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 Nothing is impossible to a willing mind. (Books of han dynasty)

Man kann immer seinen Standpunkt ändern,

weil dir niemand verbieten kann, klüger zu werden.

Konrad Adenauer

 

Thoren´s gesammelte Zitate, geordnet nach Datenbank ID

Zitate
ID Zitate und Sprüche Autor
1 Welches sind die 3 dünnsten Bücher dieser Welt? Israelische Küche, italienische Heldensagen, Schweizer Humor. Johannes Gross, Publizist
2 Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen. Oskar Wilde, Schriftsteller
3 Man gibt seine Kinder auf die Schule, damit sie still werden - und auf die Hochschule, daß sie laut werden. Jean Paul, Schriftsteller
4 Der Schäfer versucht immer die Schafe davon zu überzeugen, daß ihre Interessen und sie seinen dieselben sind. M. h. Stendal, Autor
5 Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße. Franz Kafka, Schriftsteller
6 Die glücklichste Frau ist nicht diejenige, die den besten Mann geheiratet hat, sondern diejenige, die das beste aus dem Mann gemacht hat , den sie geheiratet hat. Isaac Newton, Physiker
7 Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. Konrad Adenauer
Konrad Adenauer, deutscher Politiker (1876 - 1967)
8 Wer einen großen Skandal verheimlichen will, der inszeniere am besten einen kleinen. Friedrich Dürrenmatt, Autor
9 Es gibt Leute, die haben eine Bibliothek, wie Eunuchen einen Harem. Victor Hugo, Schriftsteller
10 Wenn ich Leute bei einer Cocktailparty langweile, so glauben sie, es sei ihr Fehler. Henry Kissinger, Politiker
11 Der Politiker muß voraussehen, was morgen, nächste Woche, im kommenden Monat, und im nächsten Jahr passiert. Außerdem muß er später erklären können, warum das Vorausgesagte nicht eintraf. Sir Winston Churchill
12 Geizhälse sind die Plage ihrer Zeitgenossen, aber das Entzücken ihrer Erben. Theodor Fontane, Autor
13 Unsere Freunde wissen nicht viel, doch wissen sie immer, was sie an unserer Stelle täten. Folco Masucci, Schriftsteller
14 Eine Frau soll sich stets nur aus Liebe verheiraten - und dies solange weiter tun, bis sie Liebe gefunden hat. Zsa Zsa Gabor, Filmdiva
15 Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen. Friedrich Schiller
16 Man soll nicht das Kind ins Buch eintragen, ehe es geboren ist. Norwegisches Sprichwort
17 Man soll nie einen Menschen aufgeben, bevor er an einer Aufgabe versagt hat, die ihm Freude bereitet. Lewis E. Lawes
18 Man soll sich immer mehr auf die eigene Tüchtigkeit als auf die Zuneigung anderer verlassen. Niccolò Machiavelli
19 Man sollte die leichte Muse öfters wiegen. Noch mehr abnehmen darf sie nicht. Unbekannter Autor
20 Man spricht entweder zum Volk oder zur Sache. Hans Kasper
21 Man spricht gern von Problemen, "die Marx auch nicht löste" um abzulenken von jenen, die er gelöst hat. Karlheinz Deschner
22 Man wähle von zwei Politikern das kleinere Übel. Roda Roda
23 Man war lange Zeit der Meinung, daß es in der Natur keinen leeren Raum gäbe. Diese Behauptung jedoch wurde durch verschiedene Menschenköpfe widerlegt, in denen sich ganz leerer Raum vorgefunden. Johann Nestroy
24 Man wäre ja gar kein solcher Egoist, wenn es nur nicht so nützlich wäre. Raimund Vidráni
25 Man würde sich leicht an die Kümmernisse gewöhnen, wenn die Vernunft oder die Leber ihnen nicht erlägen. É. M. Cioran
26 Manche fortschrittliche Frauen verwechseln Erektion mit Reaktion weil sie beides nur aus den Büchern kennen. Gabriel Laub
27 Manche Gedanken weisen bei näherer Betrachtung ganz erhebliche Sprünge auf. Unbekannter Autor
28 Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse; andere meinen, er sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne; nur wenige sehen in ihm ein Pferd, das den Karren zieht. Winston Churchill
29 Manche Leute braucht man nicht zu parodieren. Es genügt, wenn man sie zitiert. Robert Neumann
30 Manche Männer wählen ihre Frau fürs Leben bei einer Beleuchtung, bei der sie nicht einmal eine Krawatte auswählen würden. Maurice Chevalier
31 Manche Menschen haben eine so virtuose Nervosität, daß man diese für Temperament halten könnte. Peter Horton
32 Manche sagen ihre Meinung nur, weil sie zu schwach sind, sie zurückzuhalten. Unbekannter Autor
33 Manche Schauspieler sind so begabt, daß sie selbst im Leben wie echt wirken. Roda Roda
34 Manche werden jünger, indem sie altern; es sind diejenigen, die an nichts mehr glauben. Unbekannter Autor
35 Mancher hält sich für taub, weil nicht mehr über ihn gesprochen wird. Talleyrand
36 Manches schlummernde Talent sollte man ruhig weiterschlafen lassen. Unbekannter Autor
37 Männer heiraten aus Liebe, Frauen mit Liebe. Unbekannter Autor
38 Männer sind zwar oft so jung, aber niemals so bedeutend, wie sie sich fühlen. Simone de Beauvoir
39 Männer werden müde und matt. Jesaja 40,30
40 Männer, die behaupten, sie seien die uneingeschränkten Herren im Haus, lügen auch bei anderer Gelegenheit. Mark Twain
41 Mehr Leute sind durch Schulung als durch Naturanlage tüchtig. Kritias
42 Meine Freunde teile ich ein in solche, die ich bewundere, solche, die ich verehre, solche, die ich liebe, und solche, mit denen ich Mitleid habe. Francesco Petrarca
43 Meiner Ansicht nach wird das Lernen stark überschätzt. Zumindest hat man es in der Schule nie ernst genommen, wo alles getan wurde, um einen deutlich darauf aufmerksam zu machen. Alles Wissenswerte bringt man sich eigentlich selbst bei, und der Rest gerät Saki
44 Meinerseits mißtraue ich allen Verallgemeinerungen über Frauen, günstig und ungünstig, männlich und weiblich, alt und modern. Bertrand Russel
45 Mensch: heruntergekommenes Tier. Unbekannter Autor
46 Menschen werden nicht gehängt, weil sie Pferde gestohlen haben, sondern damit die Pferde nicht gestohlen werden. Lord Halifax
47 Minister fallen wie Butterbrote: gewöhnlich auf die gute Seite. Ludwig Börne (1786 - 1837)
48 Mir ist es lieber, daß man fragt, warum man mir kein Denkmal gesetzt hat, als daß man sich erkundigt, warum man es getan hat. Cato
49 Mir ist es unmöglich, mir so etwas wie eine Seele vorzustellen. Ich mag mich irren, und der Mensch mag eine Seele haben. Aber ich glaube es einfach nicht. Thomas Alva Edison
50 Mir sind alle Bücher zu lang. Voltaire
51 Mir tut es allemal weh, wenn ein Mann von Talent stirbt, denn die Welt hat dergleichen nötiger als der Himmel. Georg Christoph Lichtenberg
52 Mit dem Geld ist es wie mit dem Toilettenpapier. Wenn man es braucht, braucht man es dringend. Upton Sinclair
53 Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt. Seneca
54 Mit der Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens. Friedrich Schiller
55 Mit der Zeit bewerten wir unsere Freunde nach der Feinheit ihres Taktgefühls. Paul Valéry
56 Mit des Auges Gesundheit, des Herzens heiliger Unschuld zu entlarven den Trug, der sich als Wahrheit versucht. Friedrich Schiller
57 Mit Entzücken möchte ich manchmal alle Schelme umarmen, wenn man diejenigen betrachtet, welche die Welt rechtschaffen nennt. Ernst v. Feuchtersleben
58 Mit jedem Pedanten stirbt auch ein Stück Chaos. Unbekannter Autor
59 Mit jeder neu gelernten Sprache erwirbst du eine neue Seele. Tschechisches Sprichwort
60 Mit Zurückhaltung muß man vorschreiten, wo tiefer Grund zu fürchten ist. Balthasar Gracian
61 Mode: jene kurze Zeitspanne, in der das völlig Verrückte als normal gilt. Oscar Wilde
62 Moderne Regierungen brauchen keine Hofnarren mehr. Unbekannter Autor
63 Mögen sie hassen, wenn sie nur fürchten! Accius
64 Nach einem guten Essen könnte man allen vergeben, selbst seinen eigenen Verwandten. Oscar Wilde
65 Nach Golde drängt, Am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen! J. W. von Goethe (1749 - 1832) Faust
66 Nach meiner Ansicht ist der Herr am besten gekleidet, dessen Kleidung niemand bemerkt. Antony Trollope
67 Nachdem der Mensch das Feuer entdeckt hatte, traute er sich auch zu, es zu erfinden. Unbekannter Autor
68 Nachdem sich die Anzahl der Autos stark vermehrt hat, hält man die vielen Unfälle für Schicksal. Unbekannter Autor
69 Nationale Planlosigkeit in Wirtschaftsangelegenheiten ergibt internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Aldous Huxley
70 Natürlich muß man lesen, was man nicht versteht, um zu verstehen, was man lesen kann. Martin Walser
71 Neben den gesteckten gibt es vor allem die versteckten Ziele. Unbekannter Autor
72 Nicht durch Alter, sondern durch Fähigkeit erreicht man Weisheit. Plautus
73 Nicht im Vergessen, sondern im Sich erinnern besteht das Geheimnis der Erlösung. Baal Schem Tov
74 Nicht jedem steht jeder Fehler. Unbekannter Autor
75 Nicht kann ich mit dir, nicht ohne dich leben. Martial
76 Nicht weil es dort Sonne gibt, reizt mich der Süden, sondern weil es dort angenehm ist, im Schatten zu sitzen. Martin Kessel
77 Nicht, wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. Niccoló Machiavelli
78 Nichts amüsiert mich mehr, als wenn ich über mich selbst lache. Mark Twain
79 Nichts gereicht einem Staate mehr zum Schaden, als daß die Schlauen für klug gelten. Francis Bacon
80 Nichts in der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind. Albert Einstein
81 Nichts ist so ungewiß oder so wertlos wie das Urteil des Pöbels. Livius
82 Nichts nehmen die Menschen so übel, als wenn sie keine Einladungen bekommen. Oscar Wilde
83 Nichts vergoldet die Vergangenheit so sehr wie ein schlechtes Gedächtnis. John Steinbeck
84 Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir; du weißt es, daß sie lügt, und dennoch glaubst du ihr. Friedrich Rückert
85 Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat. Martin Luther
86 Nichtstun ist besser, als mit vieler Mühe nichts schaffen. Lao Dse
87 Nie verzeiht eine Frau dem Mann, den sie liebt, das Glück, das sie ihm nicht zu schenken vermochte. Delphine de Girardin
88 Niemals sollt Ihr Euch rechtfertigen. Lew Nikolajewitsch Tolstoi
89 Niemand ist nutzlos auf der Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht. Charles Dickens
90 Niemand ist stolzer auf ein Genie als die Nachkommen derer, die es kaputtgehen ließen. Unbekannter Autor
91 Niemand spricht in unserer Gegenwart so von uns, wie in unserer Abwesenheit. Blaise Pascal
92 Niemand wird fehlerfrei geboren; wer die wenigsten Mängel besitzt, ist der Beste. Horaz
93 Niemand zählt die Stufen, die er mühelos ersteigen kann. Unbekannter Autor
94 Nieten halten alles und immer zusammen. Unbekannter Autor
95 Nimm dir Zeit. Dann vergiß sie. So hast du Ewigkeit. Friedrich Kayssler
96 Nimm kein Wort weg, und füge keines hinzu, und setze auch keines an die Stelle eines anderen. Ptahhotep
97 Noch nie gab es so viel Freizeit, soviel Urlaub, soviel Entspannung. Noch nie gab es soviel Genußmittel, soviel Alkohol, soviel Drogen. Noch nie gab es so bequeme Verkehrsmittel, so gut eingerichtete Wohnungen, so hohen Lebensstandard. Und noch nie gab es Phil Bosmans
98 Nun haben wir bald keinen Hunger mehr, sagte die Katze zur Maus. Peter Tille
99 Nur der Jugend nicht durch Rat zu helfen suchen! Erfahrung und Wissen sind nur für den mitteilbar, der erfahren hat und weiß. Das Beispiel, die Tatsache ohne alles Beiwerk von Räsonnement ist, neben der ursprünglichen Anregung, alles, was man hier geben k Ernst v. Feuchtersleben
100 Nur die Unwissenden verachten die Bildung. Publilius Syrus
101 Nur ein Narr feiert, daß er älter wird. George Bernard Shaw
102 Nur ein Unvorsichtiger wagt vor Leuten, die er nicht kennt, Geist zu haben. Helvétius
103 Nur ein vollkommen unbedeutender Mensch, eine unverbesserliche Null, wird sich damit begnügen, im Leben immer ein und dieselbe Rolle zu spielen, immer den gleichen Platz in der Gesellschaft einzunehmen und dieselben Dinge zu tun. Boris Pasternak
104 Nur nicht auf den Leim, dachte die Fliege und flog der Schwalbe in den Mund. Unbekannter Autor
105 Nur weil wir die Gegenwart nicht recht zu erkennen und zu erforschen verstehen, bemühen wir uns geistreich um Einsicht in die Zukunft. Blaise Pascal
106 Nur wenige Menschen besitzen ihr Weltbild im Original. Unbekannter Autor
107 Nur wer das Fallen selber kennt, verzeiht. Viktor Suchy
108 Nur wer seine Rechnungen nicht bezahlt, darf hoffen, im Gedächtnis der Kaufleute weiterzuleben. Oscar Wilde
109 Nur zwei große Strömungen gibt es in der Geschichte: die Niedertracht, die die Konservativen macht, und den Neid, der die Revolutionäre macht. Edmond & Jules de Goncourt
110 O wackrer Apotheker! Dein Trank wirkt schnell. William Shakespeare (1564 - 1616) Romeo und Julia
111 Ob die Weiber so viel Vernunft haben wie die Männer, mag ich nicht entscheiden; aber sie haben gewiß nicht so viel Unvernunft. Johann Gottfried Seume
112 Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen, als an seinen Antworten. Antoine de Levis
113 Ob einer Skeptiker ist oder nicht, hängt wesentlich davon ab, ob ihm sein Leben gelungen ist oder mißlungen. Hans A. Moser
114 Ob Janus wirklich immer wußte, was hinter seinem Rücken vor sich ging? Unbekannter Autor
115 Oben wird immer geleitet, aber unten wird meistens gelitten. Martin Kessel
116 Objektivität. Es hat alles zwei Seiten. Aber erst wenn man erkennt, daß es drei sind, erfaßt man die Sache. Heimito v. Doderer
117 Öffentliche Meinung: falsche Perlen vor echte Säue werfen. Johannes Gross
118 Oft gehen zwei Idioten eine Vernunftehe ein. Wieslaw Brudzinski
119 Oft nennt man Güte, was nur ein Mangel an Geistesgegenwart ist. Carmen Sylva
120 Ohne Brot und Wein friert die Venus. Terenz
121 Ohne den Glauben daran, daß es grundsätzlich möglich ist, die Wirklichkeit durch unsere theoretischen Konstruktionen begreiflich zu machen, ohne den Glauben an die innere Harmonie unserer Welt, könnte es keine Naturwissenschaft geben. Albert Einstein
122 Ohne ein bißchen Bosheit kann man unmöglich witzig sein. Rose Macaulay
123 Ohne Geld ist die Ehre nur eine Krankheit. Jean Baptiste Racine
124 Ohn Macht: die Macht des kleinen Mannes.
125 Optimist: ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind. Karl Valentin
126 Originalität? Mut zu sich selbst falls es lohnt.
127 Party: eine Zusammenkunft von Leuten, die sich nichts zu sagen haben und das sehr ausgiebig tun. Bob Hope
128 Phantasie ist nicht, sich etwas vorzustellen, was die Dinge nicht sind, sondern etwas zu tun, was sie sein könnten. Karel Capek
129 Politik ist der Streit der Interessen, der sich als Streit der Prinzipien maskiert hat. Ambrose Bierce
130 Politik: Fortsetzung des Krieges mit gefährlichen Drohungen. Roda Roda
131 Politiker versuchen immer nur, mit der Masse fertig zu werden, nicht mit ihren Problemen. Unbekannter Autor
132 Popularität wird in dem Augenblick zu einem Vergehen, in dem man sie sucht. Sie ist nur eine Tugend, wenn Menschen sie besitzen, ob sie wollen oder nicht. Lord Halifax
133 Prediger absoluter Wahrheiten sind immer absolute Lügner. Unbekannter Autor
134 Problematisch am Fernsehen ist nicht, daß es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, daß es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert. Neil Postman
135 Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält. Karl Kraus
136 Psychologie ist Philosophie nach dem Sündenfall. Rudolf Alexander Schröder
137 Pünktlich sind die Gewissenhaften und die Neugierigen. Arthur Schopenhauer
138 Ratten und Eroberer dürfen im Unglück keine Gnade erwarten. Charles C. Colton
139 Rebell ist man, wenn man unterliegt. Die Sieger sind nie Rebellen. Anatole France
140 Recht und Freiheit sind ein paar bedeutungsvolle Worte, aber nur in der einfachen Zahl unendlich groß, drum hat man sie uns auch immer nur in der wertlosen vielfachen Zahl gegeben. Johann Nestroy
141 Recht: ein anderes Wort für Macht. Unbekannter Autor
142 Regieren ist kein Ding für Leute von Charakter und Erziehung. Aristophanes
143 Reisen war früher ein Vergnügen, heute ist es ein Gewerbe. Lin Yutang
144 Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann. Joseph Joubert
145 Religionen sind Fertighäuser für arme Seelen. Unbekannter Autor
146 Reue ist der feste Vorsatz, beim nächsten Mal keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Marcel Achard
147 Rom hat gesprochen, die Sache ist erledigt. Augustinus
148 Ruhm: wenn dich diejenigen kennen, die du nicht kennst, und die du kennst, dich nicht kennen wollen. Wieslaw Brudzinski
149 Satiriker sind die schlimmsten Konkurrenten der Wissenschaftler sie wissen alles früher. Gabriel Laub
150 Schau den Ernst Gottes... Römerbrief 11,22
151 Schlafen ist bequem, aber Erwachen ist interessant. Hazrat Inayat Khan
152 Schlechter Geschmack kennt keine Grenzen. Unbekannter Autor
153 Schon als Knabe hatte er an der Quelle gesessen. Sollte er als alter Mann noch zum Wanderstabe greifen? Unbekannter Autor
154 Schönheit wirkt auf den ersten Blick angenehm, aber wem fällt sie auf, wenn sie drei Tage im Hause ist? George Bernard Shaw
155 Schriftsteller, die ihrem Weltbild sprachlich nicht gewachsen sind, nennt man in Deutschland Seher. Gottfried Benn
156 Schwache Naturen rächen gern die Folgen ihrer Fehler an anderen. M. Herbert
157 Schwanger werden die Dummen, nicht die Galanten. Terenz
158 Schweigen bedeutet für einen großen Teil der Menschheit Gewinn. Aischylos
159 Schweigen ist eine Form der Kritik, die sich schwer zu Papier bringen läßt. Unbekannter Autor
160 Sehenswürdigkeiten sind Dinge, die man gesehen haben muß, weil andere Leute sie auch gesehen haben. A. v. Czibulka
161 Sehr oft verlangt der Feigling von den anderen, daß sie zu seinen Ansichten stehen. Jacques Prévert
162 Sei nicht stolz auf dein Wissen und vertraue nicht darauf, daß du weise seiest. Hole dir Rat bei den Unwissenden wie bei den Wissenden, denn es gibt keine Schranke für die Kunst und kein Künstler besitzt die volle Erleuchtung. Lehre des Ptahhotep (um 2400 v. Chr.)
163 Die Menschen sind wie die Geldbörsen: Es kommt nicht auf das Aussehen an, sondern auf den Inhalt. Portugiesisches Sprichwort
164 Ist es nicht erschreckend, das menschliche Weisheit beschränkt ist und Dummheit nicht? Konrad Adenauer, Kanzler
165 Bush traf sich mit Schröder. Der Kanzler hat zugesagt: Deutschland unterstützt den Wiederaufbau im Irak, bildet Polizisten aus und richtet dort ein Mautsystem ein. Harald Schmidt, Kabarettist
166 Da? Alter vor Torheit schützt, das könnte man noch hinnehmen. Aber das die Torheit nicht vor Alter schützt,das ist tragisch! Georg Christoph Lichtenberg, Schriftsteller
167 Dummheit ist keine Schande. Hauptsache man hält den Mund dabei! Werner Mitsch, Autor
168 Ich glaube der Mensch ist irgendwie hohl. Aber was herauskommt, muß ja auch drin sein. Darum glaube ich, daß er schlecht gefüllt ist, wie eine vergiftete Praline. Dieter Hildebrandt, Kabarettist, über Dieter Bohlen
169 Bei einem Ausverkauf hat ein Gentleman nur dann eine Chance, wenn er sich wie eine Dame benimmt. Peter Ustinov, Multitalent
170 Man kann es auf zweierlei Art zu etwas bringen: durch eigenes Können und durch die Dummheit der anderen! Jean de La Bruyère
171 Das Filmgeschäft ist die zweitgrößte kriminelle Vereinigung. Wenn du einmal was umsonst machst, werden sie dir nie wieder die volle Gage zahlen! Heinz Hoenig, Schauspieler
172 Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst. Mark Twain, Schriftsteller
173 Die autoritäre Erziehung können nur Leute erfunden haben, die selber keine Kinder haben. Liselotte Pulver
174 Geschichte ist die Adddition von Ereignissen, die besser nicht stattgefunden hätten. Unbekannt
175 Der Diplomat ist ein Mensch, der zwei Mal denkt, bevor er nichts tut! Charles de Gaulle
176 Wie schade, daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und der, wo man zu alt ist. Charles de Montesquieu, Philosoph
177 Die Menschchen sind nicht so schlecht, wie sie gemalt werden! Pablo Picasso, Maler
178 Eine Mutter braucht 20 Jahre, um aus ihrem Sohn einen Mann zu machen - eine wildfremde Frau macht in 20 Minuten einen Idioten aus ihm. Robert Lee Frost, Lyriker
179 Ich vergessen nie ein Gesicht - aber in ihrem Falle mache ich eine Ausnahme. Groucho Marx, Komiker
180 Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will! John Steinbeck, Autor
181 Ein Pessimist ist einer, der , wenn er die Wahl zwischen zwei Übeln hat, beide wählt. Oscar Wilde
182 Moral ist die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, die wir nicht leiden können! Oscar Wilde, Autor
183 Es gibt keine noch so schöne Rose, die nicht zur Hagebutte wird. Anatole France, Autor
184 Am liebsten erinnere ich mich an die Arbeit, die hinter mir liegt. Philosoph Euripides
185 Wer sich mit der Kunst verheiratet, bekommt die Kritik als Schwiegermutter. Hildegard Knef, Schauspielerin
186 Die Medizin benennt unsere Leiden mit derart häßlichen Namen, daß man darob alle Lust verlieren könnte, krank zu werden. Kurt Martl, Autor
187 Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten. Thoedor Heuss, Politiker
188 Ich habe mir die Zeit vertrieben, aber jetzt vertreibt mich die Zeit. William Shakespeare, Autor
189 Die Masse ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Hans Kasper, Aphoristiker
190 Wenn ein Mann will, daß eine Frau ihm zuhört, braucht er nur mit einer anderen zu reden. Liza Minelli, Schauspielerin
191 Ein junger Mensch, der niemals weint, ist ein Ungeheuer. Ein alter Mensch, der niemals lacht, ein Narr. George Santayana, Dichter
192 Alter schützt vor Liebe nicht, aber Liebe vor dem Altern! Coco Chanel, Modezarin
193 Wenn man im Leben keinen Erfolg hat, braucht man sich deshalb ohne weiteres für einen Idealisten zu halten. Henry Miller, Autor
194 Männer tun eine Menge, um ihr Gesicht zu wahren; Frauene gehen dazu zum Kosmetiker. Robert Lembke, Entertainer
195 Die Ehe ist die bedingungslose Kapitulation des Eroberers. Vittorio de Sica, Filmstar
196 Ein Optimist ist ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind. Karl Valentin, Kabarettist
197 Takt besteht darin, daß man weiß, wie weit man zu weit gehen darf. Jean Cocteau, Dichter
198 Ein Pessimist ist ein Mensch, der sich den Kuss vom Bakteriologen erklären läßt. Paul Hubschid, Schweizer Schauspieler
199 Originell ist ein Autor nur dann, wenn man nicht feststellen kann, von wem er abgeschrieben hat. Max Nunes, Autor
200 Ja, ich glaube an den Kommunismus. Ich denke, wir sollten alle gleich sein. Und zwar alle reich. Salma Hayek, Hollywood-Schauspielerin
201 Nicht alle, die gestern jung waren, sind auch von gestern. Gustav Knut, Schauspieler
202 Es gibt keinen traurigeren Anblick als den eines jungen Pessimisten. Mark Twain, Schriftsteller
203 Der größte Nachteil von Neuerscheinungen ist, daß sie einen hindern, gute und alte Bücher zu lesen. Joseph Joubert, Autor
204 Je größer die Zahl der Gesetze, desto größer die Zahl der Gauner. Laotse, Philosoph
205 Olympische Spiele sind eine wundervolle Gelegenheit, Zwietracht auch unter jenen Nationen zu stiften, die sonst keine Reibungsflächen haben. George Benard Shaw, Autor
206 Die meisten Menschen kommen mit ärztlicher Unterstützung auf die Welt und verlassen sie auf die selbe Weise. George Benard Shaw, Autor
207 Man kann die Menschen in drei Klassen einteilen: solche, die sich zu Tode arbeiten, die sich zu Tode sorgen, und solche, die sich zu Tode langweilen. Sir Winston Churchill
208 Jockeys sind Reiter, die manchmal früher über ein Hindernis kommen, als das Pferd. Danny Kaye, Komiker
209 Jeder junge Mensch macht früher oder später die Entdeckung, daß auch Eltern gelegentlich recht haben können. André Malraux, Schriftsteller
210 Bei dem Gedanken, kein Wort mehr über Bohlens Bücher oder Frau Juhnkes Bekenntnisse verlieren zu müssen, kommt eher Erleichterung auf. Axel Bulthaupt, Brisant-Moderator
211 Faulheit ist die Begabung, sich auszuruhen, bevor man müde wird. Jules Renard, Autor
212 Wer keinen Biographen findet, ,uß sein Leben eben selbst erfinden. Giovanni Guareschi, Autor
213 Nichts beschleunigt die Genesung so sehr wie regelmäßige Arztrechnungen. Alec Guiness, Schauspieler
214 Bücherschreiben ist das einzige Verbrechen, bei dem sich der Täter bemüht, Spuren zu hinterlassen. Gabriel Laub, Autor
215 Es ist besser, zu wollen, was man nicht hat,als zu haben, was man nicht will. Werner Finck. Kabarettist
216 Ein Optimist ist ein Mensch, der sich ein Dutzend Austern bestellt, dies in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können. Theodor Fontane, Autor
217 Es gibt Abende, an denen nicht das Schauspiel, sondern das Publikum durchfällt. Max Reinhardt, Regisseur
218 Optimist ist der Mann, der seine Sekretärin heiratet und glaubt, er könne weiter diktieren. Unbekannt
219 Man ist in den besten Jahren, wenn man die guten hinter sich hat. André Maurois, Autor
220 Wer den Verstand verloren hat, ist keineswegs verrückt. Wer aber alles hat außer dem Verstande - der wird verrückt. Gibert Keith Chesterton, ´Schauspieler
221 Wo das Prestige anfäng, hört bekanntlich der Verstand auf. Norbert Blüm, Politiker
222 Man müßte sich die Unbestechlichkeit bezahlen lassen können. Werner Schneyder, Moderator und Kabarettist
223 Jeder Mensch ist wie der Himmel ihn gemacht hat,- und manchmal eine gehörige Portion schlechter. Miguel de Cervantes
224 Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen. Arthur Schoppenhauer, Philosoph
225 Ein Mann mit einem hohen Bankkonto kann gar nicht häßlich sein. Zsa Zsa Gabor, Schauspielerin
226 Körperliche Bewegung ist Quatsch. Bist du gesund, so brauchst du sie nicht, bist du krank, sollst du sie vermeiden. Henry Ford, Industrieller
227 Die Klugheit gibt nur Rat, die Tat entscheidet. Franz Grillparzer
228 Der Mensch, der nur gut ist,ist bloß für sich gut. Jean-Jaques Rousseau
229 Schmutzige Arbeit, blankes Geld. unbekannt
230 Es ist gut, sich aus Verhältnissen herauszulösen, die einem die Luft nehmen. Paula Modersohn-Becker
231 Der Unterschied zwischen einem Job und einer Karriere ist der Unterschied zwischen vierzig und sechzig Stunden in der Woche. Robert Frost, amerikanischer Lyriker, 1874-1963
232 Man muß etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen. Georg Christoph Lichtenberg
233 Der Mensch jagt nach Rätseln und kaum hat er die Auflösung entdeckt, so ärgert er sich über sich selbst. Ludwig Tieck
234 Frau und Mann sind niemals frei. Stets ist ein Gefühl dabei. Kurt Tucholski
235 Im Angesicht großer Gefahr erwächst Rettung nur aus Größe. Charles de Gaulle
236 Die Vorsicht hält den ehrlichen Mann immer schadlos. Gotthold Ephraim Lessing
237 Ein Herz muß dann und wann an einem Glück sich laben, es muß der Liebe viel und etwas Frohsinn haben. Carl Spitteler
238 Der eitle schwache Mensch sieht in jedem einen Richter, der stolze, starke hat keinen Richter als sich selbst. Marie von Eber-Eschenbach
239 Ein Geschenk ist genau so viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht wurde. Thyde Monnier
240 Ein Quäntchen wirklicher Freundschaft ist viel mehr als eine ganze Wagenladung Verehrung. Carl Hilty
241 Kein Kunde darf jemals unser Büro unzufrieden verlassen. unbekannt
242 Die Leiter wird ja immer kürzer! klagte der Narr beim Aufwärtssteigen.
243 Es gibt nur eine Moral, genau wie es nur eine Geometrie gibt. sagt Voltaire. Spätestens seit Lobatschewski und Gauss wissen wir es besser.
244 Guter Rat ist teuer sagte der Advokat und gab schlechten. - Erwin Chargaff
245 Ich bin schließlich eine Metapher, und ich lege keinen Wert darauf, daß mich jeder Dahergelaufene versteht! Unbekannter Autor
246 Ich hole Dir sämtliche Sterne vom Himmel! hatte er einst versprochen. Noch heute baut er an der Leiter.
247 Ihr Mann ist tot und läßt sie grüßen! J. W. von Geothe (1749-1832) - Faust
248 Nur für den Dienstgebrauch bezieht sich nicht auf Sekretärinnen... unbekannter Autor
249 Schwachheiten schaden uns nicht mehr, sobald wir sie kennen. Hier irrt Lichtenberg.
250 Um Gottes willen! - bedeutet das je etwas Gutes?
251 Achtung verdient, wer vollbringt, was er vermag. Sophokles
252 Alle charmanten Leute sind verdorben. Es ist das Geheimnis ihres Charmes. Oscar Wilde
253 Alle Dinge müssen; der Mensch allein ist das Wesen, welches will. Meister Eckehart
254 Alle Dinge, die das Ebenmaß halten, sind schön; alle Dinge, die größer sind als ihr Ebenmaß, gehen zugrunde. Weisheitsbuch des Phibis (um 100 v. Chr.)
255 Alle Genüsse sind schließlich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den größten Genuß. Nur das Unwirkliche macht den Wert aus und ist eigentlich das einzig Reale. Theodor Fontane
256 Alle glauben, Talent zu haben, sei eine Frage des Glücks. Niemand glaubt, daß Glück eine Frage des Talents sei. Jacinto Benavente
257 Alle großen Verführer wissen, daß man Frauen erst die Augen öffnen muß, damit sie sie schließen können. Henry Miller
258 Alle Männer sind gleich bis auf den, den man gerade kennengelernt hat. Mae West
259 Alle Menschen haben die Anlage, schöpferisch zu arbeiten. Nur merken es die meisten nie. Truman Capote
260 Alle Menschen sind Brüder. Daher der ewige Zank unter ihnen. Roda Roda
261 Alle Russen sind sonderbar. Es ist nicht zu begreifen, was sie wollen eine Republik oder die Sintflut. Maksim Gorkij
262 Alle Schönheit des Lebens wurzelt im Geheimnis des Weibes und in der Neugier des Mannes. Jurij Brezan
263 Alle Selbstverständlichkeit ist Mythos. Unbekannter Autor
264 Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt. Ambrose Bierce
265 Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die... heute viele beherrschen. Unbekannter Autor
266 Aller Geist geht aus der Selbstbeherrschung hervor. Bettina von Arnim
267 Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muß man es immer wieder sagen. André Gide
268 Alles ist schwer, bevor es leicht ist. Thomas Fuller
269 Alles ist verloren, nur die Ehre nicht. François I. von Frankreich
270 Alles muß ein Ende haben. Frédéric Mistral
271 Alles stieg: das Wachstum, die Spekulation, die Dividende, der Profit. Jetzt steigen die Kriminalität und die Armut als wäre da ein Zusammenhang.
272 Alles tiefe Denken beginnt mit dem Zweifel und endet darin. Unbekannter Autor
273 Alles was ihr nicht aus Überzeugung tut, ist Sünde. Paulus
274 Alles, was uns wirklich nützt, ist für wenig Geld zu haben. Nur das Überflüssige kostet viel. Axel Munthe
275 Allzeit: wie kann dieses besser gemacht werden. Georg Christoph Lichtenberg
276 Als das Wort Lebensqualität publik wurde, merkten viele, was sie nicht haben. Oliver Hassencamp
277 Als der Meister am Strom stand, sprach er: "Alles fließt dahin wie dieser, Tag und Nacht ohn' Unterlaß". Die Weisheit des Konfuzius
278 Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben. Pablo Picasso
279 Als wenn man nur, die Leser klug zu machen, schriebe! Genug, wenn man zeigt, daß man selbst klug ist. Gotthold Ephraim Lessing
280 Älter werde ich stets, niemals doch lerne ich aus. Solon
281 Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag. Friedrich Rückert
282 Am Anfang steht der Glaube, am Ziel die Schau. Augustinus
283 Am ehesten sind noch die Blinden bereit, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Unbekannter Autor
284 An der Psychoanalyse ist nichts wahr als ihre Übertreibungen. Theodor W. Adorno
285 An die Stelle des Rezensenten, der immer noch liest und schreibt, obwohl ihm weder das eine noch das andere gelingen will, treten andere Zirkulationsagenten, denen diese Qual erspart bleibt, als da sind: Medienkontakter, Showmaster, Videodesigner Unbekannter Autor
286 An dünnen, unmerkbaren Seilen hängen oft fürchterliche Gewichte. Friedrich Schiller
287 An etwas zu glauben, was wir nicht lieben können, ist die größte Tragödie unseres Verstandes. Jacinto Benavente
288 Ängste erlebt, wer Sünde auf Sünde häuft. Ben Sira 3,27
289 Anständige Skepsis will glauben. Otto Buchinger
290 Anstatt deine Feinde zu lieben, behandle deine Freunde etwas besser. Edgar W. Howe
291 Aphorismen sind Weltliteratur als Droge. nach Gottfried Edel
292 Asketen sind Menschen, die begriffen haben, daß eine völlige Enthaltsamkeit meist leichter ist als eine vernünftige Mäßigkeit. André Gide
293 Atheismus ist ein Zeichen, daß man die Religion ernst nimmt. Karl Raimund Popper
294 Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wäre es nicht einmal als Chaos da. Arthur Schnitzler
295 Auch der Aberglaube profitiert vom jeweiligen Stand der Wissenschaft. J.W. von Goethe
296 Auch der abstrakteste Künstler ißt ganz normal. Unbekannter Autor
297 Auch der unscheinbarste Mensch hat seine Geschichte, und die Geschichte der unscheinbaren Menschen wäre interessanter und lehrreicher als die Geschichte berühmter Menschen, zumal diese für den öffentlichen Gebrauch zurechtgemacht wird. Johannes R. Becher
298 Auch der Zufall ist nicht unergründlich er hat seine Regelmäßigkeit. Novalis
299 Auch die Tätigkeit des Henkers ist eine Arbeit. Hans Brändli
300 Auch ein Dummkopf pflegt manchmal nachzudenken; aber immer erst nach der Dummheit. Jean Jacques Russeau
301 Auch im Netz der Spinner ist man verloren. Unbekannter Autor
302 Auch in dieser Hinsicht ist die Welt den Weibern ähnlich: Mit Schüchternheit und Zurückhaltung erreicht man nichts. Giacomo Leopardi
303 Auch Religion ist nur eine Frage der Geographie. Und des Datums. Unbekannter Autor
304 Auch verschämte Armut ist die Folge unverschämten Reichtums. Unbekannter Autor
305 Auch vom Stammbaum fallen die Früchte. Ernst Kappeler
306 Auch zwei Nullen sind sich nicht gleich. Pamphilius Pfyffer
307 Auf der Bühne der Welt sind wir alle Dilettanten. Unbekannter Autor
308 Auf einen verspäteten Gast lange warten, ist eine Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Gästen. J. A. Brillat Savarin
309 Auf hohlen Köpfen ist gut trommeln. Unbekannter Autor
310 Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. Johann Wolfgang Goethe
311 Aus dem Klang eines Gefäßes kann man entnehmen, ob es einen Riß hat oder nicht. Genauso erweist sich aus den Reden der Menschen, ob sie weise oder dumm sind. Demosthenes
312 Aus einer Theorie kann man aufwachen wie aus einer Krankheit. Hans Kasper
313 Aus Gefälligkeit werden weit mehr Schurken als aus schlechten Grundsätzen. Johann Gottfried Seume
314 Aus Schaden wird man klug, sagte der Narr und zündete sein Haus an. Unbekannter Autor
315 Aus Spöttern werden oft Propheten. William Shakespeare (1564 -1616) König Lear
316 Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel; sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein. Marie von Ebner Eschenbach
317 Autorität wird nur dann nicht angezweifelt, wenn sie sich auf fachliche Leistung und untadelige menschliche Haltung gründet. Gustav Heinemann
318 Bedauerlicher Weise kann man den Sturz aus großer Höhe nicht trainieren. Unbekannter Autor
319 Begreiflich, daß man Juristen im höheren Postdienst verwendet. Ich verstehe am Ende noch, daß man ihnen die leitenden Stellen im Sanitätswesen einräumt. Die richterliche Laufbahn aber sollte den Juristen bestimmt verschlossen bleiben. Roda Roda
320 Behalte, was du hast. Das Übel, das man kennt, ist das erträglichste. Plautus
321 Beherrsche die Sache, die Worte folgen. Cato
322 Bei allen Dingen liegt der letzte Maßstab für die Beurteilung nicht in den Handlungen selbst, sondern in den Motiven und Absichten der Handelnden. Polybios
323 Bei Berühmtheiten empfiehlt es sich, zunächst Kleinigkeiten aus ihrem Privatleben zu kritisieren, um sie dann endlich ganz und gar zu verdammen. Gustave Flaubert
324 Bei den Leuten, die nichts haben, ist immer alles in Ordnung. Honoré de Balzac
325 Bei einem Diner sollte man weise, aber nicht zu gut essen, und gut, aber nicht zu weise sprechen. William Somerset Maugham
326 Bei Geldfragen hört die Gemütlichkeit auf. D. Hansemann im preußischen Landtag 1847
327 Beim Griff in die Klamottenkiste kann man sich kaum die Finger verbrennen. Unbekannter Autor
328 Beim Wettkampf ist nicht mehr der Mensch, sondern sind Uhren des Menschen Maß. Dem Griechen lag der Gedanke fern, daß Sekunden Wert haben. Er wollte sich mit Menschen, vielleicht sogar mit Göttern messen, nicht aber gegenüber der abstrakten Zeit. Ernst Jünger
329 Bekanntlich steht die glänzende Situation eines Staates immer in einem gerechten Verhältnis zur Höhe seiner Schulden. Honoré de Balzac
330 Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, so säßen Donald Duck und die Muppets schon längst im US Senat. Orson Welles
331 Benehmen kommt von nehmen. Wer nahm, wurde vornehm. Nur wer zu wenig nahm, verriet schlechte Kinderstube und endete im Kerker oder am Galgen. Unbekannter Autor
332 Berühmte sind Leute, die man etwas später vergißt. Unbekannter Autor
333 Bescheidenes Mißtrauen zu sich selbst ist zwar immer das Kennzeichen des wahren Talents, aber auch der Mut steht ihm gut an. Friedrich von Schiller
334 Bescheidenheit, die beliebteste Form der Anmaßung. Peter Tille
335 Besonders merkwürdig ist, daß Europa von asiatischer Herkunft war... Herodot
336 Besser ist es, ein Volk zu ernähren, als es mit Worten abzuspeisen. Schu Schuemou
337 Besser, es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei. Karl Kraus
338 Besuche machen immer Freude: wenn nicht beim Kommen, dann beim Gehen. Spanisches Sprichwort
339 Bezüglich unmöglicher Leistung besteht kein rechtlicher Verpflichtungsgrund. Justinian
340 Bin ich der Hüter meines Bruders? Ja, ich bin es. Aber ist er mein Bruder? Werner Bukofzer
341 Bringt man den Priestern Geld, so weiß Gott allein, was sie damit tun. Michelangelo
342 Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück. Theodor Fontane
343 Bürokraten sind Menschen mit einem bedrohlichen Hang zur Selbstverwirklichung. Unbekannter Autor
344 Bürokratie ist ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird. Honoré de Balzac
345 Christentum ist die Religion der Frohen Botschaft mit der Kriegsbemalung. Die Liaison eines Gesangsvereins mit einer Feuersbrunst. Unbekannter Autor
346 Da führte mich der Geist fort... Hesekiel 8,3
347 Dabei fällt mir manchmal ein alter dänischer Pastor ein, der mir einmal versicherte, er glaube nicht, daß Gott das neunzehnte Jahrhundert erschaffen habe. Tania Blixen
348 Darf man sich wundern, daß Geschöpfe, die der Gesetze bedürfen, um gerecht zu sein, auch fähig sind, sie zu verletzen? Vauvenargues
349 Darum hilft alles Schreiben nicht mehr, weil niemand mehr lesen kann. Johann Gottlieb Fichte
350 Das Böse ist immer und überall. Unbekannter Autor
351 Das Credo des heutigen Menschen lautet: Ich glaube an das Image, den Computer und die Demoskopie. Vittorio de Sica
352 Das Delirium ist gewiß schöner als der Zweifel, aber der Zweifel ist fester. E. M. Cioran
353 Das einzige Bindeglied zwischen Literatur und Theater, das wir heute noch haben, ist das Programmheft. Oscar Wilde
354 Das Erstaunlichste war jedoch, daß ein Stein, der ohne Kraft von der Spitze des Mastes aus geworfen wurde, vom Mast nicht gegen den Bug abwich, noch das Heck erreichte, sondern er fiel in gleichem Abstand parallel zum Mast. Pierre Gassendi
355 Das ertrage, wem's gefällt. W.A.Mozart (1756 - 1791). Don Giovanni, I , 1
356 Das Essen ist einer der vier Zwecke des Daseins. Welches die drei anderen sind, darauf bin ich noch nicht gekommen. Montesquieu
357 Das Fernsehen hat die Welt wieder zur Scheibe gemacht. Herbert Eisenreich
358 Das Gefährlichste an der Technik ist, daß sie ablenkt von dem, was den Menschen wirklich ausmacht, von dem, was er wirklich braucht. Elias Canetti
359 Das gelobte Land liegt immer jenseits der Berge. Washington Irwing
360 Das Gesetz kann niemanden zwingen, seinen Nächsten zu lieben; aber es kann es erschweren, seinem Haß nachzugehen. Neill Lawson
361 Das Glück ist blind. Cicero
362 Das große Wissen macht dich rasend. Apostelgeschichte 26,24
363 Das Gute an der Senilität ist, das sie einen selbst hindert, sie zu bemerken. Alfred Polgar
364 Das Halbwahre ist verderblicher als das Falsche. Ernst v. Feuchtersleben
365 Das Herz ist ein Gott, dessen Kapelle der Magen ist, der sich aber freut, wenn die anderen Glieder in festlicher Stimmung sind. Amun Priester (um 850 v. Chr.)
366 Das Ideal eines höheren Angestellten ist es, so viel zu verwalten und so wenig zu tun zu haben, daß er schon beinah einem Beamten gleicht. Kurt Tucholsky
367 Das ist das schlimmste von allen Übeln, im Vergangenen herumzugrübeln. C. Flaischlen
368 Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein. Christian Morgenstern
369 Das längste Gedächtnis auf der Welt haben Elefanten und Künstlerwitwen. Daniel Henry Kahnweiler
370 Das Leben erscheint nur dem kurz, der lange gelebt hat. Wilhelm von Scholz
371 Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, die Gelegenheit vorübergehend, die Erfahrung verräterisch, die Beurteilung schwierig. Hippokrates
372 Das Leben ist rätselhafter als der Tod, es ist viel unbegreiflicher, daß ich bin, als daß ich einmal nicht mehr bin. Joachim Günther
373 Das Leben ist viel zu lange zu kurz. Unbekannter Autor
374 Das Leben wäre um vieles angenehmer, wenn die Vergnügungen nicht wären. Otto Fürst Bismarck
375 Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen. Theodor Fontane
376 Das Peter Prinzip: In einer Hierarchie steigt jeder bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit. Unbekannter Autor
377 Das Radio ist Zivilisation. Wenn man es abstellt, ist das Kultur. Fritz de Crignis
378 Das reine Denken ist ein Phantom. Soeren Kierkegaard
379 Das Schicksal heilt uns von vielen Fehlern, die die Vernunft nicht korrigieren konnte. La Rochefoucauld
380 Das Schicksal sucht die Stärksten, ihm Gewachsenen auf; an manchen geht es mit Ekel vorüber. Seneca
381 Das Schild der Humanität ist die beste, sicherste Decke der niederträchtigsten öffentlichen Gaunerei. Johann Gottfried Seume
382 Das schönste aller Geheimnisse ist es, ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen. Mark Twain
383 Das Schönste am Leben ist die Reue. Man bleibt ein anständiger Kerl und versäumt nichts. Benito Wogatzki
384 Das Schweigen der Frau enthält Groll, das des Mannes meist nur Resignation. Helene Haluschka
385 Das Schweigen der Massen ist das Verbrechen, für das sie büßen. Unbekannter Autor
386 Das Schweigen ist die schwerste Verfolgung. Niemals haben die Heiligen geschwiegen. Blaise Pascal
387 Das Setzen ins Gleichgewicht wird oft nur dadurch erreicht, daß man viel Schmerz, physischen und moralischen, in sein Dasein mit aufnimmt. Wilhelm v. Humboldt
388 Das sicherste Mittel, um arm zu bleiben, ist ein ehrlicher Mensch zu sein. Napoleon Bonaparte
389 Das Talent macht, was es will, das Genie macht, was es kann. Edgar Varése
390 Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen, der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt. Heinrich Pestalozzi
391 Das Verbessern ist Sache eines Augenblicks. Das Schlechte aber währt lange. Klage des beredten Bauern (Mittleres Reich)
392 Das Volk muß in kleinen Dosen genossen werden. Ralph Waldo Emerson
393 Das Vorurteil gegen Bücherwissen entstand aus der Beobachtung... von Leuten, die Bücher bloß gelesen hatten. Ezra Pound
394 Das Vorurteil ist die bequemste Art der Kritik, aber sie ist das Talent des Pöbels. Daniel Spitzer
395 Das wirkliche Drama der reichen Leute ist, daß es immer noch reichere gibt. Karl Lagerfeld
396 Das Wort Mischehe stammt aus einer Religion für die die Bezeichnung Mischreligion ein Euphemismus wäre. Unbekannter Autor
397 Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn. Antisthenes
398 Daß der Satiriker lachend die Wahrheit sagt, ist ein alter Irrtum: wenn er lacht, ist es nicht die Wahrheit. Erwin Chagraff
399 Daß die Götter stets nur in Menschengestalt kommen, hat noch keinen Gläubigen nachdenklich gemacht. Unbekannter Autor
400 Daß es die Todesstrafe gibt, ist weniger bezeichnend für unsere Gesittung, als daß sich Henker finden. Franz Werfel
401 Daß jede Nation verrecken würde, die, ich will nicht sagen für ein Jahr, sondern für ein paar Wochen die Arbeit einstellte, weiß jedes Kind. Karl Marx
402 Daß Keime nicht zu Blüten werden, ach, das kommt vor. Daß Blüten nicht zu Früchten werden, ach, das kommt vor. Konfuzius
403 Dein tägliches Quantum Sonnenschein mußt du dir täglich selbst verdienen. H. Sudermann
404 Deine Sache wird gefährdet, wenn das Nachbarhaus brennt. Horaz
405 Dem einen gefällt der Pastor, dem anderen die Pastorin. Unbekannter Autor
406 Dem, der es so haben will, geschieht kein Unrecht. Ulpian
407 Demokratie ist, wenn man den anderen ausreden läßt. Toleranz ist, wenn man dabei auch noch zuhört. Gerhard Uhlenbruck
408 Den einfachen Menschen beurteile danach, wie er sich in wichtigen Angelegenheiten verhält, den Hochgestellten danach, wie er bei geringen Anlässen handelt. Tschen Tschiju
409 Den geborenen Arschkriecher schreckt auch ein "Besetzt" Hinweis nicht ab.
410 Den Stoff sieht jedermann vor sich; den Gehalt findet nur der, der etwas dazu tut, und die Form ist ein Geheimnis den meisten. Johann Wolfgang Goethe
411 Denken ist auch eine Art Jagd; Einer verfolgt den Gedanken, der andere den, der ihn hat. Unbekannter Autor
412 Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sich so wenige damit beschäftigen. Henry Ford
413 Denken und zugleich reden ist außerordentlich schwierig. Politiker beispielsweise entscheiden sich meist für eines von beiden. Mark Twain
414 Denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann. William Shakespeare (1564 - 1616) Julius Ceasar
415 Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein. J. W. von Goethe
416 Denn vor dem Beginnen ist Überlegung notwendig, nach der Überlegung jedoch rasches Handeln. Sallust
417 Der Affe fällt nicht weit vom Stamm. Unbekannter Autor
418 Der Anfang ist die Hälfte vom Ganzen. Aristoteles
419 Der Arme schenkt, der Reiche leiht und der Vornehme verspricht oder revanchiert sich. Salomon Baer Oberdorf
420 Der beste Beweis für die falsche Erziehung der Menschheit ist ihre Geschichte. Unbekannter Autor
421 Der beste Beweis für Geist und Wissen ist Klarheit. Francesco Petrarca
422 Der Charakter ist das Schicksal der Menschen. Heraklit
423 Der Computer faengt schon an, uns zu dirigieren. Wir muessen schreiben, wie er will. Franz Slovencik
424 Der echte Reisende ist immer ein Landstreicher, mit den Freuden und Versuchungen und der Abenteuerlust. Konfuzius
425 Der Edle kennt sich aus in der Pflicht, der Gemeine im Gewinn. Konfuzius
426 Der eine macht Erfahrungen, der andere sammelt sie. Unbekannter Autor
427 Der eine wirft sich gern in die männliche Brust, der andere viel lieber an eine weibliche. Unbekannter Autor
428 Der eine wirft sich gern in Positur, der andere lieber in eine Position. Unbekannter Autor
429 Der Endzweck aller Kultur ist es, das, was wir "Politik" nennen, überflüssig, jedoch Wissenschaft und Kunst der Menschheit unentbehrlich zu machen. Arthur Schnitzler
430 Der Erfinder der Lokomotive wurde gewiß einst vom Fuhrhalter verspottet, bis dieser sah, daß die Eisenbahn sogar Pferde transportieren kann. Mahatma Gandhi
431 Der Erfolg er meisten Dinge hängt davon ab, daß man weiß, wie lange es dauern wird, bis sie gelingen. Montesquieu
432 Der erste Beweis daß ein junger Mensch klüger geworden, ist wenn er anfängt Dinge, die ihm immer ganz begreiflich, und natürlich vorkamen, nicht zu verstehen. Franz Grillparzer
433 Der Feind befindet sich in unseren Mauern. Gegen unseren eigenen Luxus, unsere eigene Dummheit und unsere eigene Kriminalität müssen wir kämpfen. Cicero
434 Der Fluch des Künstlers: ein Leben lang beurteilt werden von Leuten, die weniger Phantasie, Geschmack und Herz haben als er. Roda Roda
435 Der freie Mensch denkt über nichts weniger, als über den Tod; und seine Weisheit ist nicht ein Nachdenken über den Tod, sondern über das Leben. Baruch de Spinoza
436 Der Furchtsame erschrickt vor der Gefahr, der Feige in ihr, der Mutige nach ihr. Jean Paul
437 Der Geburtsschein ist ein Gerücht, das eine Frau durch ihr Aussehen jederzeit dementieren kann. Marlene Dietrich
438 Der Geist der Lebewesen war in den Rädern. Hesekiel 1,20
439 Der Geist der Mittelklasse ist regsam, fleißig, oft unredlich, bisweilen kühn aus Eitelkeit oder Egoismus, aber von Natur aus furchtsam, gemäßigt in allen Dingen außer in der Lust am Wohlleben, mit einem Wort mittelmäßig. Er ist ein Geist, der Wunder herv Alexis de Tocqueville
440 Der gerade Weg ist der kürzeste, aber es dauert meist am längsten, bis man auf ihm zum Ziele gelangt. Georg Christoph Lichtenberg
441 Der Gewinn anderer wird fast wie ein eigener Verlust empfunden. Wilhelm Busch
442 Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie. Karl Heinrich Waggerl
443 Der Glaube versetzt Zwerge. Unbekannter Autor
444 Der größte Genuß im Leben ist, das zu tun, wovon die Leute sagen, daß du es nicht kannst. Walter Bagehot
445 Der größte Vorteil des Ruhms besteht vielleicht darin, daß man ungestraft die größten Dummheiten sagen darf. André Gide
446 Der Grund, warum wir zwei Ohren und nur einen Mund haben: Damit wir mehr zuhören und weniger plaudern. Zenon
447 Der grundlegende Fehler von Vätern besteht darin, von ihren Kindern zu erwarten, daß sie ihnen Ehre machen. Bertrand Russell
448 Der gute Wille ist in der Moral alles; aber in der Kunst ist er nichts: da gilt, wie schon das Wort andeutet, allein das Können. Arthur Schopenhauer
449 Der Habgierige kennt keinen Feiertag. Klagen des beredten Bauern (Mittleres Reich)
450 Der Hauptzug der Geschichte besteht doch darin, die Mittelmäßigkeit zur vorherrschenden Macht innerhalb der Menschheit zu erheben. John Stuart Mill
451 Der Haushalt muß ausgeglichen, der Staatsschatz gefüllt, die Staatsverschuldung vermindert, die Überheblichkeit der Bürokratie gedämpft und überwacht, die Unterstützung fremder Länder eingeschränkt werden, damit der Staat nicht bankrott geht. Das Volk muß Cicero
452 Der Hilflose ist am leichtesten grausam. Fu Kiang
453 Der Individualist zieht sich in seine drei oder fünf Wände zurück. Unbekannter Autor
454 Der Karren der Freiheit führt zur Guillotine, der Karren der Wahrheit nach Golgatha, zur Hölle fährt man auf Gummi. Max Bewer
455 Der kleine Tierquäler erwächst zu einem harten, grausamen Mann. Jean Paul
456 Der Kommunismus ist eine großartige Theorie. Das Unglück besteht darin, daß er sich in die Praxis umsetzen läßt. Ephraim Kishon
457 Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens. Ludwig Börne
458 Der Leser hat es gut: es kann sich seine Schriftsteller aussuchen. Kurt Tucholsky
459 Der liebe Gott hätte längst eine zweite Sintflut geschickt, wenn die erste was genützt hätte. Willy Reichert
460 Der Mann bildet und erzieht die Welt, aber den Mann erzieht die Frau. Miguel de Cervantes
461 Der Maßstab für den Geist eines Mannes ist die Größe seines Abscheus vor überflüssigem Lärm. Herbert Spencer
462 Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die anderen auch nicht. Kurt Tucholsky
463 Der Mensch ist das einzigste Tier, das sich für einen Menschen hält. Thomas Niederreuther
464 Der Mensch ist von Natur aus böse; wenn er dennoch gut ist, so ist dies die Frucht der Kultur. Hsün Dse
465 Der Mensch kann die Natur nicht erreichen, nur übertreffen; er ist entweder über ihr oder unter ihr. Friedrich Hebbel
466 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern hauptsächlich von Schlagwörtern. Robert L. Stevenson
467 Der Narr sagt, was er weiß; der Kluge weiß, was er sagt. Maggid
468 Der perfekte Stoffel ist derjenige, der niemals über etwas in Erstaunen geraten ist: nicht einmal über seine eigene Dummheit. Antonio Machado
469 Der Pessimist: Ich werde also eines Tages sterben. Natürlich das kann ja auch nur mir passieren. Kurt Tucholsky
470 Der Regen zeugt die neuen Nationen. Luis Buñuel
471 Der Rest ist Schweigen. William Shakespeare (1564 - 1616) Hamlet
472 Der Schriftsteller schreibt sein ganzes Leben an seinem Testament. Zarko Petan
473 Der Schüchterne bezeichnet sich als vorsichtig, der Geizige als sparsam. Publilius Syrus
474 Der Sinn scheint sich zu verlieren, wenn wir einen zu großen Maßstab anlegen, wie Pascal, oder uns auf zu kleine Maßstäbe einschränken, wie die Hauptperson in Sartes Der Ekel, die zu lange auf die Wurzeln eines Feigenbaums starrt. Michael Rowan Robinson
475 der staat eine firma, die öffentlichkeit eine juristische person mit handlungsbevollmächtigten, die gesellschaft eine mit beschränkter haftung. Oswald Wiener
476 Der Staat ist ein Naturprodukt, und der Mensch ist von Natur ein politisches Wesen. Aristoteles
477 Der Sturz des kapitalistischen Systems ist unvermeidlich. Er wird durch die Einkommenssteuer erreicht werden. Ephraim Kishon
478 Der Teufel hilft seinem Volk. Unbekannter Autor
479 Der Tod geht mich eigentlich nichts an, denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht. Epikur
480 Der Traum ist ein Weib, das schwatzen muß, der Schlaf ist ein Gatte schweigend duldet. Rabindranath Tagore
481 Der Trieb, unser Geschlecht fortzupflanzen, hat noch eine Menge anderes Zeug fortgepflanzt. Georg Christoph Lichtenberg
482 Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand. Erasmus von Rotterdam
483 Der Umstand, daß wir Feinde haben, beweist klar genug, daß wir Verdienste besitzen. Ludwig Börne
484 Der Vegetarier ist genügsam: er bestellt nur einen Kleeblattsalat, doch der Klee soll vierblättrig sein. Jacques Prévert
485 Der verbreitetste Glaube ist der an Worte. Richard Schaukal
486 Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat. Nicolas Chamfort
487 Der Wahnsinn wäre unser Los, wenn wir nur die Augen öffnen wollten. Salvadore Dali
488 Der wahre Fortschritt besteht darin, daß man beim Vorwärtseilen nach der Stelle Ausschau hält, auf der man stehenbleiben kann. Gilbert Keith Chesterton
489 Der Weg der neueren Bildung geht von Humanität durch Nationalität zur Bestialität. Franz Grillparzer
490 Der Weg von Menschen zum Mob führt über die Masse. Anita
491 Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste. Plutarch
492 Der Weise braucht nicht krank gewesen zu sein, um den Wert der Gesundheit zu kennen. Arabisches Sprichwort
493 Der Weise sagt niemals, was er tut, aber tut niemals etwas, was er nicht sagen könnte. Jean Paul Sartre
494 Der Weltraum ist gar nicht so weit weg. Nur eine Stunde dauerts, wenn dein Wagen senkrecht fahren könnte. Fred Hoyle
495 Der Wert eines Menschen hängt von der Zahl der Dinge ab, für die er sich schämt. George Bernard Shaw
496 Der Wille das Mannes verhält sich zum Willen der Frau wie eine Fliege, die in Honig gefallen ist und gern heraus möchte. Roda Roda
497 Der Wohlstand beginnt genau dort, wo der Mensch anfängt, mit dem Bauch zu denken. Norman Mailer
498 Der Zweck heiligt die Mittel. Niccolo Machiavelli (1469 - 1527)
499 Derjenige, der von seiner Hände Arbeit lebt, steht höher als der Fromme. Talmud, Berachot
500 Deutschland ist ein Titelland. Immanuel Kant
501 Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden. F. de la Rochefoucauld
502 Die Angst des Menschen vor der Wirklichkeit ließ ihn drei Auswege finden: Die Trunkenheit, die Liebe und die Arbeit. Edmond & Jules de Goncourt
503 Die Apotheker bemühen sich, ihr kaufmännisches Interesse durch ihre wissenschaftliche Vorbildung zu verdecken. Sigmund Graff
504 Die Art ihrer Ernährung beeinflußt das Schicksal der Nationen entscheidend. Brillat Savarin
505 Die Asiaten haben den Weltmarkt mit unlauterem Wettbewerb erobert sie arbeiten während der Arbeitszeit. Ephraim Kishon
506 Die Astronomie ist vielleicht diejenige Wissenschaft, worin das wenigste durch Zufall entdeckt worden ist, wo der menschliche Verstand in seiner ganzen Größe erscheint und wo der Mensch am besten lernen kann, wie klein er ist. Georg Christoph Lichtenberg
507 Die beste Partei ist nur eine Art Verschwörung gegen den Rest der Nation. Unwissenheit veranlaßt die Menschen, einer Partei beizutreten, und Scham hindert sie am Austritt. Lord Halifax
508 Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, sie selbst geschrieben zu haben. Blaise Pascal
509 Die Bestürzung schafft dem Wunder Glauben. Torquato Tasso
510 Die Bibel lügt. Der Herr schafft nicht jedem sein Recht. Der Herr schafft das Recht der Herren. Unbekannter Autor
511 Die Börse reguliert die Preise, nicht der Tempelvorplatz. Janusz Korczak
512 Die bürgerliche Frau legt Wert auf ihre Ketten, weil sie auf die Vorrechte ihrer Klasse nicht verzichten will. Simone de Beauvoir
513 Die Deutschen können das Glück und die Größe nicht recht vertragen. Ihre Art Idealität beruht auf Sehnsucht. Friedrich Theodor Vischer
514 Die Deutschen sind kein Volk die Deutschen sind eine Epedemie. Georg Kaiser
515 Die Diktatur der modernen Demokratie ist allgegenwärtig und lautlos wie der elektrische Strom. Unbekannter Autor
516 Die Ehe ist eine großartige Einrichtung. Keine Familie sollte darauf verzichten. Mae West
517 Die Ehen werden im Himmel geschlossen, darum erfordert dieser Stand eine so überirdische Geduld. Johann Nestroy
518 Die ehrenwerten Spießbürger sind gerade die Verderber der Moral. Konfuzius
519 Die eigentliche Aufgabe der Literatur: die Wirklichkeit, so wie sie ist, unmöglich zu machen. Heiner Müller
520 Die einen belohnen, die anderen bezahlen nur. Charles Tschopp
521 Die einen unterschlagen den Nachlaß, die anderen das Testament. Wieslaw Brudzinski
522 Die einen werden durch großes Lob schamhaft, die anderen frech. Friedrich Nietzsche
523 Die einfachen Charaktere, nicht die zusammengesetzten, sind schwer zu verstehen. Hugo von Hofmannsthal
524 Die Erfahrung ermöglicht uns, unsere alten Fehler zu wiederholen, nur etwas schneller und gründlicher als zuvor. Marcel Pagnol
525 Die ewig Originellen sind die Todfeinde der Originalität. Hans Kasper
526 Die Familie ist keine Demokratie. Anita
527 Die Formel wird uns sprachlos machen. Unbekannter Autor
528 Die Frau sucht sich heute vom Mann zu befreien. Soll sich der Mann, folgerichtig, von der Frau zu befreien suchen? Henry de Montherlant
529 Die Freiheit besteht darin, daß man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet. Matthias Claudius
530 Die Freiheit ist eine neue Religion, die Religion unserer Zeit. Heirich Heine
531 Die Freiheit ist nicht für jeden erreichbar. Für viel steht sie zwischen Verbot und Erlaubnis. Georges Braque
532 Die Funktion der Milz muß ähnlich sein wie die der Notare im Staate: notwendig, aber überflüssig. Karl Kraus
533 Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft. Voltaire
534 Die Gefahr bei der Suche nach Wahrheit liegt darin, daß man sie manchmal findet. William Faulkner
535 Die Gefahren der Großstadt sind ein Altweibermärchen. Aber die Gefahren der Kleinstadt sind eine schreckliche Realität. Walter Hueck
536 Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand. Hugo von Hoffmannsthal
537 Die Geheimnisse bewahrt am besten ein Toter. Calderón de la Barca
538 Die geschminkte Wahrheit ist zu schön um wahr zu sein. Unbekannter Autor
539 Die Gleichgültigkeit ist auch legitimes Kind der Toleranz. Nikolaus Cybinski
540 Die große Masse will sich führen lassen. Wohin ist ihr egal. Jakob Stebler
541 Die große Tragödie der Wissenschaft: die Ersetzung einer schönen Hypothese durch eine häßliche Tatsache. Thomas Henry Huxley
542 Die großen Geldscheine in den Taschen der Jugend sind Zeichen einer bankrotten Gessellschaft. Luise Rinser
543 Die großen Wahrheiten, die immer in der Luft liegen, können kaum sehr gewichtig sein. Unbekannter Autor
544 Die größten Kloaken sind heute die Fernsehkanäle. Unbekannter Autor
545 Die größten Verbrecher sitzen nicht in den Gefängnissen. Sie gehören einer höheren Gesellschaftsschicht an. Bei ihnen, wie bei den Idioten, sind gewisse Funktionen des Gewissens unterentwickelt geblieben. Alexis Carrel
546 Die guten Christen sind am gefährlichsten man verwechselt sie mit dem Christentum.
547 Die Hand der Justitia sollte kein Schwert halten. Juvenal
548 Die Höflichkeit der Chamäleons: Die Augen zumachen, wenn der Freund die Farbe wechselt. Vytautas Karalius
549 Die Hölle ist von dieser Welt. Françios Mauriac
550 Die in schönen Dingen ein schöne Bedeutung entdecken, sind die Kultivierten. Für sie besteht Hoffnung. Oscar Wilde
551 Die junge Generation hat auch heute noch Achtung vor dem Alter, allerdings nur beim Wein, beim Whisky und bei den Möbeln. Truman Capote
552 Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun. Kurt Tucholsky
553 Die Katze läßt das Mausen nicht, auch wenn sie eine schöne Prinzessin geworden. Ludwig Börne
554 Die kleinsten Unteroffiziere sind die stolzesten. Georg Christoph Lichtenberg
555 Die Kontraste und Widersprüche, die dauernd in einer Hirnschale friedlich nebeneinander hausen können, werfen alle Systeme der politischen Optimisten und Pessimisten über den Haufen. Albert Einstein
556 Die Kunst der Seher ist ein eitles Nichts; Betrüger sind sie oder sind betrogen. Friedrich Schiller
557 Die Kunst ist ein kompliziertes Phänomen. Wassily Kandinsky
558 Die Kunst, einem anderen das zu sagen, was er von sich glaubt, nennt man Schmeichelei. E. Ode
559 Die längsten Finger hat die öffentliche Hand, manchmal heißt sie Treuhand. Unbekannter Autor
560 Die Lehrer in der Elementarschule kamen mir wie Feldwebel vor und die Lehrer im Gymnasium wie Leutnants. Albert Einstein
561 Die Leistung, nicht das Glück, ist der Maßstab historischer Größe. Cornelius Nepos
562 Die letzte Auswirkung der Technik ist der berechenbare Mensch man verläßt sich auf rationale Gesetze bei einem nicht bloß rationalen Wesen, behandelt nach dem Mechanismus des naturwissenschaftlich erkannten Geschehens ein Geschöpf, das an dem nie Bereche Richard Benz
563 Die letzte Satire schreibt immer die Wirklichkeit. Franz Slovencik
564 Die Leute (Mathematiker) in Göttingen kommen mir manchmal vor, als wollten sie einem nicht helfen, etwas übersichtlicher zu formulieren, sondern als wollten sie uns Physikern nur beweisen, um wieviel gescheiter sie sind als wir. Albert Einstein
565 Die Leute, die niemals Zeit haben, tun am wenigsten. Holländisches Sprichwort
566 Die Liebe und die Wissenschaften belehren, indem sie töten. Antonio Alcalde Valladares
567 Die Literatur: ein Konzert der Blinden für die Taubstummen. Roda Roda
568 Die Lust der Zerstörung ist eine schaffende Lust. Michail A. Bakunin
569 Die Männer geben nur, die Frauen gewähren. Charles Tschopp
570 Die Männer sind alle verschieden, aber die Ehemänner sind alle gleich. William Somerset Maugham
571 Die Masse schreit nach Freiheit, aber hungert nach Zwang. Sigmund Graff
572 Die meisten Frauen nehmen sich vor, ihren Mann zu ändern. Und wenn sie ihn geändert haben, gefällt er ihnen nicht mehr. Marlene Dietrich
573 Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang. Albert Camus
574 Die meisten laufen so sehr dem Genuß nach, daß sie an ihm vorbeilaufen. Soeren Kierkegaard
575 Die meisten Leser stecken ihre Bücher in die Bibliothek, die meisten Schriftsteller stecken ihre Bibliothek in ihre Bücher. Chamfort
576 Die meisten Menschen legen ihre Vorurteile so ab, daß sie sie jederzeit wiederfinden können. Unbekannter Autor
577 Die meisten Menschen lernen nie aus ihren Fehlern.
578 Die meisten Opfer eines gewaltsamen Todes gehen an einem Schlagwort zugrunde. Unbekannter Autor
579 Die meisten unserer Kritiker sind nur deshalb Scharfrichter geworden, weil sie keine Könige werden konnten. Friedrich Hebbel
580 Die Menge ist groß, aber der Menschen sind wenige. Diogenes
581 Die Menschen sind insgesamt, je zivilisierter, desto mehr Schauspieler. Immanuel Kant
582 Die Menschen sind nur dann glücklich, wenn sie das, was sie tun müssen, gerne tun. Auf diesem Prinzip beruht aber nicht die Gesellschaft. Halvétius
583 Die Menschen verlieren zuerst ihre Illusionen, dann ihre Zähne und ganz zuletzt ihre Laster. Hans Moser
584 Die Menschheit zerfällt in zwei Teile: der erste drückt sich falsch aus, und der zweite mißversteht es. Roda Roda
585 Die Menschheitsentwicklung ein Wachstum der Sterbenskraft. Franz Kafka
586 Die Meteorologen haben das Wetter völlig ruiniert. Peter Bamm
587 Die Modeerscheinung wurde gewöhnlich erst dann geprüft und richtig beurteilt, wenn sie nicht mehr in Mode war. Pestalozzi
588 Die Moral ist das Rückgrat der Schwachsinnigen. Francis Picabia
589 Die neue Geschichte gleicht einem tauben Menschen, der Antworten auf Fragen gibt, die man gar nicht an ihn gerichtet hat. Lew Nikolajewitsch Tolstoi
590 Die Not bringt einen zu seltsamen Schlafgesellen. William Shakespeare
591 Die Phönizier haben das Geld erfunden, aber warum so wenig? Johann Nestroy
592 Die Poesie soll dazu verhelfen, nicht nur die Sprache der Zeit zu verfeinern, sondern ihrem allzu raschen Wechsel vorzubeugen. T.S. Eliot
593 Die Rechenmaschine zeigt Wirkungen, die dem Denken näher kommen als alles, was Tiere vollbringen; aber keine, von denen man sagen muß, daß sie Willen habe wie die Tiere. Blaise Pascal
594 Die Rede ist wie ein Pfeil; wenn er abgeschossen ist, so kann niemand ihn zurückbringen. Tausendundeine Nacht
595 Die Reichen haben eine ebenso lebhafte wie unbegreifliche Leidenschaft für Sonderangebote. Françoise Sagan
596 Die Reinheit einer Revolution kann vierzehn Tage lang anhalten. Jean Cocteau
597 Die Rückkehr ins Paradies wäre zugleich das Ende der Kleidermode, für Frauen ein ernstzunehmendes Dilemma. Maurice Chevalier
598 Die Schlechten sind immer undankbar. Miguel de Cervantes
599 Die schlechtsten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen. Gottfried August Bürger (1747 - 1794) Trost, 1786
600 Die Schönheit des Mannes ist noch nie besungen worden. Die Dichter können es nicht, weil sie Männer sind die Dichterinnen wollen es nicht, weil sie Frauen sind. Sigmund Graff
601 Die Schönheit ist ein gewisser Zusammenklang, Harmonie der einzelnen Teile und Glieder, so daß ohne Schaden nichts hinzugefügt, nichts weggenommen werden kann. Leon Battista Alberti
602 Die Schweigsamkeit ist keine Dumpfheit, keine Verlegenheit, sondern die Erkenntnis selbst. Sie bildet das höchste Stadium, in dem alle ostasiatischen Ideale zusammenfließen. Im Anfang war das Wort, aber am Ende ist kein Wort. Yunyu Kitayama
603 Die Seife ist ein Maßstab für den Wohlstand und die Kultur der Staaten. Justus v. Liebig
604 Die Selbstüberschätzung tötet den Erfolg im Keim. Otto v. Bismarck
605 Die Sinnlosigkeit der Arbeit, das ist die Psychologie eines Sklaven. Andrzej Wajda
606 Die Sonne bringt es an den Tag. Adelbert von Chamisso
607 Die spezialisierten Wissenschaften von heute befassen sich vor allem mit der Erforschung der drei Konstanten des Lebens: dem Sexualtrieb, dem Todesbewußtsein, der Angst vor der Raumzeit. Salvadore Dali
608 Die Sprache wurde dem Menschen gegeben, um zu widersprechen. Karel Capek
609 Die Stärke der Millionen beruht auf den Nullen. Gabriel Laub
610 Die Stärke einer Frau liegt ja gerade darin, daß man sie nicht erklären kann. Oscar Wilde
611 Die Stärke unserer Überzeugung ist schlechterdings kein Beweis für ihre Richtigkeit. John Locke
612 Die Toten fehlen in der Welt so wenig wie die Ungeborenen. Karl Heinrich Waggerl
613 Die Träume der Welt haben zwei Feinde: die Welt und die Träumer. Hans Kasper
614 Die Tugend kommt nach den Talern. Horaz
615 Die Umgebung, in der sich der Mensch den größten Teil des Tages aufhält, bestimmt seinen Charakter. Antiphon
616 Die unbekannteste, am schlechtesten ausgeübte aller Künste ist die Kunst des Meinungsstreites. Melchior von Grimm
617 Die Unendlichkeit der Elektrizitätsquellen ist nichts als zu Tage gelegte Quelle des Seins. Das Geheimnis der Natur ist aufgetan. Johann Wilhelm Ritter, 1802
618 Die Unordnung der Menschen gehört nun einmal zur Ordnung der Welt. Jacques Prévert
619 Die unterhaltsamsten Gäste sind die, die gern zuhören, wenn andere sprechen. Thomas Carlyle
620 Die Unverdorbenen kommen leicht in der Ruf, unverbesserlich zu sein. Daniel Spitzer
621 Die Vernunft errötet über Neigungen, über die sie nicht Rechenschaft ablegen kann. Vauvenargues
622 Die Vorliebe für Schmeichelei kommt bei den meisten Männern aus der geringen Meinung, die sie von sich selbst haben; bei den Frauen ist es umgekehrt. Jonathan Swift
623 Die Vorsicht geht zu sacht, die Zuversicht zu keck; Vorsicht, mit Zuversicht vereint, gelangt zum Zweck. Friedrich Rückert
624 Die Vulgarität unserer Epoche wird offenkundig in ihrer Ungeduld. Eine wiederholte Gebärde langweilt sie. Die Langsamkeit geht ihr auf die Nerven. Der Tod ist tot, das Vergnügen hat ihn getötet. Jean Cocteau
625 Die wahre Philosophie besteht darin, den Mißbrauch zu verdammen, ohne den Gebrauch zu untersagen. Man muß alles entbehren können, aber auf nichts prinzipiell verzichten. Friedrich II. von Preußen
626 Die Wahrheit triumphiert nie; ihre Gegner sterben nur aus. Max Planck
627 Die Wahrscheinlichkeit, daß wir den Kampf verlieren werden, darf uns nicht davon abhalten, eine Sache zu unterstützen, die wir für gerecht halten. Abraham Lincoln
628 Die Wege, auf denen man Geld gewinnen kann, führen fast ausnahmslos abwärts. Henry David Thoreau
629 Die Weiber wollen keine Verhältnisse, als ewige. Friedrich Hebbel
630 Die Weisheit eines Menschen mißt man nicht nach seiner Erfahrung, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen. George Bernard Shaw
631 Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden. Abraham Lincoln
632 Die Welt ist ein Geheimbund von Schurken gegen die wackeren Leute, von Gemeinen gegen die Edlen. Giacomo Leopardi
633 Die Welt ist ein wunderschönes Buch, doch von geringem Nutzen für den, der nicht lesen kann. Carlo Goldoni
634 Die Welt ist einmal, wie sie ist, und die Dinge verlaufen nicht, wie wir sie wollen, sondern wie die anderen wollen. Theodor Fontane
635 Die Welt ist müde von Staatsmännern, die die Demokratie zu Politikern degradiert hat. Benjamin Disraeli
636 Die Welt will betrogen werden. Sebastian Brandt (1457/58 - 1521) Das Narrenschiff, 1494
637 Die Welt wird nie gut, aber sie könnte besser werden. Carl Zuckmayer
638 Die wertvollste aller Fähigkeiten ist jene, auf ein zweites Wort verzichten zu können, wo eins genügt. Thomas Jefferson
639 Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geiste aber wenige. Dante Alighieri
640 Die wirklich gefährlichen Heuchler heucheln Desinteresse. Unbekannter Autor
641 Die Wissenschaft überbrückt nicht die Abgründe des Denkens, sie steht bloß als Warnungstafel davor. Die Zuwiderhandelnden haben es sich selbst zuzuschreiben. Karl Kraus
642 Die Wunderwaffe des Philisters ist der gesunde Menschenverstand. Unbekannter Autor
643 Die Zeit heilt nicht alles; aber rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt. Ludwig Marcuse
644 Die Zeit ist Bewegung im Raum. Joseph Joubert
645 Die Zeit ist ein guter Arzt, aber ein schlechter Kosmetiker. William Somerset Maugham
646 Die Zeit ist eine große Lehrmeisterin. Schade nur, daß sie alle ihre Schüler umbringt. Curt Goetz
647 Die Zunge einer Frau gleicht einem Stilett. Sie mordet, ohne daß äußerlich eine große Wunde zu sehen wäre. Eleonore van der Straten Sternberg
648 Dienlichkeitsgarantien contra Qualitätsbegriff. Die Formen um uns werden nun durch industrielle Technisierung diktiert und damit gerechtfertigt, daß sie funktionieren. Richard Neutra
649 Dies alles habe ich nicht ausgeklügelt, sondern ich habe es gesehen. Lew Nikolajewitsch Tolstoi
650 Diese jungen Leute heutzutage! Die helfen einem nicht mal bei den Schulaufgaben, die man für sie macht. Alberto Sordi
651 Dieses Deutschland hängt wie ein nasser Waschlappen zwischen den Völkern der Erde. Wilhelm Raabe
652 Dieses haben unsere Vorfahren aus gutem Grunde so geordnet, und wir stellen es aus gutem Grunde nun wieder ab. Georg Christoph Lichtenberg
653 Dieses Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. Franz Kafka
654 Dilettanten haben Einfälle, kluge Leute Ideen. Das Genie setzt alles in die Tat um. Heinrich Gerland
655 Diplomatie ist ein Schachspiel, bei dem die Völker matt gesetzt werden. Karl Kraus
656 Drei können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind. Benjamin Franklin
657 Du darfst das Geheimnis, das dir der Bruder anvertraute, leugnen, auch wenn du dazu lügen mußt, denn nicht jeden Ortes ist es Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Al Ghazali
658 Du kannst nicht schneller laufen als dein linker Fuß. Peter Tille
659 Du siehst Dinge und sagst: Warum? Aber ich träume von Dingen, die es nie gegeben hat, und sage: Warum ich nicht? George Bernard Shaw
660 Du wirst dein ganzes Leben lang verglichen (und wenn du schlechter bist wirst du abgesägt, egal was vorher gewesen ist). Unbekannter Autor
661 Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie. Wilhelm Busch
662 Durch diese hohle Gasse muß er kommen, Es führt kein andrer Weg nach Küßnacht. Friedrich Schiller (1759 - 1805) Wilhelm Tell
663 Durch eine Autobiographie verliert man gewöhnlich den Rest seiner Freunde. Robert Neumann
664 Durch Fleiß wachsen Leistung und Ruf, nicht die Bedeutung. Elazar Benyoëtz
665 Egoist Mensch von schlechtem Geschmack, mehr an sich als an mir interessiert. Ambrose Bierce
666 Egozentrik ist unliebenswert und daher, auf die Dauer besehen, unrentabel. Werner Bukofzer
667 Ehe ein Mann auch nur an Flirt denkt, denkt die Frau schon an Ehe. Felicitas von Reznicek
668 Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen, ob man nicht entschuldigen kann. Georg Christoph Lichtenberg
669 Eher hält der Mensch das Feuer im Munde als ein Geheimnis. Petronius
670 Eher muß man darauf achten, mit wem man ißt und trinkt, als was man ißt und trinkt. Seneca
671 Eifersucht ist die schmerzvolle Überschätzung einer Leihgabe, die wir als Besitz behandeln. Hans Arndt
672 Eigenartigerweise kann ein Mann immer sagen, wie viele Schafe er besitzt, aber er kann nicht sagen, wie viele Freunde er hat, so gering ist der Wert, den wir ihnen beimessen. Sokrates
673 Ein anständiger Deutscher liebt Probleme mehr als ihre Lösungen. Johannes Gross
674 Ein Brief errötet nicht. Cicero
675 Ein Bund Stroh aufzuheben, muß man keine Maschine in Bewegung setzen. Gotthold Ephraim Lessing
676 Ein Demokrat ist ein freier Bürger, der sich dem Willen der Mehrheit beugt. Ephraim Kishon
677 Ein Feigling ist ein Mensch, bei dem der Selbsterhaltungstrieb noch normal funktioniert. Ambrose Bierce
678 Ein fröhliches Herz befördert die Gesundheit; doch ein gedrücktes Gemüt zehrt den Körper aus. Salomo
679 Ein Gastgeber ist wie ein Feldherr: erst wenn etwas schiefgeht, zeigt sich sein Talent. Horaz
680 Ein Geheimnis, das du verborgen halten willst, darfst du keinem auch nicht den Vertrautesten mitteilen, denn keiner wird das Geheimnis besser bewahren als du selbst. Saadi
681 Ein Geiziger kann nichts nützlicheres und besseres tun, als wenn er stirbt. Martin Luther
682 Ein gewisses Maß an Philosophie ist nötig, um zu wissen, daß man auf sie verzichten kann. Unbekannter Autor
683 Ein glückliches Leben besteht in erster Linie aus Freiheit von Sorgen. Cicero
684 Ein Grab ist doch immer die beste Befestigung wider die Stürme des Schicksals. Georg Christoph Lichtenberg
685 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. Prediger 3,1
686 ein junger mensch muss davon ausgehen dass alles was er sieht das werk von idioten ist. Oswald Wiener
687 Ein Junggeselle ist ein Mann, dem zum Glück die Frau fehlt. Wilhelm Schlichting
688 Ein kleiner Künstler zeigt seine Weltanschauung, ein großer Künstler seine Welt. Ludwig Goldscheider
689 Ein kleiner Mann wird immer seine Fehler zu beschönigen suchen. Konfuzius
690 Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. Winston Churchill
691 Ein kluger Mann sagt seiner Frau, er verstehe sie, und versucht dann nichts, um es ihr zu beweisen. Honoré de Balzac
692 Ein Kompromiß, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, daß jeder meint, er habe das größte Stück bekommen. Ludwig Erhard
693 Ein Kopf denkt nie allein. Unbekannter Autor
694 Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Einkehr. Demokrit
695 Ein Lügner muß ein sehr gutes Gedächtnis haben. Quintilian
696 Ein Mann hütet das Geheimnis eines anderen mehr als sein eigenes; eine Frau weiß ihr eigenes besser zu wahren, als ein fremdes. Jean de la Bruyére
697 Ein Mann ist so gut, wie er sein muß, eine Frau so schlecht, wie sie wagt. Elbert G. Hubbard
698 Ein Mann ohne Fehler ist kein Mann. Eine Frau ohne Fehler ist langweilig. Felicitas von Reznicek
699 Ein Mann sollte aus seiner Ehefrau auch eine Geliebte machen können. Die Sucht nach Abwechslung ist sicherlich ein Zeichen von Ohnmacht. Honoré de Balzac
700 Ein Mann steht gewöhnlich sehr lange unter dem Eindruck, den er auf eine Frau gemacht hat. Julian Tuwim
701 Ein Mann, der vier Sprachen kann, hat den Wert von vier Menschen. Germaine (Mme) de Staël
702 Ein Mensch ist fähig zu verstehen, wie der Äther schwingt und was auf der Sonne vorgeht, aber wie sich ein anderer die Nase anders putzen kann als er da ist er unfähig zu verstehen. Iwan S. Turgenjew
703 Ein Mensch muß sein Hobby schon sehr schätzen, wenn er es ohne Hoffnung auf Ruhm und Geld ausübt, ja sogar ohne jede Chance, es gut zu machen. Gilbert Keith Chesterton
704 Ein Musikhistoriker erklärt uns den Affenbrotbaum das ist im Großen und Ganzen die Lage.
705 Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die nur Klavier spielt. Wilhelm Busch
706 Ein paar Wahrheiten muß man sagen, um am Leben bleiben zu können; ein paar verschweigen aus dem selben Grund. Unbekannter Autor
707 Ein Politiker ist ein Mensch, mit dessen Politik du nicht übereinstimmst; wenn du es tust, dann ist er ein Staatsmann. Lloyd George
708 Ein Richter, der selber Bestrafung verdient, ist ein Vorbild für den Verbrecher. Klagen des beredten Bauern (Mittleres Reich)
709 Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten. Georges Pompidou
710 Ein Satz ist richtig, wenn er innerhalb eines logischen Systems nach den akzeptierten logischen Regeln abgeleitet ist. Ein System hat Wahrheitsgehalt, entsprechend der Sicherheit und Vollständigkeit seiner Zuordnungsmöglichkeit zu der Erlebnisgesamtheit. Albert Einstein
711 Ein schäbiges Kamel trägt immer noch die Lasten vieler Esel. J. W. von Goethe
712 Ein Schein von Tiefe entsteht oft dadurch, daß ein Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist. Karl Kraus
713 Ein Scherz hat oft gefruchtet, wo der Ernst nur Widerstand hervorzurufen pflegte. August von Platen
714 Ein schlechtes Gedächtnis ist noch kein schlechter Verstand: man weiß allmählich, worauf es ankommt und schenkt sich den Rest.
715 Ein Schriftsteller mag die wunderbarste Botschaft unter der Sonne zu verkünden haben, das nützt absolut nichts, wenn er nicht auch die Gabe zu unterhalten und zu vergnügen besitzt. Muriel Spark
716 Ein Staat, in welchem Gelehrte keine Stätte finden, ist im Niedergang. Mo Ti
717 Ein Staatsmann hat nicht das Recht, sentimental zu sein. Napoleon Bonaparte
718 Ein Staatsmann ist ein erfolgreicher Politiker, der tot ist. Thomas B. Reed
719 Ein Strohhalm schwimmt auf der Oberfläche, aber ein Kleinod sinkt unter. Sakya Pandita
720 Ein Tag in der Schule ist dir schon nützlich und ihr Werk dauert ewig wie die Berge. Lehre des Cheti (um 1970 v. Chr.)
721 Ein Teil des Geheimnisses des Erfolges im Leben besteht darin, zu essen, was man mag, und es im Inneren des Körpers ausfechten zu lassen. Mark Twain
722 Ein Tor find't allemal noch einen größern Toren, der seinen Wert zu schätzen weiß. Christian Fürchtegott Gellert
723 Ein Toter belebt das Gespräch. Rainer Malkowski
724 Ein übergroßer Anteil der Allgemeinheit ist zu gemein, um was Gemeines jemals zu vergessen. Johann Nestroy
725 Ein Unterschied: Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurück. Robert Musil
726 Ein Unverschämter kann bescheiden aussehen, wenn er will, aber kein Bescheidener unverschämt. Georg Christoph Lichtenberg
727 Ein vertrautes Verhältnis zwischen Mensch und Technik gibt es nicht. Am wenigsten für den Fachmann, der von ihr dressiert wird und nur meint, er wäre ihr Herr. Fritz Diettrich
728 Ein Volk von Eckermännern gebiert noch keinen Goethe. Unbekannter Autor
729 Ein Zahn, ein hohler, macht mitunter sogar die faulsten Leute munter. Wilhelm Busch
730 Ein Zyniker ist ein Mensch, der von jedem Ding den Preis und von keinem den Wert kennt. Oscar Wilde
731 Einander kennenlernen, heißt lernen, wie fremd man einander ist. Christian Morgenstern
732 Eindeutige Angebote werden immer ohne Nachfrage gemacht. Unbekannter Autor
733 Eine der am meisten verbreiteten Krankheiten ist die Diagnose. Karl Kraus
734 Eine Ehefrau muß Gott danken, daß ihr Mann Fehler hat; ein fehlerfreier Mann ist ein gefährlicher Beobachter. Lord Halifax
735 Eine Frau davon zu überzeugen, daß auch ein Gelegenheitskauf Geld kostet, ist eine der schwierigsten Aufgaben des Lebens. Edgar W. Howe
736 Eine Frau kann die Freundin eines Mannes nur in folgender Reihenfolge werden: zuerst seine Bekannte, dann seine Geliebte, dann seine Freundin. Anton Pawlowitsch Tschechow
737 Eine Frau kann einem Achtung für ihr Geschlecht einflößen, aber mehrere auf einmal vermindern sie. Jean Paul
738 Eine Frau kann ihr Gesicht mit einem Lächeln verschleiern. Kahlil Gibran
739 Eine Gabe des Herrn ist ein schweigsames Weib. Ben Sira 26,14
740 Eine gute Tasse Kaffe kann die Weltanschauung ändern. Josef Meier O'Mayr
741 Eine halbe Wahrheit ist nie die Hälfte einer ganzen. Karl Heinrich Waggerl
742 Eine Ideologie ist keine Wissenschaft. Friedrich Dürrenmatt
743 Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpaßt. Erich Maria Remarque
744 Eine Lady ist eine Dame, die aus Männern Gentlemen macht. Alec Guinness
745 Eine Magenverstimmung bietet zwei Leuten, die sich nie zuvor begegnet sind, einen ausgezeichneten Unterhaltungsstoff. Willian Hazlitt
746 Eine mathematische Wahrheit ist an sich weder einfach noch kompliziert, sie ist. Emile Lemoine
747 Eine Menge ist noch keine Gesellschaft. Francis Bacon
748 Eine Person, die mit großen Namen um sich wirft, kann die Einfältigen hinters Licht führen, nicht aber einsichtige Leute. Schu Schuehmou
749 Eine Sache gewinnt oder verliert durch den Mann, der sich für sie einsetzt, auch ein Gedanke und eine Meinung. Gerhart Hauptmann
750 Eine Sache, die keiner glaubt, kann nicht zu oft bewiesen werden. George Bernard Shaw
751 Eine schlechte Tat kann durch eine gute Ausrede übel zugerichtet werden. Unbekannter Autor
752 Eine Stadt, worin gar keine Notzucht verübt werden kann, weil alle Mädchen einwilligen... Friedrich Hebbel
753 Einem Kaiser geziehmt es, stehend zu sterben. Vespasian
754 Einem Kamel macht es nichts aus, wenn man es in die Wüste schickt... Rupert Schützbach
755 Einem Krebs können wir nicht beibringen, gerade zu gehen. Aristophanes
756 Einem schlechten Menschen einen Gefallen zu erweisen ist genau so gefährlich, wie einen guten zu kränken. Plautus
757 Einen Freund erkennt man daran, daß man mit ihm schweigen kann. Max Thürkauf
758 Einen Gescheiten kann man überzeugen, einen Dummen muß man überreden. Curt Goetz
759 Einen guten Rat gebe ich immer weiter. Es ist das einzige, was man damit machen kann. Oscar Wilde
760 Einen Mann, den man bis ans Lebensende behalten will, übernimmt man am besten aus zweiter Hand. Gebrannte Kinder sind die besten Ehemänner. Simone Bicheron
761 Eines Fehlers wegen entsagt man keinem Mann. Gotthold Ephraim Lessing
762 Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes. Salvadore Dali
763 Einige Physiologen meinen, wenn sich das Gehirn des Menschen entwickelt, müsse sein Herz zusammenschrumpfen. Das ist ein Irrtum. Honoré de Balzac
764 Entschuldigt sich jemand für einen gemachten Fehler, dürfte er die Lebensmitte hinter sich haben. Oliver Hassencamp
765 Entwicklungshilfe ist, wenn die armen Leute eines reichen Landes für die reichen Leute eines armen Landes Geld spenden. D. Healy
766 Er denkt zuviel: solch Leute sind gefährlich. William Shakespeare (1564 - 1616) Julius Ceasar
767 Er liebt die Wahrheit über alles, aber heiraten will er sie nicht. Unbekannter Autor
768 Er machte selbst beim Hören orthographische Fehler. Unbekannter Autor
769 Er nahm sich das Leben so wie er es brauchte.
770 Er schlug seine Zeit tot. Dabei verletzte er auch einige seiner Mitmenschen. Unbekannter Autor
771 Er war auch noch stolz auf die Erfahrungen, die andere mit ihm machen mußten. Unbekannter Autor
772 Er war seiner Zeit um einige Irrtümer voraus. Unbekannter Autor
773 Erfahrene Propheten warten die Ereignisse ab. Horace Walpole
774 Erhabenste Stellen von Dichtungen sind nur in freiem Abstand zu genießen, wie wir manchmal bei Nacht nach Sternen schauen, nicht indem wir direkt auf sie blicken, sondern etwas zur Seite. Walt Whitman
775 Erhalten zu bleiben ist kein Zeichen von Wert. Kurt Tucholsky
776 Erröten ist kleidsam. Oscar Wilde
777 Erst war sie ein Traum, dann die Realität seiner schlaflosen Nächte. Unbekannter Autor
778 Es amüsiert mich immer wieder, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen. Samuel Taylor Coleridge
779 Es gehört sicherlich ebensoviel Trägheit wie Schwäche dazu, sich von anderen beherrschen zu lassen. Jean de La Bruyère
780 Es gehört zu den aufreizendsten Erlebnissen, die man haben kann: die Gleichgültigkeit der Umwelt zu spüren. Erich Kästner
781 Es geht mit den Menschen wie mit den Büchern, viele unterhalten, aber wenige befriedigen. M. Herbert
782 Es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Prediger 1,9
783 Es gibt auch verstaubte Absichten. Unbekannter Autor
784 Es gibt ein altes Wort: Wenn der Deutsche hinfällt, steht er nicht auf, sondern sieht sich um, wer ihm schadenersatzpflichtig ist. Kurt Tucholsky
785 Es gibt ein gutes Gedächtnis für Einzelheiten, das viele Menschen haben. Und ein gutes Gedächtnis für Zusammenhänge, das die wenigsten besitzen. Anita
786 Es gibt ein Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen. Jean Paul Sartre
787 Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern. Franz Kafka
788 Es gibt eine gewisse Jungfernschaft der Seele bei den Mädchen und eine moralische Entjungferung; diese findet bei vielen schon sehr frühzeitig statt. Georg Christoph Lichtenberg
789 Es gibt eine Reihe guter Schutzmaßnahmen gegen die Versuchung. Doch die sicherste ist Feigheit. Mark Twain
790 Es gibt eine Schwäche des Körpers, die aus der Stärke des Geistes kommt, und eine Schwäche des Geistes, die aus der Stärke des Körpers kommt. Joseph Joubert
791 Es gibt eine Sorte ungemein überlegener Menschen, die gern versichern, alles sei relativ. Das ist natürlich Unsinn, denn wenn alles relativ wäre, gäbe es nichts, wozu es relativ sein könnte. Bertrand Russell
792 Es gibt für die Menschen, wie sie heute sind, nur eine radikale Neuigkeit und das ist immer die gleiche: der Tod. Walter Benjamin
793 Es gibt genügend Beispiele dafür, daß man mit Sprache umGEHEN kann. Unbekannter Autor
794 Es gibt genügend Ehepaare, die sich vielleicht sogar lieben würden, wenn sie einander bloß ertragen könnten. George Bernard Shaw
795 Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmer immer schärfer sieht als hundert Augen der Mannspersonen. Gotthold Ephraim Lessing
796 Es gibt keine fünf oder sechs Weltwunder, sondern nur eines: die Liebe. Jacques Prévert
797 Es gibt keinen Alltag. Es gibt nur Alltagsmenschen. Anita
798 Es gibt keinen traurigeren Anblick als einen jungen Pessimisten mit Ausnahme eines alten Optimisten. Mark Twain
799 Es gibt Leute, denen man, wenn sie den einen Stiefel schon anhaben, nicht unbedingt zutrauen darf, daß sie auch den zweiten anziehen werden. Friedrich Hebbel
800 Es gibt Leute, die selbst dann, wenn sie recht haben, ihre Sache so verzwickt und so peinlich vorbringen, als hätten sie unrecht. Werner Bukofzer
801 Es gibt Leute, die sich über den Weltuntergang trösten würden, wenn sie ihn nur vorhergesagt hätten. Friedrich Hebbel
802 Es gibt Leute, die wollen lieber einen Stehplatz in der ersten Klasse, als einen Sitzplatz in der dritten. Es sind keine sympathischen Leute. Kurt Tucholsky
803 Es gibt Leute, welche den Vogel ganz genau zu kennen glauben, weil sie das Ei gesehen, woraus er hervor gekrochen. Heinrich Heine
804 Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können. Pablo Picasso
805 Es gibt manche Leute, die nicht eher hören, bis man ihnen die Ohren abschneidet. Georg Christoph Lichtenberg
806 Es gibt Menschen, die machen aus jedem Problem ein Problem. Unbekannter Autor
807 Es gibt nicht Ärgeres als Verleumdung; denn sie macht zwei Menschen zu Verbrechern und läßt einen dritten leiden. Herodot
808 Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie. Immanuel Kant
809 Es gibt nur eins, das schwieriger ist, als Freunde zu gewinnen: sie dann auch wieder loszuwerden. Mark Twain
810 Es gibt prinzipiell keinen Unterschied zwischen einer Hure und einem Juristen; nur ist die Hure etwas billiger und macht viel mehr Spaß. Unbekannter Autor
811 Es gibt schreckliche Versuchungen, und es erfordert Kraft, Kraft und Mut, ihnen nachzugeben. Oscar Wilde
812 Es gibt Schurken, die ihr Ehrenwort halten. Heinrich Lexa
813 Es gibt sowenig einen christlichen Staat, wie es christliche Parteien gibt. Friedrich Dürrenmatt
814 Es gibt zwei Arten von Literatur: eine junge und eine, die jung bleibt. Unbekannter Autor
815 Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin zu leugnen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen. Blaise Pascal
816 Es herrscht vielfach die Meinung, Kunst sei das, was man bezahlt, wenn man Geld übrig hat. Manfred Rommel
817 Es ist bekannt, doch darf daran erinnert werden: die Freiheit eines Christenmenschen beginnt mit der Zwangstaufe. Unbekannter Autor
818 Es ist besser, ein dauerhaftes Einkommen zu haben, als faszinierend zu sein. Oscar Wilde
819 Es ist besser, ein unbefriedigter Sokrates zu sein als ein befriedigtes Schwein. John Stuart Mill
820 Es ist beunruhigend festzustellen, daß die, die uns regieren, eigentlich gar kein Volk brauchen. Dieter Hildebrandt
821 Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Wilhelm Busch
822 Es ist ein Charakteristikum des Maschinenzeitalters, daß die meisten Menschen glauben, etwas Gutes geleistet zu haben, wenn sie etwas geleistet haben. Sind die Regeln erfüllt, so sind alle befriedigt. Kurt Tucholsky
823 Es ist ein herrliches Gefühl, die Einheitlichkeit eines Komplexes von Erscheinungen zu erkennen, die der direkten sinnlichen Wahrnehmung als ganz getrennte Dinge erscheinen. Albert Einstein
824 Es ist ein Mißverständnis, die Gedankenfreiheit bis zur Unabhängigkeit vom Verstande voranzutreiben. Hans Kasper
825 Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben. Francesco Petrarca
826 Es ist ganz gesund, mal ein wenig krank zu sein. Roda Roda
827 Es ist gut, daß wir nicht alle unsere Wünsche kennen. La Rochefoucauld
828 Es ist immer die beste Politik, die Wahrheit zu sagen, es sei denn, daß man ein ungewöhnlich guter Lügner ist. Jerome K. Jerome
829 Es ist ja doch nun einmal nicht anders: Die meisten Menschen leben mehr nach der Mode als nach der Vernunft. Georg Christoph Lichtenberg
830 Es ist lästig, bei selbstverständlichen Dingen noch Beweise zu liefern. Dante Alighieri
831 Es ist leicht, eine fremde Sprache zu sprechen, schwer eine eigene. Unbekannter Autor
832 Es ist leicht, geduldig zu sein wenn man ein Schaf ist. Adolf Nowaczynski
833 Es ist nicht üblich, das zu mögen, was man besitzt. Anatole France
834 Es ist nichts im Innern wesentlich, das nicht zugleich im Äußern wahrgenommen wird. Hugo von Hofmannsthal
835 Es ist noch nicht aller Tage Abend. Livius
836 Es ist schon ein großer Trost bei Wahlen, daß von mehreren Kandidaten nur einer gewählt werden kann. Mark Twain
837 Es ist schon möglich, daß man im Laufe der Zeit an mehrere falsche Frauen gerät. Bei der Wahl seiner Witwe sollte man aber keinen Fehler mehr machen. Sascha Guitry
838 Es ist schwer für einen leeren Sack, aufrecht zu stehen. Benjamin Franklin
839 Es ist schwer, einen Menschen so hoch einzuschätzen, wie er es selbst wünscht. Vauvenargues
840 Es ist schwer, erfahren zu sein, ohne zynisch zu werden. Unbekannter Autor
841 Es ist sehr leicht, berühmt zu werden, wenn man sehr bekannt ist. Gabriel Laub
842 Es ist traurig, für ein nicht lesendes Publikum zu schreiben. Jacob Grimm
843 Es ist unglaublich, wieviel Geist in der Welt aufgeboten wird, um Dummheiten zu beweisen. Friedrich Hebbel
844 Es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er es nicht nehmen will. Friedrich von Schlegel
845 Es ist viel besser, nichts zu tun, als Nichtiges zu tun. Lew Nikolajewitsch Tolstoi
846 Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Friedrich Schiller
847 Es können ruhig Pannen passieren, aber diese müssen dem Fortschritt dienen. Unbekannter Autor
848 Es läßt sich nicht verheimlichen, daß es auch eine Höhle der Löwin gibt. Unbekannter Autor
849 Es liegt eben in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unvernünftig zu handeln. Anatole France
850 Es liegt eine gewisse Wollust in der Selbstanklage. Wenn wir uns selbst tadeln, so mit dem Gefühl, daß kein anderer Recht habe, uns zu tadeln. Es ist die Beichte, die Absolution erteilt, nicht der Priester. Oscar Wilde
851 Es liegt in der Natur des Menschen, Verleumdungen und Anklage gern zu hören, aber verdrießlich zu sein, wenn einer sich selbst lobt. Demosthenes
852 Es liegt nicht am Spiegel, es liegt an dir selber. Portugiesisches Sprichwort
853 Es ließe sich alles trefflich schlichten, könnte man die Sachen zweimal verrichten. Johann Wolfgang Goethe
854 Es schmerzt, in einem so gar kraftlosen Jahrhundert zu leben. Johannes von Müller
855 Es sind nicht die schlechtesten Dichter, die sich hin und wieder von der Muße küssen lassen! Unbekannter Autor
856 Es sind oftmals nicht die schönsten Männer, die bei den Frauen ein Bein im Bett haben. Unbekannter Autor
857 Es soll Künstler geben, die ihre Werke lieben, auch dann noch, wenn sie fertig sind. Ist das möglich? Herrmann Hesse
858 Es stimmt nicht, daß Ehemänner vergessen, daß sie verheiratet sind, wenn sie ein besonders schönes Mädchen sehen. Im Gegenteil, gerade dann werden sie besonders schmerzlich daran erinnert. Mark Twain
859 Es tun mir viele Sachen weh, die anderen nur leid tun. Georg Christoph Lichtenberg
860 Es wäre besser, solche Leute legten sich ins Bett, als daß sie solches Zeug schwätzen. Georg Christoph Lichtenberg
861 Es wäre wenig in der Welt unternommen, wenn man nur immer auf den Ausgang gesehen hätte. Gotthold Ephraim Lessing
862 Es weiß immer ein Esel einen anderen zu schätzen. Meister Eckehart
863 Es werden Sünden bereut, oder ihre Unterlassung Anita
864 Euch geschehe nach eurem Glauben! Matthäus 9,29
865 Leute, die instinktiv erkannt haben, was das Störende, das eigentlich Lästige am Literaturgeschäft ist nämlich der Text, das Buch, die Literatur. Hans Magnus Enzensberger
866 Bedauerlicherweise wird mir Glück erst hinterher bewusst. Else Buschheuer
867 Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. Joseph Beuys
868 Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet. Pablo Picasso
869 Das Neueste von heute ist morgen schon von gestern. Robert Edler von Musil
870 Bei Licht besehen ist unser Gedächtnis ein Staubsauger. Hans Peter Keller
871 Fabrikarbeiter und Arme zu besteuern, damit der Reiche noch reicher wird, ist Tyrannei. Leonard Bernstein
872 Fakten sind auch deshalb so gefährlich, weil man sie sich gern als vollendete Tatsachen vorstellt. Ulrich Erckenbrecht
873 Fanatismus ist die Willenskraft der Dummen, derer, die zu allem fähig sind, sonst aber zu nichts. Unbekannter Autor
874 Fang jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich. Seneca
875 Faulheit ist Mutter aller Erfindungen. Curt Goetz
876 Faulheit stärkt die Glieder. nach Gottlieb Wilhelm Burmann (1737 - 1805) Arbeit, Berlin und Königsberg, 1777
877 Fehlen uns die Worte, applaudieren wir. Miroslav Holub
878 Fehler die ein ganzes Volk begeht, rechnet es sich gern als Tugend an. Unbekannter Autor
879 Feige ist, wer gegenüber fernliegenden und erst bevorstehenden Gefahren mit der Zunge keck ist und sich dazu herandrängt, dagegen zaudert, wenn es zur Tat kommen soll. Antiphon
880 Fernsehanstalt: Unternehmen, das sich von seinen Opfern bezahlen läßt, anstatt sie abzufinden. Unbekannter Autor
881 Fleiß: eine bestimmte nervöse Störung, die junge und unerfahrene Leute befällt. Ambrose Bierce
882 Fluch dem Gesetz! Die meisten meiner Mitmenschen sind Folgen einer unterlassenen Fruchtabteibung. Karl Kraus
883 Frage deinen Nächsten nur über Dinge, die du selbst besser weißt. Dann könnte sein Rat wertvoll sein. Karl Kraus
884 Frage: Wie stehen Sie zu Ihrer Sekretärin? Antwort: Verhältnismäßig gut. unbekannter Autor
885 Frau: eine raffinierte Mischung aus Brandstifter und Feuerwehr. John Osborne
886 Frauen können mehr Schmerzen ertragen als Männer. Vor allem mehr fremde Schmerzen. Sigmund Graff
887 Frauen können niemals allein sein, es sei denn, es ist noch jemand da. Unbekannter Autor
888 Frauen lieben die einfachen Dinge des Lebens, zum Beispiel Männer. William Somerset Maugham
889 Frauen machen immer gewisse geistige Vorbehalte. Philippe Destouches
890 Frauen mißtrauen Männern im allgemeinen zu sehr und im besonderen zu wenig. Gustave Flaubert
891 Frauen mit Vergangenheit interessieren die Männer, weil die Männer hoffen, daß sich die Geschichte wiederholt. Mae West
892 Frauen sind immer erstaunt, was Männer alles vergessen. Männer sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern. Peter Bamm
893 Frauen sind merkwürdig: sie wollen alle einen Don Juan zum Mann aber einen für sich allein. Heinrich Spoerl
894 Frei sein von Vorurteilen bedeutet oft nichts anderes als keine Grundsätze haben. Salomon Baer Oberdorf
895 Freilich wünscht man im Lande der Blinden, daß alle Laternen verboten wären. Wilhelm Ludwig Wekhrlin
896 Freiwillig ist alles, was wir ohne Zwang, jedoch mit Bewußtsein tun. Plotin
897 Frieden kann man nur haben, wenn man ihn gibt. Das ist der Grund, warum es keinen Frieden der Religionen geben kann. Unbekannter Autor
898 Friß Vogel, oder stirb! Johann Nikolaus Weislinger (1691- 1755) Straßburg, 1722
899 Früher flehten Lieder leise, heute verlangen sie brüllend Gehör. Unbekannter Autor
900 Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen. Tacitus
901 Früher träumte jede einigermaßen begabte Schauspielerin davon, eines Tages ein Star zu werden. Heute ist es umgekehrt: Wir haben eine Unmenge von Stars, aber kaum eine von ihnen denkt auch nur im Traum daran, Schauspielerin zu werden. Laurence Oliver
902 Führende Posten machen große Menschen größer und kleine Menschen geringer. Jean de la Bruyère
903 Für die gemeine Masse ist Geist dasselbe wie Narrheit. Honoré de Balzac
904 Für echte Freundschaft genügt die aufrichtige Absicht. Tausendundeine Nacht
905 Für einen Autor ist es eine tröstliche Aussicht, das alle Tage neue künftige Leser geboren werden. J. W. von Goethe
906 Für eines Mannes Handeln ist das eigene Ich ein dürftiger Ausgangspunkt. Francis Bacon
907 Für Geld kann man sogar den Teufel tanzen lassen. Meister Dsi
908 Für keine Wohltat ist der Dank von kürzerer Dauer als für geschenkte Freiheit, vorzüglich bei Leuten, welche sie durch schlechten Gebrauch verderben. Livius
909 Fürwahr, ich zittere um mein Land, wenn ich bedenke, daß Gott gerecht ist. Thomas Jefferson
910 Ganz allein leben kann nur Gott oder ein Teufel. Thomas von Aquin
911 Gärt es in Deutschland, ist es selten mehr als die Hefe im Bier. Um so schlimmer jedoch, wenn nicht... Unbekannter Autor
912 Gastfreundschaft :Tugend, die uns bewegt, gewisse Personen zu verköstigen und unterzubringen, obwohl sie weder Speise noch Unterkunft benötigen. Ambrose Bierce
913 Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus. Josef Victor Scheffel (1826 - 1886) Gaudeamus, 1868+B303
914 Geben kann man lernen, nehmen muß man können. Richard Schaukal
915 Gebranntes Kind scheut das Feuer bis zum nächsten Tag. Mark Twain
916 Gedanken werden dann nur gestaltend und schöpferisch, wenn sie an etwas Vorhandenes anknüpfen. Karl Gutzkow
917 Geduld ist ein Pflaster für alle Wunden. Miguel de Cervantes
918 Gefährlich wird es, wenn die Dummen fleißig werden. Unbekannter Autor
919 Gegen alle Menschen äußerlich nie die Verachtung merken lassen, die sie verdienen, denn man kann nicht wissen, wo man sie braucht. Ludwig van Beethoven
920 Gegensätze soll man nicht auszugleichen trachten, sondern produktiv gestalten. Richard Schaukal
921 Gegenüber Leuten, die unbedingt Kassierer werden wollen, ist Vorsicht angebracht. Arthur Conan Doyle
922 Geist ist imitierbar, Mut nicht. Unbekannter Autor
923 Geizhälse sind unangenehme Zeitgenossen, aber angenehme Vorfahren. Victor de Kowa
924 Gelassen stieg die Nacht ins Land... Eduard Möricke (1804 - 1875) Um Mitternacht, 1829
925 Gelegenheit macht nicht Diebe allein, sie macht auch große Männer. Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799) Vermischte Schriften+B573
926 Geschäftige Torheit ist der Charakter unserer Gattung. Immanuel Kant
927 Gescheit, gescheiter, gescheitert... Unbekannter Autor
928 Geschichte ist jene Fabel bzw. Lüge, auf die man sich geeinigt hat. Napoleon Bonaparte
929 Geschichte läuft schnell ab, doch Geschichtsschreiber trödeln. Jacques Prévert
930 Geschmack hat ziemlich viel mit Mut zu tun, und Mut bzw. Selbständigkeit des Urteils sind bekanntlich höchst seltene Tugenden. Lin Yutang
931 Gesegnet sind die, die nichts zu sagen haben und die sich nicht überreden lassen, es zu tun. James R. Lowell
932 Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten Manieren. Voltaire
933 Gewisse Dinge verstehe ich nicht mehr, sobald ich sie begriffen habe. Karl Heinrich Waggerl
934 Gewöhnlich glaubten die Verbrannten und der Inquisitor an denselben Gott. Unbekannter Autor
935 Gewöhnliche Menschen überlegen nur, wie sie ihre Zeit verbringen. Ein intelligenter Mensch versucht, sie auszunutzen. Arthur Schopenhauer
936 Gib der Streitenden nach; Nachgeben macht dich zum Sieger. Ovid
937 Gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit aber jetzt noch nicht! Augustinus
938 Gib nicht zu schnell dein Wort, so brauchst du's nicht zu brechen. Friedrich Rückert
939 Giftig wird man genannt, wenn man sich in der Gegend von Wahrheiten aufhält. Heinz Jacobi
940 Glücklich, wer die Ursachen der Dinge zu erkennen vermag. Vergil
941 Golf ist ein verdorbener Spaziergang. Kurt Tucholsky
942 Gott beschütze mich vor meinen Freunden; mit meinen Feinden will ich schon selber fertig werden. Johann Manlius Loci communes
943 Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war; dann hat er auf weitere Experimente verzichtet, zumal er bereits müde war. Mark Twain
944 Gott hat die Zeit geschaffen, der Teufel den Kalender. Erwin Chargaff
945 Gottvertrauen ist gut, doch wie Ihn kontrollieren? unbekannter Autor
946 Große Irrtümer und große Wahrheiten bedürfen nur für die erste Generation eines Beweises. Roda Roda
947 Große Männer unternehmen große Dinge, weil sie groß sind; die Narren, weil sie sie für einfach halten. Vauvenargues
948 Gut ist man nur bedient, wenn man sich selbst bedient. Charles Guillaume Étienne
949 Gut sein ist edel. Aber anderen zu zeigen, wie gut sie sein sollten, wirkt echter und macht nicht so viel Mühe. Mark Twain
950 Gute Erziehung besteht darin, daß man verbirgt, wie viel man von sich selbst hält und wie wenig von den anderen. Jean Cocteau
951 Gute Zähne sind mindestens so viel wert wie das Assesorexamen. Theodor Fontane
952 Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, ist der Wahlspruch der Aufklärung. Immanuel Kant
953 Haben wir das Gesetz, so haben wir die Macht. Oscar Schellbach
954 Halte die Augen vor der Ehe weit offen und halbgeschlossen danach. Benjamin Franklin
955 Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. Ingeborg Bachmann
956 Heirate nur. Bekommst du eine gute Frau, wirst du sehr glücklich werden; bekommst du eine schlechte, wirst du Philosoph werden. Sokrates
957 Heu machen kann schließlich jeder, wenn der Himmel Gras wachsen läßt. Karl Heinrich Waggerl
958 Heute ist eine große Nachfrage nach Menschen, die das Unrecht so erscheinen lassen, als wäre es Recht. Terenz
959 Heute sehen viele Mädchen aus wie Männer, die wie Mädchen aussehen. John Wayne
960 Heutzutage haben die Wissenschaftler mehr Phantasie als die Verfasser von Kriminalromanen. Werner Heisenberg
961 Heutzutage ist es für einen Ehemann höchst gefährlich, seiner Frau in der Öffentlichkeit zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Es führt dazu, daß die Leute glauben, er schlägt sie zu Hause. Oscar Wilde
962 Hier stehe ich! Ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen. Luther zu Kaiser Karl V. 1521 im Reichstag zu Worms
963 Hinkende Vergleiche sind immer noch besser als die ohne Hand und Fuß. Unbekannter Autor
964 Hinter dem Geschäft der Politik steht nichts als die Politik des Geschäfts. Unbekannter Autor
965 Hochverrat ist eine Frage des Datums. Talleyrand
966 Hoffen ist ein schlechter Ersatz für Tun. Ungarisches Sprichwort
967 Höflichkeit: die angenehmste Form der Heuchelei. Ambrose Bierce
968 Höhe des Lebens. Die Höhe eines Lebens wird nicht erreicht, damit man sich hinaufsetzt, sondern damit man in besserer Luft weitergeht. Heimito v. Doderer
969 Hohen Sinn bedeutet es, Taktlosigkeit gelassen zu ertragen. Euripides
970 Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit sofort den Erfolg sieht. Albert Einstein
971 Humor ist ein Element, das dem deutschen Menschen abhanden gekommen ist. Kurt Tucholsky
972 Humor: die Satire von gestern. Roda Roda
973 Hypochonder wirken beim Schmerzerlebnis gestaltend mit. Heinrich Wiesner
974 Hypochondrie ist es nicht bloß, sich ein Leiden, das man nicht hat, einzubilden, sondern Leiden, die man hat, zu aufmerksam zu beschauen. Ernst von Feuchtersleben
975 Ich begehe nie den Fehler, mich mit Menschen zu streiten, deren Ansichten ich nicht achte. Edward Gibbon
976 Ich behaupte dreist: Jede Industrie im Staate, die der Staat nicht selbst lenkt, ist der Beginn des Untergangs dieses Staates selbst. Friedrich List
977 Ich behaupte, daß der Romanautor es darauf anlegt, das Zweideutige darzustellen, weil im täglichen Leben so vieles uninteressant und trivial geworden ist. Milan Kundera
978 Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe herauskommt. Oscar Wilde
979 Ich bin ein Atheist von Gottes Gnaden. Luis Buñuel
980 Ich denke nicht, ich zitiere. E.G.O.
981 Ich erhalte meine Sicherheit besser durch Unschuld als durch Beredsamkeit. Tacitus
982 Ich frage mich schon längst nicht mehr: Was soll ich da tun? Ich frage nur noch: Was wird da jetzt mit mir geschehen? Und erst, wenn sich mir dies dann deutlich angekündigt hat, setzt mein eigener Wille mit seiner Kraft ein, um mitzuhelfen. Herrmann Bahr
983 Ich glaube nicht an Zufall. Die Menschen, die in der Welt vorwärtskommen, sind Menschen, die aufstehen und nach dem von ihnen benötigten Zufall Ausschau halten. George Bernard Shaw
984 Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab mich noch selten getäuscht. Johann Nestroy
985 Ich glaube, daß kein Volk auf Kosten eines andren gelobt werden sollte. Stephan Zweig
986 Ich glaube, daß nur der erfolgreich ist, der seine Handlungsweise mit dem Zeitgeist in Einklang bringt. Niccolò Machiavelli
987 Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir es dann? Damit es uns glücklich macht? Franz Kafka
988 Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung. Friedrich Schiller (1759 - 1805) Graf Wrangel zu Wallenstein
989 Ich habe immer die Ansicht vertreten, daß jede Frau heiraten sollte, jedoch nie ein Mann. Benjamin Disraeli
990 Ich habe in der Geschichte und im Leben immer gefunden, daß die Könige im Kleinen so viel Gerechtigkeit als möglich zeigen, um im Großen so wenig als möglich zu haben. Johann Gottfried Seume
991 Ich habe mich eifrig bemüht, der Menschen Tun weder zu belachen, noch zu beweinen, noch zu verabscheuen, sondern es zu begreifen. Baruch de Spinoza
992 Ich habe noch niemanden gesehen, der die Tugend so wie die Sinnenlust geliebt hätte. Konfuzius
993 Ich habe nur einmal Gott gebeten: Mach meine Feinde lächerlich! Und Gott hat mich erhört. Voltaire
994 Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere heutige Jugend die Männer von morgen darstellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen. Aristoteles
995 Ich habe zu viel Geschichte geschrieben, um an sie zu glauben. Wenn jemand glaubt, ich irre mich, neige ich dazu, ihm zuzustimmen. Henry Adams
996 Ich halte die Selbsterkenntnis für schwierig und selten, die Selbsttäuschung dagegen für sehr leicht und gewöhnlich. Wilhelm v. Humboldt
997 Ich hatte vergessen, dass die Welt böse ist. Unbekannter Autor
998 Ich langweilige mich in Frankreich, hauptsächlich weil jedermann Voltaire ähneln möchte. Charles Baudelaire
999 Ich liebe den Verrat, aber ich hasse den Verräter. Gaius Julius Caesar
1000 Ich liebe die Weisheit mehr als sie mich liebt. Lord Byron
1001 Ich liebe sie, sie liebet mich, doch keines sagt:Ich liebe dich! Ludwig Uhland, Lauf der Welt
1002 Ich mache mir immer Vorwürfe, daß meine Malerei nicht wert ist, was sie kostet. Vincent van Gogh
1003 Ich mag nicht in den Himmel, wenn es dort keine Weiber gibt. Was soll ich mit bloßen Flügelköpfchen? Albrecht Dürer
1004 Ich möchte kein Arzt sein und von den Krankheiten der Menschen leben; auch kein Pfarrer und mich von ihren Sünden ernähren; auch kein Anwalt und aus ihrem Streit profitieren. So scheint mir nichts anderes übrig zu bleiben, als Schriftsteller zu werden. Nathaniel Hawthorne
1005 Ich möchte lieber einen einzigen ursächlichen Zusammenhang entdecken als König der Perser sein. Demokrit
1006 Ich möchte was darum geben, genau zu wissen, für wen eigentlich die Taten getan worden sind, von denen man öffentlich sagt, sie wären für das Vaterland getan worden. Georg Christoph Lichtenberg
1007 Ich mußte lachen und bin nun entwaffnet... Alexis Piron
1008 Ich schreibe an Sie, um herauszubekommen, ob Sie tatsächlich existieren. Aus dem Brief eines Schulmädchens an Albert Einstein
1009 Ich schreibe, also bin ich. Ich werde gelesen, also bin ich nicht allein. Kurt Marti
1010 Ich sehe keinerlei Unterschied zwischen den Mädchen aus meiner Jugendzeit und und den Mädchen heute. Sie sehen ihn. Antoni Slonimski
1011 Ich soll erst vierzehn Jahre sein? Nein, vierzehn Jahr und sieben Wochen! Christian Fürchtegott Gellert, Das junge Mädchen
1012 Ich sollte keine Insel sein in einem Meer von Menschen. Phil Bosmans
1013 Ich weiß nicht, was in der Welt vorgeht: Jetzt beginnen Menschen zu sterben, die früher niemals gestorben sind. Julian Tuwim
1014 Ich weiß nicht, wie das Bewußtsein eines Toren ist, aber das eines Mannes von Geist ist voller Torheiten. Paul Valéry
1015 Ich will eine Geschichte verkünden aus alter Zeit. Psalmen 78,2
1016 Ich will lieber mit einem aufrichtigen Türken, als mit einem falschen Christen zu tun haben. Erasmus v. Rotterdam
1017 Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preussen kämen. Arthur Wellesley, Duke of Wellington (1769 - 1852)
1018 Ich ziehe es vor, mich über ein bekanntes Gebiet der Physik auszulassen, statt über ein unbekanntes. In der Regel nämlich fragen die Leute einen nach dem letzten Stand der Vereinigung dieser mit jener Theorie, und man bekommt keine Chance, etwas über Theo Unbekannter Autor
1019 Richard P. Feynman Unbekannter Autor
1020 Ich zitiere mich oft selbst. Das würzt meine Unterhaltung. George Bernard Shaw
1021 Ick bün all hier! Gebrüder Grimm Der Hase und der Igel
1022 Ideale sind wie Sterne; man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich nach ihnen orientieren. C. Schurz
1023 Ideen sind bloß Kulissen auf der Bühne der Welt; vorn stirbt man dafür, dahinter lacht man darüber. Unbekannter Autor
1024 Ihr nehmt mein Haus, wenn ihr die Stütze nehmt, worauf mein Haus beruht; ihr nehmt mein Leben, wenn ihr die Mittel nehmt, wodurch ich lebe. William Shakespeare
1025 Ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat! Jeremias 5,21
1026 Ihre körperlichen Reize befanden sich gerade in dem sonderbaren Zeitpunkt, wo sie anfangen, ihre anziehende Kraft mit der abstoßenden zu vertauschen. Georg Christoph Lichtenberg
1027 Ihre Stirn bieten viele, doch was steckt dahinter! Unbekannter Autor
1028 Illusionen: keine. Hoffnung: kaum noch. Pläne: immer mehr. Zeit: immer weniger. Unbekannter Autor
1029 Im Deutschen schlagen sich sogar die Gedanken nieder. Oder sie schießen durch den Kopf.
1030 Im Grunde geschieht alles im Leben so freiwillig wie unsere Geburt. Unbekannter Autor
1031 Im Hintergrund spielt sich immer etwas ab, im Vordergrund immer einer auf. Unbekannter Autor
1032 Im Kampf gegen die Wirklichkeit hat der Mensch nur eine Waffe: die Phantasie. Theophile Gautier
1033 Im Schweigen mag der Mensch am ehesten seine Lauterkeit bewahren. Meister Eckehart
1034 Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. Kurt Tucholsky
1035 Im verdorbensten Staate sind die meisten Gesetze. Tacitus
1036 In allen Ländern, wo die Eitelkeit sich zeigt, spielt der Geschmack die erste Rolle, weil er die Klassenunterschiede bestimmt und weil er zwischen allen Angehörigen der obersten Klasse der beste Kitt ist. Germaine (Mme) de Staël
1037 In den letzten Jahrzehnten stand Gott fast immer auf der Seite seiner Gegner. Enzio Hauser
1038 In den meisten Bühnenstücken fußt der Dialog auf der falschen Annahme, daß die Menschen einander ausreden lassen. Wo gibt es das im Leben? Alfred Polgar
1039 In der Angst rief ich den Herrn an. Psalmen 118,5
1040 In der Brust eines jeden Menschen schläft ein entsetzlicher Keim von Wahnsinn. Ringt mittelst aller heitern und tätigen Kräfte, daß er nie erwache! Ernst von Feuchtersleben
1041 In der Jugendzeit eines Reiches werden die Waffenkünste am höchsten bewertet, in seinem Mannesalter die Wissenschaften und darauf beide eine Zeitlang im Verein; im Abstieg seines Lebens jedoch Technik und Handel. Francis Bacon
1042 In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen. Robert G. Ingersoll
1043 In der Wirklichkeit gibt es nichts, was ganz logisch wäre. Friedrich Nietzsche
1044 In der Zeit, in der wir leben, kann es passieren, daß man aus der Schlacht zurückkehrt und sich schämt, gekämpft zu haben. Vincent van Gogh
1045 In Deutschland bilden zwei einen Verein. Stirbt der eine, so erhebt sich der andere zum Zeichen seiner Trauer von seinem Platz. Karl Kraus
1046 In Deutschland hat noch nie jemand lange nach Verrätern suchen müssen. Johannes Gross
1047 In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte. Josif Wissarionowitsch Shugashvili (Stalin)
1048 In dieser Welt gibt es nichts Sicheres als den Tod und die Steuern. Benjamin Franklin
1049 In einem Städgen wo sich immer ein Gesicht aufs andere reimt. Georg Christoph Lichtenberg
1050 In Frauen wird man oft aus Langeweile verliebt Jean Paul
1051 In früheren Jahren bediente man sich der Folter, jetzt bedient man sich der Presse. Das ist sicherlich ein Fortschritt. Aber es ist auch ein großes Übel; es schädigt und demoralisiert uns. Oscar Wilde
1052 In jeder Gesellschaft gibt es ein schlechtes Theater, das die Gunst des Publikums genießt. Eugène Ionescu
1053 In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen. Solon
1054 In manchen Ländern sind Satiriker überflüssig; die Regierung macht sich selber lächerlich. Roda Roda
1055 In Meinungskämpfen sei man dann am vorsichtigsten, wenn die Gegner sich uns nähern und uns beistimmen. Ludwig Börne
1056 In Sachen des Geschmacks gibt es keine unwichtigen Einzelheiten, es gibt nur grundlegende Irrtümer. Maggy Rouff
1057 In seiner majestätischen Gleichheit verbietet das Gesetz den Reichen wie den Armen, unter Brücken zu schlafen, in den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen. Anatole France
1058 In unserer Ära der Unbedeutenden wird Satire immer schwieriger. Was sind das für Menschen, die sich heute blamieren! Daniel Spitzer
1059 In Zweifelsfällen ist immer die wohlwollendere Auslegung vorzuziehen. Justinian
1060 Indem ich einige Konventionen ignorierte, vermochte ich für mich eine Atmosphäre zu schaffen und alles zu vermeiden, was von der Arbeit abhält. Albert Einstein in Princeton
1061 Ironie, Wetterleuchten der Schwermut. Unbekannter Autor
1062 Irrtümer haben ihren Wert; jedoch nur hie und da. Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika. Erich Kästner
1063 Ist das Leben lebenswert? Das ist eine Frage für einen Embryo, nicht für einen Erwachsenen. Samuel Butler
1064 Ist es nicht idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für ein paar Dollar einen kaufen kann? Mark Twain
1065 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer? Jeremias 23,29
1066 Ja, Bauer, das ist etwas ganz anderes. Karl Wilhelm Ramler (1725 - 1798) Der Junker und der Bauer
1067 Je abstrakter das Ziel, um so unmenschlicher der Krieg. Josef Vital Kopp
1068 Je älter man wird, desto toleranter gegen das Herz und intoleranter gegen den Kopf. Jean Paul
1069 Je behutsamer wir unsere Gefühle äußern, um so weniger brauchen wir zu erröten, wenn wir sie ändern. Thomas Wilson
1070 Je dümmer jemand ist, um so näher steht er dem Verständnisse der Allgemeinheit. Stendhal
1071 Je feiner der Geschmack, desto größer der Ekel. Georges Krassovsky
1072 Je gläubiger man in die Zukunft blickt, desto weniger hat man sich in der Vergangenheit umgesehen. Unbekannter Autor
1073 Je klassischer die Melodie, um so geringer die Zahl derjenigen, die sie mit euch singen können. Sung Yu
1074 Je länger der Mensch Kind bleibt, desto älter wird er. Novalis
1075 Je länger eine Glocke geläutet wird, um so schöner wird der Ton. Sebastian Kneipp
1076 Je mehr Anlässe man findet, um so weniger Gründe braucht man. Unbekannter Autor
1077 Je mehr Feinde ein Schriftsteller hat, desto notwendiger ist er gewöhnlich. Unbekannter Autor
1078 Je mehr Menschen den Kopf verlieren, desto größer ist der historische Augenblick. Unbekannter Autor
1079 Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden. Ludwig Feuerbach
1080 Je mehr Würde man für eine Sache aufbringt, desto würdeloser ist sie für gewöhnlich. Unbekannter Autor
1081 Je schneller sich Deutschland wie ein normaler Staat benimmt, desto besser. Trevor Taylor
1082 Je zugeknöpfter er sich gab, um so aufgeschlossener wurde sie. Unbekannter Autor
1083 Jede Meinung ist gültig. Gut. Das sagt ihr. Ich sage das Gegenteil. Das ist meine Meinung: laßt sie gefälligst gelten! Jacques Prévert
1084 Jede Tageszeitung ist von der ersten Zeile bis zur letzten ein einziges Gewebe von Greueln. Kriegen, Verbrechen, Diebstählen, Unzucht, Folter, Verbrechen der Fürsten, Verbrechen der Nationen, Verbrechen der Privaten, ein allgemeiner Rausch von Gräßlichkei Charles
1085 Baudelaire Unbekannter Autor
1086 Jede vollkommene Handlung wird von Freude begleitet. Daran kann man erkennen, daß man es tun soll. André Gide
1087 Jede Zeit hat die Verbrecher, die sie verdient. Gustav Radbruch
1088 Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat. Heinrich Heine
1089 Jeder gleicht der Gesellschaft, in der er sich meist aufhält. Euripides
1090 Jeder hat soviel Recht, wie er Macht hat. Baruch de Spinoza
1091 Jeder hat Zeiten, wo er sich selbst günstig gesinnt ist. Kurt Guggenheim
1092 Jeder historische Roman vermittelt ein ausgezeichnetes Bild von der Epoche des Verfassers. Kurt Tucholsky
1093 Jeder leidet unter seinem Niveau. Elazar Benyoëtz
1094 Jeder Mann muß, darüber soll sich eine Frau klar sein, erst einmal zu einem Ehemann entwickelt werden. Was eine heiratet, ist ein Junggeselle, der momentan das Junggesellendasein satt hat. Sabine Sanders
1095 Jeder Mensch braucht dann und wann ein bißchen Wüste! Sven Hedin
1096 Jeder Mensch sollte das, was die Mitmenschen an ihm auszusetzen haben, sorgfältig entwickeln. Es ist wahrscheinlich seine stärkste Seite. Jean Cocteau
1097 Jeder müßte sich beim Essen zusehen. Elias Canetti
1098 Jeder Narr kann die Wahrheit sagen, aber nur ein verhältnismäßig Intelligenter kann gut lügen. Samuel Butler
1099 Jeder Narr kann eine Regel aufstellen, und jeder Narr wird sich danach richten. Henry David Thoreau
1100 Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme. Karl Marx
1101 Jeder stirbt für sich allein. Hans Fallada
1102 Jedermann hat gerade soviel Eitelkeit, wie es ihm an Verstand fehlt. Friedrich Nietzsche
1103 Jedermann klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand. François de La Rochefoucauld (1613 - 1680) Reflexions ou Sentences et maximes morales
1104 Jedes Herz ist eine Bude auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. William Thackery
1105 Jedes Land, in dem Betteln ein Beruf ist, wird schlecht regiert. Voltaire
1106 Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Unbekannter Autor
1107 Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Unbekannter Autor
1108 Jedes Volk hat seine Art zu denken. Alle Völker haben die gleiche Art, nicht zu denken. Gabriel Laub
1109 Jemand, den nichts mehr an diese Welt bindet, wird nur durch den Wechsel der Jahreszeiten berührt. Yoshida Kenko
1110 Jenes Volk ist am glücklichsten, das keine Geschichte hat. Mahatma Gandhi
1111 Jugend ist eine wunderbare Sache. Wie schade, daß sie an die Kinder verschwendet wird. George Bernard Shaw
1112 Kämpfen muß das Volk für sein Gesetz wie für die Mauer. Heraklit
1113 Kann einer, dem selbst die Kraft zur Größe fehlt, andere erniedrigen? Rabindranath Tagore
1114 Kann man aus dem Körperbau des Menschen schließen, wozu er eigentlich erschaffen wurde? Stanislaw Jerzy Lec
1115 Karriere macht man mit den Bonmots, die man unterdrückt. Roger Peyrefitte
1116 Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als jener von der Macht. Talleyrand
1117 Kein Jahrhundert reiner Barbarei hat sich je für barbarisch gehalten, sondern jedes hat noch immer geglaubt, die Blüte der Jahrhunderte und das vollkommenste Zeitalter des menschlichen Geistes und der Gesellschaft zu sein. Giacomo Leopardi
1118 Kein Mann kann innerlich so zynisch sein wie eine gebildete Frau. Willian Somerset Maugham
1119 Kein Mensch behandelt sein Auto so töricht wie einen anderen Menschen. Bertrand Russell
1120 Kein Mensch ist der gleiche, nachdem er befördert worden ist. W. Aubrey
1121 Kein Mensch ist für seinen Vater verantwortlich. Das ist einzig und allein Sache seiner Mutter. Margaret Turnbull
1122 Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen. Thomas Browne
1123 Kein wahrer Gentleman wird die reine Wahrheit in Anwesenheit von Damen sprechen. Mark Twain
1124 Keine Staatsform bietet ein Bild häßlicherer Entartung, als wenn die Wohlhabendsten für die Besten gehalten werden. Cicero
1125 Keinem wahren Genius lasen sich bestimmte Bahnen vorzeichnen. Heinrich Heine
1126 Keiner ist davor sicher, sich mit dem zu verwechseln, für den er sich hält. Unbekannter Autor
1127 Keiner läßt sich lieber tadeln, als wer am meisten Lob verdient. Plinius d.Ä.
1128 Kirchenlieder haben Texte, die selbst der Gläubige nur gesungen erträgt. Unbekannter Autor
1129 Klares Denken in unklarer Sprache ist ausgesprochener Junggesellenstil. Man merkt: der Betreffende hat sich nie einer Ehefrau verständlich machen müssen. Beispiel: Immanuel Kant. Lin Yutang
1130 Kleine Zweifel verändern die Ziele des Menschen; größere Zweifel verändern seinen Charakter. Dschuang Dse
1131 Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns recht hat, spricht der Herr. Jesaja 1,18
1132 Kompromisse haben oft eine Nebenwirkung: Komprimißbehagen. Unbekannter Autor
1133 Konsequenzen kann man auch in die Länge ziehen. Unbekannter Autor
1134 Kosmetik ist die Kunst, aus der Not eine Jugend zu machen. Hanns Hermann Kersten
1135 Krisenzeiten sind schlechte Zeiten für gute Argumente. Klaus Ahlheim
1136 Kritiker und Rezensent ist zweierlei: jener steht dem Künstler, dieser dem Handwerker näher. Robert Schumann
1137 Kühn verleumden, etwas bleibt immer hängen. Plutarch
1138 Kultur beginnt mit Versagungen, Zivilisation endet mit gewöhnlichen Befriedigungen. Charles Tschopp
1139 Kultur ist nicht nur die Fertigung von Kulturgütern, sondern, und das ist das wichtigste, deren Gebrauch. Karel Capek
1140 Kunst ist, was übrigbleibt, ohne zu altern. Unbekannter Autor
1141 Lachen ist durchaus kein schlechter Beginn für eine Freundschaft und ihr bei weitem bestes Ende. Oscar Wilde
1142 Lange Unfreundlichkeit hat Abstumpfung zur Folge. Johann Friedrich Hebbart
1143 Laß das Volk glauben, daß es regiert, und es wird sich regieren lassen. William Penn
1144 Laßt Euch nicht mit falschen Göttern ein! 1 Johannes 5,21
1145 Leicht lassen wir uns von den Dingen überzeugen, die uns Freude machen. Madeleine de Fontaine
1146 Leider verwechseln viele die Kunst der Beschränkung mit Beschränktheit. Unbekannter Autor
1147 Lernen, ohne zu denken, ist verlorene Mühe. Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich. Konfuzius
1148 Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn. Jorge Luis Borges
1149 Leute mit Mut und Charakter sind den anderen immer unheimlich. Hermann Hesse
1150 Leute ohne Phantasie erleben nichts. Roda Roda
1151 Leute, die Geld haben, werden von der Polizei entweder geschützt oder gesucht. Fritz de Crignis
1152 Liebe ist die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen. Unbekannter Autor
1153 Liebe macht blind. Taub war man schon vorher. Stumm wird man erst später. Unbekannter Autor
1154 Liebe: an jemand denken, ohne nachzudenken. Unbekannter Autor
1155 Lieber einen Freund verlieren als einen Witz. Quintilian
1156 Lieber Freund, du kleidest deine Gedanken so sonderbar, daß sie nicht mehr aussehen wie Gedanken. Georg Christoph Lichtenberg
1157 Lieber Gott, mach die bösen Menschen gut und die guten Menschen etwas netter! Mark Twain
1158 Liebestragödien auf der Bühne haben wenigstens Pausen. Unbekannter Autor
1159 Lieblich ist's, zur rechten Zeit ein Narr zu sein. Horaz
1160 Lob macht gute Menschen besser und schlechte schlauer. Thomas Fuller
1161 Lob macht gute Menschen besser und uns schlechte schlauer. Unbekannter Autor
1162 Ludwig XIV. vermied es, in den Spiegel zu sehen, so sehr fürchtete er sich vor einem Sonnenstich. Jacques Prévert
1163 Mach keinen Fehler zweimal es sei denn, er zahlt sich aus. Mae West
1164 Malen heißt nicht Formen färben, sondern Farben formen. Henri Matisse
1165 Man braucht sehr lange, um jung zu werden. Pablo Picasso
1166 Man darf Ignoranten ignorieren, nie die Ignoranz. Unbekannter Autor
1167 Man darf nicht meinen, man müsse Geld wegen des Tauschverkehrs oder des Reisens halber herstellen. Zenon
1168 Man darf nie aufhören, sich die Welt vorzustellen, wie sie am vernünftigsten wäre. Friedrich Dürrenmatt
1169 Man darf nie seine Absicht zeigen, sondern man muß vorher mit allem Mitteln versuchen, sein Ziel zu erreichen. Niccolò Machiavelli
1170 Man denkt sich den moralischen Unterschied zwischen einem ehrlichen Mann und einem Spitzbuben viel zu groß. Die Gesetze gegen Diebe und Mörder sind zugunsten der Gebildeten und Reichen gemacht. Friedrich Nietzsche
1171 Man fällt selten über einen Fehler. Man fällt meistens über seine Feinde. Kurt Tucholsky
1172 Man gewinnt keine Freunde mehr im Alter; dann ist jeder Verlust unersetzlich. Vauvenargues
1173 Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen! Karl Kraus
1174 Man glaubt nicht, wieviel Geist nötig ist, um niemals lächerlich zu sein. Chamfort
1175 Man hat allerdings Stimmungen; aber wehe dem, den die Stimmungen haben. Ernst v. Feuchtersleben
1176 Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften. Ludwig Börne
1177 Man hört auf, jung zu sein, wenn man die Gesellschaft der anderen nicht mehr benötigt. Cesare Pavese
1178 Man hüte sich, da einzutreten, wo eine große Lücke auszufüllen ist. Balthasar Gracian
1179 Man irrt so hartnäckig, weil man selten gänzlich irrt. Karl Heinrich Waggerl
1180 Man ist noch nicht glücklich, so lange man nicht von denjenigen geschätzt wird, die gleiche Ansprüche mit uns haben. Wilhelm Ludwig Wekhrlin
1181 Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, daß sie selbst denken. Man muß dann so tun, als zweifle man mit ihnen. Voltaire
1182 Man kann einen Beruf auch verfehlen, indem man ihn ausübt. Karl Heinrich Waggerl
1183 Man kann nicht immer seiner eigenen Meinung sein. Unbekannter Autor
1184 Man kann nichts erkennen, aber doch eine Meinung haben, das heißt, etwas für wahrscheinlich halten. Karneades
1185 Man könnte die Gesellschaft mit einem Theater vergleichen: die Logenplätze setzen einen höheren Eintritt voraus. Antoine de Rivarol
1186 Man konnte sich kein günstigeres Wetter denken, um zu Hause zu bleiben. Daniel Spitzer
1187 Man kriegt Läuse nicht durch Beten weg. Ken Kaska
1188 Man läßt sich gewöhnlich lieber durch Gründe überzeugen, die man selbst gefunden hat, als durch solche, die andern zu Sinn gekommen sind. Blaise Pascal
1189 Man muß bedenken, daß unter den Menschen gar viele sind, die doch auch etwas Bedeutendes sagen wollen, ohne produktiv tätig zu sein, und da kommen die wunderlichsten Dinge an den Tag. J. W. von Goethe
1190 Man muß den Leuten nur ein bißchen verrückt vorkommen, dann kommt man schon weiter. Wilhelm Raabe
1191 Man muß der Macht immer mißtrauen, egal in wessen Hand sie auch liegt. William Jones
1192 Man muß die Feste feiern, wie sie fallen. H. Salingré
1193 Man muß die Geschichte kennen, um sie verachten zu können. Das Beste an ihr ist, daß sie vorübergeht. Unbekannter Autor
1194 Man muß die Menschen entweder mit Freundlichkeit behandeln oder unschädlich machen; denn wegen geringfügiger Kränkungen nehmen sie Rache, wegen schwerer Schädigungen können sie es nicht. Niccolo Machiavelli
1195 Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt. Mark Twain
1196 Management nennt man die Kunst, drei Leute dazu zu bringen, die Arbeit von drei Leuten zu machen. William Faulkner
1197 Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft sind wir fertig geworden. Wernher von Braun
1198 Ihr könnt predigen was Ihr wollt, aber predigt niemals über 40 Minuten. Martin Luther
1199 Wir wollen alle Tage sparen, und brauchen alle Tage mehr Johann Wolfgang von Goethe
1200 Wer sich selbst anspornt kommt weiter als der, welcher das beste Ross anspornt. Johann Heinrich Pestalozzi
1201 Der zum Glück bestimmte Mensch braucht sich nicht zu beeilen” Chinesisches Sprichwort
1202 Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen. Woody Allen
1203 Man beherrscht die Menschen mit dem Kopf: mit einem guten Herzen spielt man nicht Schach. Chamfort
1204 Reden lernt man durch reden. Marcus Cicero
1205 Erfolg ist die Kunst, dem Sinnvollen das Rentable vorzzuziehen. Helmar Nahr
1206 Der Vorteil eines schlechten Gedächntnisses ist, dass man diesselben Dinge mehrere Male zum ersten Mal genießt. Friedrich Nietze
1207 Wer glaubwürdig sein will muß den ständigen Dialog suchen. Heinz M. Goldmann
1208 Ermögliche das Unmögliche mit dem Möglichen, auch wenn es unmöglich erscheint. Thoren Bartel
1209 Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf. Georg Canning
1210 Bedauerlicherweise wird mir Glück erst hinterher bewusst. Else Buschheuer
1211 Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. Joseph Beuys
1212 Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet. Pablo Picasso
1213 Das Neueste von heute ist morgen schon von gestern. Robert Edler von Musil
1214 Bei Licht besehen ist unser Gedächtnis ein Staubsauger. Hans Peter Keller
1215 Man muß die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann. Mark Twain
1216 Man muß die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten. Talleyrand
1217 Man muß einem jungen Mädchen seine Freiheit lassen; nur soll man ihr keine Gelegenheit geben, sie zu benutzen. Soeren Kierkegaard
1218 Man muß es so einrichten, daß einem das Ziel entgegenkommt. Theodor Fontane
1219 Man muß in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt. Wilhelm Raabe
1220 Man muß kein Surrealist sein, um die Welt merkwürdig zu finden. Laurie Anderson
1221 Man muß was sein, wenn man was scheinen will. Ludwig van Beethoven
1222 Man soll das Eisen schmieden mit jedem Feuer. Vorausgesetzt, daß man Eisen hat. Georg Kaiser
1223 Seid nicht zu beflissen, einen tiefen Sinn aus den Worten anderer herauszulesen. Charles Kingsley
1224 Seien wir den Narren dankbar. Ohne sie könnten wir anderen keinen Erfolg haben. Mark Twain
1225 Seine Intelligenz kann man beim Geldverdienen beweisen; seine Kultur beim Geldausgeben. Charles Tschopp
1226 Seine Lüge war so rein, daß sie durch Wahrheit nur beschmutzt worden wäre. Unbekannter Autor
1227 Seine Rechenkünste erschöpften sich darin, daß er sich zur Elite zählte. Unbekannter Autor
1228 Seit Adams Zeiten sind die Dummen in der Mehrheit. Jean Delavigne
1229 Seit Kain und Abel wissen wir, daß alle Menschen Brüder sind. Rainer Malkowski
1230 Selbst die sanftesten, bescheidensten und besten Mädchen sind immer sanfter, bescheidener und besser, wenn sie sich vor dem Spiegel schöner gefunden haben. Georg Christoph Lichtenberg
1231 Selbst unter der Hand des Henkers will ich noch die Rechtschreibung einhalten! Theophile Gautier
1232 Selbsterkenntnis. Ob du dich selber erkennst? Du tust es sicher, sobald du mehr Gebrechen an dir als an den anderen entdeckst. Friedrich Hebbel
1233 Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird. Woody Allen
1234 Sexuell gesehen ist die Frau von der Natur geschaffen, um ihrem höchsten Produkt Dauer zu verleihen. Sexuell gesehen ist der Mann die Erfindung der Frau, um das Geheiß der Natur auf die ökonomischste Weise zu erfüllen. George Bernard Shaw
1235 Sich geschmackvoll anziehen ist immer eine Sache des Instinkts, vielleicht auch der Erziehung, aber niemals eine Sache des Geldes. Maggy Rouff
1236 Sich zu verkleiden ist eine aufregende Sache. Jeder sollte es einmal tun, weil es einem einen Einblick in ein anderes Leben erlaubt. Als Arbeiter bekommt man zum Beispiel automatisch die billigsten Streichhölzer angeboten. Niemand läßt einem den Vortritt. Luis Buñuel
1237 Sicher an der Erlösung ist nur der Erlös. Unbekannter Autor
1238 Sie hatte viel erlitten von vielen Ärzten. Markus 5,26
1239 Sie lacht über alles, was du sagst. Warum? Weil sie schöne Zähne hat. Benjamin Franklin
1240 Sie wurde von Mann zu Mann klüger... Unbekannter Autor
1241 Sitze nicht, wenn ein anderer steht, der älter ist als du, oder der es in deinem Amte weiter gebracht hat. Lehre des Anii (um 1350 v. Chr.)
1242 Snobismus ist das Selbstbewußtsein derjenigen, die ihrer selbst nicht sicher sind. Thornton Wilder
1243 Snobs sind Männer, die behaupten, es gäbe etwas Interessanteres als Frauen. Edgar Wallace
1244 So ein paar grundgelehrte Zitate zieren den ganzen Menschen. Heinrich Heine
1245 So kann man auch nicht sagen: ein Mensch sei dumm oder ein Mensch sei gescheit. Das ist ebenfalls eine ganz dumme und schädliche Verallgemeinerung. Man hat zu untersuchen: inwiefern, worin, in welcher Beziehung und Hinsicht ein Mensch dumm oder gescheit s Johannes R. Becher
1246 So lieb ist der liebe Gott nun auch wieder nicht, daß er dem, der keinen Inhalt hat, die Form schenkt. Alfred Hrdlicka
1247 So mancher wackelnde Tisch wird durch eine Bibel gestützt. Karol Irzykowsky
1248 So schlecht ein Mann auch über die Frauen denken mag, es gibt doch keine Frau, die über diesen Gegenstand nicht noch schlechter dächte als er. Chamfort
1249 So wird mit Hilfe des Computers ein Weltbild erstellt, in dem auch wir Menschen mit erfaßt sind; aber immer nur unser widerspruchsfreier Teil, in Form von Zahlenkolonnen. Herbert Pietschmann
1250 Sobald er aus dem Theater kommt, beginnt der Schauspieler wieder seine Rolle als Schauspieler zu spielen. René Magritte
1251 Sogar das leere Schweigen ist gut, bei Worten ist das nicht so, wenn sie leer sind, bleiben sie es auch. Rabbi Mendel von Riminow
1252 Solange der Geist sich nicht wandelt, ist jede äußere Wandlung nichtig. Walt Whitman
1253 Sooft eine neue überraschende Erkenntnis durch die Wissenschaft gewonnen wird, ist das erste Wort der Philister: es sei nicht wahr; das zweite: es sei gegen die Religion; und das dritte: so etwas habe jedermann schon lange vorher gewußt. Wilhelm Raabe
1254 Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halblebendigen Menschen. Zweifellos ist Sparsamkeit besser als Verschwendung, aber ebenso sicher ist sie weniger wert als der nutzbringende Verbrauch. Henry Ford
1255 Spielen ist experimentieren mit dem Zufall. Novalis
1256 Sprich nicht davon, wie man essen soll, sondern iß, wie man soll! Epiktet
1257 Statt "man" schreiben die Feministinnen "frau", derart efrauzipiert sind sie. Hanns Hermann Kersten
1258 Steinigen ist freilich ein gut Teil leichter als überzeugen. Wilhelm Ludwig Wekhrlin
1259 Stolz beruht auf der Meinung, die man von sich selbst hat; Würde aber im Respekt vor Menschenrechten. Germaine (Mme) de Staël
1260 Stummheit gehört zu den Attributen der Vollkommenheit. Franz Kafka
1261 Sündigen ist menschlich; sich der begangenen Sünden rühmen ist teuflisch. Girolamo Savonarola
1262 Takt ist die Kunst, einen Erfolg zu erzielen, ohne sich einen Feind zu machen. Isaac Newton
1263 Takt ist Freundlichkeit mit Geist. Lil Dagover
1264 Takt ist, es immer instinktiv zu spüren, was die anderen noch von einem ertragen. Peter Altenberg
1265 Talent haben, ist das Beste; das zweite, etwas lernen. Epicharmos
1266 Tatsachen haben bei mir immer gestimmt. Paul Ehrlich
1267 Tatsachen sind hauptsächlich dazu da, daß man sie leugnet. Wirkliches wirkt leicht aufdringlich. Robert Walser
1268 Tempi passati! Die Zeiten sind vorbei! Joseph II. von Habsburg
1269 Tradition ist im Geschäft wertvoller als jede Neuerung. Pamphilius Pfyffer
1270 Tritt den Leuten nicht auf Füße, wenn Du sie vor den Kopf stoßen kannst. Unbekannter Autor
1271 Trügerisch hängt über den Menschen die Zeit, rollt mit sich dahin des Lebens Flut. Pindar
1272 Die Wahrheit ist unser höchstes Gut - lasst uns deshalb sparsam damit umgehen. Mark Twain, Schriftsteller
1273 Ein Experte ist ein ganz gewöhnlicher Mann, der - wenn er nicht gerade zu Hause weilt - gute Tatschläge erteilt. Oscar Wilde, Schriftsteller
1274 Männer sind wie Teppiche - sie müssen ab uns zu geschüttelt werden. Arabisches Sprichwort
1275 In zweifelhaften Fällen entscheide man sich für das Richtige! Karl Kraus, Satiriker
1276 Das Unglaublichste an Wundern ist, daß sie überhaupt geschehen. Gilbert K. Chesterton
1277 Spitzenmanager zeichnen sich durch langsames Sprechen, eindrucksvolles Auftreten und völlige Humorlosigkeit aus. Frank O´Conner, Autor
1278 Die Ärzte haben es am besten von allen: Ihre Erfolge laufen herum und ihre Mißerfolge werden begraben. Jacques Tati, Regisseur
1279 Die Zweitehe ist der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung. Robert Lembke, Unterhalter
1280 Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immmer wieder fest, daß die öffentliche Hand schon vorher drin war. Graffito
1281 Mancher Ehemann ist wie ein Auktionator: Er lässt sich so lange alles bieten, bis er zuschlägt. Karl Farkas, Kabarettist
1282 Wenn jemand zu einem sagt, man sei nicht mehr der alte, dann meint er in Wirklichkeit, man sei nicht mehr der jüngste. Heinz Rühmann, Schauspieler
1283 Wer die Versuchung nicht kennt, ein Buch zu klauen, der verdient auch keine Freiexemplare. Ernst Rowohlt, Verleger
1284 Wenn alle Menschen immer die Wahrheit sagen würden, wäre das sie Hölle auf Erden. Jean Gabin, Schauspieler
1285 Was Ungeduld ist, das kann nur der ermesen, der einen steinreichen, schwer kranken Erbonkel hat. Mark Twain, Schriftsteller
1286 Die Wahrheit ist wie ein Bauernmädchen, - am schönsten ist sie ungeschminkt. Oskar Kokoschka, Maler
1287 Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durchs Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen. Georg Christoph Kichtenberg, Physiker und Autor
1288 Ein Mann kommt in die Jahre, wenn die Schulden immer älter und die Freundinnen immer jünger werden. Joachim Ringelnatz, Dichter
1289 Das Fernsehen hat feste Regeln. Bei den Western gewinnen die Guten, bei den Nachrichten die Bösen. Robert Lembke. Quizmaster
1290 Wenn du gewiisenhaft acht Stunden pro Tag arbeitest, wirst du vielleicht irgendwann mal Chef und kannst dann swölf Stunden pro Tag arbeiten. Robert Lee Frost, Lyriker
1291 Das Leben gleicht einem Theaterstück - aber im Theater sind die Dialoge besser. Jean Anouilh
1292 Ich finde schon, daß der das Straflager für Fernsehzuschauer ist. Es werden ja hauptsächlich die Sachen wiederholt, die man schon das erste Mal nicht sehen wollte. Oliver Kalkofe, TV-Lästermaul
1293 Geschichtsbücher nach Abzug der Lügen sind außerordentlich langweilig. Anatole France, Autor
1294 Vieles wird zusehends schlechter, anderes wegsehens nicht besser. Helmut Quattlinger, Kabarettist
1295 Eine Frau wird mit einem Mann leicht fertig. Mit zwei Männern wird sie leichtfertig. Berliner Sprichwort
1296 Viele, von denen man glaubt, sie seien gestorben, sind bloß verheiratet. Francoise Sagan, Schriftsteller
1297 Viele Frauen lieben den schönen Schein - besonders den aus der Brieftasche. Willy Reichert, Humorist
1298 Gott gab dem Menschen zwei Ohren und einen Mund, damit er mehr hören und weniger reden soll. Jüdisches Sprichwort
1299 Eine geistreiche Lüge ist eine geheime Huldigung an den Menschen, den man belügt. Sascha Guitry, Schriftsteller
1300 Früher waren die Löcher nur in der Brezel. Heute sind sie auch im Landeshaushalt. Manfred Rommel, Ex-OB
1301 Keiner ist so verrückt, daß er nicht noch einen Verrückteren fände, der ihn versteht. Heinrich Heine, Dichter
1302 Die Überzeugunng, daß er es draußen im Lande mit Millionen von Idioten zu tun hat, gehört zur psychischen Grundausstattung des Politikers. Hans Magnus Enzensberger
1303 Ich kenne wenig Weltverbesserer, die imstande sind, einen Nagel richtig einzuschlagen. Henrik Ibsen, Dichter
1304 Die Reiter machen viel Vergnügen, besonders, wenn sie drunten liegen. Wilhelm Busch, Autor
1305 Ich kann es mir nicht leisten zu lügen, mein Gedächtnis ist nicht gut genug. Max L. Friedländer, Autor
1306 Die Ehe ist ein Versuch zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine niemals gehabt hätte. Eddie Cantor, Schriftsteller
1307 Ratten, die das Schiff verlassen haben, nehmen es ihm übel, wenn es nicht sinkt! Wieslaw Brudzinski, Autor
1308 Ein Spezialist ist einer, der immer mehr über immer weniger weiß, bis er alles über nichts weiß. Albert Lorenz, österreichischer Schriftsteller
1309 Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, er könne die Menschen noch schlechter machen, als sie es schon sind. Karl Kraus, Schriftsteller
1310 Gott schuf den Menschen, der Teufel den Mitmenschen. Gerhard Uhlenbruck, Biologe und Aphoristiker
1311 Moralisten sind Menschen, die dort kratzen, wo es andere juckt. Samuel Beckett, irischer Dichter
1312 Modeschöpfer wissen, daß man die Frau gut einwickeln muß, damit sie den Mann noch besser einwickeln kann. Iska Geri, Kabarettistin
1313 Der beste Lügner ist der, der mit den wenigsten Lügen am längsten auskommt. Samuel Butler, Autor
1314 Ein Pessimist ist ein ausgelernter Optimist. Franz Josef Strauß
1315 Wer die Wahrheit sagt, wird früher oder später erwischt. Oscar Wilde, Autor
1316 Früher sind d´Leut in d´Kirch g´spronga, heute sprenget se zum Gericht. Manfred Rommel
1317 Was die Leute gemeiniglich ihr Schicksal nennen, sind meist nur ihre eigenen dummen Streiche. Arthur Schoppenhauer
1318 Machen sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden sie auch ernst genommen. Konrad Adenauer, Politiker
1319 Politiker sparen, indem sie den Gürtel der Bürger enger schnallen. Lothar Schmidt
1320 Ich kenne kein Vorurteil: Ich hasse die gesamte Menschheit gleicherweise. W. C. Fields, Komiker
1321 Optimisten leiden, ohne zu klagen. Pessimisten klagen, ohne zu leiden! Karl Farkas, Kabarettist
1322 Entfernte Verwandte sind die besten - je mehr entfernt, desto besser! Kim Hubbard, Komiker
1323 Es gibt Diebe, die vom Gesetz nicht bestraft werden und die dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: die Zeit! Napoleon Bonaparte
1324 Typisch für einen Politiker ist nicht, daß er eine Partei vertritt, sondern daß er jede vertreten könnte. Unbekannter Autor
1325 Über die Armut braucht man sich nicht zu schämen; es gibt weit mehr Leute, die sich über ihren Reichtum schämen sollten. Johannes Nepomuk Nestroy
1326 Über die Zukunft grübeln, ist das sicherste Mittel, sie zu vereiteln. Kurt Hiller
1327 Über eine Spur von Geist in einer Frau freuen wir uns ebenso wie über ein paar Worte, die ein Papagei richtig herausbringt. Jonathan Swift
1328 Über Geschmack läßt sich streiten, aber nicht mit Leuten, die keinen haben. unbekannter Autor
1329 Überhaupt ist es für den Forscher ein guter Morgensport, täglich vor dem Frühstück eine Lieblingshypothese einzustampfen das erhält jung. Konrad Lorenz (1903
1330 Üblicherweise war er wahnsinnig, aber er hatte lichte Momente, wo er nur dumm war. Heinrich Heine
1331 Um des eigenen Nutzens willen achten sie Persönlichkeiten. Judas 16
1332 Um einen Gedanken haben zu können, müssen wir uns viele aus dem Kopf geschlagen haben. Hans Kudszus
1333 Um Erfolg in der Welt zu haben, muß man närrisch scheinen und weise sein. Montesquieu
1334 Um glücklich zu sein, muß man seine Vorurteile abgelegt und seine Illusionen behalten haben. Gabrielle Marquise du Chatelet
1335 Um zu wissen, ob ein Gedanke neu ist, braucht man ihn nur recht einfach auszusprechen. Vauvenargues
1336 Umweltfanatiker würden einen nicht mal ein Haus bauen lassen. Es sei denn, es sieht wie ein Vogelnest aus. Ronald Reagan
1337 Und alles begann mit einigen Menschen in der Antike, die fragten, wie weit man Materie teilen könne. Es zeigt, was sich erreichen läßt, wenn man die richtigen Fragen stellt. Isaac Asimov
1338 Und immer zirkuliert ein neues frisches Blut. So geht es fort, man möchte rasend werden! Johann Wolfgang Goethe
1339 Und wenn der Mensch noch so gerne immer in das Fernste schweifen möchte; er wird doch immer wieder mit der Nase auf das Nächstliegende gestoßen. Wilhelm Raabe
1340 Unser Erkennen ist Stückwerk. 1 Korintherbrief 13,9
1341 Unser Leben besteht hauptsächlich aus Fotos, die man nachher zeigt. Sigismund von Radecki
1342 Unsere Furcht macht uns zu Verrätern. William Shakespeare
1343 Unsere Krankheiten entsprechen an Zahl den Abwechslungen in unserem Leben. Seneca
1344 Unsere Sparer sind dumm und unverschämt. Dumm sind sie, weil sie uns ihr Geld geben. Unverschämt sind sie, weil sie dafür Zinsen haben wollen. Hermann Josef Abs
1345 Unsere Zeit krankt daran, daß es zu wenige Menschen gibt und zu viele Leute. José Ortega y Gasset
1346 Unsterblichkeit? Es ist wie auf der Straßenbahn: sehr wenige Passagiere fahren bis zur Endstation mit. Roda Roda
1347 Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale. Pablo Picasso
1348 Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. Franz Kafka (ausgerechnet!)
1349 Verdecke das Furzen durch Räuspern! Jemenitisches Sprichwort
1350 Vergessenkönnen ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung. Erich Maria Remarque
1351 Vergnügen kosten Geld: der Arme hat kein Geld, folglich hat er kein Vergnügen. Kein Wunder, wenn der Arme ein Mißvergnügter ist. Mißvergnügter, Verschworener und Revolutionär das sind Geschwisterkinder. Revolutionäre stürmen in der Regel gegen die irdisch Johann Nestroy
1352 Verleumde kühn, denn immer bleibt etwas hängen. Plutarch
1353 Verlust kommt vom Profit. Chinesisches Sprichwort
1354 Vernunft muß sich jeder selbst erwerben, nur die Dummheit pflanzt sich gratis fort. Erich Kästner
1355 Verrätereien begeht man öfter aus Schwäche, als in der ausgesprochenen Absicht, zu verraten. Françios de La Rochefoucauld
1356 Verschiedene Würden sind wie Krankheiten: entweder erblich oder ansteckend. Stanislaw Jerzy Lec
1357 Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt, kommen sie wieder und bringen andere mit. Mark Twain
1358 Viel besser hilft uns Freundschaft ohne Sippe. Walther v. d. Vogelweide
1359 Viele ausgezeichnete Köche werden dadurch verdorben, daß sie zur Kunst übergehen. Paul Gaugin
1360 Viele Dinge gibt nur insofern, als daß ihre Existenz standhaft geleugnet wird. Unbekannter Autor
1361 Viele Eroberungen scheitern mehr an der Ungeschicklichkeit der Männer, als an der Tugend der Frauen. Ninon de Lenclos
1362 Viele Leute verwechseln Gerechtigkeit mit Pedanterie. Josef Meier O'Mayr
1363 Viele Menschen, manchmal gerade besonders kluge, meinen, daß Geld alles ist. Sie haben recht Ephraim Kishon
1364 Viele, die ihrer Zeit vorausgeeilt waren, mußten auf sie in sehr unbequemen Unterkünften warten. Stanislaw Jerzy Lec
1365 Vieles Grübeln führt in die Irre. Ma Tschi Yüan
1366 Vieles, was bei Tisch geschmacklos ist, ist im Bett eine Würze. Und umgekehrt. Die meisten Verbindungen sind darum so unglücklich, weil diese Trennung von Tisch und Bett nicht vorgenommen wird. Karl Kraus
1367 Von allen Erfindungen, die der Frau die Arbeit erleichtern oder ersparen, ist der Mann die beliebteste. Oscar Wilde
1368 Von einem, der nicht fragt: "Was soll ich hiervon halten, was soll ich davon halten?", würde ich gar nichts halten. Konfuzius
1369 Von manchem Politiker sagt man, er sei kompliziert, weil man nicht sagen will, er sei verwickelt, und schon gar nicht, worin. Bert Berkensträter
1370 Von zwei Übeln wähle ich immer das, das ich noch nicht ausprobiert habe. Mae West
1371 Vor Gott waren alle Menschen gleich, nach ihm gibt es Unterschiede. Volker Ehrhardt
1372 Vor nichts habe ich mich mein Leben lang mehr gescheut, als allein weise zu sein, worin ich immer die gefährliche Alternative sah, entweder Gott zu werden oder ein Narr. Giambattista Vico
1373 Voraussetzung für ein lebendiges Theater ist ein gewisser Überschuß an krimineller Energie. Heiner Müller
1374 Wachsen können ist das Merkmal des Unvollkommenen. Seneca
1375 Wähle das Beste, Gewohnheit wird es angenehm und leicht machen. Pythagoras
1376 Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel. Friedrich Nietzsche
1377 Wahrhaft ungütig sind wir nur gegen Menschen, von denen wir wissen, daß sie uns niemals verlorengehen können. Arthur Schnitzler
1378 Wahrheit ist unser kostbarster Besitz. Laßt uns sparsam mit ihm umgehen. Mark Twain
1379 Wann werde ich endlich einmal so reich sein, daß ich mit niemandem erzwungene Beziehungen zu unterhalten brauche? Stendhal
1380 Warum denkt man bei dem Satz, einer sei zu allem fähig, stets an das Schlimmste? Unbekannter Autor
1381 Warum ist der Anblick des Meeres so unendlich und so ewig angenehm? Weil das Meer gleichzeitig die Idee der Unermeßlichkeit und die der Bewegung bietet. Sechs oder sieben Meilen stellen für den Menschen den Bezirk des Unendlichen vor. Charles Baudelaire
1382 Warum sich also vor Zweifeln fürchten? Es gibt etwas, das schlimmer ist als Zweifel und das sind Ausflüchte. Thornton Wilder
1383 Warum verbirgst Du Dein Antlitz? Hiob 13,24
1384 Warum vermummt sich denn die Justiz? Unbekannter Autor
1385 Was aber helfen die edelsten Rechte dem, der sie nicht handhaben kann. Jacob Grimm
1386 Was der Deutsche bezahlt, das ißt er auch. Unbekannter Autor
1387 Was die Kirche nicht verhindern kann, das segnet sie. Kurt Tucholsky
1388 Was ein rechter Ketzer ist, dem erscheint selbst die Hölle noch zu fromm. Unbekannter Autor
1389 Was einem das Liegen auf dem rechten Ellenbogen ist, nachdem man eine Stunde auf dem linken gelegen. Georg Christoph Lichtenberg
1390 Was für eine Verkehrung: Ich, der ich dem Weltuntergang noch heitere Seiten abgewinne, ausgerechnet ich sähe alles negativ! Heinz Jacobi
1391 Was Geduld hat, kann alles überstehen. Françios Rabelais
1392 Was gemacht werden kann, wird gemacht. Joseph Wallis k.u.k. Finanzminister
1393 Was heut' ein Schlagwort heißt, ist morgen eine Phrase. Friedrich von Sallet
1394 Was ich geplant habe, das tue ich auch. Jesaja 46,11
1395 Was ist am schwersten zu erreichen? Daß man sich selber hinter die Schliche kommt. Wilhelm Busch
1396 Was ist das für eine Wahrheit, welcher Berge Grenzen setzen und die jenseits zur Lüge wird? Michel de Montaigne
1397 Was ist das für eine Zeit, in der man die Begrabenen beneiden muß? J. W. von Goethe
1398 Was ist euch lieber? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und Nachsicht? 1 Korintherbrief 4,21
1399 Was man dem Volk dreimal sagt, hält das Volk für wahr. Heinrich von Kleist
1400 Was man eine glückliche Ehe nennt, verhält sich zur Liebe, wie ein korrektes Gedicht zu improvisiertem Gesang. Friedrich Schlegel
1401 Was man vor dem Gast versteckt, gehört dem Teufel. Abchasisches Sprichwort
1402 Was mir an deinem System am besten gefällt? Es ist so unverständlich wie die Welt. Georg Wilhelm Friedrich Hegel
1403 Was nicht leicht entstellt ist, entgeht der Wahrnehmung; woraus folgt, daß die Unregelmäßigkeit, das heißt das Unerwartete, die Überraschung, das Erstaunen ein wesentlicher und charakteristischer Teil der Schönheit ist. Charles Baudelaire
1404 Was wir heute denken, werden wir morgen sein. Max Thürkauf
1405 Weder die bloße Hand noch der sich selbst überlassene Geist vermag Erhebliches; durch Werkzeuge und Hilfsmittel wird das Geschäft vollbracht; man bedarf dieser also für den Verstand wie für die Hand. Und so wie die Werkzeuge die Bewegung der Hände erwecke Francis Bacon
1406 Weder Mann noch Frau können etwas wert sein, bis sie entdeckt haben, daß sie Narren sind. Das ist der erste Schritt, um geschätzt oder angenehm zu werden; bis er getan wird, besteht keine Hoffnung. Je eher man das entdeckt, desto besser. William Melbourne
1407 Wegen der Männer können sich die Frauen nicht leiden. Jean de la Bruyère
1408 Weil er schweigt, sitzt der Falke auf der Hand des Königs. Weil die Nachtigall singt, ist sie im Käfig eingesperrt. Ferid un din Attar
1409 Weil sie kein Ziel haben, begnügen sich viele mit einer Richtung; im Leben und besonders in der Kunst. Salomon Baer Oberdorf
1410 Weise sind Kluge, die wissen, wann sie wegschauen müssen. Unbekannter Autor
1411 Weisheit besteht darin, daß man die Dinge braucht, wenn sie da sind. Hellmut Walters
1412 Welche Phantasie muß man entfalten, um die Wirklichkeit nachzubilden! Gérard le Gouic
1413 Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig. Euripides
1414 Wen sie fürchten, den hassen sie. Ennius
1415 Wenige sind imstande, eine von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinung gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen. Albert Einstein
1416 Weniger ist nicht immer besser mehr. Unbekannter Autor
1417 Wenn alle einen Menschen verabscheuen, würde ich auf jeden Fall prüfen, was daran ist. Wenn alle von einem Menschen eingenommen sind, würde ich auf jeden Fall prüfen, was daran ist. Konfuzius
1418 Wenn das kein Wunder ist: ein toter Gott, ein totes Christentum, eine tote Kirche und Generationen um Generationen von Pfaffen, die davon leben. Unbekannter Autor
1419 Wenn das Leben sich langweilt, ist der Tod sein Zeitvertreib. Jacques Prévert
1420 Wenn das Schwein am fettesten ist, so hat es den Metzger am meisten zu fürchten. Abraham a Santa Clara
1421 Wenn der Herbst seine Farben verliert, kommt erst der wahre Herbst. Joachim Günther
1422 Wenn der Mensch keinen Rat mehr weiß, fangen die Wege der Vorsehung an. Jean Paul
1423 Wenn der Rat gut ist, spielt es keine Rolle, wer ihn erteilt hat. Thomas Fuller
1424 Wenn die Menschen plötzlich tugendhaft würden, müßten viele Tausende verhungern. Georg Christoph Lichtenberg
1425 Wenn die Vernunft häufig ihre Stimme gegen den Fanatismus erhebt, dann kann sie die künftige Generation vielleicht toleranter machen als die gegenwärtige ist; und damit wäre schon viel gewonnen. Friedrich II. von Preußen
1426 Wenn die Wurzeln nicht vertrocknet sind, ist der Baum noch nicht tot. XIV. Dalai Lama
1427 Wenn die Zeit den Atem anhält, steht ihr gewöhnlich auch der Verstand still. Unbekannter Autor
1428 Wenn dir eine Frau sagt, sie sei tierliebend, so kaufe ihr keinen Hund, sondern einen Nerzmantel. Wilhelm Lichtenberg
1429 Wenn du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche, dir welches zu borgen. Benjamin Franklin
1430 Wenn du ein Mann in leitender Stellung bist, so sei geduldig, wenn du die Rede eines Bittstellers hörst. Weise ihn nicht ab, bevor er seinen Leib ausgekehrt hat hinsichtlich dessen, was er dir sagen wollte. Es ist nicht nötig, daß alles, um was er gebeten Lehre des Ptahhotep (um 2040 v. Chr.)
1431 Wenn du schreiben kannst, wird dir das mehr Nutzen bringen als alle anderen Berufe. Lehre des Cheti (um 1970 v. Chr.)
1432 Wenn du um etwas streitest, streite so, daß du das nicht versehrst, worum ihr streitet. L. Schefer
1433 Wenn du zu spät kommst, ist es gut, den Schritt etwas zu verlangsamen. Abram Terz (Sinjawskij)
1434 Wenn ein Deutscher etwas sagt, hört es sich so an, als lese er aus einem Buch vor. Aurel Schmidt
1435 Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. Zsa Zsa Gábor
1436 Wenn ein Mensch wirklich sparsam ist, kann er mit einem lächerlichen Minimum von Pflichtgefühl durchs Leben kommen. Roda Roda
1437 Wenn ein Tor ein Geheimnis erfährt, verrät er es, weil er ein Tor ist. Wenn ein Schurke etwas erfährt, verrät er es, wann immer es in seinem Interesse liegt. Aber Frauen und junge Menschen neigen zum Verrat von Geheimnissen aus Eitelkeit darüber, daß man Earl of Chesterfield
1438 Wenn ein wahres Genie in der Welt erscheint, kann man das daran erkennen, daß sich alle Toren gegen ihn verschwören. Jonathan Swift
1439 Wenn eine Frau gehorcht, darf sie sogar gebildet sein. Erich Kästner
1440 Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel. Kurt Tucholsky
1441 Wenn einer Geld hat, darf er dumm sein, wie er will. Ovid
1442 Wenn es den Kaiser juckt, so müssen die Völker sich kratzen. Heinrich Heine
1443 Wenn es nicht wahr ist, so ist es doch gut erfunden. Giordano Bruno
1444 Wenn es sich um Geld handelt, gehört jeder der gleichen Religion an. Voltaire
1445 Wenn es wahr ist, daß man sich an den Schmerz gewöhnt wie kommt es dann, daß man im Lauf der Jahre immer mehr leidet? Cesare Pavese
1446 Wenn Gerüchte alt werden, werden sie Mythos. Stanislaw Lec
1447 Wenn Gott nicht die Brüste geschaffen hätte, hätte ich nicht gemalt... Auguste Renoir
1448 Wenn Gott will, dann will ich auch! Wolfgang Amadeus Mozart
1449 Wenn ich die Feder in der Hand habe, schrecke ich vor nichts zurück. Simone de Beauvoir
1450 Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf der Schulter von Giganten stand. Isaac Newton
1451 Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen. Paul Valérey
1452 Wenn jemand nicht mit Geld umgehen kann, kann es auch daran liegen, daß er keins hat. Unbekannter Autor
1453 Wenn Leute mit mir über das Wetter reden, habe ich immer das ganz sichere Gefühl, daß sie etwas anderes sagen wollen. Oscar Wilde
1454 Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel für beides zu entscheiden. Theodor Fontane
1455 Wenn man einige Monate die Zeitungen nicht gelesen hat und man liest sie alsdann zusammen, so zeigt sich erst, wieviel Zeit man mit diesen Papieren verdirbt. Johann Wolfgang Goethe
1456 Wenn man gewisse Gedanken nicht mit dem Kopf bezahlt, sollten sie es wenigstens wert sein, damit bezahlt zu werden. Unbekannter Autor
1457 Wenn man in der Stadt ist, vertreibt man sich die Zeit. Ist man auf dem Land, vertreibt man anderen Leuten die Zeit. Das ist im höchsten Grade langweilig. Oscar Wilde
1458 Wenn man lange genug wartet, zeigt jeder Mensch einmal Rückgrat. Unbekannter Autor
1459 Wenn man nichts tut, fühlt man sich für alles verantwortlich. Jean Paul Sartre
1460 Wenn man sagt, daß man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, daß man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen. Otto Fürst Bismarck
1461 Wenn man sich nicht äußert, wird man nicht gebeten, es zu wiederholen. Calvin Coolidge
1462 Wenn man sich von den Bergen entfernt, so erblickt man sie erst recht in ihrer wahren Gestalt; so ist es auch mit den Freunden. Hans Christian Andersen
1463 Wenn man sieht, wie Minister von heute auf morgen in eine anderes, völlig fremdes Ressort wechseln, kommt man unwillkürlich zu dem Schluß, daß Minister der einzige hochbezahlte Posten ist, den Ungelernte ausüben können. Carlo Franchi
1464 Wenn man tapfer in die Hölle hineingeht, ist sie nicht halb so heiß. Georg Stammler
1465 Wenn Männer alles wüßten, was Frauen denken, wären sie tausendmal kühner. Pablo Picasso
1466 Wenn Menschen fallen, steigen die Preise. Unbekannter Autor
1467 Wenn schon etwas geglaubt werden soll, was man nicht sieht, so würde ich immerhin die Wunder den Bazillen vorziehen. Karl Kraus
1468 Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen. Konfuzius
1469 Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, verschwinden die Mysterien und das Leben ist erklärt. Mark Twain
1470 Wenn wir wissen, was wir nicht erreichen können, wissen wir schon viel. Hermann Kant
1471 Wer aber kann sein Geschick ermessen? Jesaja 53,8
1472 Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. Henry Ford
1473 Wer Aufwand ohne Einkommen macht, muß Zins vom Zins zahlen. Weisheitsbuch des Phibis (um 100 v. Chr.)
1474 Wer aus sich herauslebt, tut immer besser, als wer in sich hineinlebt. Johann Gottfried Seume
1475 Wer Chemiker werden will, muß Chemie studieren. Wer Jurist oder Arzt werden will, muß Jura oder Medizin studieren. Aber um Politiker zu werden, ist lediglich das Studium der eigenen Interessen erforderlich. Max O'Rell
1476 Wer damit anfängt, daß er allen traut, wird damit enden, daß er einen jeden für einen Schurken hält. Friedrich Hebbel
1477 Wer daran leidet, unter seinem Niveau zu bleiben, rächt sich oft ein Leben lang dafür. Unbekannter Autor
1478 Wer das liest, der merke auf! Matthäus 24,15
1479 Wer das Wundern nicht verlernt hat, braucht den Alltag nicht zu fürchten. Anita
1480 Wer den Mund hält, wenn er merkt, daß er unrecht hat, ist weise. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet. George Bernard Shaw
1481 Wer die Lacher auf seiner Seite hat, muß sie noch lange nicht hinter sich haben. Unbekannter Autor
1482 Wer die Umgangsformen beachtet, aber die Lüge verwirft, gleicht einem, der sich zwar modisch kleidet, aber kein Hemd auf dem Leibe trägt. Walter Benjamin
1483 Wer die Wahrheit liebt, will sie sehen. Wer sie fürchtet, hat sie gesehen. Hans Kudszus
1484 Wer die Zeit verklagen will, daß so zeitig sie verraucht, der verklage sich nur selbst, daß er sie nicht zeitig braucht. Friedrich v. Logau
1485 Wer eine Zeit lang Skandal erregt, glaube nicht, daß er die Welt bewegt. Friedrich v. Sallet
1486 Wer etwas ist, hat alle gegen sich, die etwas werden wollen. Richard Schaukal
1487 Wer glaubt, über der Situation zu stehen, steht in Wirklichkeit oft nur daneben. Friedl Beutelrock
1488 Wer grob ist, ohne gerade zu sein, einfältig ohne Lauterkeit, unwissend ohne Wahrheit, den will ich nicht kennen. Konfuzius
1489 wer im trüben fischt muß klarsehn Hans Peter Keller
1490 Wer in Blut und Sprüchen schreibt, der will nicht gelesen, sondern auswendig gelernt werden. Friedrich Nietzsche
1491 Wer in ein Land reist, bevor er einigermaßen in dessen Sprache eingedrungen ist, sollte lieber zur Schule gehen, aber nicht auf Reisen. Francis Bacon
1492 Wer kann die großen Taten alle zählen? Psalmen 106,2
1493 Wer lange gelebt hat, hat alles gesehen und auch das Gegenteil davon. Talleyrand
1494 Wer liebt, ist blind; wer haßt, sieht Gespenster. Mór Jókei
1495 Wer mich besucht, erweist mir eine Ehre, wer mich nicht besucht, macht mir eine Freude. Henry de Montherlant
1496 Wer möchte nicht wenigstens so gut erscheinen, wie er wirklich ist? Richard Benz
1497 Wer nach den Sternen reisen will, der sehe sich nicht nach Gesellschaft um. Friedrich Hebbel
1498 Wer nicht bei Tage gehn darf, schleicht bei Nacht. William Shakespeare
1499 Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Unbekannter Autor
1500 Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben. Aristoteles
1501 Wer schaffen will, muß fröhlich sein. Theodor Fontane
1502 Wer Schicksale formt, fällt in Schuld. Stefan Zweig
1503 Wer schweigt, gibt damit keineswegs unter allen Umständen etwas zu; sicher ist nur, daß er nichts bestreitet. Justinian
1504 Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, daß andere ihn achten. Albert Einstein
1505 Wer sich ansieht, leuchtet nicht. Lao Dse
1506 Wer sich den ganzen Tag mit Essen vollstopft, ohne sich mit irgend etwas geistig zu beschäftigen, ist ein unerfreulicher Mitmensch. Gibt es denn keine Glücks und Schachspieler? Es ist immer noch besser, zu ihnen zu gehören, als nichts zu tun. Konfuzius
1507 Wer sich der Praxis hingibt ohne Wissenschaft ist wie der Steuermann, der ein Schiff ohne Ruder und Kompaß besteigt und nie weiß, wohin er fährt. Leonardo da Vinci
1508 Wer sich mit einem Betrunkenen streitet, kränkt einen Abwesenden. Publilius Syrus
1509 Wer sich nicht mit Politik befaßt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei. Max Frisch
1510 Wer sich nicht wohlfühlt bei seinesgleichen, der gehört weiter hinunter. Salomon Baer Oberdorf
1511 Wer sich nicht zu verstellen versteht, versteht nicht zu regieren. Louis XI.
1512 Wer sich zum Räuber macht, wird wieder beraubt werden. Mythos vom Sonnenauge (um 400 v. Chr.)
1513 Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren. Gotthold Ephraim Lessing
1514 Wer überlegt, sucht Beweggründe, nicht zu dürfen. Gotthold Ephraim Lessing
1515 Wer vermöchte die Sonne zu täuschen? Ovid
1516 Wer wenig denkt, irrt viel. Leonardo da Vinci
1517 Wer wenig denkt, meint Leonardo, irrt viel. Doch irrt, wer viel denkt, nicht oft noch viel mehr? Unbekannter Autor
1518 Wer will der Verstandeskraft und der Erfindungsgabe des Menschen Grenzen vorschreiben? Galileo Galilei
1519 Wer wird das Zeug lesen? Lucilus
1520 Wer wird in einen seichten Fluß noch Steine werfen? Blaise Gall
1521 Wer zu viel weiß, für den ist es schwer, nicht zu lügen. Ludwig Wittgenstein
1522 Wer zur Quelle gehen kann, der gehe nicht zum Krug. Leonardo da Vinci
1523 Widerwärtigkeiten sind Pillen, die man schlucken muß und nicht kauen. Georg Christoph Lichtenberg
1524 Wie de Bejahbung uffhört, gleich jeht der Stil los! Max Liebermann
1525 Wie glücklich sind die, deren Überzeugungen mit der allgemeinen Meinung übereinstimmen. Lord Halifax
1526 Wie kann man sich über die Welt freuen, außer wenn man zu ihr flüchtet? Franz Kafka
1527 Wie schade, daß so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man jung ist, und der, wo man zu alt ist. Montesquieu
1528 Wie will man das Dasein Gottes leugnen und zugleich die Existenz von Cognac erklären? Roda Roda
1529 Wie zahlreich sind doch die Dinge, deren ich nicht bedarf! Sokrates
1530 Willst du, daß man dir gehorcht, so gib keine Befehle. Filippo Neri
1531 Wind und Wellen sind immer auf Seite des fähigsten Steuermanns. Edward Gibbon
1532 Wir bieten einer dem anderen ein genügend interessantes Schauspiel. Epikur
1533 Wir dürfen nicht annehmen, daß alle Dinge unsretwegen geschaffen worden sind. René Descartes
1534 Wir entscheiden unsere Taten nicht völlig allein. Sie hängen weniger von uns ab, als vom Zufall. Sie werden uns von allen Seiten geboten. Wir sind ihrer nicht immer würdig. Anatole France
1535 Wir gelten lieber für einen Verbrecher als für einen Tölpel. Henry de Montherlant
1536 Wir graben den Schacht von Babel. Franz Kafka
1537 Wir haben das körperliche Indien gesucht und Amerika gefunden; wir suchen jetzt das geistige Indien was werden wir finden? Heinrich Heine
1538 Wir haben die Marktwirtschaft eingeführt: die Politiker sind schon käuflich. Zarko Petan
1539 Wir haben nicht ausreichend Zeit, um nur vorsätzlich zu handeln. Vauvenargues
1540 Wir halten den Menschen für frei: aber seine Freiheit ist nur in dem Maße real und konkret, wie sie engagiert ist, ein Ziel anstrebt und sich anstrengt, einige Veränderungen in der Welt zu bewirken. Simone de Beauvoir
1541 Wir können immer liebenswürdig sein zu den Menschen, an denen uns nichts liegt. George Bernard Shaw
1542 Wir leben im Zeitalter der Überarbeiteten und Untergebildeten, einem Zeitalter, in dem die Leute derart geschäftig sind, daß sie völlig verdummen. Und so hart es klingt: Solche Leute verdienen ihr Los. Das sicherste Mittel, nichts über das Leben zu erfahr Oscar Wilde
1543 Wir leben in einer Zeit, in der die Nachfrage nach dem Menschen größer ist als das Angebot. Zarko Petan
1544 Wir legen den Worten zuviel Gewicht bei: mit unserer geschwätzigen Erziehung erzeugen wir nur Schwätzer. Jean Jacques Russeau
1545 Wir neigen dazu, Unbekannten zu glauben, weil sie uns noch nie betrogen haben. Samuel Johnson
1546 Wir schätzen die Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken falls sie dasselbe denken wie wir. Mark Twain
1547 Wir sind alle so frei wie der Schauspieler im Stück. Unbekannter Autor
1548 Wir sind geborene Polizisten. Was ist Klatsch andres als Unterhaltung von Polizisten ohne Exekutivgewalt. Christian Morgenstern
1549 Wir sind heute alle sehr gewandt und sehr rasch im Formulieren, aber nach wie vor bestimmt der Grad der Wirklichkeitsnähe den Wahrheitsgehalt unserer Worte. Paul Grossmann
1550 Wir stecken bereits tief in der Dekadenz; das Sensationelle gilt und nur einem strömt die Menge noch begeisterter zu: dem baren Unsinn. Theodor Fontane
1551 Wir wissen, daß wir nur Vorläufer sind, und nach uns wird kommen nichts Nennenswertes. Bertholt Brecht
1552 Wir würden uns oft unsrer schönsten Taten schämen, wenn die Welt alle Beweggründe sähe, aus denen sie hervorgehen. F. de la Rochefoucauld
1553 Wird ein Mann schon kurz nach der Übernahme eines Amtes reich, kann er nicht viel taugen. Hat er aber jahrelang seinen Posten inne und ist immer noch nicht reich, ist es mit ihm auch nicht weit her. Schu Schuemou
1554 Wird's besser? Wird's schlimmer? Fragt man sich alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich. Erich Kästner
1555 Wirkliche Tugenden stören immer und erregen Haß. Hermann Hesse
1556 Wissen stimmt melancholisch. Ob Geist nicht mehr tötet als lebendig macht?
1557 Wissense, det sieht alles jut aus, aber et is nich jut! Max Liebermann
1558 Wissenswerter als das meiste Wissen wäre die Antwort eines Toten auf die Frage, ob es ihm leid tue, gelebt zu haben. Dschuang Dse
1559 Wo alle selbstsüchtig sind, ist der Weise nicht mehr wert als der Narr. Er ist nur etwas gefährlicher. James Anthony Froude
1560 Wo Diskussionen nicht vorgesehen sind, fällt die Erinnerung daran schwer, daß in jeder Debatte etwas unterdrückt wird. Es wird beinahe unmöglich, sich das vorzustellen, was unterdrückt wird. Dann liegt es nahe, das Unterdrückte als wertlos oder so gefährl Salman Rushdie
1561 Wo es noch Privatbesitz gibt, wo alle Menschen alle Werte am Maßstab des Geldes messen, da wird es kaum jemals möglich sein, eine gerechte und glückliche Politik zu treiben. Thomas Morus
1562 Wo ist der Schnee des verflossenen Jahres? Françios Villon
1563 Wohl dem, der Freunde hat, aber wehe dem, der Hilfe von ihnen braucht. Pantschatantra
1564 Wohlstand ist, wenn die Leute mehr Uhren haben als Zeit. Werner Mitsch
1565 Wollen und Vollbringen können nicht immer Hand in Hand gehen. Mo Ti
1566 Wollen wir fröhlich sein unser Leben lang. Psalmen 90,14
1567 Worüber der Meister nicht sprechen mochte, waren außerordentliche Erscheinungen, geheimnisvolle Kräfte, Gesetzlosigkeit und Götter. Die Weisheit des Konfuzius
1568 Wozu die Brücke breiter als der Fluß? William Shakespeare
1569 Wunsch ist ein Wille, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt; warum wohl? Robert Musil
1570 Zivilisation ist die Tendenz der menschlichen Spezies, sich selbst zu vernichten. Hans Brändli
1571 Zorn ist ein teurer Luxus, den sich nur Menschen mit einem bestimmten Einkommen leisten können. George W. Curtis
1572 Zu einem ganz strengen, ganz bösen Mann am Fahrkartenschalter möchte ich immer sagen: "Na, was haben Sie denn so für Billets?" Kurt Tucholsky
1573 Zu viel kann man wohl trinken, doch trinkt man nie genug. Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781) Antwort eines trunknen Dichters
1574 Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache bestehen. Voltaire
1575 Zufriedene Menschen haben etwas Unheimliches. Man weiß so gar nicht, was man mit ihnen anfangen soll. Erich Kästner
1576 Zum Heiraten gehören immer zwei: ein Mädchen und seine Mutter. Mexikanisches Sprichwort
1577 Zum Schreiben gehört auch das Talent, sich einzureden, zu nichts anderem fähig zu sein. Unbekannter Autor
1578 Zum zehnten Mal wiederholt, wird es gefallen. Horaz
1579 Zur Korrektur Hegels: Je vernünftiger man die Welt anschaut, desto unvernünftiger schaut sie zurück. Unbekannter Autor
1580 Zur Lebensart gehört, daß man auch gegen sich höflich sei. Jean Paul
1581 Zur Potenz eines Mannes muß man heutzutage im allgemeinen die PS Zahl seines Wagens hinzurechnen. Mary Saunders
1582 Zuviel Zeit mit Studieren zu verbringen, ist Faulheit; es nur als Schmuck zu verwenden Affektiertheit; nur danach zu urteilen Gelehrtenwahn. Francis Bacon
1583 Zweifel muß nichts weiter sein als Wachsamkeit, sonst kann er gefährlich werden. Georg Christoph Lichtenberg
1584 Zwischen den Menschen besteht für gewöhnlich so wenig Unterschied, daß kaum ein Grund zur Eitelkeit vorliegt. Montesquieu
1585 Zwischen Vernunft und gutem Geschmack liegt der Unterschied zwischen Ursache und Wirkung. Jean de la Bruyére
1586 Zwischenstaatlich organisiert sind in Europa nur das Verbrechen und der Kapitalismus. Kurt Tucholsky
1587 Ein Staatsmann ist ein Politiker, der seit zehn oder 15 Jahren tot ist. Harry S. Truman, Politiker

To be continued.....

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