Gesetz kann niemanden zwingen, seinen Nächsten zu lieben; aber es kann es erschweren, seinem Haß nachzugehen. |
Neill Lawson |
| 361 |
Das Glück ist blind. |
Cicero |
| 362 |
Das große Wissen macht dich rasend. |
Apostelgeschichte 26,24 |
| 363 |
Das Gute an der Senilität ist, das sie einen selbst hindert, sie zu bemerken. |
Alfred Polgar |
| 364 |
Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche. |
Ernst v. Feuchtersleben |
| 365 |
Das Herz ist ein Gott, dessen Kapelle der Magen ist, der sich aber freut, wenn die anderen Glieder in festlicher Stimmung sind. |
Amun Priester (um 850 v. Chr.) |
| 366 |
Das Ideal eines höheren Angestellten ist es, so viel zu verwalten und so wenig zu tun zu haben, daß er schon beinah einem Beamten gleicht. |
Kurt Tucholsky |
| 367 |
Das ist das schlimmste von allen Übeln, im Vergangenen herumzugrübeln. |
C. Flaischlen |
| 368 |
Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein. |
Christian Morgenstern |
| 369 |
Das längste Gedächtnis auf der Welt haben Elefanten und Künstlerwitwen. |
Daniel Henry Kahnweiler |
| 370 |
Das Leben erscheint nur dem kurz, der lange gelebt hat. |
Wilhelm von Scholz |
| 371 |
Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, die Gelegenheit vorübergehend, die Erfahrung verräterisch, die Beurteilung schwierig. |
Hippokrates |
| 372 |
Das Leben ist rätselhafter als der Tod, es ist viel unbegreiflicher, daß ich bin, als daß ich einmal nicht mehr bin. |
Joachim Günther |
| 373 |
Das Leben ist viel zu lange zu kurz. |
Unbekannter Autor |
| 374 |
Das Leben wäre um vieles angenehmer, wenn die Vergnügungen nicht wären. |
Otto Fürst Bismarck |
| 375 |
Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen. |
Theodor Fontane |
| 376 |
Das Peter Prinzip: In einer Hierarchie steigt jeder bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit. |
Unbekannter Autor |
| 377 |
Das Radio ist Zivilisation. Wenn man es abstellt, ist das Kultur. |
Fritz de Crignis |
| 378 |
Das reine Denken ist ein Phantom. |
Soeren Kierkegaard |
| 379 |
Das Schicksal heilt uns von vielen Fehlern, die die Vernunft nicht korrigieren konnte. |
La Rochefoucauld |
| 380 |
Das Schicksal sucht die Stärksten, ihm Gewachsenen auf; an manchen geht es mit Ekel vorüber. |
Seneca |
| 381 |
Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei. |
Johann Gottfried Seume |
| 382 |
Das schönste aller Geheimnisse ist es, ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen. |
Mark Twain |
| 383 |
Das Schönste am Leben ist die Reue. Man bleibt ein anständiger Kerl und versäumt nichts. |
Benito Wogatzki |
| 384 |
Das Schweigen der Frau enthält Groll, das des Mannes meist nur Resignation. |
Helene Haluschka |
| 385 |
Das Schweigen der Massen ist das Verbrechen, für das sie büßen. |
Unbekannter Autor |
| 386 |
Das Schweigen ist die schwerste Verfolgung. Niemals haben die Heiligen geschwiegen. |
Blaise Pascal |
| 387 |
Das Setzen ins Gleichgewicht wird oft nur dadurch erreicht, daß man viel Schmerz, physischen und moralischen, in sein Dasein mit aufnimmt. |
Wilhelm v. Humboldt |
| 388 |
Das sicherste Mittel, um arm zu bleiben, ist ein ehrlicher Mensch zu sein. |
Napoleon Bonaparte |
| 389 |
Das Talent macht, was es will, das Genie macht, was es kann. |
Edgar Varése |
| 390 |
Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen, der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. |
Heinrich Pestalozzi |
| 391 |
Das Verbessern ist Sache eines Augenblicks. Das Schlechte aber währt lange. |
Klage des beredten Bauern (Mittleres Reich) |
| 392 |
Das Volk muß in kleinen Dosen genossen werden. |
Ralph Waldo Emerson |
| 393 |
Das Vorurteil gegen Bücherwissen entstand aus der Beobachtung... von Leuten, die Bücher bloß gelesen hatten. |
Ezra Pound |
| 394 |
Das Vorurteil ist die bequemste Art der Kritik, aber sie ist das Talent des Pöbels. |
Daniel Spitzer |
| 395 |
Das wirkliche Drama der reichen Leute ist, daß es immer noch reichere gibt. |
Karl Lagerfeld |
| 396 |
Das Wort Mischehe stammt aus einer Religion für die die Bezeichnung Mischreligion ein Euphemismus wäre. |
Unbekannter Autor |
| 397 |
Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn. |
Antisthenes |
| 398 |
Daß der Satiriker lachend die Wahrheit sagt, ist ein alter Irrtum: wenn er lacht, ist es nicht die Wahrheit. |
Erwin Chagraff |
| 399 |
Daß die Götter stets nur in Menschengestalt kommen, hat noch keinen Gläubigen nachdenklich gemacht. |
Unbekannter Autor |
| 400 |
Daß es die Todesstrafe gibt, ist weniger bezeichnend für unsere Gesittung, als daß sich Henker finden. |
Franz Werfel |
| 401 |
Daß jede Nation verrecken würde, die, ich will nicht sagen für ein Jahr, sondern für ein paar Wochen die Arbeit einstellte, weiß jedes Kind. |
Karl Marx |
| 402 |
Daß Keime nicht zu Blüten werden, ach, das kommt vor. Daß Blüten nicht zu Früchten werden, ach, das kommt vor. |
Konfuzius |
| 403 |
Dein tägliches Quantum Sonnenschein mußt du dir täglich selbst verdienen. |
H. Sudermann |
| 404 |
Deine Sache wird gefährdet, wenn das Nachbarhaus brennt. |
Horaz |
| 405 |
Dem einen gefällt der Pastor, dem anderen die Pastorin. |
Unbekannter Autor |
| 406 |
Dem, der es so haben will, geschieht kein Unrecht. |
Ulpian |
| 407 |
Demokratie ist, wenn man den anderen ausreden läßt. Toleranz ist, wenn man dabei auch noch zuhört. |
Gerhard Uhlenbruck |
| 408 |
Den einfachen Menschen beurteile danach, wie er sich in wichtigen Angelegenheiten verhält, den Hochgestellten danach, wie er bei geringen Anlässen handelt. |
Tschen Tschiju |
| 409 |
Den geborenen Arschkriecher schreckt auch ein "Besetzt" |
Hinweis nicht ab. |
| 410 |
Den Stoff sieht jedermann vor sich; den Gehalt findet nur der, der etwas dazu tut, und die Form ist ein Geheimnis den meisten. |
Johann Wolfgang Goethe |
| 411 |
Denken ist auch eine Art Jagd; Einer verfolgt den Gedanken, der andere den, der ihn hat. |
Unbekannter Autor |
| 412 |
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sich so wenige damit beschäftigen. |
Henry Ford |
| 413 |
Denken und zugleich reden ist außerordentlich schwierig. Politiker beispielsweise entscheiden sich meist für eines von beiden. |
Mark Twain |
| 414 |
Denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann. |
William Shakespeare (1564 - 1616) Julius Ceasar |
| 415 |
Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein. |
J. W. von Goethe |
| 416 |
Denn vor dem Beginnen ist Überlegung notwendig, nach der Überlegung jedoch rasches Handeln. |
Sallust |
| 417 |
Der Affe fällt nicht weit vom Stamm. |
Unbekannter Autor |
| 418 |
Der Anfang ist die Hälfte vom Ganzen. |
Aristoteles |
| 419 |
Der Arme schenkt, der Reiche leiht und der Vornehme verspricht oder revanchiert sich. |
Salomon Baer Oberdorf |
| 420 |
Der beste Beweis für die falsche Erziehung der Menschheit ist ihre Geschichte. |
Unbekannter Autor |
| 421 |
Der beste Beweis für Geist und Wissen ist Klarheit. |
Francesco Petrarca |
| 422 |
Der Charakter ist das Schicksal der Menschen. |
Heraklit |
| 423 |
Der Computer faengt schon an, uns zu dirigieren. Wir muessen schreiben, wie er will. |
Franz Slovencik |
| 424 |
Der echte Reisende ist immer ein Landstreicher, mit den Freuden und Versuchungen und der Abenteuerlust. |
Konfuzius |
| 425 |
Der Edle kennt sich aus in der Pflicht, der Gemeine im Gewinn. |
Konfuzius |
| 426 |
Der eine macht Erfahrungen, der andere sammelt sie. |
Unbekannter Autor |
| 427 |
Der eine wirft sich gern in die männliche Brust, der andere viel lieber an eine weibliche. |
Unbekannter Autor |
| 428 |
Der eine wirft sich gern in Positur, der andere lieber in eine Position. |
Unbekannter Autor |
| 429 |
Der Endzweck aller Kultur ist es, das, was wir "Politik" nennen, überflüssig, jedoch Wissenschaft und Kunst der Menschheit unentbehrlich zu machen. |
Arthur Schnitzler |
| 430 |
Der Erfinder der Lokomotive wurde gewiß einst vom Fuhrhalter verspottet, bis dieser sah, daß die Eisenbahn sogar Pferde transportieren kann. |
Mahatma Gandhi |
| 431 |
Der Erfolg er meisten Dinge hängt davon ab, daß man weiß, wie lange es dauern wird, bis sie gelingen. |
Montesquieu |
| 432 |
Der erste Beweis daß ein junger Mensch klüger geworden, ist wenn er anfängt Dinge, die ihm immer ganz begreiflich, und natürlich vorkamen, nicht zu verstehen. |
Franz Grillparzer |
| 433 |
Der Feind befindet sich in unseren Mauern. Gegen unseren eigenen Luxus, unsere eigene Dummheit und unsere eigene Kriminalität müssen wir kämpfen. |
Cicero |
| 434 |
Der Fluch des Künstlers: ein Leben lang beurteilt werden von Leuten, die weniger Phantasie, Geschmack und Herz haben als er. |
Roda Roda |
| 435 |
Der freie Mensch denkt über nichts weniger, als über den Tod; und seine Weisheit ist nicht ein Nachdenken über den Tod, sondern über das Leben. |
Baruch de Spinoza |
| 436 |
Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr. |
Jean Paul |
| 437 |
Der Geburtsschein ist ein Gerücht, das eine Frau durch ihr Aussehen jederzeit dementieren kann. |
Marlene Dietrich |
| 438 |
Der Geist der Lebewesen war in den Rädern. |
Hesekiel 1,20 |
| 439 |
Der Geist der Mittelklasse ist regsam, fleißig, oft unredlich, bisweilen kühn aus Eitelkeit oder Egoismus, aber von Natur aus furchtsam, gemäßigt in allen Dingen außer in der Lust am Wohlleben, mit einem Wort mittelmäßig. Er ist ein Geist, der Wunder herv |
Alexis de Tocqueville |
| 440 |
Der gerade Weg ist der kürzeste, aber es dauert meist am längsten, bis man auf ihm zum Ziele gelangt. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 441 |
Der Gewinn anderer wird fast wie ein eigener Verlust empfunden. |
Wilhelm Busch |
| 442 |
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 443 |
Der Glaube versetzt Zwerge. |
Unbekannter Autor |
| 444 |
Der größte Genuß im Leben ist, das zu tun, wovon die Leute sagen, daß du es nicht kannst. |
Walter Bagehot |
| 445 |
Der größte Vorteil des Ruhms besteht vielleicht darin, daß man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf. |
André Gide |
| 446 |
Der Grund, warum wir zwei Ohren und nur einen Mund haben: Damit wir mehr zuhören und weniger plaudern. |
Zenon |
| 447 |
Der grundlegende Fehler von Vätern besteht darin, von ihren Kindern zu erwarten, daß sie ihnen Ehre machen. |
Bertrand Russell |
| 448 |
Der gute Wille ist in der Moral alles; aber in der Kunst ist er nichts: da gilt, wie schon das Wort andeutet, allein das Können. |
Arthur Schopenhauer |
| 449 |
Der Habgierige kennt keinen Feiertag. |
Klagen des beredten Bauern (Mittleres Reich) |
| 450 |
Der Hauptzug der Geschichte besteht doch darin, die Mittelmäßigkeit zur vorherrschenden Macht innerhalb der Menschheit zu erheben. |
John Stuart Mill |
| 451 |
Der Haushalt muß ausgeglichen, der Staatsschatz gefüllt, die Staatsverschuldung vermindert, die Überheblichkeit der Bürokratie gedämpft und überwacht, die Unterstützung fremder Länder eingeschränkt werden, damit der Staat nicht bankrott geht. Das Volk muß |
Cicero |
| 452 |
Der Hilflose ist am leichtesten grausam. |
Fu Kiang |
| 453 |
Der Individualist zieht sich in seine drei oder fünf Wände zurück. |
Unbekannter Autor |
| 454 |
Der Karren der Freiheit führt zur Guillotine, der Karren der Wahrheit nach Golgatha, zur Hölle fährt man auf Gummi. |
Max Bewer |
| 455 |
Der kleine Tierquäler erwächst zu einem harten, grausamen Mann. |
Jean Paul |
| 456 |
Der Kommunismus ist eine großartige Theorie. Das Unglück besteht darin, daß er sich in die Praxis umsetzen läßt. |
Ephraim Kishon |
| 457 |
Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens. |
Ludwig Börne |
| 458 |
Der Leser hat es gut: es kann sich seine Schriftsteller aussuchen. |
Kurt Tucholsky |
| 459 |
Der liebe Gott hätte längst eine zweite Sintflut geschickt, wenn die erste was genützt hätte. |
Willy Reichert |
| 460 |
Der Mann bildet und erzieht die Welt, aber den Mann erzieht die Frau. |
Miguel de Cervantes |
| 461 |
Der Maßstab für den Geist eines Mannes ist die Größe seines Abscheus vor überflüssigem Lärm. |
Herbert Spencer |
| 462 |
Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die anderen auch nicht. |
Kurt Tucholsky |
| 463 |
Der Mensch ist das einzigste Tier, das sich für einen Menschen hält. |
Thomas Niederreuther |
| 464 |
Der Mensch ist von Natur aus böse; wenn er dennoch gut ist, so ist dies die Frucht der Kultur. |
Hsün Dse |
| 465 |
Der Mensch kann die Natur nicht erreichen, nur übertreffen; er ist entweder über ihr oder unter ihr. |
Friedrich Hebbel |
| 466 |
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagwörtern. |
Robert L. Stevenson |
| 467 |
Der Narr sagt, was er weiß; der Kluge weiß, was er sagt. |
Maggid |
| 468 |
Der perfekte Stoffel ist derjenige, der niemals über etwas in Erstaunen geraten ist: nicht einmal über seine eigene Dummheit. |
Antonio Machado |
| 469 |
Der Pessimist: Ich werde also eines Tages sterben. Natürlich das kann ja auch nur mir passieren. |
Kurt Tucholsky |
| 470 |
Der Regen zeugt die neuen Nationen. |
Luis Buñuel |
| 471 |
Der Rest ist Schweigen. |
William Shakespeare (1564 - 1616) Hamlet |
| 472 |
Der Schriftsteller schreibt sein ganzes Leben an seinem Testament. |
Zarko Petan |
| 473 |
Der Schüchterne bezeichnet sich als vorsichtig, der Geizige als sparsam. |
Publilius Syrus |
| 474 |
Der Sinn scheint sich zu verlieren, wenn wir einen zu großen Maßstab anlegen, wie Pascal, oder uns auf zu kleine Maßstäbe einschränken, wie die Hauptperson in Sartes Der Ekel, die zu lange auf die Wurzeln eines Feigenbaums starrt. |
Michael Rowan Robinson |
| 475 |
der staat eine firma, die öffentlichkeit eine juristische person mit handlungsbevollmächtigten, die gesellschaft eine mit beschränkter haftung. |
Oswald Wiener |
| 476 |
Der Staat ist ein Naturprodukt, und der Mensch ist von Natur ein politisches Wesen. |
Aristoteles |
| 477 |
Der Sturz des kapitalistischen Systems ist unvermeidlich. Er wird durch die Einkommenssteuer erreicht werden. |
Ephraim Kishon |
| 478 |
Der Teufel hilft seinem Volk. |
Unbekannter Autor |
| 479 |
Der Tod geht mich eigentlich nichts an, denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht. |
Epikur |
| 480 |
Der Traum ist ein Weib, das schwatzen muß, der Schlaf ist ein Gatte schweigend duldet. |
Rabindranath Tagore |
| 481 |
Der Trieb, unser Geschlecht fortzupflanzen, hat noch eine Menge anderes Zeug fortgepflanzt. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 482 |
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand. |
Erasmus von Rotterdam |
| 483 |
Der Umstand, daß wir Feinde haben, beweist klar genug, daß wir Verdienste besitzen. |
Ludwig Börne |
| 484 |
Der Vegetarier ist genügsam: er bestellt nur einen Kleeblattsalat, doch der Klee soll vierblättrig sein. |
Jacques Prévert |
| 485 |
Der verbreitetste Glaube ist der an Worte. |
Richard Schaukal |
| 486 |
Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat. |
Nicolas Chamfort |
| 487 |
Der Wahnsinn wäre unser Los, wenn wir nur die Augen öffnen wollten. |
Salvadore Dali |
| 488 |
Der wahre Fortschritt besteht darin, daß man beim Vorwärtseilen nach der Stelle Ausschau hält, auf der man stehenbleiben kann. |
Gilbert Keith Chesterton |
| 489 |
Der Weg der neueren Bildung geht von Humanität durch Nationalität zur Bestialität. |
Franz Grillparzer |
| 490 |
Der Weg von Menschen zum Mob führt über die Masse. |
Anita |
| 491 |
Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste. |
Plutarch |
| 492 |
Der Weise braucht nicht krank gewesen zu sein, um den Wert der Gesundheit zu kennen. |
Arabisches Sprichwort |
| 493 |
Der Weise sagt niemals, was er tut, aber tut niemals etwas, was er nicht sagen könnte. |
Jean Paul Sartre |
| 494 |
Der Weltraum ist gar nicht so weit weg. Nur eine Stunde dauerts, wenn dein Wagen senkrecht fahren könnte. |
Fred Hoyle |
| 495 |
Der Wert eines Menschen hängt von der Zahl der Dinge ab, für die er sich schämt. |
George Bernard Shaw |
| 496 |
Der Wille das Mannes verhält sich zum Willen der Frau wie eine Fliege, die in Honig gefallen ist und gern heraus möchte. |
Roda Roda |
| 497 |
Der Wohlstand beginnt genau dort, wo der Mensch anfängt, mit dem Bauch zu denken. |
Norman Mailer |
| 498 |
Der Zweck heiligt die Mittel. |
Niccolo Machiavelli (1469 - 1527) |
| 499 |
Derjenige, der von seiner Hände Arbeit lebt, steht höher als der Fromme. |
Talmud, Berachot |
| 500 |
Deutschland ist ein Titelland. |
Immanuel Kant |
| 501 |
Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden. |
F. de la Rochefoucauld |
| 502 |
Die Angst des Menschen vor der Wirklichkeit ließ ihn drei Auswege finden: Die Trunkenheit, die Liebe und die Arbeit. |
Edmond & Jules de Goncourt |
| 503 |
Die Apotheker bemühen sich, ihr kaufmännisches Interesse durch ihre wissenschaftliche Vorbildung zu verdecken. |
Sigmund Graff |
| 504 |
Die Art ihrer Ernährung beeinflußt das Schicksal der Nationen entscheidend. |
Brillat Savarin |
| 505 |
Die Asiaten haben den Weltmarkt mit unlauterem Wettbewerb erobert sie arbeiten während der Arbeitszeit. |
Ephraim Kishon |
| 506 |
Die Astronomie ist vielleicht diejenige Wissenschaft, worin das wenigste durch Zufall entdeckt worden ist, wo der menschliche Verstand in seiner ganzen Größe erscheint und wo der Mensch am besten lernen kann, wie klein er ist. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 507 |
Die beste Partei ist nur eine Art Verschwörung gegen den Rest der Nation. Unwissenheit veranlaßt die Menschen, einer Partei beizutreten, und Scham hindert sie am Austritt. |
Lord Halifax |
| 508 |
Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, sie selbst geschrieben zu haben. |
Blaise Pascal |
| 509 |
Die Bestürzung schafft dem Wunder Glauben. |
Torquato Tasso |
| 510 |
Die Bibel lügt. Der Herr schafft nicht jedem sein Recht. Der Herr schafft das Recht der Herren. |
Unbekannter Autor |
| 511 |
Die Börse reguliert die Preise, nicht der Tempelvorplatz. |
Janusz Korczak |
| 512 |
Die bürgerliche Frau legt Wert auf ihre Ketten, weil sie auf die Vorrechte ihrer Klasse nicht verzichten will. |
Simone de Beauvoir |
| 513 |
Die Deutschen können das Glück und die Größe nicht recht vertragen. Ihre Art Idealität beruht auf Sehnsucht. |
Friedrich Theodor Vischer |
| 514 |
Die Deutschen sind kein Volk die Deutschen sind eine Epedemie. |
Georg Kaiser |
| 515 |
Die Diktatur der modernen Demokratie ist allgegenwärtig und lautlos wie der elektrische Strom. |
Unbekannter Autor |
| 516 |
Die Ehe ist eine großartige Einrichtung. Keine Familie sollte darauf verzichten. |
Mae West |
| 517 |
Die Ehen werden im Himmel geschlossen, darum erfordert dieser Stand eine so überirdische Geduld. |
Johann Nestroy |
| 518 |
Die ehrenwerten Spießbürger sind gerade die Verderber der Moral. |
Konfuzius |
| 519 |
Die eigentliche Aufgabe der Literatur: die Wirklichkeit, so wie sie ist, unmöglich zu machen. |
Heiner Müller |
| 520 |
Die einen belohnen, die anderen bezahlen nur. |
Charles Tschopp |
| 521 |
Die einen unterschlagen den Nachlaß, die anderen das Testament. |
Wieslaw Brudzinski |
| 522 |
Die einen werden durch großes Lob schamhaft, die anderen frech. |
Friedrich Nietzsche |
| 523 |
Die einfachen Charaktere, nicht die zusammengesetzten, sind schwer zu verstehen. |
Hugo von Hofmannsthal |
| 524 |
Die Erfahrung ermöglicht uns, unsere alten Fehler zu wiederholen, nur etwas schneller und gründlicher als zuvor. |
Marcel Pagnol |
| 525 |
Die ewig Originellen sind die Todfeinde der Originalität. |
Hans Kasper |
| 526 |
Die Familie ist keine Demokratie. |
Anita |
| 527 |
Die Formel wird uns sprachlos machen. |
Unbekannter Autor |
| 528 |
Die Frau sucht sich heute vom Mann zu befreien. Soll sich der Mann, folgerichtig, von der Frau zu befreien suchen? |
Henry de Montherlant |
| 529 |
Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet. |
Matthias Claudius |
| 530 |
Die Freiheit ist eine neue Religion, die Religion unserer Zeit. |
Heirich Heine |
| 531 |
Die Freiheit ist nicht für jeden erreichbar. Für viel steht sie zwischen Verbot und Erlaubnis. |
Georges Braque |
| 532 |
Die Funktion der Milz muß ähnlich sein wie die der Notare im Staate: notwendig, aber überflüssig. |
Karl Kraus |
| 533 |
Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft. |
Voltaire |
| 534 |
Die Gefahr bei der Suche nach Wahrheit liegt darin, daß man sie manchmal findet. |
William Faulkner |
| 535 |
Die Gefahren der Großstadt sind ein Altweibermärchen. Aber die Gefahren der Kleinstadt sind eine schreckliche Realität. |
Walter Hueck |
| 536 |
Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand. |
Hugo von Hoffmannsthal |
| 537 |
Die Geheimnisse bewahrt am besten ein Toter. |
Calderón de la Barca |
| 538 |
Die geschminkte Wahrheit ist zu schön um wahr zu sein. |
Unbekannter Autor |
| 539 |
Die Gleichgültigkeit ist auch legitimes Kind der Toleranz. |
Nikolaus Cybinski |
| 540 |
Die große Masse will sich führen lassen. Wohin ist ihr egal. |
Jakob Stebler |
| 541 |
Die große Tragödie der Wissenschaft: die Ersetzung einer schönen Hypothese durch eine häßliche Tatsache. |
Thomas Henry Huxley |
| 542 |
Die großen Geldscheine in den Taschen der Jugend sind Zeichen einer bankrotten Gessellschaft. |
Luise Rinser |
| 543 |
Die großen Wahrheiten, die immer in der Luft liegen, können kaum sehr gewichtig sein. |
Unbekannter Autor |
| 544 |
Die größten Kloaken sind heute die Fernsehkanäle. |
Unbekannter Autor |
| 545 |
Die größten Verbrecher sitzen nicht in den Gefängnissen. Sie gehören einer höheren Gesellschaftsschicht an. Bei ihnen, wie bei den Idioten, sind gewisse Funktionen des Gewissens unterentwickelt geblieben. |
Alexis Carrel |
| 546 |
Die guten Christen sind am gefährlichsten |
man verwechselt sie mit dem Christentum. |
| 547 |
Die Hand der Justitia sollte kein Schwert halten. |
Juvenal |
| 548 |
Die Höflichkeit der Chamäleons: Die Augen zumachen, wenn der Freund die Farbe wechselt. |
Vytautas Karalius |
| 549 |
Die Hölle ist von dieser Welt. |
Françios Mauriac |
| 550 |
Die in schönen Dingen ein schöne Bedeutung entdecken, sind die Kultivierten. Für sie besteht Hoffnung. |
Oscar Wilde |
| 551 |
Die junge Generation hat auch heute noch Achtung vor dem Alter, allerdings nur beim Wein, beim Whisky und bei den Möbeln. |
Truman Capote |
| 552 |
Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun. |
Kurt Tucholsky |
| 553 |
Die Katze läßt das Mausen nicht, auch wenn sie eine schöne Prinzessin geworden. |
Ludwig Börne |
| 554 |
Die kleinsten Unteroffiziere sind die stolzesten. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 555 |
Die Kontraste und Widersprüche, die dauernd in einer Hirnschale friedlich nebeneinander hausen können, werfen alle Systeme der politischen Optimisten und Pessimisten über den Haufen. |
Albert Einstein |
| 556 |
Die Kunst der Seher ist ein eitles Nichts; Betrüger sind sie oder sind betrogen. |
Friedrich Schiller |
| 557 |
Die Kunst ist ein kompliziertes Phänomen. |
Wassily Kandinsky |
| 558 |
Die Kunst, einem anderen das zu sagen, was er von sich glaubt, nennt man Schmeichelei. |
E. Ode |
| 559 |
Die längsten Finger hat die öffentliche Hand, manchmal heißt sie Treuhand. |
Unbekannter Autor |
| 560 |
Die Lehrer in der Elementarschule kamen mir wie Feldwebel vor und die Lehrer im Gymnasium wie Leutnants. |
Albert Einstein |
| 561 |
Die Leistung, nicht das Glück, ist der Maßstab historischer Größe. |
Cornelius Nepos |
| 562 |
Die letzte Auswirkung der Technik ist der berechenbare Mensch man verläßt sich auf rationale Gesetze bei einem nicht bloß rationalen Wesen, behandelt nach dem Mechanismus des naturwissenschaftlich erkannten Geschehens ein Geschöpf, das an dem nie Bereche |
Richard Benz |
| 563 |
Die letzte Satire schreibt immer die Wirklichkeit. |
Franz Slovencik |
| 564 |
Die Leute (Mathematiker) in Göttingen kommen mir manchmal vor, als wollten sie einem nicht helfen, etwas übersichtlicher zu formulieren, sondern als wollten sie uns Physikern nur beweisen, um wieviel gescheiter sie sind als wir. |
Albert Einstein |
| 565 |
Die Leute, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten. |
Holländisches Sprichwort |
| 566 |
Die Liebe und die Wissenschaften belehren, indem sie töten. |
Antonio Alcalde Valladares |
| 567 |
Die Literatur: ein Konzert der Blinden für die Taubstummen. |
Roda Roda |
| 568 |
Die Lust der Zerstörung ist eine schaffende Lust. |
Michail A. Bakunin |
| 569 |
Die Männer geben nur, die Frauen gewähren. |
Charles Tschopp |
| 570 |
Die Männer sind alle verschieden, aber die Ehemänner sind alle gleich. |
William Somerset Maugham |
| 571 |
Die Masse schreit nach Freiheit, aber hungert nach Zwang. |
Sigmund Graff |
| 572 |
Die meisten Frauen nehmen sich vor, ihren Mann zu ändern. Und wenn sie ihn geändert haben, gefällt er ihnen nicht mehr. |
Marlene Dietrich |
| 573 |
Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang. |
Albert Camus |
| 574 |
Die meisten laufen so sehr dem Genuß nach, daß sie an ihm vorbeilaufen. |
Soeren Kierkegaard |
| 575 |
Die meisten Leser stecken ihre Bücher in die Bibliothek, die meisten Schriftsteller stecken ihre Bibliothek in ihre Bücher. |
Chamfort |
| 576 |
Die meisten Menschen legen ihre Vorurteile so ab, daß sie sie jederzeit wiederfinden können. |
Unbekannter Autor |
| 577 |
Die meisten Menschen lernen nie aus |
ihren Fehlern. |
| 578 |
Die meisten Opfer eines gewaltsamen Todes gehen an einem Schlagwort zugrunde. |
Unbekannter Autor |
| 579 |
Die meisten unserer Kritiker sind nur deshalb Scharfrichter geworden, weil sie keine Könige werden konnten. |
Friedrich Hebbel |
| 580 |
Die Menge ist groß, aber der Menschen sind wenige. |
Diogenes |
| 581 |
Die Menschen sind insgesamt, je zivilisierter, desto mehr Schauspieler. |
Immanuel Kant |
| 582 |
Die Menschen sind nur dann glücklich, wenn sie das, was sie tun müssen, gerne tun. Auf diesem Prinzip beruht aber nicht die Gesellschaft. |
Halvétius |
| 583 |
Die Menschen verlieren zuerst ihre Illusionen, dann ihre Zähne und ganz zuletzt ihre Laster. |
Hans Moser |
| 584 |
Die Menschheit zerfällt in zwei Teile: der erste drückt sich falsch aus, und der zweite mißversteht es. |
Roda Roda |
| 585 |
Die Menschheitsentwicklung ein Wachstum der Sterbenskraft. |
Franz Kafka |
| 586 |
Die Meteorologen haben das Wetter völlig ruiniert. |
Peter Bamm |
| 587 |
Die Modeerscheinung wurde gewöhnlich erst dann geprüft und richtig beurteilt, wenn sie nicht mehr in Mode war. |
Pestalozzi |
| 588 |
Die Moral ist das Rückgrat der Schwachsinnigen. |
Francis Picabia |
| 589 |
Die neue Geschichte gleicht einem tauben Menschen, der Antworten auf Fragen gibt, die man gar nicht an ihn gerichtet hat. |
Lew Nikolajewitsch Tolstoi |
| 590 |
Die Not bringt einen zu seltsamen Schlafgesellen. |
William Shakespeare |
| 591 |
Die Phönizier haben das Geld erfunden, aber warum so wenig? |
Johann Nestroy |
| 592 |
Die Poesie soll dazu verhelfen, nicht nur die Sprache der Zeit zu verfeinern, sondern ihrem allzu raschen Wechsel vorzubeugen. |
T.S. Eliot |
| 593 |
Die Rechenmaschine zeigt Wirkungen, die dem Denken näher kommen als alles, was Tiere vollbringen; aber keine, von denen man sagen muß, daß sie Willen habe wie die Tiere. |
Blaise Pascal |
| 594 |
Die Rede ist wie ein Pfeil; wenn er abgeschossen ist, so kann niemand ihn zurückbringen. |
Tausendundeine Nacht |
| 595 |
Die Reichen haben eine ebenso lebhafte wie unbegreifliche Leidenschaft für Sonderangebote. |
Françoise Sagan |
| 596 |
Die Reinheit einer Revolution kann vierzehn Tage lang anhalten. |
Jean Cocteau |
| 597 |
Die Rückkehr ins Paradies wäre zugleich das Ende der Kleidermode, für Frauen ein ernstzunehmendes Dilemma. |
Maurice Chevalier |
| 598 |
Die Schlechten sind immer undankbar. |
Miguel de Cervantes |
| 599 |
Die schlechtsten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen. |
Gottfried August Bürger (1747 - 1794) Trost, 1786 |
| 600 |
Die Schönheit des Mannes ist noch nie besungen worden. Die Dichter können es nicht, weil sie Männer sind die Dichterinnen wollen es nicht, weil sie Frauen sind. |
Sigmund Graff |
| 601 |
Die Schönheit ist ein gewisser Zusammenklang, Harmonie der einzelnen Teile und Glieder, so daß ohne Schaden nichts hinzugefügt, nichts weggenommen werden kann. |
Leon Battista Alberti |
| 602 |
Die Schweigsamkeit ist keine Dumpfheit, keine Verlegenheit, sondern die Erkenntnis selbst. Sie bildet das höchste Stadium, in dem alle ostasiatischen Ideale zusammenfließen. Im Anfang war das Wort, aber am Ende ist kein Wort. |
Yunyu Kitayama |
| 603 |
Die Seife ist ein Maßstab für den Wohlstand und die Kultur der Staaten. |
Justus v. Liebig |
| 604 |
Die Selbstüberschätzung tötet den Erfolg im Keim. |
Otto v. Bismarck |
| 605 |
Die Sinnlosigkeit der Arbeit, das ist die Psychologie eines Sklaven. |
Andrzej Wajda |
| 606 |
Die Sonne bringt es an den Tag. |
Adelbert von Chamisso |
| 607 |
Die spezialisierten Wissenschaften von heute befassen sich vor allem mit der Erforschung der drei Konstanten des Lebens: dem Sexualtrieb, dem Todesbewußtsein, der Angst vor der Raumzeit. |
Salvadore Dali |
| 608 |
Die Sprache wurde dem Menschen gegeben, um zu widersprechen. |
Karel Capek |
| 609 |
Die Stärke der Millionen beruht auf den Nullen. |
Gabriel Laub |
| 610 |
Die Stärke einer Frau liegt ja gerade darin, daß man sie nicht erklären kann. |
Oscar Wilde |
| 611 |
Die Stärke unserer Überzeugung ist schlechterdings kein Beweis für ihre Richtigkeit. |
John Locke |
| 612 |
Die Toten fehlen in der Welt so wenig wie die Ungeborenen. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 613 |
Die Träume der Welt haben zwei Feinde: die Welt und die Träumer. |
Hans Kasper |
| 614 |
Die Tugend kommt nach den Talern. |
Horaz |
| 615 |
Die Umgebung, in der sich der Mensch den größten Teil des Tages aufhält, bestimmt seinen Charakter. |
Antiphon |
| 616 |
Die unbekannteste, am schlechtesten ausgeübte aller Künste ist die Kunst des Meinungsstreites. |
Melchior von Grimm |
| 617 |
Die Unendlichkeit der Elektrizitätsquellen ist nichts als zu Tage gelegte Quelle des Seins. Das Geheimnis der Natur ist aufgetan. |
Johann Wilhelm Ritter, 1802 |
| 618 |
Die Unordnung der Menschen gehört nun einmal zur Ordnung der Welt. |
Jacques Prévert |
| 619 |
Die unterhaltsamsten Gäste sind die, die gern zuhören, wenn andere sprechen. |
Thomas Carlyle |
| 620 |
Die Unverdorbenen kommen leicht in der Ruf, unverbesserlich zu sein. |
Daniel Spitzer |
| 621 |
Die Vernunft errötet über Neigungen, über die sie nicht Rechenschaft ablegen kann. |
Vauvenargues |
| 622 |
Die Vorliebe für Schmeichelei kommt bei den meisten Männern aus der geringen Meinung, die sie von sich selbst haben; bei den Frauen ist es umgekehrt. |
Jonathan Swift |
| 623 |
Die Vorsicht geht zu sacht, die Zuversicht zu keck; Vorsicht, mit Zuversicht vereint, gelangt zum Zweck. |
Friedrich Rückert |
| 624 |
Die Vulgarität unserer Epoche wird offenkundig in ihrer Ungeduld. Eine wiederholte Gebärde langweilt sie. Die Langsamkeit geht ihr auf die Nerven. Der Tod ist tot, das Vergnügen hat ihn getötet. |
Jean Cocteau |
| 625 |
Die wahre Philosophie besteht darin, den Mißbrauch zu verdammen, ohne den Gebrauch zu untersagen. Man muß alles entbehren können, aber auf nichts prinzipiell verzichten. |
Friedrich II. von Preußen |
| 626 |
Die Wahrheit triumphiert nie; ihre Gegner sterben nur aus. |
Max Planck |
| 627 |
Die Wahrscheinlichkeit, daß wir den Kampf verlieren werden, darf uns nicht davon abhalten, eine Sache zu unterstützen, die wir für gerecht halten. |
Abraham Lincoln |
| 628 |
Die Wege, auf denen man Geld gewinnen kann, führen fast ausnahmslos abwärts. |
Henry David Thoreau |
| 629 |
Die Weiber wollen keine Verhältnisse, als ewige. |
Friedrich Hebbel |
| 630 |
Die Weisheit eines Menschen mißt man nicht nach seiner Erfahrung, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen. |
George Bernard Shaw |
| 631 |
Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden. |
Abraham Lincoln |
| 632 |
Die Welt ist ein Geheimbund von Schurken gegen die wackeren Leute, von Gemeinen gegen die Edlen. |
Giacomo Leopardi |
| 633 |
Die Welt ist ein wunderschönes Buch, doch von geringem Nutzen für den, der nicht lesen kann. |
Carlo Goldoni |
| 634 |
Die Welt ist einmal, wie sie ist, und die Dinge verlaufen nicht, wie wir sie wollen, sondern wie die anderen wollen. |
Theodor Fontane |
| 635 |
Die Welt ist müde von Staatsmännern, die die Demokratie zu Politikern degradiert hat. |
Benjamin Disraeli |
| 636 |
Die Welt will betrogen werden. |
Sebastian Brandt (1457/58 - 1521) Das Narrenschiff, 1494 |
| 637 |
Die Welt wird nie gut, aber sie könnte besser werden. |
Carl Zuckmayer |
| 638 |
Die wertvollste aller Fähigkeiten ist jene, auf ein zweites Wort verzichten zu können, wo eins genügt. |
Thomas Jefferson |
| 639 |
Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber wenige. |
Dante Alighieri |
| 640 |
Die wirklich gefährlichen Heuchler heucheln Desinteresse. |
Unbekannter Autor |
| 641 |
Die Wissenschaft überbrückt nicht die Abgründe des Denkens, sie steht bloß als Warnungstafel davor. Die Zuwiderhandelnden haben es sich selbst zuzuschreiben. |
Karl Kraus |
| 642 |
Die Wunderwaffe des Philisters ist der gesunde Menschenverstand. |
Unbekannter Autor |
| 643 |
Die Zeit heilt nicht alles; aber rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt. |
Ludwig Marcuse |
| 644 |
Die Zeit ist Bewegung im Raum. |
Joseph Joubert |
| 645 |
Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker. |
William Somerset Maugham |
| 646 |
Die Zeit ist eine große Lehrmeisterin. Schade nur, daß sie alle ihre Schüler umbringt. |
Curt Goetz |
| 647 |
Die Zunge einer Frau gleicht einem Stilett. Sie mordet, ohne daß äußerlich eine große Wunde zu sehen wäre. |
Eleonore van der Straten Sternberg |
| 648 |
Dienlichkeitsgarantien contra Qualitätsbegriff. Die Formen um uns werden nun durch industrielle Technisierung diktiert und damit gerechtfertigt, daß sie funktionieren. |
Richard Neutra |
| 649 |
Dies alles habe ich nicht ausgeklügelt, sondern ich habe es gesehen. |
Lew Nikolajewitsch Tolstoi |
| 650 |
Diese jungen Leute heutzutage! Die helfen einem nicht mal bei den Schulaufgaben, die man für sie macht. |
Alberto Sordi |
| 651 |
Dieses Deutschland hängt wie ein nasser Waschlappen zwischen den Völkern der Erde. |
Wilhelm Raabe |
| 652 |
Dieses haben unsere Vorfahren aus gutem Grunde so geordnet, und wir stellen es aus gutem Grunde nun wieder ab. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 653 |
Dieses Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. |
Franz Kafka |
| 654 |
Dilettanten haben Einfälle, kluge Leute Ideen. Das Genie setzt alles in die Tat um. |
Heinrich Gerland |
| 655 |
Diplomatie ist ein Schachspiel, bei dem die Völker matt gesetzt werden. |
Karl Kraus |
| 656 |
Drei können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind. |
Benjamin Franklin |
| 657 |
Du darfst das Geheimnis, das dir der Bruder anvertraute, leugnen, auch wenn du dazu lügen mußt, denn nicht jeden Ortes ist es Pflicht, die Wahrheit zu sagen. |
Al Ghazali |
| 658 |
Du kannst nicht schneller laufen als dein linker Fuß. |
Peter Tille |
| 659 |
Du siehst Dinge und sagst: Warum? Aber ich träume von Dingen, die es nie gegeben hat, und sage: Warum ich nicht? |
George Bernard Shaw |
| 660 |
Du wirst dein ganzes Leben lang verglichen (und wenn du schlechter bist wirst du abgesägt, egal was vorher gewesen ist). |
Unbekannter Autor |
| 661 |
Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie. |
Wilhelm Busch |
| 662 |
Durch diese hohle Gasse muß er kommen, Es führt kein andrer Weg nach Küßnacht. |
Friedrich Schiller (1759 - 1805) Wilhelm Tell |
| 663 |
Durch eine Autobiographie verliert man gewöhnlich den Rest seiner Freunde. |
Robert Neumann |
| 664 |
Durch Fleiß wachsen Leistung und Ruf, nicht die Bedeutung. |
Elazar Benyoëtz |
| 665 |
Egoist Mensch von schlechtem Geschmack, mehr an sich als an mir interessiert. |
Ambrose Bierce |
| 666 |
Egozentrik ist unliebenswert und daher, auf die Dauer besehen, unrentabel. |
Werner Bukofzer |
| 667 |
Ehe ein Mann auch nur an Flirt denkt, denkt die Frau schon an Ehe. |
Felicitas von Reznicek |
| 668 |
Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen, ob man nicht entschuldigen kann. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 669 |
Eher hält der Mensch das Feuer im Munde als ein Geheimnis. |
Petronius |
| 670 |
Eher muß man darauf achten, mit wem man ißt und trinkt, als was man ißt und trinkt. |
Seneca |
| 671 |
Eifersucht ist die schmerzvolle Überschätzung einer Leihgabe, die wir als Besitz behandeln. |
Hans Arndt |
| 672 |
Eigenartigerweise kann ein Mann immer sagen, wie viele Schafe er besitzt, aber er kann nicht sagen, wie viele Freunde er hat, so gering ist der Wert, den wir ihnen beimessen. |
Sokrates |
| 673 |
Ein anständiger Deutscher liebt Probleme mehr als ihre Lösungen. |
Johannes Gross |
| 674 |
Ein Brief errötet nicht. |
Cicero |
| 675 |
Ein Bund Stroh aufzuheben, muß man keine Maschine in Bewegung setzen. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 676 |
Ein Demokrat ist ein freier Bürger, der sich dem Willen der Mehrheit beugt. |
Ephraim Kishon |
| 677 |
Ein Feigling ist ein Mensch, bei dem der Selbsterhaltungstrieb noch normal funktioniert. |
Ambrose Bierce |
| 678 |
Ein fröhliches Herz befördert die Gesundheit; doch ein gedrücktes Gemüt zehrt den Körper aus. |
Salomo |
| 679 |
Ein Gastgeber ist wie ein Feldherr: erst wenn etwas schiefgeht, zeigt sich sein Talent. |
Horaz |
| 680 |
Ein Geheimnis, das du verborgen halten willst, darfst du keinem auch nicht den Vertrautesten mitteilen, denn keiner wird das Geheimnis besser bewahren als du selbst. |
Saadi |
| 681 |
Ein Geiziger kann nichts nützlicheres und besseres tun, als wenn er stirbt. |
Martin Luther |
| 682 |
Ein gewisses Maß an Philosophie ist nötig, um zu wissen, daß man auf sie verzichten kann. |
Unbekannter Autor |
| 683 |
Ein glückliches Leben besteht in erster Linie aus Freiheit von Sorgen. |
Cicero |
| 684 |
Ein Grab ist doch immer die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 685 |
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. |
Prediger 3,1 |
| 686 |
ein junger mensch muss davon ausgehen dass alles was er sieht das werk von idioten ist. |
Oswald Wiener |
| 687 |
Ein Junggeselle ist ein Mann, dem zum Glück die Frau fehlt. |
Wilhelm Schlichting |
| 688 |
Ein kleiner Künstler zeigt seine Weltanschauung, ein großer Künstler seine Welt. |
Ludwig Goldscheider |
| 689 |
Ein kleiner Mann wird immer seine Fehler zu beschönigen suchen. |
Konfuzius |
| 690 |
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. |
Winston Churchill |
| 691 |
Ein kluger Mann sagt seiner Frau, er verstehe sie, und versucht dann nichts, um es ihr zu beweisen. |
Honoré de Balzac |
| 692 |
Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. |
Ludwig Erhard |
| 693 |
Ein Kopf denkt nie allein. |
Unbekannter Autor |
| 694 |
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Einkehr. |
Demokrit |
| 695 |
Ein Lügner muß ein sehr gutes Gedächtnis haben. |
Quintilian |
| 696 |
Ein Mann hütet das Geheimnis eines anderen mehr als sein eigenes; eine Frau weiß ihr eigenes besser zu wahren, als ein fremdes. |
Jean de la Bruyére |
| 697 |
Ein Mann ist so gut, wie er sein muß, eine Frau so schlecht, wie sie wagt. |
Elbert G. Hubbard |
| 698 |
Ein Mann ohne Fehler ist kein Mann. Eine Frau ohne Fehler ist langweilig. |
Felicitas von Reznicek |
| 699 |
Ein Mann sollte aus seiner Ehefrau auch eine Geliebte machen können. Die Sucht nach Abwechslung ist sicherlich ein Zeichen von Ohnmacht. |
Honoré de Balzac |
| 700 |
Ein Mann steht gewöhnlich sehr lange unter dem Eindruck, den er auf eine Frau gemacht hat. |
Julian Tuwim |
| 701 |
Ein Mann, der vier Sprachen kann, hat den Wert von vier Menschen. |
Germaine (Mme) de Staël |
| 702 |
Ein Mensch ist fähig zu verstehen, wie der Äther schwingt und was auf der Sonne vorgeht, aber wie sich ein anderer die Nase anders putzen kann als er da ist er unfähig zu verstehen. |
Iwan S. Turgenjew |
| 703 |
Ein Mensch muß sein Hobby schon sehr schätzen, wenn er es ohne Hoffnung auf Ruhm und Geld ausübt, ja sogar ohne jede Chance, es gut zu machen. |
Gilbert Keith Chesterton |
| 704 |
Ein Musikhistoriker erklärt uns den Affenbrotbaum |
das ist im Großen und Ganzen die Lage. |
| 705 |
Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die nur Klavier spielt. |
Wilhelm Busch |
| 706 |
Ein paar Wahrheiten muß man sagen, um am Leben bleiben zu können; ein paar verschweigen aus dem selben Grund. |
Unbekannter Autor |
| 707 |
Ein Politiker ist ein Mensch, mit dessen Politik du nicht übereinstimmst; wenn du es tust, dann ist er ein Staatsmann. |
Lloyd George |
| 708 |
Ein Richter, der selber Bestrafung verdient, ist ein Vorbild für den Verbrecher. |
Klagen des beredten Bauern (Mittleres Reich) |
| 709 |
Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten. |
Georges Pompidou |
| 710 |
Ein Satz ist richtig, wenn er innerhalb eines logischen Systems nach den akzeptierten logischen Regeln abgeleitet ist. Ein System hat Wahrheitsgehalt, entsprechend der Sicherheit und Vollständigkeit seiner Zuordnungsmöglichkeit zu der Erlebnisgesamtheit. |
Albert Einstein |
| 711 |
Ein schäbiges Kamel trägt immer noch die Lasten vieler Esel. |
J. W. von Goethe |
| 712 |
Ein Schein von Tiefe entsteht oft dadurch, daß ein Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist. |
Karl Kraus |
| 713 |
Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte. |
August von Platen |
| 714 |
Ein schlechtes Gedächtnis ist noch kein schlechter Verstand: man weiß allmählich, worauf es ankommt |
und schenkt sich den Rest. |
| 715 |
Ein Schriftsteller mag die wunderbarste Botschaft unter der Sonne zu verkünden haben, das nützt absolut nichts, wenn er nicht auch die Gabe zu unterhalten und zu vergnügen besitzt. |
Muriel Spark |
| 716 |
Ein Staat, in welchem Gelehrte keine Stätte finden, ist im Niedergang. |
Mo Ti |
| 717 |
Ein Staatsmann hat nicht das Recht, sentimental zu sein. |
Napoleon Bonaparte |
| 718 |
Ein Staatsmann ist ein erfolgreicher Politiker, der tot ist. |
Thomas B. Reed |
| 719 |
Ein Strohhalm schwimmt auf der Oberfläche, aber ein Kleinod sinkt unter. |
Sakya Pandita |
| 720 |
Ein Tag in der Schule ist dir schon nützlich und ihr Werk dauert ewig wie die Berge. |
Lehre des Cheti (um 1970 v. Chr.) |
| 721 |
Ein Teil des Geheimnisses des Erfolges im Leben besteht darin, zu essen, was man mag, und es im Inneren des Körpers ausfechten zu lassen. |
Mark Twain |
| 722 |
Ein Tor find't allemal noch einen größern Toren, der seinen Wert zu schätzen weiß. |
Christian Fürchtegott Gellert |
| 723 |
Ein Toter belebt das Gespräch. |
Rainer Malkowski |
| 724 |
Ein übergroßer Anteil der Allgemeinheit ist zu gemein, um was Gemeines jemals zu vergessen. |
Johann Nestroy |
| 725 |
Ein Unterschied: Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurück. |
Robert Musil |
| 726 |
Ein Unverschämter kann bescheiden aussehen, wenn er will, aber kein Bescheidener unverschämt. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 727 |
Ein vertrautes Verhältnis zwischen Mensch und Technik gibt es nicht. Am wenigsten für den Fachmann, der von ihr dressiert wird und nur meint, er wäre ihr Herr. |
Fritz Diettrich |
| 728 |
Ein Volk von Eckermännern gebiert noch keinen Goethe. |
Unbekannter Autor |
| 729 |
Ein Zahn, ein hohler, macht mitunter sogar die faulsten Leute munter. |
Wilhelm Busch |
| 730 |
Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt. |
Oscar Wilde |
| 731 |
Einander kennenlernen, heißt lernen, wie fremd man einander ist. |
Christian Morgenstern |
| 732 |
Eindeutige Angebote werden immer ohne Nachfrage gemacht. |
Unbekannter Autor |
| 733 |
Eine der am meisten verbreiteten Krankheiten ist die Diagnose. |
Karl Kraus |
| 734 |
Eine Ehefrau muß Gott danken, daß ihr Mann Fehler hat; ein fehlerfreier Mann ist ein gefährlicher Beobachter. |
Lord Halifax |
| 735 |
Eine Frau davon zu überzeugen, daß auch ein Gelegenheitskauf Geld kostet, ist eine der schwierigsten Aufgaben des Lebens. |
Edgar W. Howe |
| 736 |
Eine Frau kann die Freundin eines Mannes nur in folgender Reihenfolge werden: zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte, dann seine Freundin. |
Anton Pawlowitsch Tschechow |
| 737 |
Eine Frau kann einem Achtung für ihr Geschlecht einflößen, aber mehrere auf einmal vermindern sie. |
Jean Paul |
| 738 |
Eine Frau kann ihr Gesicht mit einem Lächeln verschleiern. |
Kahlil Gibran |
| 739 |
Eine Gabe des Herrn ist ein schweigsames Weib. |
Ben Sira 26,14 |
| 740 |
Eine gute Tasse Kaffe kann die Weltanschauung ändern. |
Josef Meier O'Mayr |
| 741 |
Eine halbe Wahrheit ist nie die Hälfte einer ganzen. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 742 |
Eine Ideologie ist keine Wissenschaft. |
Friedrich Dürrenmatt |
| 743 |
Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpaßt. |
Erich Maria Remarque |
| 744 |
Eine Lady ist eine Dame, die aus Männern Gentlemen macht. |
Alec Guinness |
| 745 |
Eine Magenverstimmung bietet zwei Leuten, die sich nie zuvor begegnet sind, einen ausgezeichneten Unterhaltungsstoff. |
Willian Hazlitt |
| 746 |
Eine mathematische Wahrheit ist an sich weder einfach noch kompliziert, sie ist. |
Emile Lemoine |
| 747 |
Eine Menge ist noch keine Gesellschaft. |
Francis Bacon |
| 748 |
Eine Person, die mit großen Namen um sich wirft, kann die Einfältigen hinters Licht führen, nicht aber einsichtige Leute. |
Schu Schuehmou |
| 749 |
Eine Sache gewinnt oder verliert durch den Mann, der sich für sie einsetzt, auch ein Gedanke und eine Meinung. |
Gerhart Hauptmann |
| 750 |
Eine Sache, die keiner glaubt, kann nicht zu oft bewiesen werden. |
George Bernard Shaw |
| 751 |
Eine schlechte Tat kann durch eine gute Ausrede übel zugerichtet werden. |
Unbekannter Autor |
| 752 |
Eine Stadt, worin gar keine Notzucht verübt werden kann, weil alle Mädchen einwilligen... |
Friedrich Hebbel |
| 753 |
Einem Kaiser geziehmt es, stehend zu sterben. |
Vespasian |
| 754 |
Einem Kamel macht es nichts aus, wenn man es in die Wüste schickt... |
Rupert Schützbach |
| 755 |
Einem Krebs können wir nicht beibringen, gerade zu gehen. |
Aristophanes |
| 756 |
Einem schlechten Menschen einen Gefallen zu erweisen ist genau so gefährlich, wie einen guten zu kränken. |
Plautus |
| 757 |
Einen Freund erkennt man daran, daß man mit ihm schweigen kann. |
Max Thürkauf |
| 758 |
Einen Gescheiten kann man überzeugen, einen Dummen muß man überreden. |
Curt Goetz |
| 759 |
Einen guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige, was man damit machen kann. |
Oscar Wilde |
| 760 |
Einen Mann, den man bis ans Lebensende behalten will, übernimmt man am besten aus zweiter Hand. Gebrannte Kinder sind die besten Ehemänner. |
Simone Bicheron |
| 761 |
Eines Fehlers wegen entsagt man keinem Mann. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 762 |
Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes. |
Salvadore Dali |
| 763 |
Einige Physiologen meinen, wenn sich das Gehirn des Menschen entwickelt, müsse sein Herz zusammenschrumpfen. Das ist ein Irrtum. |
Honoré de Balzac |
| 764 |
Entschuldigt sich jemand für einen gemachten Fehler, dürfte er die Lebensmitte hinter sich haben. |
Oliver Hassencamp |
| 765 |
Entwicklungshilfe ist, wenn die armen Leute eines reichen Landes für die reichen Leute eines armen Landes Geld spenden. |
D. Healy |
| 766 |
Er denkt zuviel: solch Leute sind gefährlich. |
William Shakespeare (1564 - 1616) Julius Ceasar |
| 767 |
Er liebt die Wahrheit über alles, aber heiraten will er sie nicht. |
Unbekannter Autor |
| 768 |
Er machte selbst beim Hören orthographische Fehler. |
Unbekannter Autor |
| 769 |
Er nahm sich das Leben |
so wie er es brauchte. |
| 770 |
Er schlug seine Zeit tot. Dabei verletzte er auch einige seiner Mitmenschen. |
Unbekannter Autor |
| 771 |
Er war auch noch stolz auf die Erfahrungen, die andere mit ihm machen mußten. |
Unbekannter Autor |
| 772 |
Er war seiner Zeit um einige Irrtümer voraus. |
Unbekannter Autor |
| 773 |
Erfahrene Propheten warten die Ereignisse ab. |
Horace Walpole |
| 774 |
Erhabenste Stellen von Dichtungen sind nur in freiem Abstand zu genießen, wie wir manchmal bei Nacht nach Sternen schauen, nicht indem wir direkt auf sie blicken, sondern etwas zur Seite. |
Walt Whitman |
| 775 |
Erhalten zu bleiben ist kein Zeichen von Wert. |
Kurt Tucholsky |
| 776 |
Erröten ist kleidsam. |
Oscar Wilde |
| 777 |
Erst war sie ein Traum, dann die Realität seiner schlaflosen Nächte. |
Unbekannter Autor |
| 778 |
Es amüsiert mich immer wieder, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen. |
Samuel Taylor Coleridge |
| 779 |
Es gehört sicherlich ebensoviel Trägheit wie Schwäche dazu, sich von anderen beherrschen zu lassen. |
Jean de La Bruyère |
| 780 |
Es gehört zu den aufreizendsten Erlebnissen, die man haben kann: die Gleichgültigkeit der Umwelt zu spüren. |
Erich Kästner |
| 781 |
Es geht mit den Menschen wie mit den Büchern, viele unterhalten, aber wenige befriedigen. |
M. Herbert |
| 782 |
Es geschieht nichts Neues unter der Sonne. |
Prediger 1,9 |
| 783 |
Es gibt auch verstaubte Absichten. |
Unbekannter Autor |
| 784 |
Es gibt ein altes Wort: Wenn der Deutsche hinfällt, steht er nicht auf, sondern sieht sich um, wer ihm schadenersatzpflichtig ist. |
Kurt Tucholsky |
| 785 |
Es gibt ein gutes Gedächtnis für Einzelheiten, das viele Menschen haben. Und ein gutes Gedächtnis für Zusammenhänge, das die wenigsten besitzen. |
Anita |
| 786 |
Es gibt ein Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen. |
Jean Paul Sartre |
| 787 |
Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern. |
Franz Kafka |
| 788 |
Es gibt eine gewisse Jungfernschaft der Seele bei den Mädchen und eine moralische Entjungferung; diese findet bei vielen schon sehr frühzeitig statt. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 789 |
Es gibt eine Reihe guter Schutzmaßnahmen gegen die Versuchung. Doch die sicherste ist Feigheit. |
Mark Twain |
| 790 |
Es gibt eine Schwäche des Körpers, die aus der Stärke des Geistes kommt, und eine Schwäche des Geistes, die aus der Stärke des Körpers kommt. |
Joseph Joubert |
| 791 |
Es gibt eine Sorte ungemein überlegener Menschen, die gern versichern, alles sei relativ. Das ist natürlich Unsinn, denn wenn alles relativ wäre, gäbe es nichts, wozu es relativ sein könnte. |
Bertrand Russell |
| 792 |
Es gibt für die Menschen, wie sie heute sind, nur eine radikale Neuigkeit und das ist immer die gleiche: der Tod. |
Walter Benjamin |
| 793 |
Es gibt genügend Beispiele dafür, daß man mit Sprache umGEHEN kann. |
Unbekannter Autor |
| 794 |
Es gibt genügend Ehepaare, die sich vielleicht sogar lieben würden, wenn sie einander bloß ertragen könnten. |
George Bernard Shaw |
| 795 |
Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmer immer schärfer sieht als hundert Augen der Mannspersonen. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 796 |
Es gibt keine fünf oder sechs Weltwunder, sondern nur eines: die Liebe. |
Jacques Prévert |
| 797 |
Es gibt keinen Alltag. Es gibt nur Alltagsmenschen. |
Anita |
| 798 |
Es gibt keinen traurigeren Anblick als einen jungen Pessimisten mit Ausnahme eines alten Optimisten. |
Mark Twain |
| 799 |
Es gibt Leute, denen man, wenn sie den einen Stiefel schon anhaben, nicht unbedingt zutrauen darf, daß sie auch den zweiten anziehen werden. |
Friedrich Hebbel |
| 800 |
Es gibt Leute, die selbst dann, wenn sie recht haben, ihre Sache so verzwickt und so peinlich vorbringen, als hätten sie unrecht. |
Werner Bukofzer |
| 801 |
Es gibt Leute, die sich über den Weltuntergang trösten würden, wenn sie ihn nur vorhergesagt hätten. |
Friedrich Hebbel |
| 802 |
Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse, als einen Sitzplatz in der dritten. Es sind keine sympathischen Leute. |
Kurt Tucholsky |
| 803 |
Es gibt Leute, welche den Vogel ganz genau zu kennen glauben, weil sie das Ei gesehen, woraus er hervor gekrochen. |
Heinrich Heine |
| 804 |
Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können. |
Pablo Picasso |
| 805 |
Es gibt manche Leute, die nicht eher hören, bis man ihnen die Ohren abschneidet. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 806 |
Es gibt Menschen, die machen aus jedem Problem ein Problem. |
Unbekannter Autor |
| 807 |
Es gibt nicht Ärgeres als Verleumdung; denn sie macht zwei Menschen zu Verbrechern und läßt einen dritten leiden. |
Herodot |
| 808 |
Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie. |
Immanuel Kant |
| 809 |
Es gibt nur eins, das schwieriger ist, als Freunde zu gewinnen: sie dann auch wieder loszuwerden. |
Mark Twain |
| 810 |
Es gibt prinzipiell keinen Unterschied zwischen einer Hure und einem Juristen; nur ist die Hure etwas billiger und macht viel mehr Spaß. |
Unbekannter Autor |
| 811 |
Es gibt schreckliche Versuchungen, und es erfordert Kraft, Kraft und Mut, ihnen nachzugeben. |
Oscar Wilde |
| 812 |
Es gibt Schurken, die ihr Ehrenwort halten. |
Heinrich Lexa |
| 813 |
Es gibt sowenig einen christlichen Staat, wie es christliche Parteien gibt. |
Friedrich Dürrenmatt |
| 814 |
Es gibt zwei Arten von Literatur: eine junge und eine, die jung bleibt. |
Unbekannter Autor |
| 815 |
Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin zu leugnen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen. |
Blaise Pascal |
| 816 |
Es herrscht vielfach die Meinung, Kunst sei das, was man bezahlt, wenn man Geld übrig hat. |
Manfred Rommel |
| 817 |
Es ist bekannt, doch darf daran erinnert werden: die Freiheit eines Christenmenschen beginnt mit der Zwangstaufe. |
Unbekannter Autor |
| 818 |
Es ist besser, ein dauerhaftes Einkommen zu haben, als faszinierend zu sein. |
Oscar Wilde |
| 819 |
Es ist besser, ein unbefriedigter Sokrates zu sein als ein befriedigtes Schwein. |
John Stuart Mill |
| 820 |
Es ist beunruhigend festzustellen, daß die, die uns regieren, eigentlich gar kein Volk brauchen. |
Dieter Hildebrandt |
| 821 |
Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. |
Wilhelm Busch |
| 822 |
Es ist ein Charakteristikum des Maschinenzeitalters, daß die meisten Menschen glauben, etwas Gutes geleistet zu haben, wenn sie etwas geleistet haben. Sind die Regeln erfüllt, so sind alle befriedigt. |
Kurt Tucholsky |
| 823 |
Es ist ein herrliches Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als ganz getrennte Dinge erscheinen. |
Albert Einstein |
| 824 |
Es ist ein Mißverständnis, die Gedankenfreiheit bis zur Unabhängigkeit vom Verstande voranzutreiben. |
Hans Kasper |
| 825 |
Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben. |
Francesco Petrarca |
| 826 |
Es ist ganz gesund, mal ein wenig krank zu sein. |
Roda Roda |
| 827 |
Es ist gut, daß wir nicht alle unsere Wünsche kennen. |
La Rochefoucauld |
| 828 |
Es ist immer die beste Politik, die Wahrheit zu sagen, es sei denn, daß man ein ungewöhnlich guter Lügner ist. |
Jerome K. Jerome |
| 829 |
Es ist ja doch nun einmal nicht anders: Die meisten Menschen leben mehr nach der Mode als nach der Vernunft. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 830 |
Es ist lästig, bei selbstverständlichen Dingen noch Beweise zu liefern. |
Dante Alighieri |
| 831 |
Es ist leicht, eine fremde Sprache zu sprechen, schwer eine eigene. |
Unbekannter Autor |
| 832 |
Es ist leicht, geduldig zu sein wenn man ein Schaf ist. |
Adolf Nowaczynski |
| 833 |
Es ist nicht üblich, das zu mögen, was man besitzt. |
Anatole France |
| 834 |
Es ist nichts im Innern wesentlich, das nicht zugleich im Äußern wahrgenommen wird. |
Hugo von Hofmannsthal |
| 835 |
Es ist noch nicht aller Tage Abend. |
Livius |
| 836 |
Es ist schon ein großer Trost bei Wahlen, daß von mehreren Kandidaten nur einer gewählt werden kann. |
Mark Twain |
| 837 |
Es ist schon möglich, daß man im Laufe der Zeit an mehrere falsche Frauen gerät. Bei der Wahl seiner Witwe sollte man aber keinen Fehler mehr machen. |
Sascha Guitry |
| 838 |
Es ist schwer für einen leeren Sack, aufrecht zu stehen. |
Benjamin Franklin |
| 839 |
Es ist schwer, einen Menschen so hoch einzuschätzen, wie er es selbst wünscht. |
Vauvenargues |
| 840 |
Es ist schwer, erfahren zu sein, ohne zynisch zu werden. |
Unbekannter Autor |
| 841 |
Es ist sehr leicht, berühmt zu werden, wenn man sehr bekannt ist. |
Gabriel Laub |
| 842 |
Es ist traurig, für ein nicht lesendes Publikum zu schreiben. |
Jacob Grimm |
| 843 |
Es ist unglaublich, wieviel Geist in der Welt aufgeboten wird, um Dummheiten zu beweisen. |
Friedrich Hebbel |
| 844 |
Es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er es nicht nehmen will. |
Friedrich von Schlegel |
| 845 |
Es ist viel besser, nichts zu tun, als Nichtiges zu tun. |
Lew Nikolajewitsch Tolstoi |
| 846 |
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. |
Friedrich Schiller |
| 847 |
Es können ruhig Pannen passieren, aber diese müssen dem Fortschritt dienen. |
Unbekannter Autor |
| 848 |
Es läßt sich nicht verheimlichen, daß es auch eine Höhle der Löwin gibt. |
Unbekannter Autor |
| 849 |
Es liegt eben in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln. |
Anatole France |
| 850 |
Es liegt eine gewisse Wollust in der Selbstanklage. Wenn wir uns selbst tadeln, so mit dem Gefühl, daß kein anderer Recht habe, uns zu tadeln. Es ist die Beichte, die Absolution erteilt, nicht der Priester. |
Oscar Wilde |
| 851 |
Es liegt in der Natur des Menschen, Verleumdungen und Anklage gern zu hören, aber verdrießlich zu sein, wenn einer sich selbst lobt. |
Demosthenes |
| 852 |
Es liegt nicht am Spiegel, es liegt an dir selber. |
Portugiesisches Sprichwort |
| 853 |
Es ließe sich alles trefflich schlichten, könnte man die Sachen zweimal verrichten. |
Johann Wolfgang Goethe |
| 854 |
Es schmerzt, in einem so gar kraftlosen Jahrhundert zu leben. |
Johannes von Müller |
| 855 |
Es sind nicht die schlechtesten Dichter, die sich hin und wieder von der Muße küssen lassen! |
Unbekannter Autor |
| 856 |
Es sind oftmals nicht die schönsten Männer, die bei den Frauen ein Bein im Bett haben. |
Unbekannter Autor |
| 857 |
Es soll Künstler geben, die ihre Werke lieben, auch dann noch, wenn sie fertig sind. Ist das möglich? |
Herrmann Hesse |
| 858 |
Es stimmt nicht, daß Ehemänner vergessen, daß sie verheiratet sind, wenn sie ein besonders schönes Mädchen sehen. Im Gegenteil, gerade dann werden sie besonders schmerzlich daran erinnert. |
Mark Twain |
| 859 |
Es tun mir viele Sachen weh, die anderen nur leid tun. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 860 |
Es wäre besser, solche Leute legten sich ins Bett, als daß sie solches Zeug schwätzen. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 861 |
Es wäre wenig in der Welt unternommen, wenn man nur immer auf den Ausgang gesehen hätte. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 862 |
Es weiß immer ein Esel einen anderen zu schätzen. |
Meister Eckehart |
| 863 |
Es werden Sünden bereut, oder ihre Unterlassung |
Anita |
| 864 |
Euch geschehe nach eurem Glauben! |
Matthäus 9,29 |
| 865 |
Leute, die instinktiv erkannt haben, was das Störende, das eigentlich Lästige am Literaturgeschäft ist nämlich der Text, das Buch, die Literatur. |
Hans Magnus Enzensberger |
| 866 |
Bedauerlicherweise wird mir Glück erst hinterher bewusst. |
Else Buschheuer |
| 867 |
Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. |
Joseph Beuys |
| 868 |
Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet. |
Pablo Picasso |
| 869 |
Das Neueste von heute ist morgen schon von gestern. |
Robert Edler von Musil |
| 870 |
Bei Licht besehen ist unser Gedächtnis ein Staubsauger. |
Hans Peter Keller |
| 871 |
Fabrikarbeiter und Arme zu besteuern, damit der Reiche noch reicher wird, ist Tyrannei. |
Leonard Bernstein |
| 872 |
Fakten sind auch deshalb so gefährlich, weil man sie sich gern als vollendete Tatsachen vorstellt. |
Ulrich Erckenbrecht |
| 873 |
Fanatismus ist die Willenskraft der Dummen, derer, die zu allem fähig sind, sonst aber zu nichts. |
Unbekannter Autor |
| 874 |
Fang jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich. |
Seneca |
| 875 |
Faulheit ist Mutter aller Erfindungen. |
Curt Goetz |
| 876 |
Faulheit stärkt die Glieder. |
nach Gottlieb Wilhelm Burmann (1737 - 1805) Arbeit, Berlin und Königsberg, 1777 |
| 877 |
Fehlen uns die Worte, applaudieren wir. |
Miroslav Holub |
| 878 |
Fehler die ein ganzes Volk begeht, rechnet es sich gern als Tugend an. |
Unbekannter Autor |
| 879 |
Feige ist, wer gegenüber fernliegenden und erst bevorstehenden Gefahren mit der Zunge keck ist und sich dazu herandrängt, dagegen zaudert, wenn es zur Tat kommen soll. |
Antiphon |
| 880 |
Fernsehanstalt: Unternehmen, das sich von seinen Opfern bezahlen läßt, anstatt sie abzufinden. |
Unbekannter Autor |
| 881 |
Fleiß: eine bestimmte nervöse Störung, die junge und unerfahrene Leute befällt. |
Ambrose Bierce |
| 882 |
Fluch dem Gesetz! Die meisten meiner Mitmenschen sind Folgen einer unterlassenen Fruchtabteibung. |
Karl Kraus |
| 883 |
Frage deinen Nächsten nur über Dinge, die du selbst besser weißt. Dann könnte sein Rat wertvoll sein. |
Karl Kraus |
| 884 |
Frage: Wie stehen Sie zu Ihrer Sekretärin? Antwort: Verhältnismäßig gut. |
unbekannter Autor |
| 885 |
Frau: eine raffinierte Mischung aus Brandstifter und Feuerwehr. |
John Osborne |
| 886 |
Frauen können mehr Schmerzen ertragen als Männer. Vor allem mehr fremde Schmerzen. |
Sigmund Graff |
| 887 |
Frauen können niemals allein sein, es sei denn, es ist noch jemand da. |
Unbekannter Autor |
| 888 |
Frauen lieben die einfachen Dinge des Lebens, zum Beispiel Männer. |
William Somerset Maugham |
| 889 |
Frauen machen immer gewisse geistige Vorbehalte. |
Philippe Destouches |
| 890 |
Frauen mißtrauen Männern im allgemeinen zu sehr und im besonderen zu wenig. |
Gustave Flaubert |
| 891 |
Frauen mit Vergangenheit interessieren die Männer, weil die Männer hoffen, daß sich die Geschichte wiederholt. |
Mae West |
| 892 |
Frauen sind immer erstaunt, was Männer alles vergessen. Männer sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern. |
Peter Bamm |
| 893 |
Frauen sind merkwürdig: sie wollen alle einen Don Juan zum Mann aber einen für sich allein. |
Heinrich Spoerl |
| 894 |
Frei sein von Vorurteilen bedeutet oft nichts anderes als keine Grundsätze haben. |
Salomon Baer Oberdorf |
| 895 |
Freilich wünscht man im Lande der Blinden, daß alle Laternen verboten wären. |
Wilhelm Ludwig Wekhrlin |
| 896 |
Freiwillig ist alles, was wir ohne Zwang, jedoch mit Bewußtsein tun. |
Plotin |
| 897 |
Frieden kann man nur haben, wenn man ihn gibt. Das ist der Grund, warum es keinen Frieden der Religionen geben kann. |
Unbekannter Autor |
| 898 |
Friß Vogel, oder stirb! |
Johann Nikolaus Weislinger (1691- 1755) Straßburg, 1722 |
| 899 |
Früher flehten Lieder leise, heute verlangen sie brüllend Gehör. |
Unbekannter Autor |
| 900 |
Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen. |
Tacitus |
| 901 |
Früher träumte jede einigermaßen begabte Schauspielerin davon, eines Tages ein Star zu werden. Heute ist es umgekehrt: Wir haben eine Unmenge von Stars, aber kaum eine von ihnen denkt auch nur im Traum daran, Schauspielerin zu werden. |
Laurence Oliver |
| 902 |
Führende Posten machen große Menschen größer und kleine Menschen geringer. |
Jean de la Bruyère |
| 903 |
Für die gemeine Masse ist Geist dasselbe wie Narrheit. |
Honoré de Balzac |
| 904 |
Für echte Freundschaft genügt die aufrichtige Absicht. |
Tausendundeine Nacht |
| 905 |
Für einen Autor ist es eine tröstliche Aussicht, das alle Tage neue künftige Leser geboren werden. |
J. W. von Goethe |
| 906 |
Für eines Mannes Handeln ist das eigene Ich ein dürftiger Ausgangspunkt. |
Francis Bacon |
| 907 |
Für Geld kann man sogar den Teufel tanzen lassen. |
Meister Dsi |
| 908 |
Für keine Wohltat ist der Dank von kürzerer Dauer als für geschenkte Freiheit, vorzüglich bei Leuten, welche sie durch schlechten Gebrauch verderben. |
Livius |
| 909 |
Fürwahr, ich zittere um mein Land, wenn ich bedenke, daß Gott gerecht ist. |
Thomas Jefferson |
| 910 |
Ganz allein leben kann nur Gott oder ein Teufel. |
Thomas von Aquin |
| 911 |
Gärt es in Deutschland, ist es selten mehr als die Hefe im Bier. Um so schlimmer jedoch, wenn nicht... |
Unbekannter Autor |
| 912 |
Gastfreundschaft :Tugend, die uns bewegt, gewisse Personen zu verköstigen und unterzubringen, obwohl sie weder Speise noch Unterkunft benötigen. |
Ambrose Bierce |
| 913 |
Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus. |
Josef Victor Scheffel (1826 - 1886) Gaudeamus, 1868+B303 |
| 914 |
Geben kann man lernen, nehmen muß man können. |
Richard Schaukal |
| 915 |
Gebranntes Kind scheut das Feuer bis zum nächsten Tag. |
Mark Twain |
| 916 |
Gedanken werden dann nur gestaltend und schöpferisch, wenn sie an etwas Vorhandenes anknüpfen. |
Karl Gutzkow |
| 917 |
Geduld ist ein Pflaster für alle Wunden. |
Miguel de Cervantes |
| 918 |
Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden. |
Unbekannter Autor |
| 919 |
Gegen alle Menschen äußerlich nie die Verachtung merken lassen, die sie verdienen, denn man kann nicht wissen, wo man sie braucht. |
Ludwig van Beethoven |
| 920 |
Gegensätze soll man nicht auszugleichen trachten, sondern produktiv gestalten. |
Richard Schaukal |
| 921 |
Gegenüber Leuten, die unbedingt Kassierer werden wollen, ist Vorsicht angebracht. |
Arthur Conan Doyle |
| 922 |
Geist ist imitierbar, Mut nicht. |
Unbekannter Autor |
| 923 |
Geizhälse sind unangenehme Zeitgenossen, aber angenehme Vorfahren. |
Victor de Kowa |
| 924 |
Gelassen stieg die Nacht ins Land... |
Eduard Möricke (1804 - 1875) Um Mitternacht, 1829 |
| 925 |
Gelegenheit macht nicht Diebe allein, sie macht auch große Männer. |
Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799) Vermischte Schriften+B573 |
| 926 |
Geschäftige Torheit ist der Charakter unserer Gattung. |
Immanuel Kant |
| 927 |
Gescheit, gescheiter, gescheitert... |
Unbekannter Autor |
| 928 |
Geschichte ist jene Fabel bzw. Lüge, auf die man sich geeinigt hat. |
Napoleon Bonaparte |
| 929 |
Geschichte läuft schnell ab, doch Geschichtsschreiber trödeln. |
Jacques Prévert |
| 930 |
Geschmack hat ziemlich viel mit Mut zu tun, und Mut bzw. Selbständigkeit des Urteils sind bekanntlich höchst seltene Tugenden. |
Lin Yutang |
| 931 |
Gesegnet sind die, die nichts zu sagen haben und die sich nicht überreden lassen, es zu tun. |
James R. Lowell |
| 932 |
Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten Manieren. |
Voltaire |
| 933 |
Gewisse Dinge verstehe ich nicht mehr, sobald ich sie begriffen habe. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 934 |
Gewöhnlich glaubten die Verbrannten und der Inquisitor an denselben Gott. |
Unbekannter Autor |
| 935 |
Gewöhnliche Menschen überlegen nur, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht, sie auszunutzen. |
Arthur Schopenhauer |
| 936 |
Gib der Streitenden nach; Nachgeben macht dich zum Sieger. |
Ovid |
| 937 |
Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit aber jetzt noch nicht! |
Augustinus |
| 938 |
Gib nicht zu schnell dein Wort, so brauchst du's nicht zu brechen. |
Friedrich Rückert |
| 939 |
Giftig wird man genannt, wenn man sich in der Gegend von Wahrheiten aufhält. |
Heinz Jacobi |
| 940 |
Glücklich, wer die Ursachen der Dinge zu erkennen vermag. |
Vergil |
| 941 |
Golf ist ein verdorbener Spaziergang. |
Kurt Tucholsky |
| 942 |
Gott beschütze mich vor meinen Freunden; mit meinen Feinden will ich schon selber fertig werden. |
Johann Manlius Loci communes |
| 943 |
Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war; dann hat er auf weitere Experimente verzichtet, zumal er bereits müde war. |
Mark Twain |
| 944 |
Gott hat die Zeit geschaffen, der Teufel den Kalender. |
Erwin Chargaff |
| 945 |
Gottvertrauen ist gut, doch wie Ihn kontrollieren? |
unbekannter Autor |
| 946 |
Große Irrtümer und große Wahrheiten bedürfen nur für die erste Generation eines Beweises. |
Roda Roda |
| 947 |
Große Männer unternehmen große Dinge, weil sie groß sind; die Narren, weil sie sie für einfach halten. |
Vauvenargues |
| 948 |
Gut ist man nur bedient, wenn man sich selbst bedient. |
Charles Guillaume Étienne |
| 949 |
Gut sein ist edel. Aber anderen zu zeigen, wie gut sie sein sollten, wirkt echter und macht nicht so viel Mühe. |
Mark Twain |
| 950 |
Gute Erziehung besteht darin, daß man verbirgt, wie viel man von sich selbst hält und wie wenig von den anderen. |
Jean Cocteau |
| 951 |
Gute Zähne sind mindestens so viel wert wie das Assesorexamen. |
Theodor Fontane |
| 952 |
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, ist der Wahlspruch der Aufklärung. |
Immanuel Kant |
| 953 |
Haben wir das Gesetz, so haben wir die Macht. |
Oscar Schellbach |
| 954 |
Halte die Augen vor der Ehe weit offen und halbgeschlossen danach. |
Benjamin Franklin |
| 955 |
Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. |
Ingeborg Bachmann |
| 956 |
Heirate nur. Bekommst du eine gute Frau, wirst du sehr glücklich werden; bekommst du eine schlechte, wirst du Philosoph werden. |
Sokrates |
| 957 |
Heu machen kann schließlich jeder, wenn der Himmel Gras wachsen läßt. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 958 |
Heute ist eine große Nachfrage nach Menschen, die das Unrecht so erscheinen lassen, als wäre es Recht. |
Terenz |
| 959 |
Heute sehen viele Mädchen aus wie Männer, die wie Mädchen aussehen. |
John Wayne |
| 960 |
Heutzutage haben die Wissenschaftler mehr Phantasie als die Verfasser von Kriminalromanen. |
Werner Heisenberg |
| 961 |
Heutzutage ist es für einen Ehemann höchst gefährlich, seiner Frau in der Öffentlichkeit zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Es führt dazu, daß die Leute glauben, er schlägt sie zu Hause. |
Oscar Wilde |
| 962 |
Hier stehe ich! Ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen. |
Luther zu Kaiser Karl V. 1521 im Reichstag zu Worms |
| 963 |
Hinkende Vergleiche sind immer noch besser als die ohne Hand und Fuß. |
Unbekannter Autor |
| 964 |
Hinter dem Geschäft der Politik steht nichts als die Politik des Geschäfts. |
Unbekannter Autor |
| 965 |
Hochverrat ist eine Frage des Datums. |
Talleyrand |
| 966 |
Hoffen ist ein schlechter Ersatz für Tun. |
Ungarisches Sprichwort |
| 967 |
Höflichkeit: die angenehmste Form der Heuchelei. |
Ambrose Bierce |
| 968 |
Höhe des Lebens. Die Höhe eines Lebens wird nicht erreicht, damit man sich hinaufsetzt, sondern damit man in besserer Luft weitergeht. |
Heimito v. Doderer |
| 969 |
Hohen Sinn bedeutet es, Taktlosigkeit gelassen zu ertragen. |
Euripides |
| 970 |
Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit sofort den Erfolg sieht. |
Albert Einstein |
| 971 |
Humor ist ein Element, das dem deutschen Menschen abhanden gekommen ist. |
Kurt Tucholsky |
| 972 |
Humor: die Satire von gestern. |
Roda Roda |
| 973 |
Hypochonder wirken beim Schmerzerlebnis gestaltend mit. |
Heinrich Wiesner |
| 974 |
Hypochondrie ist es nicht bloß, sich ein Leiden, das man nicht hat, einzubilden, sondern Leiden, die man hat, zu aufmerksam zu beschauen. |
Ernst von Feuchtersleben |
| 975 |
Ich begehe nie den Fehler, mich mit Menschen zu streiten, deren Ansichten ich nicht achte. |
Edward Gibbon |
| 976 |
Ich behaupte dreist: Jede Industrie im Staate, die der Staat nicht selbst lenkt, ist der Beginn des Untergangs dieses Staates selbst. |
Friedrich List |
| 977 |
Ich behaupte, daß der Romanautor es darauf anlegt, das Zweideutige darzustellen, weil im täglichen Leben so vieles uninteressant und trivial geworden ist. |
Milan Kundera |
| 978 |
Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe herauskommt. |
Oscar Wilde |
| 979 |
Ich bin ein Atheist von Gottes Gnaden. |
Luis Buñuel |
| 980 |
Ich denke nicht, ich zitiere. |
E.G.O. |
| 981 |
Ich erhalte meine Sicherheit besser durch Unschuld als durch Beredsamkeit. |
Tacitus |
| 982 |
Ich frage mich schon längst nicht mehr: Was soll ich da tun? Ich frage nur noch: Was wird da jetzt mit mir geschehen? Und erst, wenn sich mir dies dann deutlich angekündigt hat, setzt mein eigener Wille mit seiner Kraft ein, um mitzuhelfen. |
Herrmann Bahr |
| 983 |
Ich glaube nicht an Zufall. Die Menschen, die in der Welt vorwärtskommen, sind Menschen, die aufstehen und nach dem von ihnen benötigten Zufall Ausschau halten. |
George Bernard Shaw |
| 984 |
Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab mich noch selten getäuscht. |
Johann Nestroy |
| 985 |
Ich glaube, daß kein Volk auf Kosten eines andren gelobt werden sollte. |
Stephan Zweig |
| 986 |
Ich glaube, daß nur der erfolgreich ist, der seine Handlungsweise mit dem Zeitgeist in Einklang bringt. |
Niccolò Machiavelli |
| 987 |
Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir es dann? Damit es uns glücklich macht? |
Franz Kafka |
| 988 |
Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung. |
Friedrich Schiller (1759 - 1805) Graf Wrangel zu Wallenstein |
| 989 |
Ich habe immer die Ansicht vertreten, daß jede Frau heiraten sollte, jedoch nie ein Mann. |
Benjamin Disraeli |
| 990 |
Ich habe in der Geschichte und im Leben immer gefunden, daß die Könige im Kleinen so viel Gerechtigkeit als möglich zeigen, um im Großen so wenig als möglich zu haben. |
Johann Gottfried Seume |
| 991 |
Ich habe mich eifrig bemüht, der Menschen Tun weder zu belachen, noch zu beweinen, noch zu verabscheuen, sondern es zu begreifen. |
Baruch de Spinoza |
| 992 |
Ich habe noch niemanden gesehen, der die Tugend so wie die Sinnenlust geliebt hätte. |
Konfuzius |
| 993 |
Ich habe nur einmal Gott gebeten: Mach meine Feinde lächerlich! Und Gott hat mich erhört. |
Voltaire |
| 994 |
Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere heutige Jugend die Männer von morgen darstellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen. |
Aristoteles |
| 995 |
Ich habe zu viel Geschichte geschrieben, um an sie zu glauben. Wenn jemand glaubt, ich irre mich, neige ich dazu, ihm zuzustimmen. |
Henry Adams |
| 996 |
Ich halte die Selbsterkenntnis für schwierig und selten, die Selbsttäuschung dagegen für sehr leicht und gewöhnlich. |
Wilhelm v. Humboldt |
| 997 |
Ich hatte vergessen, dass die Welt böse ist. |
Unbekannter Autor |
| 998 |
Ich langweilige mich in Frankreich, hauptsächlich weil jedermann Voltaire ähneln möchte. |
Charles Baudelaire |
| 999 |
Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Verräter. |
Gaius Julius Caesar |
| 1000 |
Ich liebe die Weisheit mehr als sie mich liebt. |
Lord Byron |
| 1001 |
Ich liebe sie, sie liebet mich, doch keines sagt:Ich liebe dich! |
Ludwig Uhland, Lauf der Welt |
| 1002 |
Ich mache mir immer Vorwürfe, daß meine Malerei nicht wert ist, was sie kostet. |
Vincent van Gogh |
| 1003 |
Ich mag nicht in den Himmel, wenn es dort keine Weiber gibt. Was soll ich mit bloßen Flügelköpfchen? |
Albrecht Dürer |
| 1004 |
Ich möchte kein Arzt sein und von den Krankheiten der Menschen leben; auch kein Pfarrer und mich von ihren Sünden ernähren; auch kein Anwalt und aus ihrem Streit profitieren. So scheint mir nichts anderes übrig zu bleiben, als Schriftsteller zu werden. |
Nathaniel Hawthorne |
| 1005 |
Ich möchte lieber einen einzigen ursächlichen Zusammenhang entdecken als König der Perser sein. |
Demokrit |
| 1006 |
Ich möchte was darum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man öffentlich sagt, sie wären für das Vaterland getan worden. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1007 |
Ich mußte lachen und bin nun entwaffnet... |
Alexis Piron |
| 1008 |
Ich schreibe an Sie, um herauszubekommen, ob Sie tatsächlich existieren. |
Aus dem Brief eines Schulmädchens an Albert Einstein |
| 1009 |
Ich schreibe, also bin ich. Ich werde gelesen, also bin ich nicht allein. |
Kurt Marti |
| 1010 |
Ich sehe keinerlei Unterschied zwischen den Mädchen aus meiner Jugendzeit und und den Mädchen heute. Sie sehen ihn. |
Antoni Slonimski |
| 1011 |
Ich soll erst vierzehn Jahre sein? Nein, vierzehn Jahr und sieben Wochen! |
Christian Fürchtegott Gellert, Das junge Mädchen |
| 1012 |
Ich sollte keine Insel sein in einem Meer von Menschen. |
Phil Bosmans |
| 1013 |
Ich weiß nicht, was in der Welt vorgeht: Jetzt beginnen Menschen zu sterben, die früher niemals gestorben sind. |
Julian Tuwim |
| 1014 |
Ich weiß nicht, wie das Bewußtsein eines Toren ist, aber das eines Mannes von Geist ist voller Torheiten. |
Paul Valéry |
| 1015 |
Ich will eine Geschichte verkünden aus alter Zeit. |
Psalmen 78,2 |
| 1016 |
Ich will lieber mit einem aufrichtigen Türken, als mit einem falschen Christen zu tun haben. |
Erasmus v. Rotterdam |
| 1017 |
Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preussen kämen. |
Arthur Wellesley, Duke of Wellington (1769 - 1852) |
| 1018 |
Ich ziehe es vor, mich über ein bekanntes Gebiet der Physik auszulassen, statt über ein unbekanntes. In der Regel nämlich fragen die Leute einen nach dem letzten Stand der Vereinigung dieser mit jener Theorie, und man bekommt keine Chance, etwas über Theo |
Unbekannter Autor |
| 1019 |
Richard P. Feynman |
Unbekannter Autor |
| 1020 |
Ich zitiere mich oft selbst. Das würzt meine Unterhaltung. |
George Bernard Shaw |
| 1021 |
Ick bün all hier! |
Gebrüder Grimm Der Hase und der Igel |
| 1022 |
Ideale sind wie Sterne; man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich nach ihnen orientieren. |
C. Schurz |
| 1023 |
Ideen sind bloß Kulissen auf der Bühne der Welt; vorn stirbt man dafür, dahinter lacht man darüber. |
Unbekannter Autor |
| 1024 |
Ihr nehmt mein Haus, wenn ihr die Stütze nehmt, worauf mein Haus beruht; ihr nehmt mein Leben, wenn ihr die Mittel nehmt, wodurch ich lebe. |
William Shakespeare |
| 1025 |
Ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat! |
Jeremias 5,21 |
| 1026 |
Ihre körperlichen Reize befanden sich gerade in dem sonderbaren Zeitpunkt, wo sie anfangen, ihre anziehende Kraft mit der abstoßenden zu vertauschen. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1027 |
Ihre Stirn bieten viele, doch was steckt dahinter! |
Unbekannter Autor |
| 1028 |
Illusionen: keine. Hoffnung: kaum noch. Pläne: immer mehr. Zeit: immer weniger. |
Unbekannter Autor |
| 1029 |
Im Deutschen schlagen sich sogar die Gedanken nieder. |
Oder sie schießen durch den Kopf. |
| 1030 |
Im Grunde geschieht alles im Leben so freiwillig wie unsere Geburt. |
Unbekannter Autor |
| 1031 |
Im Hintergrund spielt sich immer etwas ab, im Vordergrund immer einer auf. |
Unbekannter Autor |
| 1032 |
Im Kampf gegen die Wirklichkeit hat der Mensch nur eine Waffe: die Phantasie. |
Theophile Gautier |
| 1033 |
Im Schweigen mag der Mensch am ehesten seine Lauterkeit bewahren. |
Meister Eckehart |
| 1034 |
Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. |
Kurt Tucholsky |
| 1035 |
Im verdorbensten Staate sind die meisten Gesetze. |
Tacitus |
| 1036 |
In allen Ländern, wo die Eitelkeit sich zeigt, spielt der Geschmack die erste Rolle, weil er die Klassenunterschiede bestimmt und weil er zwischen allen Angehörigen der obersten Klasse der beste Kitt ist. |
Germaine (Mme) de Staël |
| 1037 |
In den letzten Jahrzehnten stand Gott fast immer auf der Seite seiner Gegner. |
Enzio Hauser |
| 1038 |
In den meisten Bühnenstücken fußt der Dialog auf der falschen Annahme, daß die Menschen einander ausreden lassen. Wo gibt es das im Leben? |
Alfred Polgar |
| 1039 |
In der Angst rief ich den Herrn an. |
Psalmen 118,5 |
| 1040 |
In der Brust eines jeden Menschen schläft ein entsetzlicher Keim von Wahnsinn. Ringt mittelst aller heitern und tätigen Kräfte, daß er nie erwache! |
Ernst von Feuchtersleben |
| 1041 |
In der Jugendzeit eines Reiches werden die Waffenkünste am höchsten bewertet, in seinem Mannesalter die Wissenschaften und darauf beide eine Zeitlang im Verein; im Abstieg seines Lebens jedoch Technik und Handel. |
Francis Bacon |
| 1042 |
In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen. |
Robert G. Ingersoll |
| 1043 |
In der Wirklichkeit gibt es nichts, was ganz logisch wäre. |
Friedrich Nietzsche |
| 1044 |
In der Zeit, in der wir leben, kann es passieren, daß man aus der Schlacht zurückkehrt und sich schämt, gekämpft zu haben. |
Vincent van Gogh |
| 1045 |
In Deutschland bilden zwei einen Verein. Stirbt der eine, so erhebt sich der andere zum Zeichen seiner Trauer von seinem Platz. |
Karl Kraus |
| 1046 |
In Deutschland hat noch nie jemand lange nach Verrätern suchen müssen. |
Johannes Gross |
| 1047 |
In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte. |
Josif Wissarionowitsch Shugashvili (Stalin) |
| 1048 |
In dieser Welt gibt es nichts Sicheres als den Tod und die Steuern. |
Benjamin Franklin |
| 1049 |
In einem Städgen wo sich immer ein Gesicht aufs andere reimt. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1050 |
In Frauen wird man oft aus Langeweile verliebt |
Jean Paul |
| 1051 |
In früheren Jahren bediente man sich der Folter, jetzt bedient man sich der Presse. Das ist sicherlich ein Fortschritt. Aber es ist auch ein großes Übel; es schädigt und demoralisiert uns. |
Oscar Wilde |
| 1052 |
In jeder Gesellschaft gibt es ein schlechtes Theater, das die Gunst des Publikums genießt. |
Eugène Ionescu |
| 1053 |
In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen. |
Solon |
| 1054 |
In manchen Ländern sind Satiriker überflüssig; die Regierung macht sich selber lächerlich. |
Roda Roda |
| 1055 |
In Meinungskämpfen sei man dann am vorsichtigsten, wenn die Gegner sich uns nähern und uns beistimmen. |
Ludwig Börne |
| 1056 |
In Sachen des Geschmacks gibt es keine unwichtigen Einzelheiten, es gibt nur grundlegende Irrtümer. |
Maggy Rouff |
| 1057 |
In seiner majestätischen Gleichheit verbietet das Gesetz den Reichen wie den Armen, unter Brücken zu schlafen, in den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen. |
Anatole France |
| 1058 |
In unserer Ära der Unbedeutenden wird Satire immer schwieriger. Was sind das für Menschen, die sich heute blamieren! |
Daniel Spitzer |
| 1059 |
In Zweifelsfällen ist immer die wohlwollendere Auslegung vorzuziehen. |
Justinian |
| 1060 |
Indem ich einige Konventionen ignorierte, vermochte ich für mich eine Atmosphäre zu schaffen und alles zu vermeiden, was von der Arbeit abhält. |
Albert Einstein in Princeton |
| 1061 |
Ironie, Wetterleuchten der Schwermut. |
Unbekannter Autor |
| 1062 |
Irrtümer haben ihren Wert; jedoch nur hie und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika. |
Erich Kästner |
| 1063 |
Ist das Leben lebenswert? Das ist eine Frage für einen Embryo, nicht für einen Erwachsenen. |
Samuel Butler |
| 1064 |
Ist es nicht idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für ein paar Dollar einen kaufen kann? |
Mark Twain |
| 1065 |
Ist mein Wort nicht wie ein Feuer? |
Jeremias 23,29 |
| 1066 |
Ja, Bauer, das ist etwas ganz anderes. |
Karl Wilhelm Ramler (1725 - 1798) Der Junker und der Bauer |
| 1067 |
Je abstrakter das Ziel, um so unmenschlicher der Krieg. |
Josef Vital Kopp |
| 1068 |
Je älter man wird, desto toleranter gegen das Herz und intoleranter gegen den Kopf. |
Jean Paul |
| 1069 |
Je behutsamer wir unsere Gefühle äußern, um so weniger brauchen wir zu erröten, wenn wir sie ändern. |
Thomas Wilson |
| 1070 |
Je dümmer jemand ist, um so näher steht er dem Verständnisse der Allgemeinheit. |
Stendhal |
| 1071 |
Je feiner der Geschmack, desto größer der Ekel. |
Georges Krassovsky |
| 1072 |
Je gläubiger man in die Zukunft blickt, desto weniger hat man sich in der Vergangenheit umgesehen. |
Unbekannter Autor |
| 1073 |
Je klassischer die Melodie, um so geringer die Zahl derjenigen, die sie mit euch singen können. |
Sung Yu |
| 1074 |
Je länger der Mensch Kind bleibt, desto älter wird er. |
Novalis |
| 1075 |
Je länger eine Glocke geläutet wird, um so schöner wird der Ton. |
Sebastian Kneipp |
| 1076 |
Je mehr Anlässe man findet, um so weniger Gründe braucht man. |
Unbekannter Autor |
| 1077 |
Je mehr Feinde ein Schriftsteller hat, desto notwendiger ist er gewöhnlich. |
Unbekannter Autor |
| 1078 |
Je mehr Menschen den Kopf verlieren, desto größer ist der historische Augenblick. |
Unbekannter Autor |
| 1079 |
Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden. |
Ludwig Feuerbach |
| 1080 |
Je mehr Würde man für eine Sache aufbringt, desto würdeloser ist sie für gewöhnlich. |
Unbekannter Autor |
| 1081 |
Je schneller sich Deutschland wie ein normaler Staat benimmt, desto besser. |
Trevor Taylor |
| 1082 |
Je zugeknöpfter er sich gab, um so aufgeschlossener wurde sie. |
Unbekannter Autor |
| 1083 |
Jede Meinung ist gültig. Gut. Das sagt ihr. Ich sage das Gegenteil. Das ist meine Meinung: laßt sie gefälligst gelten! |
Jacques Prévert |
| 1084 |
Jede Tageszeitung ist von der ersten Zeile bis zur letzten ein einziges Gewebe von Greueln. Kriegen, Verbrechen, Diebstählen, Unzucht, Folter, Verbrechen der Fürsten, Verbrechen der Nationen, Verbrechen der Privaten, ein allgemeiner Rausch von Gräßlichkei |
Charles |
| 1085 |
Baudelaire |
Unbekannter Autor |
| 1086 |
Jede vollkommene Handlung wird von Freude begleitet. Daran kann man erkennen, daß man es tun soll. |
André Gide |
| 1087 |
Jede Zeit hat die Verbrecher, die sie verdient. |
Gustav Radbruch |
| 1088 |
Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat. |
Heinrich Heine |
| 1089 |
Jeder gleicht der Gesellschaft, in der er sich meist aufhält. |
Euripides |
| 1090 |
Jeder hat soviel Recht, wie er Macht hat. |
Baruch de Spinoza |
| 1091 |
Jeder hat Zeiten, wo er sich selbst günstig gesinnt ist. |
Kurt Guggenheim |
| 1092 |
Jeder historische Roman vermittelt ein ausgezeichnetes Bild von der Epoche des Verfassers. |
Kurt Tucholsky |
| 1093 |
Jeder leidet unter seinem Niveau. |
Elazar Benyoëtz |
| 1094 |
Jeder Mann muß, darüber soll sich eine Frau klar sein, erst einmal zu einem Ehemann entwickelt werden. Was eine heiratet, ist ein Junggeselle, der momentan das Junggesellendasein satt hat. |
Sabine Sanders |
| 1095 |
Jeder Mensch braucht dann und wann ein bißchen Wüste! |
Sven Hedin |
| 1096 |
Jeder Mensch sollte das, was die Mitmenschen an ihm auszusetzen haben, sorgfältig entwickeln. Es ist wahrscheinlich seine stärkste Seite. |
Jean Cocteau |
| 1097 |
Jeder müßte sich beim Essen zusehen. |
Elias Canetti |
| 1098 |
Jeder Narr kann die Wahrheit sagen, aber nur ein verhältnismäßig Intelligenter kann gut lügen. |
Samuel Butler |
| 1099 |
Jeder Narr kann eine Regel aufstellen, und jeder Narr wird sich danach richten. |
Henry David Thoreau |
| 1100 |
Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme. |
Karl Marx |
| 1101 |
Jeder stirbt für sich allein. |
Hans Fallada |
| 1102 |
Jedermann hat gerade soviel Eitelkeit, wie es ihm an Verstand fehlt. |
Friedrich Nietzsche |
| 1103 |
Jedermann klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand. |
François de La Rochefoucauld (1613 - 1680) Reflexions ou Sentences et maximes morales |
| 1104 |
Jedes Herz ist eine Bude auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. |
William Thackery |
| 1105 |
Jedes Land, in dem Betteln ein Beruf ist, wird schlecht regiert. |
Voltaire |
| 1106 |
Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. |
Unbekannter Autor |
| 1107 |
Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. |
Unbekannter Autor |
| 1108 |
Jedes Volk hat seine Art zu denken. Alle Völker haben die gleiche Art, nicht zu denken. |
Gabriel Laub |
| 1109 |
Jemand, den nichts mehr an diese Welt bindet, wird nur durch den Wechsel der Jahreszeiten berührt. |
Yoshida Kenko |
| 1110 |
Jenes Volk ist am glücklichsten, das keine Geschichte hat. |
Mahatma Gandhi |
| 1111 |
Jugend ist eine wunderbare Sache. Wie schade, daß sie an die Kinder verschwendet wird. |
George Bernard Shaw |
| 1112 |
Kämpfen muß das Volk für sein Gesetz wie für die Mauer. |
Heraklit |
| 1113 |
Kann einer, dem selbst die Kraft zur Größe fehlt, andere erniedrigen? |
Rabindranath Tagore |
| 1114 |
Kann man aus dem Körperbau des Menschen schließen, wozu er eigentlich erschaffen wurde? |
Stanislaw Jerzy Lec |
| 1115 |
Karriere macht man mit den Bonmots, die man unterdrückt. |
Roger Peyrefitte |
| 1116 |
Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als jener von der Macht. |
Talleyrand |
| 1117 |
Kein Jahrhundert reiner Barbarei hat sich je für barbarisch gehalten, sondern jedes hat noch immer geglaubt, die Blüte der Jahrhunderte und das vollkommenste Zeitalter des menschlichen Geistes und der Gesellschaft zu sein. |
Giacomo Leopardi |
| 1118 |
Kein Mann kann innerlich so zynisch sein wie eine gebildete Frau. |
Willian Somerset Maugham |
| 1119 |
Kein Mensch behandelt sein Auto so töricht wie einen anderen Menschen. |
Bertrand Russell |
| 1120 |
Kein Mensch ist der gleiche, nachdem er befördert worden ist. |
W. Aubrey |
| 1121 |
Kein Mensch ist für seinen Vater verantwortlich. Das ist einzig und allein Sache seiner Mutter. |
Margaret Turnbull |
| 1122 |
Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen. |
Thomas Browne |
| 1123 |
Kein wahrer Gentleman wird die reine Wahrheit in Anwesenheit von Damen sprechen. |
Mark Twain |
| 1124 |
Keine Staatsform bietet ein Bild häßlicherer Entartung, als wenn die Wohlhabendsten für die Besten gehalten werden. |
Cicero |
| 1125 |
Keinem wahren Genius lasen sich bestimmte Bahnen vorzeichnen. |
Heinrich Heine |
| 1126 |
Keiner ist davor sicher, sich mit dem zu verwechseln, für den er sich hält. |
Unbekannter Autor |
| 1127 |
Keiner läßt sich lieber tadeln, als wer am meisten Lob verdient. |
Plinius d.Ä. |
| 1128 |
Kirchenlieder haben Texte, die selbst der Gläubige nur gesungen erträgt. |
Unbekannter Autor |
| 1129 |
Klares Denken in unklarer Sprache ist ausgesprochener Junggesellenstil. Man merkt: der Betreffende hat sich nie einer Ehefrau verständlich machen müssen. Beispiel: Immanuel Kant. |
Lin Yutang |
| 1130 |
Kleine Zweifel verändern die Ziele des Menschen; größere Zweifel verändern seinen Charakter. |
Dschuang Dse |
| 1131 |
Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns recht hat, spricht der Herr. |
Jesaja 1,18 |
| 1132 |
Kompromisse haben oft eine Nebenwirkung: Komprimißbehagen. |
Unbekannter Autor |
| 1133 |
Konsequenzen kann man auch in die Länge ziehen. |
Unbekannter Autor |
| 1134 |
Kosmetik ist die Kunst, aus der Not eine Jugend zu machen. |
Hanns Hermann Kersten |
| 1135 |
Krisenzeiten sind schlechte Zeiten für gute Argumente. |
Klaus Ahlheim |
| 1136 |
Kritiker und Rezensent ist zweierlei: jener steht dem Künstler, dieser dem Handwerker näher. |
Robert Schumann |
| 1137 |
Kühn verleumden, etwas bleibt immer hängen. |
Plutarch |
| 1138 |
Kultur beginnt mit Versagungen, Zivilisation endet mit gewöhnlichen Befriedigungen. |
Charles Tschopp |
| 1139 |
Kultur ist nicht nur die Fertigung von Kulturgütern, sondern, und das ist das wichtigste, deren Gebrauch. |
Karel Capek |
| 1140 |
Kunst ist, was übrigbleibt, ohne zu altern. |
Unbekannter Autor |
| 1141 |
Lachen ist durchaus kein schlechter Beginn für eine Freundschaft und ihr bei weitem bestes Ende. |
Oscar Wilde |
| 1142 |
Lange Unfreundlichkeit hat Abstumpfung zur Folge. |
Johann Friedrich Hebbart |
| 1143 |
Laß das Volk glauben, daß es regiert, und es wird sich regieren lassen. |
William Penn |
| 1144 |
Laßt Euch nicht mit falschen Göttern ein! |
1 Johannes 5,21 |
| 1145 |
Leicht lassen wir uns von den Dingen überzeugen, die uns Freude machen. |
Madeleine de Fontaine |
| 1146 |
Leider verwechseln viele die Kunst der Beschränkung mit Beschränktheit. |
Unbekannter Autor |
| 1147 |
Lernen, ohne zu denken, ist verlorene Mühe. Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich. |
Konfuzius |
| 1148 |
Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn. |
Jorge Luis Borges |
| 1149 |
Leute mit Mut und Charakter sind den anderen immer unheimlich. |
Hermann Hesse |
| 1150 |
Leute ohne Phantasie erleben nichts. |
Roda Roda |
| 1151 |
Leute, die Geld haben, werden von der Polizei entweder geschützt oder gesucht. |
Fritz de Crignis |
| 1152 |
Liebe ist die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen. |
Unbekannter Autor |
| 1153 |
Liebe macht blind. Taub war man schon vorher. Stumm wird man erst später. |
Unbekannter Autor |
| 1154 |
Liebe: an jemand denken, ohne nachzudenken. |
Unbekannter Autor |
| 1155 |
Lieber einen Freund verlieren als einen Witz. |
Quintilian |
| 1156 |
Lieber Freund, du kleidest deine Gedanken so sonderbar, daß sie nicht mehr aussehen wie Gedanken. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1157 |
Lieber Gott, mach die bösen Menschen gut und die guten Menschen etwas netter! |
Mark Twain |
| 1158 |
Liebestragödien auf der Bühne haben wenigstens Pausen. |
Unbekannter Autor |
| 1159 |
Lieblich ist's, zur rechten Zeit ein Narr zu sein. |
Horaz |
| 1160 |
Lob macht gute Menschen besser und schlechte schlauer. |
Thomas Fuller |
| 1161 |
Lob macht gute Menschen besser und uns schlechte schlauer. |
Unbekannter Autor |
| 1162 |
Ludwig XIV. vermied es, in den Spiegel zu sehen, so sehr fürchtete er sich vor einem Sonnenstich. |
Jacques Prévert |
| 1163 |
Mach keinen Fehler zweimal es sei denn, er zahlt sich aus. |
Mae West |
| 1164 |
Malen heißt nicht Formen färben, sondern Farben formen. |
Henri Matisse |
| 1165 |
Man braucht sehr lange, um jung zu werden. |
Pablo Picasso |
| 1166 |
Man darf Ignoranten ignorieren, nie die Ignoranz. |
Unbekannter Autor |
| 1167 |
Man darf nicht meinen, man müsse Geld wegen des Tauschverkehrs oder des Reisens halber herstellen. |
Zenon |
| 1168 |
Man darf nie aufhören, sich die Welt vorzustellen, wie sie am vernünftigsten wäre. |
Friedrich Dürrenmatt |
| 1169 |
Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muß vorher mit allem Mitteln versuchen, sein Ziel zu erreichen. |
Niccolò Machiavelli |
| 1170 |
Man denkt sich den moralischen Unterschied zwischen einem ehrlichen Mann und einem Spitzbuben viel zu groß. Die Gesetze gegen Diebe und Mörder sind zugunsten der Gebildeten und Reichen gemacht. |
Friedrich Nietzsche |
| 1171 |
Man fällt selten über einen Fehler. Man fällt meistens über seine Feinde. |
Kurt Tucholsky |
| 1172 |
Man gewinnt keine Freunde mehr im Alter; dann ist jeder Verlust unersetzlich. |
Vauvenargues |
| 1173 |
Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen! |
Karl Kraus |
| 1174 |
Man glaubt nicht, wieviel Geist nötig ist, um niemals lächerlich zu sein. |
Chamfort |
| 1175 |
Man hat allerdings Stimmungen; aber wehe dem, den die Stimmungen haben. |
Ernst v. Feuchtersleben |
| 1176 |
Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften. |
Ludwig Börne |
| 1177 |
Man hört auf, jung zu sein, wenn man die Gesellschaft der anderen nicht mehr benötigt. |
Cesare Pavese |
| 1178 |
Man hüte sich, da einzutreten, wo eine große Lücke auszufüllen ist. |
Balthasar Gracian |
| 1179 |
Man irrt so hartnäckig, weil man selten gänzlich irrt. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 1180 |
Man ist noch nicht glücklich, so lange man nicht von denjenigen geschätzt wird, die gleiche Ansprüche mit uns haben. |
Wilhelm Ludwig Wekhrlin |
| 1181 |
Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, daß sie selbst denken. Man muß dann so tun, als zweifle man mit ihnen. |
Voltaire |
| 1182 |
Man kann einen Beruf auch verfehlen, indem man ihn ausübt. |
Karl Heinrich Waggerl |
| 1183 |
Man kann nicht immer seiner eigenen Meinung sein. |
Unbekannter Autor |
| 1184 |
Man kann nichts erkennen, aber doch eine Meinung haben, das heißt, etwas für wahrscheinlich halten. |
Karneades |
| 1185 |
Man könnte die Gesellschaft mit einem Theater vergleichen: die Logenplätze setzen einen höheren Eintritt voraus. |
Antoine de Rivarol |
| 1186 |
Man konnte sich kein günstigeres Wetter denken, um zu Hause zu bleiben. |
Daniel Spitzer |
| 1187 |
Man kriegt Läuse nicht durch Beten weg. |
Ken Kaska |
| 1188 |
Man läßt sich gewöhnlich lieber durch Gründe überzeugen, die man selbst gefunden hat, als durch solche, die andern zu Sinn gekommen sind. |
Blaise Pascal |
| 1189 |
Man muß bedenken, daß unter den Menschen gar viele sind, die doch auch etwas Bedeutendes sagen wollen, ohne produktiv tätig zu sein, und da kommen die wunderlichsten Dinge an den Tag. |
J. W. von Goethe |
| 1190 |
Man muß den Leuten nur ein bißchen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter. |
Wilhelm Raabe |
| 1191 |
Man muß der Macht immer mißtrauen, egal in wessen Hand sie auch liegt. |
William Jones |
| 1192 |
Man muß die Feste feiern, wie sie fallen. |
H. Salingré |
| 1193 |
Man muß die Geschichte kennen, um sie verachten zu können. Das Beste an ihr ist, daß sie vorübergeht. |
Unbekannter Autor |
| 1194 |
Man muß die Menschen entweder mit Freundlichkeit behandeln oder unschädlich machen; denn wegen geringfügiger Kränkungen nehmen sie Rache, wegen schwerer Schädigungen können sie es nicht. |
Niccolo Machiavelli |
| 1195 |
Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt. |
Mark Twain |
| 1196 |
Management nennt man die Kunst, drei Leute dazu zu bringen, die Arbeit von drei Leuten zu machen. |
William Faulkner |
| 1197 |
Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft sind wir fertig geworden. |
Wernher von Braun |
| 1198 |
Ihr könnt predigen was Ihr wollt, aber predigt niemals über 40 Minuten. |
Martin Luther |
| 1199 |
Wir wollen alle Tage sparen, und brauchen alle Tage mehr |
Johann Wolfgang von Goethe |
| 1200 |
Wer sich selbst anspornt kommt weiter als der, welcher das beste Ross anspornt. |
Johann Heinrich Pestalozzi |
| 1201 |
Der zum Glück bestimmte Mensch braucht sich nicht zu beeilen” |
Chinesisches Sprichwort |
| 1202 |
Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen. |
Woody Allen |
| 1203 |
Man beherrscht die Menschen mit dem Kopf: mit einem guten Herzen spielt man nicht Schach. |
Chamfort |
| 1204 |
Reden lernt man durch reden. |
Marcus Cicero |
| 1205 |
Erfolg ist die Kunst, dem Sinnvollen das Rentable vorzzuziehen. |
Helmar Nahr |
| 1206 |
Der Vorteil eines schlechten Gedächntnisses ist, dass man diesselben Dinge mehrere Male zum ersten Mal genießt. |
Friedrich Nietze |
| 1207 |
Wer glaubwürdig sein will muß den ständigen Dialog suchen. |
Heinz M. Goldmann |
| 1208 |
Ermögliche das Unmögliche mit dem Möglichen, auch wenn es unmöglich erscheint. |
Thoren Bartel |
| 1209 |
Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf. |
Georg Canning |
| 1210 |
Bedauerlicherweise wird mir Glück erst hinterher bewusst. |
Else Buschheuer |
| 1211 |
Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. |
Joseph Beuys |
| 1212 |
Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet. |
Pablo Picasso |
| 1213 |
Das Neueste von heute ist morgen schon von gestern. |
Robert Edler von Musil |
| 1214 |
Bei Licht besehen ist unser Gedächtnis ein Staubsauger. |
Hans Peter Keller |
| 1215 |
Man muß die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann. |
Mark Twain |
| 1216 |
Man muß die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten. |
Talleyrand |
| 1217 |
Man muß einem jungen Mädchen seine Freiheit lassen; nur soll man ihr keine Gelegenheit geben, sie zu benutzen. |
Soeren Kierkegaard |
| 1218 |
Man muß es so einrichten, daß einem das Ziel entgegenkommt. |
Theodor Fontane |
| 1219 |
Man muß in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt. |
Wilhelm Raabe |
| 1220 |
Man muß kein Surrealist sein, um die Welt merkwürdig zu finden. |
Laurie Anderson |
| 1221 |
Man muß was sein, wenn man was scheinen will. |
Ludwig van Beethoven |
| 1222 |
Man soll das Eisen schmieden mit jedem Feuer. Vorausgesetzt, daß man Eisen hat. |
Georg Kaiser |
| 1223 |
Seid nicht zu beflissen, einen tiefen Sinn aus den Worten anderer herauszulesen. |
Charles Kingsley |
| 1224 |
Seien wir den Narren dankbar. Ohne sie könnten wir anderen keinen Erfolg haben. |
Mark Twain |
| 1225 |
Seine Intelligenz kann man beim Geldverdienen beweisen; seine Kultur beim Geldausgeben. |
Charles Tschopp |
| 1226 |
Seine Lüge war so rein, daß sie durch Wahrheit nur beschmutzt worden wäre. |
Unbekannter Autor |
| 1227 |
Seine Rechenkünste erschöpften sich darin, daß er sich zur Elite zählte. |
Unbekannter Autor |
| 1228 |
Seit Adams Zeiten sind die Dummen in der Mehrheit. |
Jean Delavigne |
| 1229 |
Seit Kain und Abel wissen wir, daß alle Menschen Brüder sind. |
Rainer Malkowski |
| 1230 |
Selbst die sanftesten, bescheidensten und besten Mädchen sind immer sanfter, bescheidener und besser, wenn sie sich vor dem Spiegel schöner gefunden haben. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1231 |
Selbst unter der Hand des Henkers will ich noch die Rechtschreibung einhalten! |
Theophile Gautier |
| 1232 |
Selbsterkenntnis. Ob du dich selber erkennst? Du tust es sicher, sobald du mehr Gebrechen an dir als an den anderen entdeckst. |
Friedrich Hebbel |
| 1233 |
Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird. |
Woody Allen |
| 1234 |
Sexuell gesehen ist die Frau von der Natur geschaffen, um ihrem höchsten Produkt Dauer zu verleihen. Sexuell gesehen ist der Mann die Erfindung der Frau, um das Geheiß der Natur auf die ökonomischste Weise zu erfüllen. |
George Bernard Shaw |
| 1235 |
Sich geschmackvoll anziehen ist immer eine Sache des Instinkts, vielleicht auch der Erziehung, aber niemals eine Sache des Geldes. |
Maggy Rouff |
| 1236 |
Sich zu verkleiden ist eine aufregende Sache. Jeder sollte es einmal tun, weil es einem einen Einblick in ein anderes Leben erlaubt. Als Arbeiter bekommt man zum Beispiel automatisch die billigsten Streichhölzer angeboten. Niemand läßt einem den Vortritt. |
Luis Buñuel |
| 1237 |
Sicher an der Erlösung ist nur der Erlös. |
Unbekannter Autor |
| 1238 |
Sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten. |
Markus 5,26 |
| 1239 |
Sie lacht über alles, was du sagst. Warum? Weil sie schöne Zähne hat. |
Benjamin Franklin |
| 1240 |
Sie wurde von Mann zu Mann klüger... |
Unbekannter Autor |
| 1241 |
Sitze nicht, wenn ein anderer steht, der älter ist als du, oder der es in deinem Amte weiter gebracht hat. |
Lehre des Anii (um 1350 v. Chr.) |
| 1242 |
Snobismus ist das Selbstbewußtsein derjenigen, die ihrer selbst nicht sicher sind. |
Thornton Wilder |
| 1243 |
Snobs sind Männer, die behaupten, es gäbe etwas Interessanteres als Frauen. |
Edgar Wallace |
| 1244 |
So ein paar grundgelehrte Zitate zieren den ganzen Menschen. |
Heinrich Heine |
| 1245 |
So kann man auch nicht sagen: ein Mensch sei dumm oder ein Mensch sei gescheit. Das ist ebenfalls eine ganz dumme und schädliche Verallgemeinerung. Man hat zu untersuchen: inwiefern, worin, in welcher Beziehung und Hinsicht ein Mensch dumm oder gescheit s |
Johannes R. Becher |
| 1246 |
So lieb ist der liebe Gott nun auch wieder nicht, daß er dem, der keinen Inhalt hat, die Form schenkt. |
Alfred Hrdlicka |
| 1247 |
So mancher wackelnde Tisch wird durch eine Bibel gestützt. |
Karol Irzykowsky |
| 1248 |
So schlecht ein Mann auch über die Frauen denken mag, es gibt doch keine Frau, die über diesen Gegenstand nicht noch schlechter dächte als er. |
Chamfort |
| 1249 |
So wird mit Hilfe des Computers ein Weltbild erstellt, in dem auch wir Menschen mit erfaßt sind; aber immer nur unser widerspruchsfreier Teil, in Form von Zahlenkolonnen. |
Herbert Pietschmann |
| 1250 |
Sobald er aus dem Theater kommt, beginnt der Schauspieler wieder seine Rolle als Schauspieler zu spielen. |
René Magritte |
| 1251 |
Sogar das leere Schweigen ist gut, bei Worten ist das nicht so, wenn sie leer sind, bleiben sie es auch. |
Rabbi Mendel von Riminow |
| 1252 |
Solange der Geist sich nicht wandelt, ist jede äußere Wandlung nichtig. |
Walt Whitman |
| 1253 |
Sooft eine neue überraschende Erkenntnis durch die Wissenschaft gewonnen wird, ist das erste Wort der Philister: es sei nicht wahr; das zweite: es sei gegen die Religion; und das dritte: so etwas habe jedermann schon lange vorher gewußt. |
Wilhelm Raabe |
| 1254 |
Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halblebendigen Menschen. Zweifellos ist Sparsamkeit besser als Verschwendung, aber ebenso sicher ist sie weniger wert als der nutzbringende Verbrauch. |
Henry Ford |
| 1255 |
Spielen ist experimentieren mit dem Zufall. |
Novalis |
| 1256 |
Sprich nicht davon, wie man essen soll, sondern iß, wie man soll! |
Epiktet |
| 1257 |
Statt "man" schreiben die Feministinnen "frau", derart efrauzipiert sind sie. |
Hanns Hermann Kersten |
| 1258 |
Steinigen ist freilich ein gut Teil leichter als überzeugen. |
Wilhelm Ludwig Wekhrlin |
| 1259 |
Stolz beruht auf der Meinung, die man von sich selbst hat; Würde aber im Respekt vor Menschenrechten. |
Germaine (Mme) de Staël |
| 1260 |
Stummheit gehört zu den Attributen der Vollkommenheit. |
Franz Kafka |
| 1261 |
Sündigen ist menschlich; sich der begangenen Sünden rühmen ist teuflisch. |
Girolamo Savonarola |
| 1262 |
Takt ist die Kunst, einen Erfolg zu erzielen, ohne sich einen Feind zu machen. |
Isaac Newton |
| 1263 |
Takt ist Freundlichkeit mit Geist. |
Lil Dagover |
| 1264 |
Takt ist, es immer instinktiv zu spüren, was die anderen noch von einem ertragen. |
Peter Altenberg |
| 1265 |
Talent haben, ist das Beste; das zweite, etwas lernen. |
Epicharmos |
| 1266 |
Tatsachen haben bei mir immer gestimmt. |
Paul Ehrlich |
| 1267 |
Tatsachen sind hauptsächlich dazu da, daß man sie leugnet. Wirkliches wirkt leicht aufdringlich. |
Robert Walser |
| 1268 |
Tempi passati! Die Zeiten sind vorbei! |
Joseph II. von Habsburg |
| 1269 |
Tradition ist im Geschäft wertvoller als jede Neuerung. |
Pamphilius Pfyffer |
| 1270 |
Tritt den Leuten nicht auf Füße, wenn Du sie vor den Kopf stoßen kannst. |
Unbekannter Autor |
| 1271 |
Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut. |
Pindar |
| 1272 |
Die Wahrheit ist unser höchstes Gut - lasst uns deshalb sparsam damit umgehen. |
Mark Twain, Schriftsteller |
| 1273 |
Ein Experte ist ein ganz gewöhnlicher Mann, der - wenn er nicht gerade zu Hause weilt - gute Tatschläge erteilt. |
Oscar Wilde, Schriftsteller |
| 1274 |
Männer sind wie Teppiche - sie müssen ab uns zu geschüttelt werden. |
Arabisches Sprichwort |
| 1275 |
In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige! |
Karl Kraus, Satiriker |
| 1276 |
Das Unglaublichste an Wundern ist, daß sie überhaupt geschehen. |
Gilbert K. Chesterton |
| 1277 |
Spitzenmanager zeichnen sich durch langsames Sprechen, eindrucksvolles Auftreten und völlige Humorlosigkeit aus. |
Frank O´Conner, Autor |
| 1278 |
Die Ärzte haben es am besten von allen: Ihre Erfolge laufen herum und ihre Mißerfolge werden begraben. |
Jacques Tati, Regisseur |
| 1279 |
Die Zweitehe ist der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung. |
Robert Lembke, Unterhalter |
| 1280 |
Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immmer wieder fest, daß die öffentliche Hand schon vorher drin war. |
Graffito |
| 1281 |
Mancher Ehemann ist wie ein Auktionator: Er lässt sich so lange alles bieten, bis er zuschlägt. |
Karl Farkas, Kabarettist |
| 1282 |
Wenn jemand zu einem sagt, man sei nicht mehr der alte, dann meint er in Wirklichkeit, man sei nicht mehr der jüngste. |
Heinz Rühmann, Schauspieler |
| 1283 |
Wer die Versuchung nicht kennt, ein Buch zu klauen, der verdient auch keine Freiexemplare. |
Ernst Rowohlt, Verleger |
| 1284 |
Wenn alle Menschen immer die Wahrheit sagen würden, wäre das sie Hölle auf Erden. |
Jean Gabin, Schauspieler |
| 1285 |
Was Ungeduld ist, das kann nur der ermesen, der einen steinreichen, schwer kranken Erbonkel hat. |
Mark Twain, Schriftsteller |
| 1286 |
Die Wahrheit ist wie ein Bauernmädchen, - am schönsten ist sie ungeschminkt. |
Oskar Kokoschka, Maler |
| 1287 |
Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durchs Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen. |
Georg Christoph Kichtenberg, Physiker und Autor |
| 1288 |
Ein Mann kommt in die Jahre, wenn die Schulden immer älter und die Freundinnen immer jünger werden. |
Joachim Ringelnatz, Dichter |
| 1289 |
Das Fernsehen hat feste Regeln. Bei den Western gewinnen die Guten, bei den Nachrichten die Bösen. |
Robert Lembke. Quizmaster |
| 1290 |
Wenn du gewiisenhaft acht Stunden pro Tag arbeitest, wirst du vielleicht irgendwann mal Chef und kannst dann swölf Stunden pro Tag arbeiten. |
Robert Lee Frost, Lyriker |
| 1291 |
Das Leben gleicht einem Theaterstück - aber im Theater sind die Dialoge besser. |
Jean Anouilh |
| 1292 |
Ich finde schon, daß der das Straflager für Fernsehzuschauer ist. Es werden ja hauptsächlich die Sachen wiederholt, die man schon das erste Mal nicht sehen wollte. |
Oliver Kalkofe, TV-Lästermaul |
| 1293 |
Geschichtsbücher nach Abzug der Lügen sind außerordentlich langweilig. |
Anatole France, Autor |
| 1294 |
Vieles wird zusehends schlechter, anderes wegsehens nicht besser. |
Helmut Quattlinger, Kabarettist |
| 1295 |
Eine Frau wird mit einem Mann leicht fertig. Mit zwei Männern wird sie leichtfertig. |
Berliner Sprichwort |
| 1296 |
Viele, von denen man glaubt, sie seien gestorben, sind bloß verheiratet. |
Francoise Sagan, Schriftsteller |
| 1297 |
Viele Frauen lieben den schönen Schein - besonders den aus der Brieftasche. |
Willy Reichert, Humorist |
| 1298 |
Gott gab dem Menschen zwei Ohren und einen Mund, damit er mehr hören und weniger reden soll. |
Jüdisches Sprichwort |
| 1299 |
Eine geistreiche Lüge ist eine geheime Huldigung an den Menschen, den man belügt. |
Sascha Guitry, Schriftsteller |
| 1300 |
Früher waren die Löcher nur in der Brezel. Heute sind sie auch im Landeshaushalt. |
Manfred Rommel, Ex-OB |
| 1301 |
Keiner ist so verrückt, daß er nicht noch einen Verrückteren fände, der ihn versteht. |
Heinrich Heine, Dichter |
| 1302 |
Die Überzeugunng, daß er es draußen im Lande mit Millionen von Idioten zu tun hat, gehört zur psychischen Grundausstattung des Politikers. |
Hans Magnus Enzensberger |
| 1303 |
Ich kenne wenig Weltverbesserer, die imstande sind, einen Nagel richtig einzuschlagen. |
Henrik Ibsen, Dichter |
| 1304 |
Die Reiter machen viel Vergnügen, besonders, wenn sie drunten liegen. |
Wilhelm Busch, Autor |
| 1305 |
Ich kann es mir nicht leisten zu lügen, mein Gedächtnis ist nicht gut genug. |
Max L. Friedländer, Autor |
| 1306 |
Die Ehe ist ein Versuch zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine niemals gehabt hätte. |
Eddie Cantor, Schriftsteller |
| 1307 |
Ratten, die das Schiff verlassen haben, nehmen es ihm übel, wenn es nicht sinkt! |
Wieslaw Brudzinski, Autor |
| 1308 |
Ein Spezialist ist einer, der immer mehr über immer weniger weiß, bis er alles über nichts weiß. |
Albert Lorenz, österreichischer Schriftsteller |
| 1309 |
Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, er könne die Menschen noch schlechter machen, als sie es schon sind. |
Karl Kraus, Schriftsteller |
| 1310 |
Gott schuf den Menschen, der Teufel den Mitmenschen. |
Gerhard Uhlenbruck, Biologe und Aphoristiker |
| 1311 |
Moralisten sind Menschen, die dort kratzen, wo es andere juckt. |
Samuel Beckett, irischer Dichter |
| 1312 |
Modeschöpfer wissen, daß man die Frau gut einwickeln muß, damit sie den Mann noch besser einwickeln kann. |
Iska Geri, Kabarettistin |
| 1313 |
Der beste Lügner ist der, der mit den wenigsten Lügen am längsten auskommt. |
Samuel Butler, Autor |
| 1314 |
Ein Pessimist ist ein ausgelernter Optimist. |
Franz Josef Strauß |
| 1315 |
Wer die Wahrheit sagt, wird früher oder später erwischt. |
Oscar Wilde, Autor |
| 1316 |
Früher sind d´Leut in d´Kirch g´spronga, heute sprenget se zum Gericht. |
Manfred Rommel |
| 1317 |
Was die Leute gemeiniglich ihr Schicksal nennen, sind meist nur ihre eigenen dummen Streiche. |
Arthur Schoppenhauer |
| 1318 |
Machen sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden sie auch ernst genommen. |
Konrad Adenauer, Politiker |
| 1319 |
Politiker sparen, indem sie den Gürtel der Bürger enger schnallen. |
Lothar Schmidt |
| 1320 |
Ich kenne kein Vorurteil: Ich hasse die gesamte Menschheit gleicherweise. |
W. C. Fields, Komiker |
| 1321 |
Optimisten leiden, ohne zu klagen. Pessimisten klagen, ohne zu leiden! |
Karl Farkas, Kabarettist |
| 1322 |
Entfernte Verwandte sind die besten - je mehr entfernt, desto besser! |
Kim Hubbard, Komiker |
| 1323 |
Es gibt Diebe, die vom Gesetz nicht bestraft werden und die dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: die Zeit! |
Napoleon Bonaparte |
| 1324 |
Typisch für einen Politiker ist nicht, daß er eine Partei vertritt, sondern daß er jede vertreten könnte. |
Unbekannter Autor |
| 1325 |
Über die Armut braucht man sich nicht zu schämen; es gibt weit mehr Leute, die sich über ihren Reichtum schämen sollten. |
Johannes Nepomuk Nestroy |
| 1326 |
Über die Zukunft grübeln, ist das sicherste Mittel, sie zu vereiteln. |
Kurt Hiller |
| 1327 |
Über eine Spur von Geist in einer Frau freuen wir uns ebenso wie über ein paar Worte, die ein Papagei richtig herausbringt. |
Jonathan Swift |
| 1328 |
Über Geschmack läßt sich streiten, aber nicht mit Leuten, die keinen haben. |
unbekannter Autor |
| 1329 |
Überhaupt ist es für den Forscher ein guter Morgensport, täglich vor dem Frühstück eine Lieblingshypothese einzustampfen das erhält jung. |
Konrad Lorenz (1903 |
| 1330 |
Üblicherweise war er wahnsinnig, aber er hatte lichte Momente, wo er nur dumm war. |
Heinrich Heine |
| 1331 |
Um des eigenen Nutzens willen achten sie Persönlichkeiten. |
Judas 16 |
| 1332 |
Um einen Gedanken haben zu können, müssen wir uns viele aus dem Kopf geschlagen haben. |
Hans Kudszus |
| 1333 |
Um Erfolg in der Welt zu haben, muß man närrisch scheinen und weise sein. |
Montesquieu |
| 1334 |
Um glücklich zu sein, muß man seine Vorurteile abgelegt und seine Illusionen behalten haben. |
Gabrielle Marquise du Chatelet |
| 1335 |
Um zu wissen, ob ein Gedanke neu ist, braucht man ihn nur recht einfach auszusprechen. |
Vauvenargues |
| 1336 |
Umweltfanatiker würden einen nicht mal ein Haus bauen lassen. Es sei denn, es sieht wie ein Vogelnest aus. |
Ronald Reagan |
| 1337 |
Und alles begann mit einigen Menschen in der Antike, die fragten, wie weit man Materie teilen könne. Es zeigt, was sich erreichen läßt, wenn man die richtigen Fragen stellt. |
Isaac Asimov |
| 1338 |
Und immer zirkuliert ein neues frisches Blut. So geht es fort, man möchte rasend werden! |
Johann Wolfgang Goethe |
| 1339 |
Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen. |
Wilhelm Raabe |
| 1340 |
Unser Erkennen ist Stückwerk. |
1 Korintherbrief 13,9 |
| 1341 |
Unser Leben besteht hauptsächlich aus Fotos, die man nachher zeigt. |
Sigismund von Radecki |
| 1342 |
Unsere Furcht macht uns zu Verrätern. |
William Shakespeare |
| 1343 |
Unsere Krankheiten entsprechen an Zahl den Abwechslungen in unserem Leben. |
Seneca |
| 1344 |
Unsere Sparer sind dumm und unverschämt. Dumm sind sie, weil sie uns ihr Geld geben. Unverschämt sind sie, weil sie dafür Zinsen haben wollen. |
Hermann Josef Abs |
| 1345 |
Unsere Zeit krankt daran, daß es zu wenige Menschen gibt und zu viele Leute. |
José Ortega y Gasset |
| 1346 |
Unsterblichkeit? Es ist wie auf der Straßenbahn: sehr wenige Passagiere fahren bis zur Endstation mit. |
Roda Roda |
| 1347 |
Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale. |
Pablo Picasso |
| 1348 |
Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. |
Franz Kafka (ausgerechnet!) |
| 1349 |
Verdecke das Furzen durch Räuspern! |
Jemenitisches Sprichwort |
| 1350 |
Vergessenkönnen ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung. |
Erich Maria Remarque |
| 1351 |
Vergnügen kosten Geld: der Arme hat kein Geld, folglich hat er kein Vergnügen. Kein Wunder, wenn der Arme ein Mißvergnügter ist. Mißvergnügter, Verschworener und Revolutionär das sind Geschwisterkinder. Revolutionäre stürmen in der Regel gegen die irdisch |
Johann Nestroy |
| 1352 |
Verleumde kühn, denn immer bleibt etwas hängen. |
Plutarch |
| 1353 |
Verlust kommt vom Profit. |
Chinesisches Sprichwort |
| 1354 |
Vernunft muß sich jeder selbst erwerben, nur die Dummheit pflanzt sich gratis fort. |
Erich Kästner |
| 1355 |
Verrätereien begeht man öfter aus Schwäche, als in der ausgesprochenen Absicht, zu verraten. |
Françios de La Rochefoucauld |
| 1356 |
Verschiedene Würden sind wie Krankheiten: entweder erblich oder ansteckend. |
Stanislaw Jerzy Lec |
| 1357 |
Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt, kommen sie wieder und bringen andere mit. |
Mark Twain |
| 1358 |
Viel besser hilft uns Freundschaft ohne Sippe. |
Walther v. d. Vogelweide |
| 1359 |
Viele ausgezeichnete Köche werden dadurch verdorben, daß sie zur Kunst übergehen. |
Paul Gaugin |
| 1360 |
Viele Dinge gibt nur insofern, als daß ihre Existenz standhaft geleugnet wird. |
Unbekannter Autor |
| 1361 |
Viele Eroberungen scheitern mehr an der Ungeschicklichkeit der Männer, als an der Tugend der Frauen. |
Ninon de Lenclos |
| 1362 |
Viele Leute verwechseln Gerechtigkeit mit Pedanterie. |
Josef Meier O'Mayr |
| 1363 |
Viele Menschen, manchmal gerade besonders kluge, meinen, daß Geld alles ist. Sie haben recht |
Ephraim Kishon |
| 1364 |
Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mußten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten. |
Stanislaw Jerzy Lec |
| 1365 |
Vieles Grübeln führt in die Irre. |
Ma Tschi Yüan |
| 1366 |
Vieles, was bei Tisch geschmacklos ist, ist im Bett eine Würze. Und umgekehrt. Die meisten Verbindungen sind darum so unglücklich, weil diese Trennung von Tisch und Bett nicht vorgenommen wird. |
Karl Kraus |
| 1367 |
Von allen Erfindungen, die der Frau die Arbeit erleichtern oder ersparen, ist der Mann die beliebteste. |
Oscar Wilde |
| 1368 |
Von einem, der nicht fragt: "Was soll ich hiervon halten, was soll ich davon halten?", würde ich gar nichts halten. |
Konfuzius |
| 1369 |
Von manchem Politiker sagt man, er sei kompliziert, weil man nicht sagen will, er sei verwickelt, und schon gar nicht, worin. |
Bert Berkensträter |
| 1370 |
Von zwei Übeln wähle ich immer das, das ich noch nicht ausprobiert habe. |
Mae West |
| 1371 |
Vor Gott waren alle Menschen gleich, nach ihm gibt es Unterschiede. |
Volker Ehrhardt |
| 1372 |
Vor nichts habe ich mich mein Leben lang mehr gescheut, als allein weise zu sein, worin ich immer die gefährliche Alternative sah, entweder Gott zu werden oder ein Narr. |
Giambattista Vico |
| 1373 |
Voraussetzung für ein lebendiges Theater ist ein gewisser Überschuß an krimineller Energie. |
Heiner Müller |
| 1374 |
Wachsen können ist das Merkmal des Unvollkommenen. |
Seneca |
| 1375 |
Wähle das Beste, Gewohnheit wird es angenehm und leicht machen. |
Pythagoras |
| 1376 |
Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel. |
Friedrich Nietzsche |
| 1377 |
Wahrhaft ungütig sind wir nur gegen Menschen, von denen wir wissen, daß sie uns niemals verlorengehen können. |
Arthur Schnitzler |
| 1378 |
Wahrheit ist unser kostbarster Besitz. Laßt uns sparsam mit ihm umgehen. |
Mark Twain |
| 1379 |
Wann werde ich endlich einmal so reich sein, daß ich mit niemandem erzwungene Beziehungen zu unterhalten brauche? |
Stendhal |
| 1380 |
Warum denkt man bei dem Satz, einer sei zu allem fähig, stets an das Schlimmste? |
Unbekannter Autor |
| 1381 |
Warum ist der Anblick des Meeres so unendlich und so ewig angenehm? Weil das Meer gleichzeitig die Idee der Unermeßlichkeit und die der Bewegung bietet. Sechs oder sieben Meilen stellen für den Menschen den Bezirk des Unendlichen vor. |
Charles Baudelaire |
| 1382 |
Warum sich also vor Zweifeln fürchten? Es gibt etwas, das schlimmer ist als Zweifel und das sind Ausflüchte. |
Thornton Wilder |
| 1383 |
Warum verbirgst Du Dein Antlitz? |
Hiob 13,24 |
| 1384 |
Warum vermummt sich denn die Justiz? |
Unbekannter Autor |
| 1385 |
Was aber helfen die edelsten Rechte dem, der sie nicht handhaben kann. |
Jacob Grimm |
| 1386 |
Was der Deutsche bezahlt, das ißt er auch. |
Unbekannter Autor |
| 1387 |
Was die Kirche nicht verhindern kann, das segnet sie. |
Kurt Tucholsky |
| 1388 |
Was ein rechter Ketzer ist, dem erscheint selbst die Hölle noch zu fromm. |
Unbekannter Autor |
| 1389 |
Was einem das Liegen auf dem rechten Ellenbogen ist, nachdem man eine Stunde auf dem linken gelegen. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1390 |
Was für eine Verkehrung: Ich, der ich dem Weltuntergang noch heitere Seiten abgewinne, ausgerechnet ich sähe alles negativ! |
Heinz Jacobi |
| 1391 |
Was Geduld hat, kann alles überstehen. |
Françios Rabelais |
| 1392 |
Was gemacht werden kann, wird gemacht. |
Joseph Wallis k.u.k. Finanzminister |
| 1393 |
Was heut' ein Schlagwort heißt, ist morgen eine Phrase. |
Friedrich von Sallet |
| 1394 |
Was ich geplant habe, das tue ich auch. |
Jesaja 46,11 |
| 1395 |
Was ist am schwersten zu erreichen? Daß man sich selber hinter die Schliche kommt. |
Wilhelm Busch |
| 1396 |
Was ist das für eine Wahrheit, welcher Berge Grenzen setzen und die jenseits zur Lüge wird? |
Michel de Montaigne |
| 1397 |
Was ist das für eine Zeit, in der man die Begrabenen beneiden muß? |
J. W. von Goethe |
| 1398 |
Was ist euch lieber? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und Nachsicht? |
1 Korintherbrief 4,21 |
| 1399 |
Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr. |
Heinrich von Kleist |
| 1400 |
Was man eine glückliche Ehe nennt, verhält sich zur Liebe, wie ein korrektes Gedicht zu improvisiertem Gesang. |
Friedrich Schlegel |
| 1401 |
Was man vor dem Gast versteckt, gehört dem Teufel. |
Abchasisches Sprichwort |
| 1402 |
Was mir an deinem System am besten gefällt? Es ist so unverständlich wie die Welt. |
Georg Wilhelm Friedrich Hegel |
| 1403 |
Was nicht leicht entstellt ist, entgeht der Wahrnehmung; woraus folgt, daß die Unregelmäßigkeit, das heißt das Unerwartete, die Überraschung, das Erstaunen ein wesentlicher und charakteristischer Teil der Schönheit ist. |
Charles Baudelaire |
| 1404 |
Was wir heute denken, werden wir morgen sein. |
Max Thürkauf |
| 1405 |
Weder die bloße Hand noch der sich selbst überlassene Geist vermag Erhebliches; durch Werkzeuge und Hilfsmittel wird das Geschäft vollbracht; man bedarf dieser also für den Verstand wie für die Hand. Und so wie die Werkzeuge die Bewegung der Hände erwecke |
Francis Bacon |
| 1406 |
Weder Mann noch Frau können etwas wert sein, bis sie entdeckt haben, daß sie Narren sind. Das ist der erste Schritt, um geschätzt oder angenehm zu werden; bis er getan wird, besteht keine Hoffnung. Je eher man das entdeckt, desto besser. |
William Melbourne |
| 1407 |
Wegen der Männer können sich die Frauen nicht leiden. |
Jean de la Bruyère |
| 1408 |
Weil er schweigt, sitzt der Falke auf der Hand des Königs. Weil die Nachtigall singt, ist sie im Käfig eingesperrt. |
Ferid un din Attar |
| 1409 |
Weil sie kein Ziel haben, begnügen sich viele mit einer Richtung; im Leben und besonders in der Kunst. |
Salomon Baer Oberdorf |
| 1410 |
Weise sind Kluge, die wissen, wann sie wegschauen müssen. |
Unbekannter Autor |
| 1411 |
Weisheit besteht darin, daß man die Dinge braucht, wenn sie da sind. |
Hellmut Walters |
| 1412 |
Welche Phantasie muß man entfalten, um die Wirklichkeit nachzubilden! |
Gérard le Gouic |
| 1413 |
Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig. |
Euripides |
| 1414 |
Wen sie fürchten, den hassen sie. |
Ennius |
| 1415 |
Wenige sind imstande, eine von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinung gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen. |
Albert Einstein |
| 1416 |
Weniger ist nicht immer besser mehr. |
Unbekannter Autor |
| 1417 |
Wenn alle einen Menschen verabscheuen, würde ich auf jeden Fall prüfen, was daran ist. Wenn alle von einem Menschen eingenommen sind, würde ich auf jeden Fall prüfen, was daran ist. |
Konfuzius |
| 1418 |
Wenn das kein Wunder ist: ein toter Gott, ein totes Christentum, eine tote Kirche und Generationen um Generationen von Pfaffen, die davon leben. |
Unbekannter Autor |
| 1419 |
Wenn das Leben sich langweilt, ist der Tod sein Zeitvertreib. |
Jacques Prévert |
| 1420 |
Wenn das Schwein am fettesten ist, so hat es den Metzger am meisten zu fürchten. |
Abraham a Santa Clara |
| 1421 |
Wenn der Herbst seine Farben verliert, kommt erst der wahre Herbst. |
Joachim Günther |
| 1422 |
Wenn der Mensch keinen Rat mehr weiß, fangen die Wege der Vorsehung an. |
Jean Paul |
| 1423 |
Wenn der Rat gut ist, spielt es keine Rolle, wer ihn erteilt hat. |
Thomas Fuller |
| 1424 |
Wenn die Menschen plötzlich tugendhaft würden, müßten viele Tausende verhungern. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1425 |
Wenn die Vernunft häufig ihre Stimme gegen den Fanatismus erhebt, dann kann sie die künftige Generation vielleicht toleranter machen als die gegenwärtige ist; und damit wäre schon viel gewonnen. |
Friedrich II. von Preußen |
| 1426 |
Wenn die Wurzeln nicht vertrocknet sind, ist der Baum noch nicht tot. |
XIV. Dalai Lama |
| 1427 |
Wenn die Zeit den Atem anhält, steht ihr gewöhnlich auch der Verstand still. |
Unbekannter Autor |
| 1428 |
Wenn dir eine Frau sagt, sie sei tierliebend, so kaufe ihr keinen Hund, sondern einen Nerzmantel. |
Wilhelm Lichtenberg |
| 1429 |
Wenn du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche, dir welches zu borgen. |
Benjamin Franklin |
| 1430 |
Wenn du ein Mann in leitender Stellung bist, so sei geduldig, wenn du die Rede eines Bittstellers hörst. Weise ihn nicht ab, bevor er seinen Leib ausgekehrt hat hinsichtlich dessen, was er dir sagen wollte. Es ist nicht nötig, daß alles, um was er gebeten |
Lehre des Ptahhotep (um 2040 v. Chr.) |
| 1431 |
Wenn du schreiben kannst, wird dir das mehr Nutzen bringen als alle anderen Berufe. |
Lehre des Cheti (um 1970 v. Chr.) |
| 1432 |
Wenn du um etwas streitest, streite so, daß du das nicht versehrst, worum ihr streitet. |
L. Schefer |
| 1433 |
Wenn du zu spät kommst, ist es gut, den Schritt etwas zu verlangsamen. |
Abram Terz (Sinjawskij) |
| 1434 |
Wenn ein Deutscher etwas sagt, hört es sich so an, als lese er aus einem Buch vor. |
Aurel Schmidt |
| 1435 |
Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. |
Zsa Zsa Gábor |
| 1436 |
Wenn ein Mensch wirklich sparsam ist, kann er mit einem lächerlichen Minimum von Pflichtgefühl durchs Leben kommen. |
Roda Roda |
| 1437 |
Wenn ein Tor ein Geheimnis erfährt, verrät er es, weil er ein Tor ist. Wenn ein Schurke etwas erfährt, verrät er es, wann immer es in seinem Interesse liegt. Aber Frauen und junge Menschen neigen zum Verrat von Geheimnissen aus Eitelkeit darüber, daß man |
Earl of Chesterfield |
| 1438 |
Wenn ein wahres Genie in der Welt erscheint, kann man das daran erkennen, daß sich alle Toren gegen ihn verschwören. |
Jonathan Swift |
| 1439 |
Wenn eine Frau gehorcht, darf sie sogar gebildet sein. |
Erich Kästner |
| 1440 |
Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel. |
Kurt Tucholsky |
| 1441 |
Wenn einer Geld hat, darf er dumm sein, wie er will. |
Ovid |
| 1442 |
Wenn es den Kaiser juckt, so müssen die Völker sich kratzen. |
Heinrich Heine |
| 1443 |
Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden. |
Giordano Bruno |
| 1444 |
Wenn es sich um Geld handelt, gehört jeder der gleichen Religion an. |
Voltaire |
| 1445 |
Wenn es wahr ist, daß man sich an den Schmerz gewöhnt wie kommt es dann, daß man im Lauf der Jahre immer mehr leidet? |
Cesare Pavese |
| 1446 |
Wenn Gerüchte alt werden, werden sie Mythos. |
Stanislaw Lec |
| 1447 |
Wenn Gott nicht die Brüste geschaffen hätte, hätte ich nicht gemalt... |
Auguste Renoir |
| 1448 |
Wenn Gott will, dann will ich auch! |
Wolfgang Amadeus Mozart |
| 1449 |
Wenn ich die Feder in der Hand habe, schrecke ich vor nichts zurück. |
Simone de Beauvoir |
| 1450 |
Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf der Schulter von Giganten stand. |
Isaac Newton |
| 1451 |
Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen. |
Paul Valérey |
| 1452 |
Wenn jemand nicht mit Geld umgehen kann, kann es auch daran liegen, daß er keins hat. |
Unbekannter Autor |
| 1453 |
Wenn Leute mit mir über das Wetter reden, habe ich immer das ganz sichere Gefühl, daß sie etwas anderes sagen wollen. |
Oscar Wilde |
| 1454 |
Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel für beides zu entscheiden. |
Theodor Fontane |
| 1455 |
Wenn man einige Monate die Zeitungen nicht gelesen hat und man liest sie alsdann zusammen, so zeigt sich erst, wieviel Zeit man mit diesen Papieren verdirbt. |
Johann Wolfgang Goethe |
| 1456 |
Wenn man gewisse Gedanken nicht mit dem Kopf bezahlt, sollten sie es wenigstens wert sein, damit bezahlt zu werden. |
Unbekannter Autor |
| 1457 |
Wenn man in der Stadt ist, vertreibt man sich die Zeit. Ist man auf dem Land, vertreibt man anderen Leuten die Zeit. Das ist im höchsten Grade langweilig. |
Oscar Wilde |
| 1458 |
Wenn man lange genug wartet, zeigt jeder Mensch einmal Rückgrat. |
Unbekannter Autor |
| 1459 |
Wenn man nichts tut, fühlt man sich für alles verantwortlich. |
Jean Paul Sartre |
| 1460 |
Wenn man sagt, daß man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, daß man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen. |
Otto Fürst Bismarck |
| 1461 |
Wenn man sich nicht äußert, wird man nicht gebeten, es zu wiederholen. |
Calvin Coolidge |
| 1462 |
Wenn man sich von den Bergen entfernt, so erblickt man sie erst recht in ihrer wahren Gestalt; so ist es auch mit den Freunden. |
Hans Christian Andersen |
| 1463 |
Wenn man sieht, wie Minister von heute auf morgen in eine anderes, völlig fremdes Ressort wechseln, kommt man unwillkürlich zu dem Schluß, daß Minister der einzige hochbezahlte Posten ist, den Ungelernte ausüben können. |
Carlo Franchi |
| 1464 |
Wenn man tapfer in die Hölle hineingeht, ist sie nicht halb so heiß. |
Georg Stammler |
| 1465 |
Wenn Männer alles wüßten, was Frauen denken, wären sie tausendmal kühner. |
Pablo Picasso |
| 1466 |
Wenn Menschen fallen, steigen die Preise. |
Unbekannter Autor |
| 1467 |
Wenn schon etwas geglaubt werden soll, was man nicht sieht, so würde ich immerhin die Wunder den Bazillen vorziehen. |
Karl Kraus |
| 1468 |
Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen. |
Konfuzius |
| 1469 |
Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, verschwinden die Mysterien und das Leben ist erklärt. |
Mark Twain |
| 1470 |
Wenn wir wissen, was wir nicht erreichen können, wissen wir schon viel. |
Hermann Kant |
| 1471 |
Wer aber kann sein Geschick ermessen? |
Jesaja 53,8 |
| 1472 |
Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. |
Henry Ford |
| 1473 |
Wer Aufwand ohne Einkommen macht, muß Zins vom Zins zahlen. |
Weisheitsbuch des Phibis (um 100 v. Chr.) |
| 1474 |
Wer aus sich herauslebt, tut immer besser, als wer in sich hineinlebt. |
Johann Gottfried Seume |
| 1475 |
Wer Chemiker werden will, muß Chemie studieren. Wer Jurist oder Arzt werden will, muß Jura oder Medizin studieren. Aber um Politiker zu werden, ist lediglich das Studium der eigenen Interessen erforderlich. |
Max O'Rell |
| 1476 |
Wer damit anfängt, daß er allen traut, wird damit enden, daß er einen jeden für einen Schurken hält. |
Friedrich Hebbel |
| 1477 |
Wer daran leidet, unter seinem Niveau zu bleiben, rächt sich oft ein Leben lang dafür. |
Unbekannter Autor |
| 1478 |
Wer das liest, der merke auf! |
Matthäus 24,15 |
| 1479 |
Wer das Wundern nicht verlernt hat, braucht den Alltag nicht zu fürchten. |
Anita |
| 1480 |
Wer den Mund hält, wenn er merkt, daß er unrecht hat, ist weise. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet. |
George Bernard Shaw |
| 1481 |
Wer die Lacher auf seiner Seite hat, muß sie noch lange nicht hinter sich haben. |
Unbekannter Autor |
| 1482 |
Wer die Umgangsformen beachtet, aber die Lüge verwirft, gleicht einem, der sich zwar modisch kleidet, aber kein Hemd auf dem Leibe trägt. |
Walter Benjamin |
| 1483 |
Wer die Wahrheit liebt, will sie sehen. Wer sie fürchtet, hat sie gesehen. |
Hans Kudszus |
| 1484 |
Wer die Zeit verklagen will, daß so zeitig sie verraucht, der verklage sich nur selbst, daß er sie nicht zeitig braucht. |
Friedrich v. Logau |
| 1485 |
Wer eine Zeit lang Skandal erregt, glaube nicht, daß er die Welt bewegt. |
Friedrich v. Sallet |
| 1486 |
Wer etwas ist, hat alle gegen sich, die etwas werden wollen. |
Richard Schaukal |
| 1487 |
Wer glaubt, über der Situation zu stehen, steht in Wirklichkeit oft nur daneben. |
Friedl Beutelrock |
| 1488 |
Wer grob ist, ohne gerade zu sein, einfältig ohne Lauterkeit, unwissend ohne Wahrheit, den will ich nicht kennen. |
Konfuzius |
| 1489 |
wer im trüben fischt muß klarsehn |
Hans Peter Keller |
| 1490 |
Wer in Blut und Sprüchen schreibt, der will nicht gelesen, sondern auswendig gelernt werden. |
Friedrich Nietzsche |
| 1491 |
Wer in ein Land reist, bevor er einigermaßen in dessen Sprache eingedrungen ist, sollte lieber zur Schule gehen, aber nicht auf Reisen. |
Francis Bacon |
| 1492 |
Wer kann die großen Taten alle zählen? |
Psalmen 106,2 |
| 1493 |
Wer lange gelebt hat, hat alles gesehen und auch das Gegenteil davon. |
Talleyrand |
| 1494 |
Wer liebt, ist blind; wer haßt, sieht Gespenster. |
Mór Jókei |
| 1495 |
Wer mich besucht, erweist mir eine Ehre, wer mich nicht besucht, macht mir eine Freude. |
Henry de Montherlant |
| 1496 |
Wer möchte nicht wenigstens so gut erscheinen, wie er wirklich ist? |
Richard Benz |
| 1497 |
Wer nach den Sternen reisen will, der sehe sich nicht nach Gesellschaft um. |
Friedrich Hebbel |
| 1498 |
Wer nicht bei Tage gehn darf, schleicht bei Nacht. |
William Shakespeare |
| 1499 |
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! |
Unbekannter Autor |
| 1500 |
Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. |
Aristoteles |
| 1501 |
Wer schaffen will, muß fröhlich sein. |
Theodor Fontane |
| 1502 |
Wer Schicksale formt, fällt in Schuld. |
Stefan Zweig |
| 1503 |
Wer schweigt, gibt damit keineswegs unter allen Umständen etwas zu; sicher ist nur, daß er nichts bestreitet. |
Justinian |
| 1504 |
Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, daß andere ihn achten. |
Albert Einstein |
| 1505 |
Wer sich ansieht, leuchtet nicht. |
Lao Dse |
| 1506 |
Wer sich den ganzen Tag mit Essen vollstopft, ohne sich mit irgend etwas geistig zu beschäftigen, ist ein unerfreulicher Mitmensch. Gibt es denn keine Glücks und Schachspieler? Es ist immer noch besser, zu ihnen zu gehören, als nichts zu tun. |
Konfuzius |
| 1507 |
Wer sich der Praxis hingibt ohne Wissenschaft ist wie der Steuermann, der ein Schiff ohne Ruder und Kompaß besteigt und nie weiß, wohin er fährt. |
Leonardo da Vinci |
| 1508 |
Wer sich mit einem Betrunkenen streitet, kränkt einen Abwesenden. |
Publilius Syrus |
| 1509 |
Wer sich nicht mit Politik befaßt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei. |
Max Frisch |
| 1510 |
Wer sich nicht wohlfühlt bei seinesgleichen, der gehört weiter hinunter. |
Salomon Baer Oberdorf |
| 1511 |
Wer sich nicht zu verstellen versteht, versteht nicht zu regieren. |
Louis XI. |
| 1512 |
Wer sich zum Räuber macht, wird wieder beraubt werden. |
Mythos vom Sonnenauge (um 400 v. Chr.) |
| 1513 |
Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 1514 |
Wer überlegt, sucht Beweggründe, nicht zu dürfen. |
Gotthold Ephraim Lessing |
| 1515 |
Wer vermöchte die Sonne zu täuschen? |
Ovid |
| 1516 |
Wer wenig denkt, irrt viel. |
Leonardo da Vinci |
| 1517 |
Wer wenig denkt, meint Leonardo, irrt viel. Doch irrt, wer viel denkt, nicht oft noch viel mehr? |
Unbekannter Autor |
| 1518 |
Wer will der Verstandeskraft und der Erfindungsgabe des Menschen Grenzen vorschreiben? |
Galileo Galilei |
| 1519 |
Wer wird das Zeug lesen? |
Lucilus |
| 1520 |
Wer wird in einen seichten Fluß noch Steine werfen? |
Blaise Gall |
| 1521 |
Wer zu viel weiß, für den ist es schwer, nicht zu lügen. |
Ludwig Wittgenstein |
| 1522 |
Wer zur Quelle gehen kann, der gehe nicht zum Krug. |
Leonardo da Vinci |
| 1523 |
Widerwärtigkeiten sind Pillen, die man schlucken muß und nicht kauen. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1524 |
Wie de Bejahbung uffhört, gleich jeht der Stil los! |
Max Liebermann |
| 1525 |
Wie glücklich sind die, deren Überzeugungen mit der allgemeinen Meinung übereinstimmen. |
Lord Halifax |
| 1526 |
Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet? |
Franz Kafka |
| 1527 |
Wie schade, daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man jung ist, und der, wo man zu alt ist. |
Montesquieu |
| 1528 |
Wie will man das Dasein Gottes leugnen und zugleich die Existenz von Cognac erklären? |
Roda Roda |
| 1529 |
Wie zahlreich sind doch die Dinge, deren ich nicht bedarf! |
Sokrates |
| 1530 |
Willst du, daß man dir gehorcht, so gib keine Befehle. |
Filippo Neri |
| 1531 |
Wind und Wellen sind immer auf Seite des fähigsten Steuermanns. |
Edward Gibbon |
| 1532 |
Wir bieten einer dem anderen ein genügend interessantes Schauspiel. |
Epikur |
| 1533 |
Wir dürfen nicht annehmen, daß alle Dinge unsretwegen geschaffen worden sind. |
René Descartes |
| 1534 |
Wir entscheiden unsere Taten nicht völlig allein. Sie hängen weniger von uns ab, als vom Zufall. Sie werden uns von allen Seiten geboten. Wir sind ihrer nicht immer würdig. |
Anatole France |
| 1535 |
Wir gelten lieber für einen Verbrecher als für einen Tölpel. |
Henry de Montherlant |
| 1536 |
Wir graben den Schacht von Babel. |
Franz Kafka |
| 1537 |
Wir haben das körperliche Indien gesucht und Amerika gefunden; wir suchen jetzt das geistige Indien was werden wir finden? |
Heinrich Heine |
| 1538 |
Wir haben die Marktwirtschaft eingeführt: die Politiker sind schon käuflich. |
Zarko Petan |
| 1539 |
Wir haben nicht ausreichend Zeit, um nur vorsätzlich zu handeln. |
Vauvenargues |
| 1540 |
Wir halten den Menschen für frei: aber seine Freiheit ist nur in dem Maße real und konkret, wie sie engagiert ist, ein Ziel anstrebt und sich anstrengt, einige Veränderungen in der Welt zu bewirken. |
Simone de Beauvoir |
| 1541 |
Wir können immer liebenswürdig sein zu den Menschen, an denen uns nichts liegt. |
George Bernard Shaw |
| 1542 |
Wir leben im Zeitalter der Überarbeiteten und Untergebildeten, einem Zeitalter, in dem die Leute derart geschäftig sind, daß sie völlig verdummen. Und so hart es klingt: Solche Leute verdienen ihr Los. Das sicherste Mittel, nichts über das Leben zu erfahr |
Oscar Wilde |
| 1543 |
Wir leben in einer Zeit, in der die Nachfrage nach dem Menschen größer ist als das Angebot. |
Zarko Petan |
| 1544 |
Wir legen den Worten zuviel Gewicht bei: mit unserer geschwätzigen Erziehung erzeugen wir nur Schwätzer. |
Jean Jacques Russeau |
| 1545 |
Wir neigen dazu, Unbekannten zu glauben, weil sie uns noch nie betrogen haben. |
Samuel Johnson |
| 1546 |
Wir schätzen die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken falls sie dasselbe denken wie wir. |
Mark Twain |
| 1547 |
Wir sind alle so frei wie der Schauspieler im Stück. |
Unbekannter Autor |
| 1548 |
Wir sind geborene Polizisten. Was ist Klatsch andres als Unterhaltung von Polizisten ohne Exekutivgewalt. |
Christian Morgenstern |
| 1549 |
Wir sind heute alle sehr gewandt und sehr rasch im Formulieren, aber nach wie vor bestimmt der Grad der Wirklichkeitsnähe den Wahrheitsgehalt unserer Worte. |
Paul Grossmann |
| 1550 |
Wir stecken bereits tief in der Dekadenz; das Sensationelle gilt und nur einem strömt die Menge noch begeisterter zu: dem baren Unsinn. |
Theodor Fontane |
| 1551 |
Wir wissen, daß wir nur Vorläufer sind, und nach uns wird kommen nichts Nennenswertes. |
Bertholt Brecht |
| 1552 |
Wir würden uns oft unsrer schönsten Taten schämen, wenn die Welt alle Beweggründe sähe, aus denen sie hervorgehen. |
F. de la Rochefoucauld |
| 1553 |
Wird ein Mann schon kurz nach der Übernahme eines Amtes reich, kann er nicht viel taugen. Hat er aber jahrelang seinen Posten inne und ist immer noch nicht reich, ist es mit ihm auch nicht weit her. |
Schu Schuemou |
| 1554 |
Wird's besser? Wird's schlimmer? Fragt man sich alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich. |
Erich Kästner |
| 1555 |
Wirkliche Tugenden stören immer und erregen Haß. |
Hermann Hesse |
| 1556 |
Wissen stimmt melancholisch. |
Ob Geist nicht mehr tötet als lebendig macht? |
| 1557 |
Wissense, det sieht alles jut aus, aber et is nich jut! |
Max Liebermann |
| 1558 |
Wissenswerter als das meiste Wissen wäre die Antwort eines Toten auf die Frage, ob es ihm leid tue, gelebt zu haben. |
Dschuang Dse |
| 1559 |
Wo alle selbstsüchtig sind, ist der Weise nicht mehr wert als der Narr. Er ist nur etwas gefährlicher. |
James Anthony Froude |
| 1560 |
Wo Diskussionen nicht vorgesehen sind, fällt die Erinnerung daran schwer, daß in jeder Debatte etwas unterdrückt wird. Es wird beinahe unmöglich, sich das vorzustellen, was unterdrückt wird. Dann liegt es nahe, das Unterdrückte als wertlos oder so gefährl |
Salman Rushdie |
| 1561 |
Wo es noch Privatbesitz gibt, wo alle Menschen alle Werte am Maßstab des Geldes messen, da wird es kaum jemals möglich sein, eine gerechte und glückliche Politik zu treiben. |
Thomas Morus |
| 1562 |
Wo ist der Schnee des verflossenen Jahres? |
Françios Villon |
| 1563 |
Wohl dem, der Freunde hat, aber wehe dem, der Hilfe von ihnen braucht. |
Pantschatantra |
| 1564 |
Wohlstand ist, wenn die Leute mehr Uhren haben als Zeit. |
Werner Mitsch |
| 1565 |
Wollen und Vollbringen können nicht immer Hand in Hand gehen. |
Mo Ti |
| 1566 |
Wollen wir fröhlich sein unser Leben lang. |
Psalmen 90,14 |
| 1567 |
Worüber der Meister nicht sprechen mochte, waren außerordentliche Erscheinungen, geheimnisvolle Kräfte, Gesetzlosigkeit und Götter. |
Die Weisheit des Konfuzius |
| 1568 |
Wozu die Brücke breiter als der Fluß? |
William Shakespeare |
| 1569 |
Wunsch ist ein Wille, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt; warum wohl? |
Robert Musil |
| 1570 |
Zivilisation ist die Tendenz der menschlichen Spezies, sich selbst zu vernichten. |
Hans Brändli |
| 1571 |
Zorn ist ein teurer Luxus, den sich nur Menschen mit einem bestimmten Einkommen leisten können. |
George W. Curtis |
| 1572 |
Zu einem ganz strengen, ganz bösen Mann am Fahrkartenschalter möchte ich immer sagen: "Na, was haben Sie denn so für Billets?" |
Kurt Tucholsky |
| 1573 |
Zu viel kann man wohl trinken, doch trinkt man nie genug. |
Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781) Antwort eines trunknen Dichters |
| 1574 |
Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache bestehen. |
Voltaire |
| 1575 |
Zufriedene Menschen haben etwas Unheimliches. Man weiß so gar nicht, was man mit ihnen anfangen soll. |
Erich Kästner |
| 1576 |
Zum Heiraten gehören immer zwei: ein Mädchen und seine Mutter. |
Mexikanisches Sprichwort |
| 1577 |
Zum Schreiben gehört auch das Talent, sich einzureden, zu nichts anderem fähig zu sein. |
Unbekannter Autor |
| 1578 |
Zum zehnten Mal wiederholt, wird es gefallen. |
Horaz |
| 1579 |
Zur Korrektur Hegels: Je vernünftiger man die Welt anschaut, desto unvernünftiger schaut sie zurück. |
Unbekannter Autor |
| 1580 |
Zur Lebensart gehört, daß man auch gegen sich höflich sei. |
Jean Paul |
| 1581 |
Zur Potenz eines Mannes muß man heutzutage im allgemeinen die PS Zahl seines Wagens hinzurechnen. |
Mary Saunders |
| 1582 |
Zuviel Zeit mit Studieren zu verbringen, ist Faulheit; es nur als Schmuck zu verwenden Affektiertheit; nur danach zu urteilen Gelehrtenwahn. |
Francis Bacon |
| 1583 |
Zweifel muß nichts weiter sein als Wachsamkeit, sonst kann er gefährlich werden. |
Georg Christoph Lichtenberg |
| 1584 |
Zwischen den Menschen besteht für gewöhnlich so wenig Unterschied, daß kaum ein Grund zur Eitelkeit vorliegt. |
Montesquieu |
| 1585 |
Zwischen Vernunft und gutem Geschmack liegt der Unterschied zwischen Ursache und Wirkung. |
Jean de la Bruyére |
| 1586 |
Zwischenstaatlich organisiert sind in Europa nur das Verbrechen und der Kapitalismus. |
Kurt Tucholsky |
| 1587 |
Ein Staatsmann ist ein Politiker, der seit zehn oder 15 Jahren tot ist. |
Harry S. Truman, Politiker |